08.08.2008 - 03:25
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  #1  
Alt 04.04.2008, 00:30
Kafka
Gast
 
Beiträge: n/a
Die Frage Krieg

Zitat von Thersites Beitrag anzeigen
Ich empfinde zumindest Stalingrad und die Normandie als Siege "meiner" Seite. Und es gibt nichts besseres als "Stalingrad, Stalingrad"-Sprechchöre, um eine Nazi-Kundgebung oder-Demo zu stören...
Wie geschmacklos. Und wenn du dann die damals grausam verreckten Soldaten verhöhnt hast geht es weiter und du rollst solche Transparente aus, wie...



Soweit ich weiß gibt es auch einen Straftatsbestand, der die verherrlichung von allerlei Gewalt unter Strafe stellt...

Geändert von Kafka (04.04.2008 um 00:33 Uhr).
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  #2  
Alt 04.04.2008, 00:42
Benutzerbild von K. Ropp
Praetor
 
Registriert seit: 08.10.2007
Ort: Rheingau
Beiträge: 386
Zitat von Kafka Beitrag anzeigen
Wie geschmacklos. Und wenn du dann die damals grausam verreckten Soldaten verhöhnt hast...
Ich glaube nicht, dass Thersites die gefallenen Soldaten bei Stalingrad lächerlich machen will. Ihm geht es wohl in erster Linie darum, den Neo-Nazis aufzuzeigen, auf welch blutiges Erbe sie sich berufen.
__________________
Zitat von Helmut Kohl
Ich weiß nicht, was der französische Staatspräsident Mitterrand denkt, aber ich denke dasselbe.
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  #3  
Alt 04.04.2008, 11:26
Ädil
 
Registriert seit: 19.02.2008
Beiträge: 243
Zitat von Thersites Beitrag anzeigen
Ich empfinde zumindest Stalingrad und die Normandie als Siege "meiner" Seite. Und es gibt nichts besseres als "Stalingrad, Stalingrad"-Sprechchöre, um eine Nazi-Kundgebung oder-Demo zu stören...

Stalingrad steht für mich - wie Verdun auch - in erster Linie für das sinnlose Verrecken von Millionen von Menschen.
Menschen, denen man Unrecht tut, wenn man sie lediglich auf Nationalsozialisten und Rote Armee reduziert.
Und wer sich mit dem Sterben in Stalingrad - auf beiden Seiten unter EInschluß der Stadtbevölkerung - auseinandergesetzt hat, kann das nur als geschmacklos empfinden.

Anitkriegspropaganda und Antinazipropaganda sieht für mich anders aus, als auf einer Demo Stalingrad zu gröhlen.
Ich finds infantil.
__________________
Glory, glory to old Ireland,
glory, glory to this island,
glory to the memory of the men
who fought and died,
"No surrender" is the war cry of
the Belfast Brigade.
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  #4  
Alt 04.04.2008, 13:09
MacX
Gast
 
Beiträge: n/a
Frage mich nur gerade, inwiefern "Stalingrad-Sprechchöre" eine Neonazi Demo stören sollen.
Soweit ich weiß gilt Stalingrad in der rechten Szene als "unsterbliches Vorbild deutschen Kämpfertums".
Den Ausgang dieser grausamen Schlacht als "Sieg" für irgendeine Seite zu feiern, finde ich auch geschmacklos, und respektlos.
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  #5  
Alt 04.04.2008, 13:20
Benutzerbild von dieter 4711
Mensch
 
Registriert seit: 09.01.2008
Ort: Frankfurt/M.
Beiträge: 294
Ihr Lieben,
können wir uns darauf einigen, dass jeder Krieg sinnlos, grausam und würdelos ist und für die Menschheit nichts bringt.
__________________
Nichts ist unmöglich
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  #6  
Alt 04.04.2008, 13:44
Benutzerbild von Jan
Jan Jan ist offline
Patriot
 
Registriert seit: 16.06.2005
Ort: Heikendorf, nahe Kiel
Beiträge: 551
Zitat von dieter 4711 Beitrag anzeigen
Ihr Lieben,
können wir uns darauf einigen, dass jeder Krieg sinnlos, grausam und würdelos ist und für die Menschheit nichts bringt.
Dem würde ich mich jetzt in dieser Pauschalisierung nicht anschließen wollen
Ein Krieg, der der Verteidigung richtiger Werte und Überzeugungen dient und schlimme Verbrechen verhindern kann, ist gerecht und gerechtfertigt.
Als Beispiel sei der hier bereits erwähnte 2. Weltkrieg genannt, diesen Krieg haben die Westalliierten zurecht geführt, denn es ging darum, eine menschenverachtende Ideologie zu bekämpfen.

Ferner kann ich es natürlich nicht verstehen, wie man als Deutscher sagen kann, "Stalingrad" sei ein Sieg für "die eigene Seite" gewesen, diese Ansicht zeugt meiner Meinung nach von einer gehörigen Portion Selbstentfremdung - man sollte nie vergessen, wo man herkommt.
__________________
Deutschlands Einigkeit, meine Stärke
Meine Stärke, Deutschlands Macht.

