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10.06.2008, 15:38
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Quaestor
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Registriert seit: 22.06.2005
Ort: Leipzig
Beiträge: 187
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Zitat von Sokotra
Nürnberger Rostbratwürste gelten auch in Kalifornien und China als begehrte Spezialität. Thüringer Würste kennt dort niemand. Nürnberger Rostbratwürste spiegeln somit die Geschichte der Globalisierung (um den Bogen zum Thema hin zu kriegen).
Kann ich nicht bestätigen. Habe in Californien sehr wohl Thüringer Bratwurst gesehen, Nürnberger dagegen nicht.
Letztes will aber nichts heißen...
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QVOD BONVM FAVSTVM FELIX FORTVNATVMQVE SIT
AMICVS CERTVS IN RE INCERTA CERNITVR
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10.06.2008, 16:30
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Spender
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Registriert seit: 27.10.2007
Ort: Raum Nürnberg
Beiträge: 854
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O.K., Thesenvariante: Küche spiegelt Migrationsströme ...
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10.06.2008, 17:03
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Quaestor
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Registriert seit: 22.06.2005
Ort: Leipzig
Beiträge: 187
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Zitat von Sokotra
O.K., Thesenvariante: Küche spiegelt Migrationsströme ...
Wenn's danach ginge... könnte man sagen, dass die Amis ja seit Jahrzehnten Scharenweise in alle Welt emigieren, bei den vielen Fast-Food-Läden Weltweit...
Aber etwas wahres ist da schon dran. Gewisse Eigenheiten werden dabei schon mitgebracht.
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QVOD BONVM FAVSTVM FELIX FORTVNATVMQVE SIT
AMICVS CERTVS IN RE INCERTA CERNITVR
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10.06.2008, 17:58
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Proconsul
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Registriert seit: 04.08.2007
Ort: da, wo Deutschland am Schönsten ist
Beiträge: 1.245
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Du willst doch wohl nicht sagen,daß 7 cm mehr als 20cm sind? Eigentlich weiß um diese entscheidenden Zentimeter sogar (fast) jede Frau.
Ansonsten ist die amerikanische Hot`n Spicy Bratwurst eine Abwandlung der thüringischen Bratwurst. 
Das älteste Rezept ist: thüringisch. Reuters war das sogar eine Nachricht wert.
Thüringer Rostbratwurst
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10.06.2008, 18:12
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Spender
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Registriert seit: 27.10.2007
Ort: Raum Nürnberg
Beiträge: 854
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Zitat von Dinictis
Wenn's danach ginge... könnte man sagen, dass die Amis ja seit Jahrzehnten Scharenweise in alle Welt emigieren, bei den vielen Fast-Food-Läden Weltweit... 
In diesem Fall spiegelt Küche die Geschichte der Expansion amerikanischer Ketten die amerikanische Dominanz auf der Welt gegen Ende des 20. Jh. wieder. Man muss die amerikanischen Ketten von Burger King über Pizza Hut zu Kentuckay Fried Chicken natürlich nicht als "Küche" verstehen. Aber diese Dominanz war besser als vielleicht eine ägaptische. Ful zum Frühstück, mittags und abends wäre noch lausiger gewesen ...
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10.06.2008, 18:34
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Thete
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Registriert seit: 02.05.2007
Ort: Berlin
Beiträge: 782
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Zitat von Sokotra
Nürnberger Rostbratwürste gelten auch in Kalifornien und China als begehrte Spezialität. Thüringer Würste kennt dort niemand. Nürnberger Rostbratwürste spiegeln somit die Geschichte der Globalisierung (um den Bogen zum Thema hin zu kriegen).
Von China habe ich keine Ahnung, aber beim Stand der US-amerikanischen Küche kann ich nur sagen: Gut für Thrüingen...
Anmerkung: Japaner gehen übrigens davon aus, dass sich Deutsche ausschließlich von Würstchen ernähren. Deutsche Restaurants haben außer dieser Spezialität kaum was auf der Karte, und der Hot Dog ist in Japan als German Dog bekannt. Allerdings waren die einzigen Sorten in Tokio, die ich erkannt habe, Nürnberger, Wiener und (ich glaube) Weißwürste. Naja, bleibt mehr in Thüringen...
