Login
|
|
|
Forenübersicht
|
|
|
|
 |
|

28.05.2008, 23:50
|
|
Spender
|
|
Registriert seit: 27.10.2007
Ort: Raum Nürnberg
Beiträge: 854
|
|
|
Monarchien
Nepal hat heute, am 28. Mai 2008, nach 240 Jahren die Monarchie abgeschafft. Es gibt solche immer noch etliche auf der Welt, und die Paparazzi der "yellow press" jagen die Erlauchtheiten. Ich meine, die kings and queens haben eigentlich alle als allzu großer Kostenfaktor ausgedient, von Großbritannien bis Tonga. Sie sind ein Relikt der Geschichte, hatten wohl in der Vergangenheit mal eine Funktion. Hat jemand eine Rechtfertigung für die kings im Ärmel?
|

29.05.2008, 01:25
|
 |
Praetor
|
|
Registriert seit: 08.10.2007
Ort: Rheingau
Beiträge: 411
|
|
|
Nicht nur in Monarchien gibt es eine Person, deren Hauptaufgabe es ist, ihr Land zu repräsentieren. In Deutschland etwa übernimmt diese Aufgabe der Bundespräsident, in Großbritannien macht dies nun einmal das Königshaus.
Natürlich steht auch das Amt des Bundespräsidenten in der Kritik und einige fordern seine Abschaffung. Aber ich finde, dass ein solches Amt ebenso zu einem Land gehört, wie die Staatsflagge oder sie Nationalhymne. Natürlich bräuchten wir auch diese Dinge nicht, aber wir identifizieren uns nun einmal mit unserer Flagge und unserer Hymne. Und auch der Bundespräsident dient als Identifikationsfigur für das Volk, ebenso wie sich die Briten mit ihrer Königin identifizieren.
__________________
Zitat von Helmut Kohl
Ich weiß nicht, was der französische Staatspräsident Mitterrand denkt, aber ich denke dasselbe.
|

29.05.2008, 09:31
|
 |
Tribun
|
|
Registriert seit: 23.10.2007
Ort: Berlin
Beiträge: 71
|
|
|
Einmal muss ich dem zustimmen, was K. Ropp sagt.
die englische Queen ist doch auch noch das religiöse Oberhaupt anglikanischen Kirche(gibt es diese Kirche noch richtig?) und des Commonwealth.
|

29.05.2008, 10:22
|
 |
Tribun
|
|
Registriert seit: 20.05.2008
Ort: Eberswalde
Beiträge: 58
|
|
|
Kambodscha und Spanien haben die Monarchie nach diktatorischen Zeiten wieder eingeführt. In Syrien und Nordkorea (Erbfolge bald auch in Ägypten, Lybien, ...) scheint ja auch eine Art Dynastie zu herrschen, heisst da nur nicht Monarchie.
|

29.05.2008, 10:28
|
 |
homo novus
|
|
Registriert seit: 09.08.2007
Beiträge: 161
|
|
|
identifiziert ihr euch mit eurem bundespräsidenten?
ist es in D nicht so, dass er wie jede bundesregierung auch, durch mehrheiten im parlament bestimmt wird? was ist also der unterschied zum b-kanzler? (nicht verfassungstechnisch!)
in Ö wird er zumindest direkt vom volk gewählt was meinetwegen vl ein wenig identifikation bewirkt aber wenn ich für mich spreche.
ich kafühlenn mich der regierung plus kanzlerschaft sehgr viel näher und wenn jemand das land vertritt, dann ist es doch eher diejenige institution, die die innenpolitik bestimmt und tatsäöchlöich bestimmt die b.regierung auch die aussenpolitik.
eine person die sich aus allem heraushält um bei niemanden anzuecken und
alle paar tage nichtssagende "mahnenede worte" in den wind säuselt brauchjt doch niemand.
man könnte sagen, dass sowohl hymne als auch flagge ebensowenig nützen, jedoch geht es da mehr ums pathos. von diesem wort ist das amt des b.präsidenten auch weit entfernt.
ich bin für eine abschaffung oder verlängerung der amtszeit auf 10-20 jahre.
|

