04.12.2008 - 23:28
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  #16  
Alt 15.03.2005, 08:12
Benutzerbild von cyrtic
Tribun
 
Registriert seit: 21.02.2005
Beiträge: 71
winetoo ist eben nicht die wirklichkeit


cyrtic
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  #17  
Alt 15.03.2005, 08:17
Wien
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Beiträge: n/a
Original von cyrtic
winetoo ist eben nicht die wirklichkeit


cyrtic
Ja das war mir schon klar!

Aber bis gestern dachte ich die Indianer hätten doch schon Pferde gehabt! :rolleyes:

Gruss aus Wien
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  #18  
Alt 15.03.2005, 15:30
Benutzerbild von Runaway
Tribun
 
Registriert seit: 05.03.2005
Ort: nahe Bremen
Beiträge: 87
nö, hatten sie nicht... die pferde kamen ja von den europäern (wollte es nur nochmal bestätigen^^)

ich wusste zwar, dass die römer damals keine steigbügel an ihren satteln hatten, aber ich frage mich immer, wie sie das gleichgewicht halten konnten ohne rauszufallen... gerade bei attacken...
ich bin zwar noch nie geritten, aber ich denke, dass man sich doch mit den steigbügeln zu den seiten abstützt!??!?!?
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  #19  
Alt 15.03.2005, 15:34
Wien
Gast
 
Beiträge: n/a
Original von Runaway
ich wusste zwar, dass die römer damals keine steigbügel an ihren satteln hatten, aber ich frage mich immer, wie sie das gleichgewicht halten konnten ohne rauszufallen... gerade bei attacken...
ich bin zwar noch nie geritten, aber ich denke, dass man sich doch mit den steigbügeln zu den seiten abstützt!??!?!?
Hm? Das wäre ein neuer Diskutionsansatz, das frage ich mich auch, vielleicht kann sich ja hier ein Reiter-Veteran dazu äussern!

Gruss aus Wien
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  #20  
Alt 15.03.2005, 16:25
Benutzerbild von Wulfnoth
The Censor
 
Registriert seit: 29.01.2005
Ort: Freiburg
Beiträge: 6.477
Tatsache ist, dass man mehr auf seine Beine achtgeben musste. d.h. das sie in der richtigen Position den Pferdekörper "umklammern" und bei Schockkavallerie (also mit Lanzenattacken) wie sie die Römer gegen Ende ihrer Zeit bevorzugten machte es keinen großen Unterschied ob mit oder ohne Steigbürgel, da der Rückstoß der Lanze einen nach hinten warf.
__________________
Demokratie heißt die Wahl haben. Diktatur heißt, vor die Wahl gestellt werden.
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  #21  
Alt 15.03.2005, 16:50
Wien
Gast
 
Beiträge: n/a
Hatten die indianer überhaupt so ein "gestell"? Also wo mann sich anhalten kann? Oder sind die "Natur" geritten, also ohne alles oder anders ausgedrückt: Sind die Indianer Freihan und Freifuß geritten?

Gruss aus Wien
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  #22  
Alt 29.04.2005, 10:32
Plebejer
 
Registriert seit: 27.04.2005
Beiträge: 6
Also, das Pferd ist in Nordamerika und in der alten Welt im Eotzän entstanden, als Grasfresser und 5-Zeher. Bis zum Pleistozän [vor etwa 10 000 Jahren] lebte es in Amerika. Der Vorfahre [Equus callabus]des heute lebenden Pferdes wanderte über eine Landbrücke, die damals Nordamerika und Sibirien verband nach Asien. Irgendwann vor 600 000 bis 1 500 000 Jahren, als sich das Wasser der Beringsee zu massiven Schichten von Inlandeis verdichtete, wanderte das moderne Pferd von Asien zurück nach Nordamerika. Am Ende des Pleistozän verschwand das Pferd mysteriöserweise wieder, zusammen mit vielen anderen Säugetierarten.Bis zur Mitte des 16. Jahrhunderts gab es von da an keine Pferde in Nordamerika. Die spanischen Erober brachten erst das Pferd wieder mit nach Nordamerika. Die Spanier waren Bürokraten. Sie führten genau buch und hielten jeden Warenaustausch fest. Das Pferd war ein bedeutender Bestandteil ihrer Kultur. Kam ein Pferd um, wurde das in den Büchern vermerkt. Und doch gab es keinen Hinweis darauif, dass auf Coronades [der war 1540 auf einer Erforschungsreise in Amerika und führte viele Pferde mit ich über 1 000, zumeist Wallache, keine Hengste]vergeblicher Expedition auch nur eines der Pferde entlaufen wäre. Ebensowenig gibt es Beweise dafür, dass mit ihnen gezüchtet wurde, eher landetet sie im Kochtopf.
Um 1600 tauchten die ersten Stuten und Hengste in der Gegend des nördlichen Rio Grande auf, wahrscheinlich gekauft von Spaniern in Nordmexiko. Bei Santa Fe wurden Fohlen aufgezogen und in die Prärienationen verkauft. Nach dem Pueblo Aufstand 1680 war es für die Indianer im Südwesten nicht mehr schwer an Pferde heranzukommen. Die ersten Pferde der Eroberer waren Berber, kleine, stämmige und robuste Pferde.
Wien: Sie hatten meist keine Sättel, aber eine Dekce drunter. Zaumzeug hatten sie, auch wenn es sich nur auf ein Lederstrick beschränkte, den man ins Maul des Pferdes legte, und gleichzeitig als Zügel benutzte. Manche hatten sicherlich auch Gebisse aber das weiß ich jetzt nicht so genau.
So, hoffe das hilft.

