Original von mozart
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In einer Diskussion sagte jemand:"...was die anderen Nationen gemacht haben ist unerheblich!"
Darf man so mit Geschichte umgehen? Ist die Ausblendung bestimmter Tatsachen nicht der wahre Geschichtsrevisionismus?
Inwiefern ist das schon Geschichtsrevisionismus?
Dein Zitat (wer sagte das wem?), noch dazu ohne jeden sinngebenden Kontext (auf welche Umstände bezog sich die Aussage?) ist doch bestenfalls die
subjektive Meinung des Sprechers (aber, womöglich auf eine ganz bestimmte Aussage eines anderen, die zum eigentlichen Thema nicht mal Bezug gehabt haben muß) - aber doch keine Revision des auf der Grundlage von Dokumenten, Auswertung von Ereignissen (ggf. noch unter Beteiligung von Zeit-, Augen- und Ohrenzeugen) und belegten Funden erstellten Geschichtsbildes.
Und, daß
die Geschichtswissenschaft eben nicht nur eindimensional an den Zeitraum 33-45 herangeht, zeigen doch nicht zuletzt auch Arbeiten, die bis heute fortdauern - und dennoch nicht abgeschlossen sind. Arbeiten, die eben auch die Rolle und das Verhalten anderer Nationen einer kritischen Würdigung unterziehen.
Die Frage ist eher, wie Medien (oder auch der jeweilige Historiker) derartige Arbeiten bewerten - und der Öffentlichkeit zugänglich machen. Und nicht zuletzt, wie eben bestimmte Interessengruppen versuchen, jede Aussage, jedes Argument, jedes Dokument, jeden Fund zu relativieren oder zu interpretieren - jeweils im eigenen Sinne.