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10.06.2008, 18:57
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Historiddler
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Registriert seit: 04.06.2005
Beiträge: 833
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Wobei die Inhaltstoffe von Würsten und deren Herstellung doch wohl lange Zeit einigermaßen problematisch waren. Wikipedia führt dieses Bismarck-Zitat auf
„Je weniger die Leute wissen, wie Würste und Gesetze gemacht werden, desto besser schlafen sie!“
(wohl die Inhaltsstoffe) und vor der Erfindung entsprechender Kühlgeräte mussten sie auch recht schnell verzehrt werden, wenn es sich um Brühwürste handelte. Die Herstellung ist tatsächlich ein Punkt, den man gerne ausblendet. Ich war einmal mit Uni auf Exkursion in einer Wurstwarenfabrik und der Geruch dort ... ist eine ganz spezielle Sache.
Japaner gehen übrigens davon aus, dass sich Deutsche ausschließlich von Würstchen ernähren.
Bei den Bayern kommt soweit mir bekannt ist auch noch die Schweinshaxe dazu, hab ich zumindest mal so in der Doku gesehen.
Aber solche Klischeebilder in Sachen Essen gibt es doch über jedes Volk: Kraut, Frösche, Spaghetti, Gyros, Knoblauch, Reis, etc.
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μηδὲν ἄγαν
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10.06.2008, 19:01
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Thete
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Registriert seit: 02.05.2007
Ort: Berlin
Beiträge: 782
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...Sushi...
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10.06.2008, 22:29
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Hoplit
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Registriert seit: 29.10.2007
Ort: Durmersheim bei Karlsruhe
Beiträge: 714
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In einem Bericht wurde mal erklärt, daß die französische Haute Cousin direkt von den Gastmählern der Renaissance-Fürsten stammt, mit all den Regeln und Gerichtsvariationen.
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 "So lange nicht alle Menschen werden wie er, müßen wir unsere Schwerter scharf halten"
Ben Hur: "Und unseren Zielen treu bleiben."
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11.06.2008, 12:17
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Spender
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Registriert seit: 27.10.2007
Ort: Raum Nürnberg
Beiträge: 854
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Auf einen Guillaume Tirel (1312-1395, auch Taillevent = Schneidewind genannt), Chefkoch König Karls V. von Frankreich, geht einfach die Veröffentlichung eines der frühesten westlichen Kochbücher zurück. Diese Rezeptsammlung (Le Viandier) beeinflusste die Französische Küche für Jahrhunderte.
Ergänzung durch einen Text aus einer WDR-Sendung:
"Großen Dank zollt die französische Küche Katharina de Medici. Als sie1533 Heinrich II. heiratete, brachte sie eine Schar von Köchen mit, die u.a. die Pastetenbäckerei am Hofe vereinfachten und zugleich verfeinerten. So brachten sie ein Rezept namens „Polpetta“ mit, eine Art Hackbraten, der in eine Hülle aus Briocheteig gefüllt wurde. Große Ehre gebührt auch dem Straßburger Pastetenbäcker Jean Pierre Clause. Er erfand, alser noch im Dienst des Maréchal de Contades stand, die berühmte Pâté de foie de gras, die getrüffelte Gänseleberpastete".
Mahlzeit.
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17.06.2008, 14:52
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Spender
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Registriert seit: 27.10.2007
Ort: Raum Nürnberg
Beiträge: 854
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Wer sich für Rezepte aus allen Zeiten interessiert, der findet hier ein reichliches Angebot (insb. "Rezepte sortiert nach Kochbüchern"):
Historische Kochbcher Online im Internet - Linkliste
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20.07.2008, 16:34
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Spender
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Registriert seit: 27.10.2007
Ort: Raum Nürnberg
Beiträge: 854
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Jetzt finde ich einen Quellennachweis nicht mehr - kann jemand helfen?
Es geht um den Zusatz von Arsen, den die Köche bei der Truppenverpflegung im Mittelalter und in der frühen Neuzeit in die Töpfe hinzugaben. Damit sollten die Soldaten für den Kampf aufgeputscht werden. Tiroler Bergbauern nutzten Arsen, um den Ziegen oder Kühen berauf, bergab nachzusteigen, und vor allem die Salzburger Erzbischöfe erzielten durch den Arsen-Abbau in Kärnten gute Einnahmen (die alten Abbauhalden habe ich selber schon besucht). Aber wie war das mit den Truppen? Wo sind Nachweise?
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