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25.09.2006, 19:08
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Quaestor
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Registriert seit: 25.09.2006
Ort: nähe Freiburg im Breisgau
Beiträge: 104
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Kulturelle Leistungen der Germanen
In der Vorstellung der meisten Menschen, kam eine höher entwickelte Kultur, erstmals mit den Römern nach Mittel-/Nordeuropa.
Wie unsinnig diese Vorstellung ist, zeigen Entdeckungen wie:
ältester Pflug der Welt gefunden in Niedersachsen bei Walle, Alter ca. 5000 Jahre
Himmelsscheibe von Nebra, ältestestes Abbild des Kosmos, Alter ca. 3600 Jahre
Berliner Kegel, 74 Zentimeter hoher Goldhut, Wandstärke beträgt 0,06 Millimeter - ein Meisterwerk wie aus dem Grab des Tutanchamun. Alter ca. 3000-3300 Jahre
Nicht zu bestreiten ist jedoch, dass gegen Ende der Bronzezeit also ab ca. 600 v.Zw. in den germanisch besiedelten Gebieten keinerlei herausragende kulturelle Leistungen mehr vollbracht wurden.
Die moderne Wissenschaft sieht hier als Hauptgrund die gravierende Klimaverschlechterung um 2-3 Grad.
Falls euch andere Gründe bekannt sind bin ich gespannt diese zu erfahren.
Gruß
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"Wo Recht zu Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht."
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25.09.2006, 19:14
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Separatisto
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Registriert seit: 23.10.2005
Ort: Bruchsal
Beiträge: 1.005
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Naja, ich wäre lieber Römer gewesen als Germane, um das gleich klar zu stellen
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Nichts ist unsozialer als der Wohlfahrtsstaat, der die menschliche Verantwortung erschlaffen und die individuelle Leistung sinken läßt. Ludwig Erhard
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25.09.2006, 19:18
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The Censor
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Registriert seit: 29.01.2005
Ort: Bremen
Beiträge: 6.343
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Mich würde interessieren wieso du den Pflug un die Himmelsschreibe den Germanen zuordnest? Meines Wissens nach kann man erst nach ca. 2000 v. Chr. von Stämmen sprechen die sich lose als germanisch definieren lassen.
Zweitens erscheint mir der Vergleich dieser beiden Beispiele mit den römischen Leistung sehr weit her geholt, weil da immerhin eine Spanne von mindestens 3000 Jahren zwischen liegen.
Das nördlich der Alpen ebenfalls Hochkulturen existierten zeigt schon unser Wissen über die Kelten.
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Demokratie heißt die Wahl haben. Diktatur heißt, vor die Wahl gestellt werden.
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25.09.2006, 19:56
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Censor
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Registriert seit: 25.12.2005
Ort: Düsseldorf
Beiträge: 1.191
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In der Vorstellung der meisten Menschen, kam eine höher entwickelte Kultur, erstmals mit den Römern nach Mittel-/Nordeuropa.
[...]
Nicht zu bestreiten ist jedoch, dass gegen Ende der Bronzezeit also ab ca. 600 v.Zw. in den germanisch besiedelten Gebieten keinerlei herausragende kulturelle Leistungen mehr vollbracht wurden.
Du sagst es ja selber: Die Vorstellung hatten die Menschen damals wohl auch schon, wenn ein halbes Jahrtausend keine Leistungen erbracht wurden.
Ich denke aber, das ist keine generelle Unterschätzung der Germanen an sich, sondern insgesamt der Bronzezeit an sich. Noch wesentlich offensichtlicher werden die Möglichkeiten dieser vor-historischen Kulturen meines Erachtens an Stonehenge.
Berliner Kegel, 74 Zentimeter hoher Goldhut, Wandstärke beträgt 0,06 Millimeter - ein Meisterwerk wie aus dem Grab des Tutanchamun. Alter ca. 3000-3300 Jahre
Finde ich übrigens noch wesentlich interessanter als sogar die Himmelsscheibe. Von diesen Hüten wurden ja mehrere gefunden, auch wenn der Berliner afair der größte. Hier ist vor allem ja noch völlig unbekannt, wer die Kopfbedeckungen überhaupt trug.
Aber beim besten Willen - gegen Tutanchamuns Totenmaske haben die Teile keine Schnitte!