Zur eigentlichen Frage:
Reiten ohne Steigbügel ist nicht schwer, solange man sein Gleichgewicht mit dem des Pferdes gleich hält. Also, dass man immer mittig sitzt, und nicht mehr rechts oder links. Dann muss man sich auch nicht mit den Beinen festklammern, weil so kann man gar nicht runterfallen. Klar, im Krieg waren die Reitervölker mit ihren steigbügeln im Vorteil, da sie besser damit kämpfen konnten, sie brauchten sich nicht um das Gleichgewicht kümmern, sondern saßen fest im Sattel. Dazu kommt, dass die Pferde der Reitervölker zumeist kleiner, wendiger und schneller waren, als die großen, schweren Pferde beispielsweise der Römer oder später der Europäer.
Aber ein Vorteil hat es, ohne Steigbügel zu reiten: Wenn man runterfällt, oder schnell abspringen muss, können die Steigbügel sehr verhängnisvoll sein, da man leicht [wenn man mit dem Fuß zu tief im Bügel steckt] hängen bleiben kann.

Ich persönlich reite gerne ohne Steigbügel und ganz ohne Sattel, die meisten Pferde stört das nicht. Nur mit sehr jungen Pferden sollte man das nicht machen, da die öfter unerwartet mal einen Satz zur Seite machen und man da schnell das Gleichgewicht verliert.


Hoffe, dass ich helfen konnte.
MfG, akuuma
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  #23  
Alt 29.04.2005, 15:24
Benutzerbild von Wulfnoth
The Censor
 
Registriert seit: 29.01.2005
Ort: Freiburg
Beiträge: 6.477
Da du dich anscheinend gut mit Pferden auskennst wäre es noch interessant ob vor ca. 2.000 Jahren ein Unterschied zu heutigen Pferden bestand?
Ich hatte mal gelesen, dass diese wesentlich grobschlächtiger waren.
__________________
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  #24  
Alt 29.04.2005, 15:34
Konsul
 
Registriert seit: 12.03.2005
Beiträge: 916
ritt man damals eigetnlich so hässlcihe rießen bauerngäule oder
"normale" Pferde? und eher Hengste, wallache oder stuten?
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  #25  
Alt 29.04.2005, 22:08
Plebejer
 
Registriert seit: 27.04.2005
Beiträge: 6
Original von Wulfnoth
Da du dich anscheinend gut mit Pferden auskennst wäre es noch interessant ob vor ca. 2.000 Jahren ein Unterschied zu heutigen Pferden bestand?
Ich hatte mal gelesen, dass diese wesentlich grobschlächtiger waren.
Ja, waren halt Schlachtrösser. Die heutigen sind sowieso alle überzüchtet.

Stell dir vor, du willst aufm Englischen Vollblut in die Schlacht ziehen, mit Panzerschutz und blah. Da bricht der zusammen.

Sozusagen waren diese sehr kräftig, groß, aber nicht unbedingt hässlich. Sie mussten halt nur die Reiter+Rüstungen+Waffen tragen und die waren halt schwer, auch bei den Römern. Stell dir ein Kaltblutwarmblutmix vor, dann hast du in etwa ein Schlachtroß.

Aber es waren meist Hengste und Wallache, weniger Stuten. Hengste sind halt von Natur aus mehr auf Revierverteidigung und Angriff spezialisiert, als beispielsweise Stuten. Die waren dann eher zur Zucht und so zugelassen.
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  #26  
Alt 29.04.2005, 22:23
Quaestor
 
Registriert seit: 31.03.2005
Beiträge: 166
Auch ich kann aus eigener Erfahrung sprechen, was das reiten ohne Steigbügel angeht, bei mir wars aber eher ungewollt. Habe mal beim reiten die Steigbügel beide verloren und konnte mich nur noch am Hals des Pferdes festhalten damit ich nicht runterfalle, da das Gleichgewichthalten in der Situation unmöglich war. Zum Glück ist das Pferd langsamer geworden und nicht wie zu erwarten ausm vollem Galopp (!) stehen geblieben. Daher bin ich der kleinen heute immernoch dankbar 8)

Wenn man aber beabsichtigt ohne Steigbügel reitet und es auch kann ist es garnicht mal so schwer wie auch akuuma bereits sagte. Ich habe mal auf einer Fuchsjagd zwei Reiter gesehen die wirklich ohne Steigbügel da mitgeritten sind und die haben das Pferd auch im vollem Galopp etc unter Kontrolle gehabt und dabei sind sie ganz vorne mitgeritten. Sättel hatten sie aber trotzdem.
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  #27  
Alt 29.04.2005, 22:39
Plebejer
 