Freund der Freiheit
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  #7  
Alt 04.04.2008, 15:44
Benutzerbild von dieter 4711
Mensch
 
Registriert seit: 09.01.2008
Ort: Frankfurt/M.
Beiträge: 294
Zitat von Jan Beitrag anzeigen
Dem würde ich mich jetzt in dieser Pauschalisierung nicht anschließen wollen
Ein Krieg, der der Verteidigung richtiger Werte und Überzeugungen dient und schlimme Verbrechen verhindern kann, ist gerecht und gerechtfertigt.
Als Beispiel sei der hier bereits erwähnte 2. Weltkrieg genannt, diesen Krieg haben die Westalliierten zurecht geführt, denn es ging darum, eine menschenverachtende Ideologie zu bekämpfen.
Lieber Jan,
da unterscheiden wir uns. Meine Meinung ist, dass Kriege der Menschheit bisher nichts gebracht, sondern nur geschadet haben.
Der Kampf der Alliierten, vorallem der Sowjets, war ein von Hitler aufgezwungener Kampf. Trotz des Sieges der Alliierten gibt es heute keine SU mehr und F und GB haben ihre Kolonien verloren. Eigentlich gibt es im Krieg keine Gewinner.
__________________
Nichts ist unmöglich
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  #8  
Alt 04.04.2008, 16:09
MacX
Gast
 
Beiträge: n/a
Der Gewinner wären dann wohl die USA :P

Ansonsten stimme ich dir zu. Ich finde auch nicht, dass das Argument der "Verteidigung" wichtiger Werte und Überzeugungen Grund sein darf, einen Krieg zu beginnen. Denn so rechtfertigt man immerhin Kriege wie den Irakkrieg...

Die Rolle der Alliierten im 2.WK ist eine andere: die haben sich schlichtweg verteidigt, was natürlich legitim sein muss.
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  #9  
Alt 04.04.2008, 17:52
Benutzerbild von Wulfnoth
The Censor
 
Registriert seit: 29.01.2005
Ort: Bremen
Beiträge: 6.115
Ich habe die Themen mal geteilt.

Im Übrigen bin ich erstaunt wie schnell hier manche mit einfachen Urteilen bei der Hand sind. Im Prinzip lehne ich Gewalt und damit insbesondere Krieg als Höchsform staatlicher Gewalt ab. Jedoch erkenne ich auch an, dass wir in Europa und vor allem in Deutschland mit unserer Werte- und Rechtsordnung etwas erreicht haben, was nach außen (wie innen) verteidigt werden muss. Als Privatperson kann ich Krieg ablehnen, ein Staat sollte es als letztes Mittel jedoch nie ausschließen. Die alte Regel "Wer Frieden will, der rüste zum Krieg" mag heute nicht mehr ganz ihre Gültigkeit haben aber es bleibt schon die Frage was aggressivere, um nicht zu sagen kriegerische, Staaten davon abhält Krieg zu führen, wenn nicht die Androhung von Krieg.
__________________
Demokratie heißt die Wahl haben. Diktatur heißt, vor die Wahl gestellt werden.
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  #10  
Alt 04.04.2008, 18:03
Benutzerbild von Jason
Hoplit
 
Registriert seit: 29.10.2007
Ort: Durmersheim bei Karlsruhe
Beiträge: 690
Das halte ich auch für richtig. Ein Krieg kann einem Land auch aufgezwungen werden. Wenn ein Land als Agressor auftritt, dann hat ein anderes Land das Recht sich zu verteidigen.
__________________
Wir lassen euch leben im Dienste dieses Schiffes - also rudert gut. Und lebt!

Quintus Arius aus "Ben Hur"
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  #11  
Alt 04.04.2008, 18:12
MacX
Gast
 
Beiträge: n/a
Zitat von Wulfnoth Beitrag anzeigen
Ich habe die Themen mal geteilt.

Im Übrigen bin ich erstaunt wie schnell hier manche mit einfachen Urteilen bei der Hand sind. Im Prinzip lehne ich Gewalt und damit insbesondere Krieg als Höchsform staatlicher Gewalt ab. Jedoch erkenne ich auch an, dass wir in Europa und vor allem in Deutschland mit unserer Werte- und Rechtsordnung etwas erreicht haben, was nach außen (wie innen) verteidigt werden muss. Als Privatperson kann ich Krieg ablehnen, ein Staat sollte es als letztes Mittel jedoch nie ausschließen. Die alte Regel "Wer Frieden will, der rüste zum Krieg" mag heute nicht mehr ganz ihre Gültigkeit haben aber es bleibt schon die Frage was aggressivere, um nicht zu sagen kriegerische, Staaten davon abhält Krieg zu führen, wenn nicht die Androhung von Krieg.
Das ist schon richtig, dass man sich als Staat nicht die Möglichkeit nehmen lassen darf, Krieg zu führen.
Aber mit dem Argument der (präventiven) Verteidigung wird halt allzuschnell ein Krieg gerechtfertigt, der diesen edlen Zweck nicht erfüllt.
Außerdem haben wir dafür die UNO. Die sehe ich als einzig legitimiert an mit Krieg zu drohen.
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  #12  
Alt 04.04.2008, 18:20
Spender
 
