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05.10.2008, 13:38
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Administrator
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Registriert seit: 04.03.2005
Ort: München/Hannover
Beiträge: 2.604
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Ich bin nicht gegen die Wiedervereinigung, auch wenn ich als Münchner ihr eher neutral gegenüberstand. Das einzige ws ich falsch fand, war dass das ganze ziemlich unausgereift und dilletantisch angepackt wurde, es wurden solibeiträge gescheaffen die bis heuute keine nutzen zeigen und bei den bürgern im osten erwartungen gewckt die bis heute und auch auf absehbare zukunft nicht eingehalten werden können. Besser wäre eine etwas billigere version mit übergangsstufen für renten und den wiederaufbau der infrastruktur gewesen.
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05.10.2008, 16:41
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Praetor
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Registriert seit: 19.02.2008
Beiträge: 429
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Zitat von TigerMC
Ich bin nicht gegen die Wiedervereinigung, auch wenn ich als Münchner ihr eher neutral gegenüberstand. Das einzige ws ich falsch fand, war dass das ganze ziemlich unausgereift und dilletantisch angepackt wurde, es wurden solibeiträge gescheaffen die bis heuute keine nutzen zeigen und bei den bürgern im osten erwartungen gewckt die bis heute und auch auf absehbare zukunft nicht eingehalten werden können. Besser wäre eine etwas billigere version mit übergangsstufen für renten und den wiederaufbau der infrastruktur gewesen.
Da sind wir einer Meinung.
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Glory, glory to old Ireland,
glory, glory to this island,
glory to the memory of the men
who fought and died,
"No surrender" is the war cry of
the Belfast Brigade.
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05.10.2008, 18:26
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Administrator
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Registriert seit: 04.03.2005
Ort: München/Hannover
Beiträge: 2.604
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Was ich überhaupt nicht verstehe ist, normalerweise hat jedes Land Pläne für alle möglichen eventualitäten, sei die Priorität und Wahrscheinlichkeit noch so klein. Und bei einer Sache wie der Wiedervereinigung, die ja eigentlich nach 45 die oberste Priorität jeder Regierung besaß, wie konnte es sein dass die Regierung Kohl inklusive Opposition so überrascht und überrumpelt werden konnten ohne irgendwelche Pläne in der Schublade zu haben wie das ganze von Statten hätte gehen sollen. Das ist für mich unbegreiflich, das man da in ein finanzielles aber auch Weltpolitisches Abenteuer (der schuss hätte auch nach hintn losgehen können) gegangen ist ohne konkreten ablaufplan usw
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05.10.2008, 20:41
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Praetor
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Registriert seit: 19.02.2008
Beiträge: 429
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Zitat von TigerMC
Was ich überhaupt nicht verstehe ist, normalerweise hat jedes Land Pläne für alle möglichen eventualitäten, sei die Priorität und Wahrscheinlichkeit noch so klein. Und bei einer Sache wie der Wiedervereinigung, die ja eigentlich nach 45 die oberste Priorität jeder Regierung besaß, wie konnte es sein dass die Regierung Kohl inklusive Opposition so überrascht und überrumpelt werden konnten ohne irgendwelche Pläne in der Schublade zu haben wie das ganze von Statten hätte gehen sollen. Das ist für mich unbegreiflich, das man da in ein finanzielles aber auch Weltpolitisches Abenteuer (der schuss hätte auch nach hintn losgehen können) gegangen ist ohne konkreten ablaufplan usw
Tja, das spricht für die Kompetenz des Lügners der unser Land 16 Jahre lang herabgewirtschaftet hat.
Und wenn man bedenkt, daß die DDR schon 1982 eigentlich am Ende war...
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05.10.2008, 20:57
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Nur ein Mensch.
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Registriert seit: 26.12.2007
Beiträge: 225
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Zitat von Beckmann
Und wenn man bedenkt, daß die DDR schon 1982 eigentlich am Ende war...
Aus interesse: wieso speziell 1982?
