Login
|
|
|
Forenübersicht
|
|
|
|
 |

05.01.2008, 12:46
|
|
Spender
|
|
Registriert seit: 27.10.2007
Ort: Raum Nürnberg
Beiträge: 854
|
|
|
Schulbücher zur Geschichte
Ich zettle mal, ganz frech, ein Umfrage-Projekt an. In verschiedenen Threads lese ich, dass manches zu kurz kommt oder untergeht. Also die Frage: Was sollte in den Geschichts-Lehrbüchern eben auch oder mehr vorkommen? Ich schlage vor, das in die klassischen Kategorien
A) Alte Geschichte
B) Mittelalter
C) Neuere Geschichte
zu unterteilen.
Gefragt sind einfach sachliche Stichworte. Zudem könnte auf die Darstellungsform, die ja sehr unterschiedlich sein kann, eingegangen werden.
Wenn was Vernünftiges heraus kommt, könnte man das am Ende der Kultusminister-Konferenz zukommen lassen ...
|

05.01.2008, 12:59
|
 |
Homo Novus
|
|
Registriert seit: 30.01.2007
Ort: Köln
Beiträge: 290
|
|
|
vllt sollte man noch differenzieren zwischen unter-/mittelstufe und oberstufe, denn zumindest bei mir (hessen) wurde die geschichte quasi 2x chronologisch durchlaufen
insbesondere in der oberstufe ist mE vor allem das mittelalter deutlich zu kurz gekommen, wie auch die frühe neuzeit, also eigentlich der gesamte zeitraum zwischen principat und absolutismus
dafür wird die zeit ab der aufklärung und insbesondere ab der franz. revolution äußerst intensiv behandelt und dazu in mehreren fächern parallel (deutsch, französisch,...)
trotzdem ist natürlich schwer, abzuwägen, denn für jedes intensivierte thema muss man ja irgendwo kürzen...
|

05.01.2008, 13:17
|
 |
The Censor
|
|
Registriert seit: 29.01.2005
Ort: Freiburg
Beiträge: 6.477
|
|
|
Wünschenswert wäre ein Durchlaufen von Alexander dem Großen bis in die Gegenwart, das ist aber kaum möglich.
Deshalb halte ich eine Fokusierung auf deutsche Geschichte für notwendig.
Dabei sollten im wesentlichen folgende Stationen mehr oder weniger ausführlich behandelt werden:
- Westfälischer Frieden
- Französische Revolution / Napoleonische Kriege
- Wiener Kongress / Absolutismus
- Märzrevolution
- Einigungskriege / Deutsche Einigung
- Erster Weltkrieg
- Weimar / Demokratie
- Drittes Reich / Faschismus / Zweiter Weltkrieg
- Geteiltes Deutschland / Kalter Krieg
- Wiedervereinigung kritisch betrachtet
Bei mir in der Schule haben wir sogar erst nach Napoleon wirklich angefangen und haben die Wiedervereinigung nicht mehr geschafft und ich hatte zeitweilig 6 Stunden Geschichte die Woche.
Besonders wichtig finde ich eine Fokusierung auf kritisches Denken und Quellenkritik und -studium. Eventuelle Lücken im Lehrplan können so viel leichter durch die Schüler (bei Interesse) selbstständig erarbeitet werden.
__________________
Demokratie heißt die Wahl haben. Diktatur heißt, vor die Wahl gestellt werden.
|

05.01.2008, 14:20
|
|
|
|
Ich hätte mir noch nen kleinen Abriss "Heiliges Römisches Reich" mit wichtigen Stationen gewünscht. Nach dem Abi hab ich fest gestellt, dass ich darüber gar nichts weiß.
Hab mich, als wir Napoleon durchgenommen haben, nur gewundert, welches "Reich" denn da untergegangen sein soll :P
Was ich generell am Geschichtsunterricht verbesserungswürdig finde, ist diese Methode des Auswendigpaukens, das am Gymnasium Unter- und Mittelstufe betrifft, und an dan anderen beiden Schulzweigen wohl auch das einzige Verfahren sein dürfte.
Geschichte "begriffen", hab ich nämlich erst ab der 11. Klasse als Quellenkritik eingeführt wurde. Das ist denn auch länger drin geblieben. Auch wenn Daten und Namen vielleicht nicht so präsent sind, weiß man grob, wie was abgelaufen ist.
Vorher, das war nur Lernen um zu vergessen...
|

