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13.08.2006, 16:00
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Ädil
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Registriert seit: 11.03.2005
Beiträge: 212
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RE: "Untermenschen" in der Antike
Original von Grileg
Original von SeniorDingDong
Hileten die Römer die "Barbaren" für "Untermenschen"?
Denn das si abfällig über sie berichtet haben, ist mir bekannt, aber hielsten sie sie auch für weniger wert? Waren sie also quasi "Untermenschen" in ihrer Sichtweise?
Hier muß man wohl zwischen den Sichtweisen der Antike und der Moderne (oder besser des Nazismus) klar trennen!
Die Römer (oder eigentlich jede antike Kultur) betrachteten fast jede Zivislisationsstufe außerhalb bzw. "unterhalb" der eigenen als barbarisch. Sie betrachteten ferner jeden Feind (und oft auch eigene "Landsleute" auch als potentiellen Sklaven (so man seiner habhaft wurde) - und damit quasi als Sache, womit sie aber schon wieder einen "Wert" darstellten ...
Daher gab es wohl kaum Begriffe wie "unwertes Leben" oder "Untermenschen" im späteren Sinne. Diese Kategorisierung setzte erst mit den ersten "Rassefragen" (bzw. religiösem Dogmatismus) ein.
Es heisst Rassismus, nicht Nazismus. Nazismus steht in meinen Augen eher für den Germanenkult, d.h. der Arier etc.
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Alle wollen in den Himmel, aber niemand will sterben.
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20.03.2007, 16:47
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Praetor
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Registriert seit: 11.01.2007
Ort: München
Beiträge: 418
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AW: "Untermenschen" in der Antike
Zitat von Wulfnoth
Tatsache ist aber, dass sie auch über die Oder hinaus siedelten. Ob sie dies auch schon zur Zeit des Augustus und Tiberius taten kann ich leider im Moment nicht sagen, aber ich gehe davon aus.
sind die goten nach der gotensaga nicht um christi geburt von gotland nach preussen übergesiedelt? dann wären die zumindest schon mal dagewesen.
Zitat von Wulfnoth
Bezeichnend dafür ist ja dass gerade aus älteren Provinzen wie Spanien, Gallien und Nordafrika nach und nach Senatoren in den Senat kamen (Trajan und Handrian waren selbst "Spanier") .
aber die meisten von diesen familien waren ursprünglich italische auswanderer. ergo römer.
Zitat von Parthamasiris
gerüchte dass die Perser vielleicht tapfere Krieger sind aber dafür sehr dumm da es in ihrer Kultur läge mit ihren Müttern sich zu vermählen. (Aus dem Buch das antike Persien Wiesehöfer)
sigmund freud war schon ein hund.
Zitat von Wulfnoth
Das stimmt so nicht ganz. Die Römer bezeichneten auch die Gebiete westlich des Rheins teilweise als Germanien. Man denke nur an die beiden Provinzen Germania Inferior und Germania Superior. Ich glaube dabei handelt es sich grob um die Gebiete die unter Ariovist von Germanen besiedelt wurden.
Die Definition mit "nur östlich des Rheins" ist also so nicht vollständig korrekt.
habe gedacht die beiden germanien wären so benannt worden um zu kaschieren dass es rom eben nicht gelungen ist germanien einzunehmen. also eher ein propagandatrick als eine namensgebung aufgrund der bevölkerungstruktur.
denke dass zwischen römern und den für unsgreifbarsten barbaren, den germanen, eine art hassliebe bestand. die römer verachteten die germanen wegen ihrer zivilisatorischen rückstandigkeit bewunderten sie aber wegen ihres fähigkeiten als krieger und ihrer angeblichen moralischen anständigkeit (inwiefern das zutrifft oder augustus´ kampagne zur wiederherstellung der altväterlichen werte verantwortlich zeichnet weiß ich nicht) , und auch als modisches vorbild. so haben römische frauen zu zeiten augustus alles versucht um sich die haare blond zu färben oder sie gleich abrasiert und eine blonde perrücke verwendet weshalb germanische frauen oft ihre haare für einen astronomischen preis an römische händler verkauft haben.