29.05.2008, 11:50
|
 |
Tribun
|
|
Registriert seit: 20.05.2008
Ort: Eberswalde
Beiträge: 58
|
|
|
In Österreich wird der BP direkt gewählt. Dafür kann er die Regierung entlassen und einen anderen mit der Regierungsbildung beauftragen. Durch die Direktwahl kommt allerdings immer nur einer in Parteihinterzimmern ausgekungelter Kandidat der sich vor der Wahl durch die Wahlkampfschlammschlacht qualifiziert hat ran.
In Deutschland gehts rein "parlamentarisch" also ohne Volk (du-kannst-in-den-Ortsverein-einer-Partei-eintreten-und-dich-30-Jahre -hochschleimen, bla bla mal außen vor) daher ist man ja bemüht ein möglichst unpolitisches Sonnenscheinchen in Bellevue zu setzen, ersatzweise einen ex-Ministerpräsidenten den man in der eigenen Partei kalt stellen will, der aber noch nicht aus den Tagesnachrichten will.
Bei der Monarchie entfällt wenigstens das Parteigezerre und man kann wenigstens Jahrelang schon vorher verfolgen wie der unpolitische Platzhalter in sein Amt reinwächst.
Die eigentliche Alternative ist doch das Präsidialsystem (USA,Frankreich,Rußland). Eine Wahl, alles oder nichts, direkt. Das Parlament kontrolliert aber es regiert nicht, das macht eine Person und mit der kann man am Ende der Amtszeit (wieder direkt) abrechnen. Politische Führung und Verantwortung sind in einer Person konzentriert (auch wenns ins Rußland und Frankreich noch einen Ministerpräsident gibt, aber das ist eher ein "Erster Minister" von Präsis Gnaden).
Den Bundespräsidenten (D) abzuschaffen würde den Bundeskanzler als indirekt (durch die Parteien und die durch unser Wahlrecht so notwendigen Koalitionen) bestimmten Regierungschef in "präsidiale" Stellung kommen lassen. Zwar ist unser System durch die erdrückende Macht der Parteiblöcke schon völlig ausgehöhlt (war ursprünglich mal für den "freien Abgeordneten" vorgesehen, den haben Parteidisziplin, Berufspolitikertum und die entsprechende Dauererpressbarkeit über die Listenplätze praktisch abgeschafft). Ob und aus welchem Parteiblock mit welchen Hintergedanken welcher Mustergutmensch bestimmt wird ist genauso bedeutungslos, wie eine halbseidene Royal-Family-Dauerstory wie sie die Monarchien aufführen.
Identifizieren konnten sich die Deutschen doch nur mit der D-Mark (weg), Fritz Walther (tot) , Boris Becker (äähm) und mal sehen wie die EM läuft.
|

29.05.2008, 12:56
|
 |
homo novus
|
|
Registriert seit: 09.08.2007
Beiträge: 161
|
|
parteien werden immer die selben gewählt und untereinander werden nur noch scheingefechte betrieben. mehr oder weniger haben sich ja mittlerweile alle parteien miteinander arrangiert und arbeiten nur noch fgür den machterhalt und dass alles so bleibt wie es ist.
sympathie ist zwar sicherlich das falsche wort, dass mein vhs zur dt. linkspartei beschreiben aber der sofortige aufschrei und gejammere weil nun ein paar bürger einmal etwas anderes wählen ist ja bezeivhnend.
that´s democracy 
eine demokratie der parteisoldaten und nicht visionäre muss ja zu polit-verdrossenheit führen.
kein wunder dass sich die nationale intelligenz direkt fürchtet in die politik hineingezogen zu werden. außerden sind sie soundso nicht erwünscht (stichwort:kichhof "der porofessor aus heidelberg")
|

29.05.2008, 14:12
|
 |
Tribun
|
|
Registriert seit: 20.05.2008
Ort: Eberswalde
Beiträge: 58
|
|
|
Im Westen ist die Linke noch spannend im Osten ist sie genauso verbonzt wie die anderen. Lass sie erstmal an Ämter, Posten und stelllen kommen dann ist sie schnell genauso handzahm wie die andern vier.
|