05.01.2008, 14:52
|
|
Spender
|
|
Registriert seit: 27.10.2007
Ort: Raum Nürnberg
Beiträge: 854
|
|
|
Auf der Vorschlagsliste kommt ja schon einiges zusammen - weiter so. Ich möchte auch nur kurz einwerfen, dass ich als Querschnittsthema die Wirtschaftsgeschichte wichtig halte. Denn wirtschaftliche Zusammenhände bzw. Hintergründe haben vieles geprägt, vom Mittelalter bis Weimar.
Und: MacX hat mit seiner Methoden-Kritik natürlich den Nagel auf den Kopf getroffen!!
|

05.01.2008, 14:55
|
 |
The Censor
|
|
Registriert seit: 29.01.2005
Ort: Freiburg
Beiträge: 6.477
|
|
|
Nun Wirtschaftsgeschichte bietet sich ja an vielen Punkten an.
__________________
Demokratie heißt die Wahl haben. Diktatur heißt, vor die Wahl gestellt werden.
|

05.01.2008, 15:53
|
 |
Homo Novus
|
|
Registriert seit: 30.01.2007
Ort: Köln
Beiträge: 290
|
|
|
wirtschaftsgeschichte als solche sollte allerdings eher in den politik&wirtschaft-unterricht (oder wie auch immer er bei euch heißt) gehören und in geschichte nur wenn nötig kurz angerissen werden
sowieso bin ich der ansicht, dass eine viel engere vernetzung von lehrplänen und -büchern verschiedener fächer dringend notwendig wäre
die erfahrungen von macX kann ich nahezu 100%ig teilen
nahezu alles, was ich z.b. über das heilige römische reich dt. nation weiß, habe ich erst an der uni in rechts- und verfassungsgeschichte gelernt
|

05.01.2008, 16:01
|
 |
The Censor
|
|
Registriert seit: 29.01.2005
Ort: Freiburg
Beiträge: 6.477
|
|
Zitat von toblu
sowieso bin ich der ansicht, dass eine viel engere vernetzung von lehrplänen und -büchern verschiedener fächer dringend notwendig wäre
Das ist gar nicht mal das Problem in den Lehrplänen ansich. Diese bieten oft genug solche Möglichkeiten, die Lehrer müssen es nur auch anwenden wollen.
Häufig kann man da jedoch diese Inselmentalität beobachten, die auch daher kommt dass viele nur ihren vor Jahren vorbereiteten Unterricht immer wieder abspulen. Individuelle Anpassung sind so natürlich kaum möglich.
Wenn ich mich recht entsinne (bin mir nicht mehr ganz sicher) wurden bei uns z.B. Kunst und Geschichte zeitweilig gekoppelt, aber auch in Deutsch tauchten häufig Themen mit aktuellem Geschichtsunterrichtbezug auf.
__________________
Demokratie heißt die Wahl haben. Diktatur heißt, vor die Wahl gestellt werden.
|

05.01.2008, 17:31
|
 |
Preuße
|
|
Registriert seit: 28.04.2005
Beiträge: 439
|
|
|
[quote=Wulfnoth;55393]Wünschenswert wäre ein Durchlaufen von Alexander dem Großen bis in die Gegenwart, das ist aber kaum möglich.
/QUOTE]
Das habe ich in Niedersachsen auf dem Gymnasium allerdings erlebt.
|

05.01.2008, 18:12
|
|
Thete
|
|
Registriert seit: 02.05.2007
Ort: Berlin
Beiträge: 782
|
|
|
Das wichtigste am Schulunterricht bleibt das "Lernen lernen"; anhand welcher Beispiele man das tut ist im Prinzip egal.
Je näher ein geschichtliches Ereignis an der Gegenwart liegt und je eher es die Gegenwart beeinflusst, desto eher sollte es im Unterricht behandelt werden (welch Allgemeinplatz!).
|