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Die Leute streiten im allgemeinen nur deshalb, weil sie nicht diskutieren können - G.K. Chesterton
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Kennt ihr schon unsere Benutzerkarte?
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25.09.2006, 19:58
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Propraetor
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Registriert seit: 18.03.2005
Ort: Bremen
Beiträge: 543
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Wie Wulfnoth bereits angedeutet hat, gehen all diese Funde meines Wissens nach auf Kelten zurück, die ja auch für ihren Goldschmuck und ihre Kunstfertigkeit bekannt waren. Auch waren die Kelten in der betreffenden Zeit bis ins heutige Ost-Deutschland verbreitet, und im Süden Deutschlands wurden auch schon Steinmauern nachgewiesen.
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26.09.2006, 13:13
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Quaestor
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Registriert seit: 25.09.2006
Ort: nähe Freiburg im Breisgau
Beiträge: 104
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Bis ca. 750 v. Chr. bevor also die germanischen Stämme wanderten, erstreckte sich ihr Siedlungsgebiet von der Weichsel bis in die heutigen Niederlande und von Mittel-Südskandinavien bis in die Mittlelgebirge des heutigen Deutschlands. Die drei von mir erwähnten Funde liegen allesamt in diesem Bereich.
Die letzte große Einwanderungswelle in diese Gebiete, fand vor ca. 4000 Jahren durch die sogenannten Streitaxtvölker statt, welche dann mit der ansässigen Bevölkerung verschmolzen und jene Volksgruppe bildeten die wir heute als Germanen bezeichnen.
Von mir aus lassen wir den Pflug nur zu 50% gelten und nehmen den Sonnenwagen von Trundholm (Alter 3400-3300 Jahre) als kulturelle Leistung der Germanen in unsere Liste auf.
Zudem wollte ich die Germanen weder mit der römischen Kultur vergleichen noch gleichstellen, sondern lediglich erfahren ob jemanden weitere Gründe für das zumindest zeitweilige Ende germanischen Kulturschaffens bekannt sind.
Gruß
Naja, ob der Berliner Kegel mit der Totenmaske des Tutanchamun vergleichbar ist oder nicht sei dahingestellt, auf jeden Fall zeugt dieser Fund von einem beachtsamen Niveau der Goldschmiedekunst.
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"Wo Recht zu Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht."
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26.09.2006, 16:01
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The Censor
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Registriert seit: 29.01.2005
Ort: Bremen
Beiträge: 6.343
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Weitere Gründe fallen mir nicht ein. Allerdings habe ich schwach im Hinterkopf dass irgendwann im genannten Zeitraum (ca. 500 v. Chr.) auch die keltischen Oppidum im heutigen Süddeutschland kleiner wurden. Also kann man auch dort einen kulturellen Niedergang beobachten.
Bei den Oppidum wurde dies auf kriegerische Aktivitäten der germanischen Stämme zurück geführt.
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Demokratie heißt die Wahl haben. Diktatur heißt, vor die Wahl gestellt werden.
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20.09.2008, 22:52
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Keltogermanenfanatiker
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Registriert seit: 20.09.2008
Ort: Denzlingen bei Freiburg i.B.
Beiträge: 16
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Naja, es gibt auch etwas was die Germanen "erfunden" haben was mich überascht bzw. ein wenig belustigt hat und zwar haben sie scheinbar den Haarkamm erfunden! Er war aus Schweinsborsten. Sie legten nämlich auch so, Wert auf Sauberkeit, also waren sie keine "Rauen Stinker" wie manch einer einen Barbar schimpft.
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"Wer die Ahnen nicht ehrt ist des Namens nicht Wert und wer sie nicht kennt, kennt sich selbst nicht" (Zitator Unbekannt)
Geändert von Theodisk (20.09.2008 um 22:54 Uhr).
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22.09.2008, 00:01
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Tribun
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Registriert seit: 19.09.2008
Ort: Hollabrunn
Beiträge: 54
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Das mit den "rauen Stinkern" ist immer Ansichtssache (wohl eher Geschmackssache). Immerhin rieben sie sich mit Butter ein, die wohl nicht lange frisch roch. Die Römer waren da freilich auch nicht besser: Ihre vornehmen Damen rieben sich irgendein Öl ins Gesicht, das aus einer Drüse am Arsch von Schafen gewonnen wird ...
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