20.07.2008 - 23:06
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  #1  
Alt 17.03.2008, 13:51
Benutzerbild von dieter 4711
Mensch
 
Registriert seit: 09.01.2008
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Der schwarze Schrein von Goa

Portugiesen erobern und misionieren Goa
Im Jahr 1492 brechen im spanischen Paoas drei Schiffe auf, um den Seeweg nach Indien zu finden, dem Inbegriff aller Reichtümer. Columbus glaubt - da die Welt eine Kugel sei - müsse er nur lange genug nach Westen segeln um das Paradies zu erreichen. Indien. Doch er findet Amerika.
Fünf Jahre später richtet der Portugiese da Gama seinen Blick nach Süd-Osten. Er segelt entlang der afrikanischen Küste, umrundet das Kap der Guten Hoffnung und stößt in das Arabische Meer vor. Nach zehn Monaten, am 20.5.1498 erreicht er die Westküste Indiens. Der Seeweg zu den exotischen Schätzen Asiens ist entdeckt.
Quelle. ZDF.de
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Geändert von dieter 4711 (18.03.2008 um 09:32 Uhr).
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  #2  
Alt 18.03.2008, 09:38
Benutzerbild von dieter 4711
Mensch
 
Registriert seit: 09.01.2008
Ort: Frankfurt/M.
Beiträge: 287
Die Seefahrer betreten staunend das Land ihrer Träume. Indien, ein magisches Wort, das vage und geheimnisvoll den Erdteil meint, wo die so heiß begehrten Gewürze wachsen. Das gefragteste von allen ist Pfeffer, In den Häfen von Lisabon und Venedig wird er mit Gold aufgewogen. Doch Indien ist kein unberührtes Paradies. Die portugiesischen Konquistadoren treffen auf eine hochzivilisierte Kultur: den Hinduismus. Blühende Reiche mit Tempeln, Palästen und zentnerweise Edelsteinen.
Quelle: ZDF.de
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  #3  
Alt 18.03.2008, 10:36
Spender
 
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Die Erklärung des Themas fehlt noch:
1627 entführten Augustinermönche eine schwarze Kiste aus Persien nach Goa. Ihr Inhalt: Gebeine der georgischen Königin Ketevan. Der Schwarze Schrein: In ihm sollen die Gebeine von Ketevan ruhen. Nach schweren Foltern starb Ketevan als Märtyrerin für ihren christlichen Glauben.
Quelle: ZDF.de
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  #4  
Alt 18.03.2008, 14:26
Benutzerbild von dieter 4711
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Ort: Frankfurt/M.
Beiträge: 287
Zitat von Sokotra Beitrag anzeigen
Die Erklärung des Themas fehlt noch:
1627 entführten Augustinermönche eine schwarze Kiste aus Persien nach Goa. Ihr Inhalt: Gebeine der georgischen Königin Ketevan. Der Schwarze Schrein: In ihm sollen die Gebeine von Ketevan ruhen. Nach schweren Foltern starb Ketevan als Märtyrerin für ihren christlichen Glauben.
Quelle: ZDF.de
Lieber Sokotra,
ich war mit diesem Thema noch nicht fertig. Leider auch als Rentner in Zeitnot. Ich wäre darauf noch zurückgekommen. Vielen Dank für Deine Erläuterungen.
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  #5  
Alt 19.03.2008, 09:55
Benutzerbild von dieter 4711
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Beiträge: 287
Der portugiesische König rief im Jahr 1505 den Estadio da India (Indischen Staat) aus und ließ mächtige Kathedralen bauen. Wie Leuchttürme des Glaubens ragen sie noch heute aus dem Land. Kathedralen, die denen Roms Konkurenz machten. Demonstration der macht Portugals und des christlichen Glaubens.
Den Eroberen folgten die Konquistatoren der Seelen. Doch der Gewinn von Pfeffer schien wichtiger als der von Christen. Aufgeschreckt durch Nachrichten über Gräueltaten und Koruption schickte der Papst 1540 einen Jesuiten nach Goa. Er wird zum bedeutensten Missionar der Christenheit.
Quelle:ZDF.de
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  #6  
Alt 20.03.2008, 13:35
Benutzerbild von dieter 4711
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Registriert seit: 09.01.2008
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Beiträge: 287
Revolutionäre Idee
Der "Apostel Indiens" war überzeugt, dass nur die Taufe den menschen vor der Hölle rettet. Es galt die "Heidenkinder" aus den Klauen des Teufels zu befreien. Im Kampf der Religionen zählte er auf dei Jugendlichen - und damit auf das Kolleg St. Paul die größte christliche Schule und berühmteste Universität Asiens. Ihr Einganstor steht noch heute. Man ließ sich auf die fremden Sprachen, Sitten und Gebräuche ein. Die Ausbildungsstätte für eingborene Priester wird zur Bassis der Christlichen Mission von Ostafrika bis Japan.
Quelle: ZDF.de
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  #7  
Alt 20.03.2008, 14:58
Benutzerbild von Jason
Hoplit
 