06.01.2008, 17:40
|
 |
Tribun
|
|
Registriert seit: 27.07.2007
Ort: NRW
Beiträge: 79
|
|
|
Die Idee an sich ein Liste zu entwerfen welche Dinge im Geschichtsunterricht zu kommen finde ich gut man muss bedenken durch das Zentralabitur hat man keine Zeit mehr bestimmte Themen zu behandeln.Man zieht nur noch das durch was im Abi verlangt wird alles andere bleibt aussen vor.
Das merke ich besonders bei mir im Geschichs Lk, dort machen wir nur das was für 2009, dann wenn ich Abi mach, vorgeschrieben ist und mein Lehrer beschwert sich immer das man keine Zeit hat Themen da weiter zu machen wo sie spannend werden.
Dementsprechend sieht auch mein Geschichtsbuch aus in dem ist alles von der Französichen Revolution bis zum Beginn des 21. Jahrhunderts zusammengefasst.(mein Geschichtsbuch Horizonte II Geschichte für die Oberstufe)
An dieser Stelle muss ich toblu udn MacX Recht geben das einersseits Dinge zu kurz kommen und wie beim HRRDN nicht genau weiß was war das für ein Reich,nur im Zuge Napoleons erwähnt, wenn man sich nicht vorher damit schon beschäftigt hat.
__________________
Kenntnisse kann jedermann haben,
aber die Kunst zu denken ist das seltenste Geschenk der Natur. Friedrich d. Grosse
|

16.01.2008, 13:00
|
|
Quaestor
|
|
Registriert seit: 14.12.2007
Beiträge: 130
|
|
|
Ich denke, das der Geschichtsunterricht auf dem Gymnasien, unter Berücksichtigung das dieser in der Sekundarstufe I nur alberne 2 Stunden pro Woche gelehrt wird, hoffnungslos überfrachtet ist. Eine Entrümpelung wäre also dringend vonnöten und angesichts der zur Verfügung stehenden Stunden würde ich auch eine Fokussierung auf die Deutsche Geschichte, wenigstens in den höheren Jahrgängen, befürworten. Das Kaiserreich, Weimar, Drittes Reich, die Weltkriege und die Bundesrepublik werden m.E. nicht in der gebotenen Ausführlichkeit behandelt.
Bei meiner Tochter wurden kurzerhand beispielsweise schon im 6.Jarhgang das Römische Kaiserreich, also immerhin rund 500 Jahre, überpsrungen. Das gleiche gilt für den 30jährigen Krieg. Da kann man nur noch den Kopf schütteln.
|
 |
|
Aktive Benutzer in diesem Thema: 1 (Registrierte Benutzer: 0, Gäste: 1)
|
|
|
Forumregeln
|
Es ist dir nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
Es ist dir nicht erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
Es ist dir nicht erlaubt, Anhänge hochzuladen.
Es ist dir nicht erlaubt, deine Beiträge zu bearbeiten.
HTML-Code ist aus.
|
|
|
|
Letzte Themen
|
Deutsche Sprache...
Views: 380,
Antworten: 55
|
Verläuft...
Views: 107,
Antworten: 13
|
Wo ist Kuusinen ?
|
Lehren des frühen...
Views: 754,
Antworten: 22
|
"US-Finanzkrise"...
Views: 2231,
Antworten: 128
|
1.Koalitionskrieg -...
Views: 203,
Antworten: 22
|
Obama verspricht...
|
Gab es das Drittes...
Views: 478,
Antworten: 17
|
Elisabeth I.
Views: 179,
Antworten: 17
|
Juristische...
|
Keine...
|
Robert Edward Lee
Views: 498,
Antworten: 29
|
Staatshilfe für Opel
Views: 649,
Antworten: 44
|
Legitimation für...
Views: 296,
Antworten: 22
|
Forum für...
|
|
|
Letzte Links
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|