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16.11.2007, 10:48
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Propraetor
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Registriert seit: 31.01.2007
Beiträge: 598
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Indien 2.0
Ich hab mir den alten Thread durchgelesen und will jetzt mal was dazu sagen:
Die Inder verwendeten eine andere Kriegstechnik als die zB Griechen. Schwere Infanterie war nicht so wichtig, es gab eine Masse von Bogenschützen. Sie verwendeten auch viele Elefanten, von Nashörnern habe ich noch nie was gehört (das steht auch im "300" Thread). Im Grunde kann man die indische Kampfweise mit der der Perser (Achmainiden) vergleichen. Das bezieht sich alles auf die nördlichen Staaten/Stämme... zur Zeit Alexanders.
Indien war arm an Edelmetallen, benutzte später aber viele griechische und römische Münzen. Sie exportierten zB Baumwolle. Über die Bevölkerungszahlen weiß ich nix, kann mir aber gut vorstellen dass Indien - zumindest in den Flusstälern - dicht besiedelt war, wie zB Ägypten, vllt. nicht ganz so dicht.
So, ich wusste nicht wo das hin soll => also neuer Thread.
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Wahrlich glücklich ist, wer am Abend sagen kann, heute habe ich gelebt - Horaz
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16.11.2007, 10:50
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The Censor
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Registriert seit: 29.01.2005
Ort: Bremen
Beiträge: 6.247
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Haben nicht die Perser in ihren Auseinandersetzungen mit Indien deren Kampfweise übernommen?
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Demokratie heißt die Wahl haben. Diktatur heißt, vor die Wahl gestellt werden.
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16.11.2007, 11:45
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Propraetor
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Registriert seit: 31.01.2007
Beiträge: 598
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Zitat von Wulfnoth
Haben nicht die Perser in ihren Auseinandersetzungen mit Indien deren Kampfweise übernommen?
Ich habe keinen Tau. Ich denke aber dass ich was gehört habe dass die Perser von den Indern die Kriegführung mit Elefanten übernamen, bin mir aber nicht sicher.
Ich war kurz zu Hause und hab in einem Buch nachgelesen (ja, das kommt vor):
Ein Typ namens Tschandragupta Maurja war wenige Jahre nach der Auseinandersetzung mit Alexander der Kommandant der Grenztruppen am Indus. Im Jahre 321 v.Chr. wurde er Herrscher in Indien. Seine Haupstadt, Pataputra, lag am Ganges und war eine der größten Städte der Antike. Die Stadt hatte eine hölzerne Mauer mit 500 Türmen, zum Vergleich: Antiochia hatte, als es von den Kreuzfahrern erobert wurde, 300 und noch ein paar zerquetschte. Das sagt allerdings nichts aus, ich weiß nämlich nicht wie dicht die Türme beieinander standen. Einer von Tschandraguptas Nachfahren war Aschoka. Den Namen haben sicher die meisten schon gehört. Er eroberte einen großen Teil Indiens. Das Maurja-Reich dehnte sich über fast ganz Indien aus, lediglich der südliche "Zipfel" blieb unabhängig.
PS: Ich hatte es oben vergessen hinzuschreiben: die Inder benutzten eine dem walisischen/englischen Langbogen ähnliche Waffe.
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Wahrlich glücklich ist, wer am Abend sagen kann, heute habe ich gelebt - Horaz
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16.11.2007, 13:52
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Demokrat
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Registriert seit: 08.06.2005
Ort: Zürich, Schweiz
Beiträge: 315
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Zitat von Wulfnoth
Haben nicht die Perser in ihren Auseinandersetzungen mit Indien deren Kampfweise übernommen?
Nicht vollständig. Die Perser kannten ja bereits eine eigene Kriegstaktik, die zunächst auf der Verwendung des Streitwagens, später dann auf den Berittenen Bogenschützen und Kavallerie basierte. Von den Indern haben sie meines Wissens "nur" den Umgang mit Kriegselefanten übernommen (Stichwort: Mahouts).
Indien, zumindest die Regionen im Industal, waren nicht bekannt für eine besonders brauchbare Kavallerie. Das Pferd spielte in den Armeen der Kleinkönige des Industales (Poros u.a.) keine grosse Rolle. Vielmehr setzten die Inder auf Fernkämpfer, meist ungepanzerte Infanterie und eben Kriegselefanten. Das war auch einer der Gründe, weshalb die Inder gegen Invasoren mit guter Kavallerie stets ziemlich derbe Niederlagen erlitten (gegen die Perser, Alexander, die Afghanen).
Ausserdem setzten die indischen Feldherren offenbar oftmals auf pure Masse. Ihnen standen wegen der hohen Bevölkerunngszahlen viele Soldaten zur Verfügung, die jedoch grösstenteils schlecht ausgerüstet waren.
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Man vergißt vielleicht, wo man die Friedenspfeife vergraben hat. Aber man vergißt niemals, wo das Beil liegt. Mark Twain, 30.11.1835 bis 21.04.1910
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