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12.08.2006, 23:22
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Ädil
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Registriert seit: 11.03.2005
Beiträge: 212
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Seiten, Bücher zu Germanien
Da ich mich in letzter Zeit mehr und mehr den Germanen und da speziell den Sitten und den Bräuchen wittme, bitte ich euch mir ein paar gute Internetseiten oder auch Bücher zu sagen, die Aufschluss darüber zu geben. Danke schon einmal
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Alle wollen in den Himmel, aber niemand will sterben.
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12.08.2006, 23:29
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The Censor
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Registriert seit: 29.01.2005
Ort: Freiburg
Beiträge: 6.477
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Ich würde prinzipiell erst einmal mit der Germania von Tacitus anfangen. Zwar ist Tacitus durchaus mit Vorsicht zu behandelt, aber in einigen Ausgaben (in meiner auch, nur habe ich keine Ahnung wie die heißt und wo die gerade ist) gibt es gute Nachworte, die die Glaubwürdigkeit behandelt und exemplarisch erläutern. Manchmal sind die Länger als das Buch.
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Demokratie heißt die Wahl haben. Diktatur heißt, vor die Wahl gestellt werden.
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12.08.2006, 23:32
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Administrator
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Registriert seit: 04.03.2005
Ort: München/Hannover
Beiträge: 2.604
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ne frage zu tacitus, woher hat er die infos? Ist er einmal durch die germanischen wälder gelatscht? Wenn ja wieso wurde er nicht getötet. wenn nein, woher diese info? Vom hören und sagen oder wie oder was
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12.08.2006, 23:42
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The Censor
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Registriert seit: 29.01.2005
Ort: Freiburg
Beiträge: 6.477
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Dazu stand auch was im Nachwort. Nur leider finde ich das Buch im Moment einfach nicht.
Ich kann dir deshalb nur sagen, dass er definitiv nicht in Germanien war, sondern nur vom Hörensagen informiert war. Aber immerhin war Tacitus Konsul unter Domitian und somit sehr weit oben in der römischen Gesellschaft. Er wird deshalb auch Kontakte zu gut informierten Kreisen gehabt und wird zumindest die Möglichkeit gehabt haben sich so gut wie möglich zu informieren.
Es ist nur wichtig, dass man beim lesen beachtet, dass Tacitus das Buch schrieb mit dem Ziel die Germanen als die besseren Menschen gegenüber den Römern darzustellen. Mit der Darstellung der Germanen als barbarisch will er andeuten, dass die Römer von ihrer eigenen Zivilisation zersetzt sind.
Soviel in Kurzform dazu.
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Demokratie heißt die Wahl haben. Diktatur heißt, vor die Wahl gestellt werden.
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12.08.2006, 23:44
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Ädil
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Registriert seit: 11.03.2005
Beiträge: 212
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Danke erst mal an den Wulfnoth
Ich habe gerade gesehen, dass man das Buch auch auf Pc laden kann. Sehr praktisch
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Alle wollen in den Himmel, aber niemand will sterben.
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12.08.2006, 23:45
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The Censor
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Registriert seit: 29.01.2005
Ort: Freiburg
Beiträge: 6.477
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Ja das ist eigentlich sehr weit verbreitet. Kostet auch in Buchform nur nen paar Euro.
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Demokratie heißt die Wahl haben. Diktatur heißt, vor die Wahl gestellt werden.
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12.08.2006, 23:52
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Propraetor
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Registriert seit: 23.12.2005
Ort: Köln
Beiträge: 537
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Original von Wulfnoth
Ich würde prinzipiell erst einmal mit der Germania von Tacitus anfangen. Zwar ist Tacitus durchaus mit Vorsicht zu behandelt, aber in einigen Ausgaben (in meiner auch, nur habe ich keine Ahnung wie die heißt und wo die gerade ist) gibt es gute Nachworte, die die Glaubwürdigkeit behandelt und exemplarisch erläutern. Manchmal sind die Länger als das Buch. 
Tacitus war vielleicht der wichtigste Historiker der über die Germanen geschrieben hat aber im Grunde hatte er keine Ahnung über deren wirkliches Leben. Ich würde mich eher auf neuesten Ausgrabungen verlassen als in seiner Germania irgendwelche Lügengeschichten zu lesen die er von irgendwelchen dahergelaufenden Händlern gehört hat. Im Grunde hat er niemals Germanien mit eigenen Augen erlebt darum sollte man wirklich seine Geschichte mit Vorsicht genießen. Das gleiche gilt ja auch über Cäsarsgeschichte Krieg gegen Galien die sollte man ebenfalls mit vorsicht genießen.
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12.08.2006, 23:55
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The Censor
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Registriert seit: 29.01.2005
Ort: Freiburg
Beiträge: 6.477
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Ich habe doch auch geschrieben, dass man alles was er schreibt mir Fingerspitzen anfassen muss. Doch ist es faktisch so das wir neben den archäologischen Ergebnissen uns auf die Aufzeichnungen der Römer verlassen müssen und da ist Tacitus für den Einstieg nicht schlecht. Vor allem da es seine Bücher mit guten Vor- bzw. Nachworten gibt die auch einiges an Informationen enthalten.
