08.09.2008 - 05:53
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  #1  
Alt 13.10.2005, 22:03
Praetor
 
Registriert seit: 29.06.2005
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Beiträge: 442
Waffen in der Antike

Hi leute

Jetzt habe ich mal eine Frage.

Die frage viel mir letztenz ein als ich Rome Total war zum 1342552344 mal gezockt habe.

Ich weiß ja das die Hetiter die erste Zivilisation waren die Eisen hatten, damit hatten sie ja den Ägyptern stark zugesetzt. Nur Eisen wie wir es heute kennen ?? Hart wie Krup-stahl ?

Oder haben sich die Teile schnell verbogen ? Und was war später ? Z.b. bei den Römern ? Eisen ist ja nicht gleich Eisen es kommt auf Legierung an und wie man es schmiedet....

Das brachte mich auf die Frage. Wie lange wurde gekämpft ? Sonnenuntergang klar, aber auch wenn dieschwerter unbrauchbar wurden ?

Und wie haben sie das gemacht ? fanfare und jeder geht in seine ecke ?
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  #2  
Alt 13.10.2005, 22:50
Benutzerbild von Draconarius
Historiddler
 
Registriert seit: 04.06.2005
Beiträge: 781
RE: Waffen in der Antike

Original von akinci
Hi leute

Jetzt habe ich mal eine Frage.

Die frage viel mir letztenz ein als ich Rome Total war zum 1342552344 mal gezockt habe.

Ich weiß ja das die Hetiter die erste Zivilisation waren die Eisen hatten, damit hatten sie ja den Ägyptern stark zugesetzt. Nur Eisen wie wir es heute kennen ?? Hart wie Krup-stahl ?

Oder haben sich die Teile schnell verbogen ? Und was war später ? Z.b. bei den Römern ? Eisen ist ja nicht gleich Eisen es kommt auf Legierung an und wie man es schmiedet....
Natürlich waren sie nicht "Hart wie Kruppstahl", man hatte damals ja noch keine Hochöfen, die gab es erst im späten Mittelalter (in China schon früher), sondern benutzten die im Fall der Römer "Rennöfen".

Was die Metalle angeht, da kommt es bei der Bronze auf die Zusammensetzung an, je mehr Zinn, desto härter und spröder wird das Metall usw.
Ich habe in einen Buch ein paar Angaben, gegossene Bronze erreicht einen Härte von 100 HV (Vickershärte, wie man das genau errechnet weiß ich auch nicht), gehämmerte Bronze bis zu 250 HV, Schmiedeeisen 100 HV, gehämmertes Eisen ca. 200 HV und ungehärteter Stahl erreicht 150-250 HV. Gehärteter und abgeschreckter Stahl erreicht Härtegrade ab 200 HV aufwärts. Aus dem ersten Jhdt. sind römische Schwertklingen (Typ Mainz) erhalten, die 600-770 HV erreichten.
Das alles hängt aber wiederum mit der Schwertbauweise und -Aufbau zusammen, bei einfachere Klingen (Typ Pompeii) genügten anscheinend geringere Härtegrade, ist alles im allen sehr kompliziert, muss es mir auch erst nochmal durchlesen.
Hier mal ein Link zum Rennofenverfahren:
LINK

Bei Bronzewaffen war es soweit ich weiß zum Teil so, dass sie ziemlich stumpf waren und leicht verbogen.
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μηδὲν ἄγαν
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  #3  
Alt 13.10.2005, 23:14
Praetor
 
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Da werde ich mal reinschauen

Hieß das also doch das man dies chlacht pausieren muste weildie schwerter verbogen waren ???

