"Heit hawwi de Addam gfunne", verkündet Daniel Hartmann vor genau 100 Jahren in seinem Stammlokal.Nun, Adam hatte ernicht gefunden, dafür aber den Unterkiefer des bisher ältesten Urmenschen aus Mitteleuropa.
Daniel Hartmann verdiente sein Brot nördlich von Mauer in der Sandgrube
Grafenrain. Dort wurden Ablageungen aus dem Eiszeitalter agbebaut; die grubenarbeiter fanden häufig Knochen von Waldelefanten, Flusspferden und andern Tieren aus den Zwischenwarmzeiten des Eiszeitalters. Dr. Schoetensack, Paläntologe an der Uni Heidelberg, war so auf die Sandgrube aufmerksam geworden.
Doch nicht so sehr Tierknochen war Schoetensack interessiert, sondern an Knochen des Neandertalers. Also zeigte er dem Grubenarbeiter, wie man menschliche Knochen erkennt. Als Hartmann am 21.10.1907 nahe der Grubensohle wieder einmal einen Knochen aus dem Hang zog und vorsichtig reinigte, erkannte er ihn als einen Menschlichen Unterkiefer. Nach intensiver Erforschung beschrieb Schoetensack den Fund als die neue Urmenschenart Homo heidelbergensis.
Mit seinem Alter von 600 000 Jahren gilt dieser heute als direkter Vorfahre der Neandertaler. Aus seinen afrikanischen Verwandten entwickelte sich der moderne Mensch.
Quelle: G/Geschichte
Liebe Forumsteilnehmer,
hat der heutige Mensch also Erbanlagen des Neandertalers?