29.05.2008, 14:53
|
 |
The Censor
|
|
Registriert seit: 29.01.2005
Ort: Freiburg
Beiträge: 6.477
|
|
Zitat von Basileios
In Deutschland gehts rein "parlamentarisch" also ohne Volk (du-kannst-in-den-Ortsverein-einer-Partei-eintreten-und-dich-30-Jahre -hochschleimen, bla bla mal außen vor) daher ist man ja bemüht ein möglichst unpolitisches Sonnenscheinchen in Bellevue zu setzen, ersatzweise einen ex-Ministerpräsidenten den man in der eigenen Partei kalt stellen will, der aber noch nicht aus den Tagesnachrichten will.
Du vergisst aber zu erklären, dass das bei uns besondere Gründe hat. Der Präsident ist nicht nur de facto schwach sondern auch de jure. Wieso soll man einen Kandidaten direkt wählen lassen, der nichts entscheiden darf?
Mal abgesehen davon, dass es das ganze System aus dem Gleichgewicht bringen kann, da weder Kanzler noch Ministerpräsidenten direkt gewählt werden.
Zitat von Basileios
Bei der Monarchie entfällt wenigstens das Parteigezerre und man kann wenigstens Jahrelang schon vorher verfolgen wie der unpolitische Platzhalter in sein Amt reinwächst.
Und wenn du Pech hast, sitzt eine hochnotpeinliche Person mehre jahrzehnte lang ganz oben. Das kann ganz schön nach hinten losgehen. Den Präsidenten bist du wenigstens irgendwann los.
Ich meine, die kings and queens haben eigentlich alle als allzu großer Kostenfaktor ausgedient.
Ich bin mir nicht sicher aber ich glaube sobald man die Präsidentenpensionen einrechnet wird das Kostenfaktor absolut irrelevant.
__________________
Demokratie heißt die Wahl haben. Diktatur heißt, vor die Wahl gestellt werden.
|

29.05.2008, 15:19
|
 |
homo novus
|
|
Registriert seit: 09.08.2007
Beiträge: 161
|
|
gibt es besondere gründe warum jede parlamentarische republik die ich kenne einen kanzler/premierminister UND einjmen präsidenten für nötig hält?
ich meine naja, in Ö. kenne ich ugf. die aufgaben des b.präsidenten aber könnte zb die vereidigung nicht einfach vor einer nationalvers. oder einfach dem nationalrat geschehen?
als hüter der verfassung sind die obersten gerichte ja auch sehr viel glaubwürdiger.
|

29.05.2008, 15:23
|
 |
Proud Confederate
|
|
Registriert seit: 12.04.2008
Ort: Alfter, ca. 10-20 km von Bonn entfernt
Beiträge: 130
|
|
|
Ich persönlich halte die Monarchie für veraltet und unnötig.
Ich persönlich finde es pervers dem Volk gegenüber, dass eine Person
ihr Geld damit verdient, zu Leben, und dass solche Personenn auch noch unterstützt werden.
__________________
Ein wahrer Patriot ist der, welcher von Links- und Rechtsradikalen gleichermaßen angefeindet wird.
|

29.05.2008, 15:23
|
 |
The Censor
|
|
Registriert seit: 29.01.2005
Ort: Freiburg
Beiträge: 6.477
|
|
Man kann über den Arbeitsaufwand von einfachen Parlamentariern glauben was man will aber die Minister und damit auch die Regierungschefs sind ziemlich beschäftigte Menschen.
Schau dir mal an was der Bundespräsident alles macht und addiere es zu den Arbeiten des Bundeskanzlers. Sorry aber der ist jetzt schon viel zu viel in der Welt unterwegs, wenn der jetzt noch Repräsentativbesuche in Afrika machen müsste...
Möglicherweise mag das auf Österreich nicht ganz so zutreffen... *hust* Regionalpolitik *hüstel*
__________________
Demokratie heißt die Wahl haben. Diktatur heißt, vor die Wahl gestellt werden.
|