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05.10.2008, 20:58
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Gesperrt
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Registriert seit: 29.07.2008
Beiträge: 405
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Der Ausverkauf der DDR war der Preis für die Wiedervereinigung den das deutsche Volk zu zahlen hatte um das OK der Alliierten zu bekommen. Vor allem die DM musste verschwinden. Das war was speziell die Franzosen im Vorfeld äußerten. Ob Kohl nun so viele alternativen hatte wage ich zu bezweifeln. Das die Wiedervereinigung ungeschickt präsentiert wurde ("blühende Landschaften") ist klar. Aber mal im ernst - wer hätte das nicht genutzt um sich in den Geschichtsbüchern zu verewigen?
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05.10.2008, 22:37
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Praetor
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Registriert seit: 19.02.2008
Beiträge: 429
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Zitat von LCF
Aus interesse: wieso speziell 1982?
Weil zu diesem Zeitpunkt endgültig absehbar war, daß die DDR schon lange von der Substanz gelebt hatte und, daß es keine Hoffnung auf Besserung gab, weil DDR-Produkte einfach nicht konkurrenzfähig waren.
Zudem wurden 1982 die Lieferungen von Rohstoffen von der Sowjetunion in die Bruderstaaten stark eingeschränkt.
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05.10.2008, 22:40
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Spender
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Registriert seit: 27.10.2007
Ort: Raum Nürnberg
Beiträge: 854
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Zitat von mozart2
Das die Wiedervereinigung ungeschickt präsentiert wurde ("blühende Landschaften") ist klar. Aber mal im ernst - wer hätte das nicht genutzt um sich in den Geschichtsbüchern zu verewigen?
So hart das klingt, es war wohl so! Ich kriege es nicht mehr genau zeitlich auf die Reihe, aber ich erinnere mich, wie ich auf der ersten Leipziger Messe nach dem Versprechen auf die "blühenden Landschaften" mit etlichen Unternehmensvertretern aus dem Westen sprach (das ist mein Job). Viele, die schon immer geschäftlich mit der DDR zu tun hatten und wussten, was dort lief und was zu erwarten war, schlugen entsetzt die Hände über dem Kopf zusammen ob dieses Versprechens. Da wurde eine ganze Bevölkerung verarscht - weil Politiker die Realität nicht wissen wollten und eben in die Geschichtsbücher eingehen wollten. Dass sie wohl tatsächlich überrumpelt wurden, ist kein Wunder, denn Politik ist heute nicht langfristig angelegt sondern nur bis zum nächsten Wahltermin abgelegt.
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06.10.2008, 09:49
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Gesperrt
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Registriert seit: 29.07.2008
Beiträge: 405
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Zitat von Beckmann
Weil zu diesem Zeitpunkt endgültig absehbar war, daß die DDR schon lange von der Substanz gelebt hatte und, daß es keine Hoffnung auf Besserung gab, weil DDR-Produkte einfach nicht konkurrenzfähig waren.
Zudem wurden 1982 die Lieferungen von Rohstoffen von der Sowjetunion in die Bruderstaaten stark eingeschränkt.
Vielleicht könntest du das mal der PDSEDLinkspartei sagen. Die scheinen das vergessen zu haben und glauben immer noch Wirtschaft sei ein reines Planspiel.
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06.10.2008, 16:24
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Praetor
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Registriert seit: 19.02.2008
Beiträge: 429
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Zitat von mozart2
Vielleicht könntest du das mal der PDSEDLinkspartei sagen. Die scheinen das vergessen zu haben und glauben immer noch Wirtschaft sei ein reines Planspiel.
Ist grad nicht der optimale Zeitpunkt dafür ;-)
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06.10.2008, 17:29
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Thete
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Registriert seit: 02.05.2007
Ort: Berlin
Beiträge: 782
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Eigentlich wurde das von der PDS nie bestritten; Fazit: Pure peinliche Polemik
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06.10.2008, 17:48
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Gesperrt
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Registriert seit: 29.07.2008
Beiträge: 405
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Zitat von Thersites
Eigentlich wurde das von der PDS nie bestritten; Fazit: Pure peinliche Polemik
Sag mir doch mal wo du 25.000 neue Jobs einfach mal so hernimmst wie es die Partei in Hessen fordert? Wachsen die auf Bäumen? Total Realitätsfern. Daher purer, peinlicher und die Menschen für dumm verkaufender Populismus.