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Demokratie heißt die Wahl haben. Diktatur heißt, vor die Wahl gestellt werden.
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12.08.2006, 23:59
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Propraetor
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Registriert seit: 23.12.2005
Ort: Köln
Beiträge: 537
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Original von Wulfnoth
Ich habe doch auch geschrieben, dass man alles was er schreibt mir Fingerspitzen anfassen muss. Doch ist es faktisch so das wir neben den archäologischen Ergebnissen uns auf die Aufzeichnungen der Römer verlassen müssen und da ist Tacitus für den Einstieg nicht schlecht. Vor allem da es seine Bücher mit guten Vor- bzw. Nachworten gibt die auch einiges an Informationen enthalten.
Ja das stimmt da müssen wir uns wirklich leider auf die Römischenüberlieferung verlassen da gibt es kein wenn und aber.
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13.08.2006, 00:38
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Historiddler
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Registriert seit: 04.06.2005
Beiträge: 833
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Der Pauly gibt als (greifbare) Hauptquellen für die Germania Caesar, Livius und Plinius den Älteren an, also hauptsächlich damals verfügbare Literatur, die aber zum damaligen Zeitpunkt möglicherweise auch nicht mehr aktuell war.
Das Ziel, die einfache Lebensweise der "edlen Wilden" als die überlegene darzustellen (die Absicht findet man immer wieder, u.a. bei Rosseau) ist auch nicht unbedingt haltbar. Ich glaube es gibt Stellen in der Germania, in denen auch schlechte Eigenschaften wie Trunksucht und Faulheit beschrieben werden.
Was man aber nicht machen sollte, ist von derart überlieferten Eigenschaften eine Kontinuitätslinie in die neuere Zeit aufzubauen.
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μηδὲν ἄγαν
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13.08.2006, 16:02
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Ädil
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Registriert seit: 11.03.2005
Beiträge: 212
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Danke noch einmal
Falls noch jmd. gute Quellen hat, ich bin offen
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Alle wollen in den Himmel, aber niemand will sterben.
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21.09.2008, 14:12
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Ah hallo noch ein "Germanenfreund"  !
Ich kann dir ein sehr gutes Buch empfehlen und zwar:
"Die ersten Deutschen - Über das rätselhafte Volk der Germanen"
von Siegfried Fischer Fabian.
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21.09.2008, 16:53
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Proconsul
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Registriert seit: 04.08.2007
Ort: da, wo Deutschland am Schönsten ist
Beiträge: 1.245
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"Die ersten Deutschen - Über das rätselhafte Volk der Germanen"
von Siegfried Fischer Fabian.
Es ist veraltet und spiegelt nicht den aktuellen Stand der Forschung wieder. Wurde ja auch schon vor über 30 Jahren geschrieben.
Wenn dich das Themengebiet interessiert, dann halt dich einmal an die Bücher von Rudolf Simek. Zur Zeit meines Wissens das Aktuellste auf diesem Gebiet.
Geändert von Titus_Livius (21.09.2008 um 17:01 Uhr)
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21.09.2008, 18:50
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Ich spreche von der Neuauflage von 2005, dessen Buch überarbeitet und Titelbild erneuert wurde. Kannst du dir bei Amazon angucken....Es ist die 11. Auflage seit vor 30 Jahren(siehe Produktinformation): http://www.amazon.de/Die-ersten-Deut...2015885&sr=8-2
Und schau dir auch mal die Rezessionen an.....
Bei Weltbild.de heißt es noch zusätzlich "Sonderausgabe": http://www.weltbild.de/die-ersten-de...A@@.CLGR13p070
Glaubst du mir jetzt das es ein aktuelles Buch ist?
Geändert von Theodisk (21.09.2008 um 19:13 Uhr)
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21.09.2008, 19:15
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Proconsul
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Registriert seit: 04.08.2007
Ort: da, wo Deutschland am Schönsten ist
Beiträge: 1.245
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Der TOSA Verlag produziert nur Neuauflagen. Am Inhalt des Buches wurde da nichts redaktionell bearbeitet. Ergo ist auch das 2005 gedruckte Buch noch inhaltlich genau dasselbe wie das der 1. Auflage von 1975.
Macht ja auch betriebswirtschaftlich Sinn für den Verlag, wenn populärwissenschaftliche Literatur ihm so aus den Händen gerissen wird. Und solange das passiert, wird es noch eine 12., 13 oder gar 14. Auflage geben.
Aber Fakt bleibt trotzdem: Inhaltlich einiges veraltet.
PS: Redaktionell aufbereitete Bücher bekommst du nicht für 9,95€ im Sonderpreis. Autor und Verlag und auch der Vertrieb müssen schließlich auch was verdienen. Das geht halt nur, wenn man einfach die alte Druckvorlage nimmt und somit nur die reinen Druckkosten hat.
Geändert von Titus_Livius (21.09.2008 um 19:19 Uhr)
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