Registriert seit: 27.10.2007
Ort: Raum Nürnberg
Beiträge: 629
Zitat von MacX Beitrag anzeigen
Das ist schon richtig, dass man sich als Staat nicht die Möglichkeit nehmen lassen darf, Krieg zu führen.
Gegenargumente, nämlich dass Staaten selber auf die Möglichkeit verzichten (können), sind enthalten im Thread "Staaten ohne Militär" mit 112 Beiträgen.
Mit Zitat antworten
  #13  
Alt 04.04.2008, 18:49
Thete
 
Registriert seit: 02.05.2007
Ort: Berlin
Beiträge: 707
Zitat von Kafka Beitrag anzeigen
Wie geschmacklos. Und wenn du dann die damals grausam verreckten Soldaten verhöhnt hast...
Naja, eigentlich geht es darum, Nazis zu verhöhnen, die immer noch nicht gerafft haben, dass Stalingrad die verdiente Niederlage in einem verbrecherischen Angriffkrieg war.

Zitat von Kafka Beitrag anzeigen
geht es weiter und du rollst solche Transparente aus, wie...
Zu dem Bild: Israel-Fahnen als "Nazi-Provokations-Mittel" sind mir auch sympathisch; wenn sich das mit Bomben auf dem Transparent auf die Bombardierung deutscher Städte bezieht: Die finde ich eher unschön, aber im Kontext der Zeit bzw. des Kriegsverlaufs (halbwegs) verständlich, wie ich in einem anderen Thread sagt. Warum Halbwegs? Ich bin mir bewußt, dass sie nicht die gewünschten Folgen hatten, aber: Hinterher sind alle klüger, dazu gehört nicht viel.

Zitat von Jan Beitrag anzeigen
Ferner kann ich es natürlich nicht verstehen, wie man als Deutscher sagen kann, "Stalingrad" sei ein Sieg für "die eigene Seite" gewesen, diese Ansicht zeugt meiner Meinung nach von einer gehörigen Portion Selbstentfremdung - man sollte nie vergessen, wo man herkommt.
Ich weiß, wo ich herkomme; und da ist Antifaschismus eine wichtige Sache. Wenn man 2. Wk. nur zwei Seiten sieht, Achsenmächte & Alliierte, dann sind die Achsenmächte bestimmt nicht meine.

Nein, mit autoritärem Sowjet-Kommunismus alla Stalin kann und will ich mich auch nicht identifizieren; meine am Anfang dieses Threads stehende Aussage bezog sich aber explizit auf Stalingrad & die Invasion in der Normandie, implizit auf den gesamten 2. Wk. (naja gut, den europäischen Teil).

Zitat von Beckmann Beitrag anzeigen
Ich finds infantil.
Wenn ich ehrlich bin kann ich dem nicht total widersprechen; hab ich aber kein Problem mit.

Und es hat auch etwas mit der Hilflosigkeit zu tun, wenn man diese Verbrecher an sich vorbeimarschieren sieht, ihre widerlichen Parolen hört undnichts dagegen tun kann als die eigene Ablehnung zu formulieren.
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  #14  
Alt 04.04.2008, 19:03
MacX
Gast
 
Beiträge: n/a
Zitat von Sokotra Beitrag anzeigen
Gegenargumente, nämlich dass Staaten selber auf die Möglichkeit verzichten (können), sind enthalten im Thread "Staaten ohne Militär" mit 112 Beiträgen.
Die wiederum auf den Schutz durch große Brüder vertrauen müssen. ^^

Naja, eigentlich geht es darum, Nazis zu verhöhnen, die immer noch nicht gerafft haben, dass Stalingrad die verdiente Niederlage in einem verbrecherischen Angriffkrieg war.
Da sie es als Märtyrertod sehen, wirst du sie mit dieser Konfrontation wohl nicht bewegen ihre politische Haltung zu ändern, eher das Gegenteil.

Geändert von MacX (04.04.2008 um 19:08 Uhr).
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  #15  
Alt 06.04.2008, 21:14
Benutzerbild von Nichts
nobodys fault
 
Registriert seit: 10.12.2007
Ort: Braunschweig
Beiträge: 322
Zitat von MacX Beitrag anzeigen
Die wiederum auf den Schutz durch große Brüder vertrauen müssen. ^^
Wieso die Schweiz wird selbst keiner angreifen. Würd ja auch seinen eigenem Konto schaden.
__________________
Auch Demokratie ist nur eine (Geld-)Aristokratie
alles Geschriebene zeigt meine "bescheidene und nicht gefragte" Meinung.

und Ordograffi feler kan der fiender bealten
_________________________________________
BIG SCHÄUBLE IS WATCHING YOU
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