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06.10.2008, 18:15
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Administrator
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Registriert seit: 04.03.2005
Ort: München/Hannover
Beiträge: 2.604
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naja mozart ist zwar jetzt net wirklich der ort aber dass nicht alles was versprochen wird auch 100% eingehalten wird kannste in allen parteien sehen, da verspricht jeder das beste und grösste, das letzte wirklich peinliche bsp ist ja wohl die aktion der grünen in hamburg mit dem kohlekraftwerk...
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07.10.2008, 10:00
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Mensch
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Registriert seit: 09.01.2008
Ort: Frankfurt/M.
Beiträge: 357
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Zitat von TigerMC
Was ich überhaupt nicht verstehe ist, normalerweise hat jedes Land Pläne für alle möglichen eventualitäten, sei die Priorität und Wahrscheinlichkeit noch so klein. Und bei einer Sache wie der Wiedervereinigung, die ja eigentlich nach 45 die oberste Priorität jeder Regierung besaß, wie konnte es sein dass die Regierung Kohl inklusive Opposition so überrascht und überrumpelt werden konnten ohne irgendwelche Pläne in der Schublade zu haben wie das ganze von Statten hätte gehen sollen. Das ist für mich unbegreiflich, das man da in ein finanzielles aber auch Weltpolitisches Abenteuer (der schuss hätte auch nach hintn losgehen können) gegangen ist ohne konkreten ablaufplan usw
Lieber Tiger,
das sehe ich genauso und habe es in meinem Anfangsbeitrag zu diesem Thread auch so geschrieben.
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Nichts ist unmöglich
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07.11.2008, 20:12
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Plebejer
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Registriert seit: 06.11.2008
Beiträge: 8
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Ich will ja nicht klugscheißen, aber es scheint mir sinnvoll, darauf hinzuweisen, dass am 3. Oktober 1990 eben keine Wiedervereinigung, sondern der Beitritt der DDR zur Bundesrepublik Deutschland vollzogen wurde.
Damit wurde die sozialistische Diktatur auf deutschem Boden erfreulicherweise in den oft bemühten Mülleimer der Geschichte befördert, was ich uneingeschränkt begrüße. Leider wurde somit aber auch all das, was auch im westlichen Teil Deutschlands reformbedürftig war, dem östlichen Teil überstülpt.
Zur leidlichen Diskussion über "Jammer-Ossis" und "Besser-Wessis" kann ich als gebürtiger Thüringer (Jahrgang 1982) anmerken, dass es doch keinen verwundern kann, dass es Deppen auf beiden Seiten des Eisernen Vorhangs gab, und folglich auch heute noch gibt. Natürlich könnte ich kotzen, wenn irgendwelche, am Leben gescheiterten Einwohner der sog. neuen Bundesländer von der ach so gerechten DDR schwadronieren. Aber man sollte auch nicht ganz außer Acht lassen, was mich Menschen passiert, die einem solch radikalen Umformungsprozess unterworfen werden, wie es vielen Menschen in der ehemaligen DDR erging. Der Wechsel vom schlecht funktionierenden Sozialismus zur Marktwirtschaft, an der ein nicht geringer Teil jener Menschen gar nicht teilhaben konnte, weil ihnen durch staatliche geleitete Abwicklung ihre finanzielle, und damit im gewissen Maße auch soziale Grundlage genommen wurde, musste ja tiefe Spuren hinterlassen.
Auf der anderen Seite erinnere ich mich an unglaublich arrogante Westdeutsche, die meinten den "armen Brüdern" nun die Welt erklären zu müssen, nachdem sie mit einer "Buschzulage" in die "Zone" geschickt wurden. Auch nicht gerade ein glücklicher Einstieg in die Verständigung.
Es steht außer Frage, dass in den Monaten zwischen 1989 und 1991 Fehler gemacht wurden. Unrealistische Versprechungen wurden gemacht und sind auch gerne gehört worden. Es gab nunmal keinen Plan in der Schublade, weil sich ein Großteil der politischen Entscheidungsträger im Westen doch längst mit der Existenz der DDR abgefunden hatte.
Unterm Strich kann ich für mich sagen, dass ich, trotz einiger Abstriche, gerne in diesem Land lebe und der Meinung bin, dass es auch viel schlechter hätte kommen können.
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