Danke für die schnelleantwort
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  #4  
Alt 13.10.2005, 23:57
Benutzerbild von TigerMC
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also dass die schlacht pausiert wurde ist eher unwahrscheinlich
MEistens waren schlachten nach kurzer zeit entschieden, nur wirkliche grosschlachten dauerten mehrere stunden, oder gar mehrere tage. Wie das von statten ging? Naja eine seite musste immer den kürzeren ziehen und zuerst den rückzug antreten, wenn die andere seite noch stark genug war konnt man zur verfolgung blasen, aber wenn das die eine seite nicht tat, so war das ein recht deutliches zeichen dass sie auch sehr grosse verluste hatte. Nun konnte man am nächsten tag nochmals die entscheidung suchen wenn beide seiten noch da waren oder aber eine seite zog sich zurück und die anderen hatten gewonnen
aber das kam alles rechts elten vor, meistens verlor eine seite die schlacht recht schnell und deutlich und der gewinner in der antike (alle bis auf die römer und hunnen) setzte nicht mehr nach und lies sie laufen. Die römer zb waren auf vernichtung aus, was auch die griechen recht überrascht haben dürfte, also makedonen und seleukiden die es mit den römern zu tun hatten.
Die hunnen wiederum waren eben als wilde so wild, dass selbst die germanen sie als barbaren betrachteten, dh bei denen gabs grnix zu lachen für die verlieren, da wurde alles bis auf 4 leute abgeschlachtet und die wurden in die 4 himmelsrichtungen geschickt, das habend ie mongolen auch sehr ähnlich gemacht 8 jhd später.
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  #5  
Alt 14.10.2005, 06:55
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Also meines wissens nach waren die Waffen der Kelten (der einfacheren Leute) nicht so "hart wie Krupp-Stahl". Als gutes Beispiel kann man dafür aufführen, dass man nach dem Tod die Waffen zusammen bog und den Kriegern mit ins Grab gab.
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  #6  
Alt 19.10.2005, 20:21
Praetor
 
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Okay das alle schlachten keine 50.000 gegen 50.000 war weiss ich ja.

Aber was bringt ein Schwert das das kaum noch scharf ist ?? gabs dann mehr blaue flecken ? ich kann mir vorstellen das auch so ein Gladius nach einer zeit schon ziemlich stumpf war. was dann ?
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  #7  
Alt 19.10.2005, 20:29
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Ein Gladius wurde ja auch zum zustechen genutzt und nicht zum hauen.
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  #8  
Alt 19.10.2005, 22:15
Benutzerbild von Draconarius
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Original von Wulfnoth
Ein Gladius wurde ja auch zum zustechen genutzt und nicht zum hauen.
Jein, natürlich war es im engen Formationskampf und unter kampftechnischen Aspekten besser zuzustechen, letztendlich war es (v.a. Typ Mainz) aber auch zum Hieb geeignet und wurde da verwendet, wie Verletzungen am Schädelfunden und soweit mir bekannt ist auch einige Textstellen belegen.
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  #9  
Alt 19.10.2005, 22:47
Praetor
 
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Also wenn ich das recht verstehe kam der Tod eher durch hieb als durch schnittverletzungen ?
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  #10  
Alt 19.10.2005, 22:50
Benutzerbild von Wulfnoth
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Jein, natürlich war es im engen Formationskampf und unter kampftechnischen Aspekten besser zuzustechen, letztendlich war es (v.a. Typ Mainz) aber auch zum Hieb geeignet und wurde da verwendet, wie Verletzungen am Schädelfunden und soweit mir bekannt ist auch einige Textstellen belegen.
es hat natürlich eine gewisse Logik, dass man in höchster Lebensgefahr als Legionär auch zuhaut wenns drauf ankommt.
Aber im Prinzip ist das Gladius wie du auch bereits sagtest für den engen Formationskampf und somit zum zustechen da.
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  #11  
Alt 20.10.2005, 13:57
Benutzerbild von Draconarius
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Beiträge: 781
Original von Wulfnoth
es hat natürlich eine gewisse Logik, dass man in höchster Lebensgefahr als Legionär auch zuhaut wenns drauf ankommt.
Eben nicht nur da, eben auch sobald die Formationen gelockert wurden und genügend Raum zum Hieb zur Verfügung stand, z.B. bei Belagerungen oder wenn der letzte Widerstand gebrochen werden sollte.

Aber im Prinzip ist das Gladius wie du auch bereits sagtest für den engen Formationskampf und somit zum zustechen da.
Natürlich wurde im engen Formationskampf meist zugestochen, aber
eben nicht nur, man muss u.a. davon ausgehen, dass man wenn auf den Kopfbereich oder generell über den Schild gezielt wurde um den Gegner anzugreifen oder abzulenken, in die Defensive zu zwingen, der Hieb teilweise praktischer war. Auch war die Grundform des Gladius, das in den punischen Kriegen übernommene gladius hispaniensis auf beides ausgelegt.
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