Registriert seit: 29.10.2007
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Auf mich hat Indien auch immer einen besonderen Reiz ausgeübt. Die vielen religiösen Tendenzen, die okkulten Gemeinschaften und die exotischen Gebräuche waren seit je her für viele Europäer was Besonderes.

Für die Jesuiten typisch: eine auf die Erziehung der jungen Elite dieser Länder ausgerichtete Missionstätigkeit, um danach das Land für die katholische Welt zu gewinnen.
Die Jesuiten waren aber trotz allem oft ein Schutzwall gegen die Profitgier des Mutterlandes.
In Südamerika schützten sie die Eingeborenen vor der rücksichtslosen Versklavung und Ausbeutung. Dies forderte auch Konflikte mit anderen Mächten und gipfelte in der Aufhebung des Ordens, vor allem durch Betreibung Portugals.
Ein Dorn im Auge waren die von den Jesuiten geführten indianischen Siedlungen, die erfolgreich gegen die Ausbeutung geschützt waren.
__________________
Wir lassen euch leben im Dienste dieses Schiffes - also rudert gut. Und lebt!

Quintus Arius aus "Ben Hur"
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  #8  
Alt 21.03.2008, 09:58
Benutzerbild von dieter 4711
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Registriert seit: 09.01.2008
Ort: Frankfurt/M.
Beiträge: 287
Kampf um die Symbole
Das friedliche Bild trügt. Jeder andere Glaube wurde vervoten. Hindus, die sich nicht bekehren lassen wollte, wurden verfolgt. Ihre reichen Besitztümer gingen an das Paulskolleg. Viele Bewohner flohen in die Berge im Hinterlands Goas und beteten dort ihre Götterbilder an. Für Franz Xaver waren es Götzen und Dämonen. Der Glaubenskampf war ein Kampf um die Seelen der Menschen.
Quelle: ZDF.de
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  #9  
Alt 22.03.2008, 10:30
Benutzerbild von Jason
Hoplit
 
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Beiträge: 660
Zitat von dieter 4711 Beitrag anzeigen
Kampf um die Symbole
Das friedliche Bild trügt. Jeder andere Glaube wurde vervoten. Hindus, die sich nicht bekehren lassen wollte, wurden verfolgt. Ihre reichen Besitztümer gingen an das Paulskolleg. Viele Bewohner flohen in die Berge im Hinterlands Goas und beteten dort ihre Götterbilder an. Für Franz Xaver waren es Götzen und Dämonen. Der Glaubenskampf war ein Kampf um die Seelen der Menschen.
Quelle: ZDF.de
Jedoch war es zu jd. Zeit für Europäer schwierig, die Vorstellungen und Gebräuche des Subkontinents zu akzeptieren. Bis in die Gegenwart zieht sich diese Geschichte. Ich denke da an diese Parias, an die Frauen und an die Witwenverbrennungen, den Kalì-Anhängern, die Thugs undsow. Das da ein Jesuit das Werk des Teufels dahinter sieht-was Wunder. Die Briten hatten die Sache auch nicht besonders im Griff. Ich habe mal einen Thread über den Aufstand gegen die Ostindia-Company eröffnet (siehe). Da ging es ja auch ursprünglich um schwelende Konflikte religiöser Natur.
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Quintus Arius aus "Ben Hur"
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