Geändert von rasputin753 (20.03.2007 um 16:53 Uhr)
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20.03.2007, 17:00
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The Censor
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Registriert seit: 29.01.2005
Ort: Freiburg
Beiträge: 6.477
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AW: "Untermenschen" in der Antike
aber die meisten von diesen familien waren ursprünglich italische auswanderer. ergo römer.
Ah stop! Hier nicht Italiker mit Römern gleichsetzen.
Außerdem ist es meines Wissens nach so gewesen, dass eine Provinz insgesamt für den Senat zugelassen wurde. Natürlich bestand die lokale Oberschicht einer Provinz meist aus angesiedelten Römern aber prinzipiell wäre damit auch für die z.B. gallische Oberschicht der Weg in den Senat offen gewesen.
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Demokratie heißt die Wahl haben. Diktatur heißt, vor die Wahl gestellt werden.
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20.03.2007, 17:13
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Praetor
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Registriert seit: 11.01.2007
Ort: München
Beiträge: 418
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AW: "Untermenschen" in der Antike
Zitat von Wulfnoth
Ah stop! Hier nicht Italiker mit Römern gleichsetzen.
richtig richtig. aber die italiker wurden von den römern auch nie als barbaren betrachtet.
Zitat von Wulfnoth
Außerdem ist es meines Wissens nach so gewesen, dass eine Provinz insgesamt für den Senat zugelassen wurde. Natürlich bestand die lokale Oberschicht einer Provinz meist aus angesiedelten Römern aber prinzipiell wäre damit auch für die z.B. gallische Oberschicht der Weg in den Senat offen gewesen.
du meinst z.b. die gallischen senatoren die caesar eingesetzt hat. das ist richtig auch wenn sie wenig ansehen innerhalb des senats gehabt haben.
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20.03.2007, 17:17
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The Censor
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Registriert seit: 29.01.2005
Ort: Freiburg
Beiträge: 6.477
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AW: "Untermenschen" in der Antike
Der Senat hat ja ein wenig länger als nur bis Caesar bestand gehabt.
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Demokratie heißt die Wahl haben. Diktatur heißt, vor die Wahl gestellt werden.
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20.03.2007, 23:21
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Brotwurst
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Registriert seit: 16.03.2007
Beiträge: 143
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Römer kannten keine "genetische" Überlegenheit, im Gegenteil, als die Legionäre anfangs auf Kelten trafen fühlten sie sich ihnen unterlegen, weil der Kelte von damals ca 4cm grösser war im Durchschnitt, sowie langes, volles Haar trug und es, sofern er nicht blond war, blond gefärbt hatte. Alles in allem für römische Augen sehr beeindruckende Gestalten. Sehr wohl waren sie sich ihrer kulturellen Vorzüge bewusst.
Und was das Thema Sklaven angeht: diese wurden in der Antike gemeinhin aus Kriegsgefangenen gewonnen, ABER auch durch das römischen Recht (Schulden,..) konnten Römer zu Sklaven werden. Natürlich wurden sie in der Gesellschaft mit dem Status nicht respektiert, bzw als Ware gehandelt, aber es gab Möglichkeiten als Sklave den Bürgerstatus zurückzubekommen, also auch ist das "Untermenschendenken" kein Thema.
mfg
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28.03.2007, 17:22
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Nur mal ganz am Rande der Diskussion zur Begrifflichkeit "Übermensch" und "Untermensch".
Diese Begriffe gehen eher auf Nietzsche zurück, als auf Hitler.
Nach Nietzsche war der Übermensch ein höherer Typus Mensch, der Mensch etwas, das "überwunden" werden sollte.
Das passt zwar nicht direkt zum thema, sollte aber darauf hinweisen, daß man diese Begriffe nicht auschließlich in Verbindung mit dem Nationalsozialismus sehen sollte.
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28.03.2007, 19:24
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Homo Novus
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Registriert seit: 30.01.2007
Ort: Köln
Beiträge: 290
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