29.05.2008, 15:27
|
 |
K.u.K. Hofzensor
|
|
Registriert seit: 19.05.2005
Ort: Wien
Beiträge: 1.069
|
|
Zitat von mimir
gibt es besondere gründe warum jede parlamentarische republik die ich kenne einen kanzler/premierminister UND einjmen präsidenten für nötig hält?
ich meine naja, in Ö. kenne ich ugf. die aufgaben des b.präsidenten aber könnte zb die vereidigung nicht einfach vor einer nationalvers. oder einfach dem nationalrat geschehen?
als hüter der verfassung sind die obersten gerichte ja auch sehr viel glaubwürdiger. 
Es geht einfach darum, die Macht sowohl des Bp als auch der Regierung zu beschränken, um im schlimmsten Fall so gut wie möglich die Machtergreifung einer der beiden Parteien zu verhindern (sofern sie nicht zusammenarbeiten). Dazu ist ein direkt gewählter Präsident nötig.
|

29.05.2008, 15:34
|
 |
homo novus
|
|
Registriert seit: 09.08.2007
Beiträge: 161
|
|
Schau dir mal an was der Bundespräsident alles macht und addiere es zu den Arbeiten des Bundeskanzlers. Sorry aber der ist jetzt schon viel zu viel in der Welt unterwegs, wenn der jetzt noch Repräsentativbesuche in Afrika machen müsste...
politik würd ich es aber nicht nennen was die pseudo-präsidenten veranstalten. tagespolitik ist verpönt und der rest ist für mich nur wichtigtuerei im ausland (auf beiden seiten). zb.: macht es sich in den (türk.) zeitungen eben auch besser wenn sich der premier. erdogan mit bp. fischer trifft als mit irgendnem diplomatisvchen hansel. als ob es in ö. wen interessieren würde was er (im ausland) von sich gibt.
diese ominösen wirtschaftsdelegation sind mir auch höchst suspekt.
oft sind das nur verdeckte gratisurlaube innerhalb der freundalwirtschaft.
|

29.05.2008, 15:41
|
 |
homo novus
|
|
Registriert seit: 09.08.2007
Beiträge: 161
|
|
Zitat von Argeados
Es geht einfach darum, die Macht sowohl des Bp als auch der Regierung zu beschränken, um im schlimmsten Fall so gut wie möglich die Machtergreifung einer der beiden Parteien zu verhindern (sofern sie nicht zusammenarbeiten). Dazu ist ein direkt gewählter Präsident nötig.
mWn:
in Ö: entlassung der br. -> wahrsch. strittig aber bestimmt auf vfgh übertragbar
D u. Ö blockieren von gesetzen aber soviel ich weiß nur falls sie verfassungswirdrig sind -> verfassungswidrige gesetze kann auch der vfgh kippen und gg. verfassungsänderungen haben ja beide nichts in der hand.
|
 |
|
|
Aktive Benutzer in diesem Thema: 1 (Registrierte Benutzer: 0, Gäste: 1)
|
|
|
Forumregeln
|
Es ist dir nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
Es ist dir nicht erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
Es ist dir nicht erlaubt, Anhänge hochzuladen.
Es ist dir nicht erlaubt, deine Beiträge zu bearbeiten.
HTML-Code ist aus.
|
|
|
|
Letzte Themen
|
Gab es das Drittes...
Views: 478,
Antworten: 18
|
Deutsche Sprache...
Views: 380,
Antworten: 55
|
Verläuft...
Views: 107,
Antworten: 13
|
Wo ist Kuusinen ?
|
Lehren des frühen...
Views: 754,
Antworten: 22
|
"US-Finanzkrise"...
Views: 2231,
Antworten: 128
|
1.Koalitionskrieg -...
Views: 203,
Antworten: 22
|
Obama verspricht...
|
Elisabeth I.
Views: 179,
Antworten: 17
|
Juristische...
|
Keine...
|
Robert Edward Lee
Views: 498,
Antworten: 29
|
Staatshilfe für Opel
Views: 649,
Antworten: 44
|
Legitimation für...
Views: 296,
Antworten: 22
|
Forum für...
|
|
|
Letzte Links
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|