Registriert seit: 27.04.2005
Beiträge: 6
Original von Ondollo
Auch ich kann aus eigener Erfahrung sprechen, was das reiten ohne Steigbügel angeht, bei mir wars aber eher ungewollt. Habe mal beim reiten die Steigbügel beide verloren und konnte mich nur noch am Hals des Pferdes festhalten damit ich nicht runterfalle, da das Gleichgewichthalten in der Situation unmöglich war. Zum Glück ist das Pferd langsamer geworden und nicht wie zu erwarten ausm vollem Galopp (!) stehen geblieben. Daher bin ich der kleinen heute immernoch dankbar 8)
Ich bin früher immer ohne Steigbügel galoppiert, Platz wie Gelände [im vollem Galopp] und muss sagen, es ist einfacher, so kann man sich nicht in den doofen Dingern verhakeln oO und dann hat man die ganze Zeit damit zu tun, da wieder rauszukommen und kann sich nicht aufs Pferd konzentrieren o.o

Original von Ondollo
Wenn man aber beabsichtigt ohne Steigbügel reitet und es auch kann ist es garnicht mal so schwer wie auch akuuma bereits sagte. Ich habe mal auf einer Fuchsjagd zwei Reiter gesehen die wirklich ohne Steigbügel da mitgeritten sind und die haben das Pferd auch im vollem Galopp etc unter Kontrolle gehabt und dabei sind sie ganz vorne mitgeritten. Sättel hatten sie aber trotzdem.
Das muss man aber üben, ich hatte als ich mal angefnagen habe, eine Lehrerin, die hatte mich immer ohne Steigbügel reiten lassen. Daher kann ich das auch sehr gut in allen Gangarten [einschließlich Tölt und Rennpass].

Aber ich denke für Schlachten ungeeignet, wenn man sich dann eher auf den Kampf konzentriert und nicht auf die Reitweise^^'
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  #28  
Alt 30.04.2005, 09:35
Benutzerbild von Wulfnoth
The Censor
 
Registriert seit: 29.01.2005
Ort: Freiburg
Beiträge: 6.477
Und nicht nur deswegen. Ein berittener Bogenschütze der sich im Sattel erheben kann ist wesentlich im Vorteil und auch beim Ansturm mit der Lanze verleiht so ein Ding Sicherheit.
__________________
Demokratie heißt die Wahl haben. Diktatur heißt, vor die Wahl gestellt werden.
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  #29  
Alt 22.06.2005, 17:05
Benutzerbild von Dinictis
Quaestor
 
Registriert seit: 22.06.2005
Ort: Leipzig
Beiträge: 187
Hallo,

Original von akuuma
Aber ich denke für Schlachten ungeeignet, wenn man sich dann eher auf den Kampf konzentriert und nicht auf die Reitweise^^'
Das ist definitiv falsch. Die antiken Sättel haben dem Reiter den notwendigen Halt gegeben, um ein Pferd im Kampf sicher zu beherrschen, Steigbügel sind dafür nicht zwingend notwendig. Außerdem sollte man nicht vergessen, dass die Reiter gar nichts anderes kannten und zum großen Teil von Kindheit an im Sattel saßen.

Der Steigbügel bringt nur bedingt Vorteile.

Als Literaturtip dazu vieleicht: Marcus Junkelmann "Die Reiter Roms III"
Dort wird explizit auf das Reiten ohne Steigbügel, die Sattelkonstruktionen und die Ausrüstung der römischen Reiter eigegangen und auch auf die Möglichkeiten eines solchen Reiters im Kampf.

[i Original von Wulfnoth[/i]
Und nicht nur deswegen. Ein berittener Bogenschütze der sich im Sattel erheben kann ist wesentlich im Vorteil und auch beim Ansturm mit der Lanze verleiht so ein Ding Sicherheit.
Der Steigbügel ist für den Angriff mit Lanze nicht notwendig. Der Stoß wird allein von der Rückenstütze des Sattels abgefangen. Der Steigbügel sorgt höchstens dafür, dass der Reiter sich mit den Beinen abstützt und somit bereits gegen die Sattelstütze gepresst ist. Aber das ist kein echter Vorteil für den Reiter.

Für berittene Bogenschützen ist der Steigbügel interessant, da sie so im Sattel aufstehen können, um nach hinten zu schießen. Das geht aber auch ohne Steigbügel (zumindest mit den relativ kleinen Reflexbögen der Reitervölker), ist aber so erheblich anstrengender... :-)
__________________
QVOD BONVM FAVSTVM FELIX FORTVNATVMQVE SIT

AMICVS CERTVS IN RE INCERTA CERNITVR
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  #30  
Alt 22.06.2005, 17:23
Benutzerbild von Wulfnoth
The Censor
 
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Ort: Freiburg
Beiträge: 6.477
Wie ist das eigentlich mit dem Auf- und Absteigen? Wie wird das ohne Steigbügel praktiziert?
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