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13.02.2008, 09:35
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Mensch
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Registriert seit: 09.01.2008
Ort: Frankfurt/M.
Beiträge: 303
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Assimilation
Der türkische Ministerpräsident Erdogan ruft die Türken in Deutschland auf, sich nicht assimilieren zu lassen. Dies würde gegen die Menschenrechte verstoßen.
In der Türkei wird den Kurden in der Schule ihre eigene Sprache vorenthalten. Gegen den kurdischen Oberbürgermeister von Diabakyr im Osten der Türkei laufen 100 Strafverfahren, um ihn endgültig ausschalten zu können.
Wer assilimiliert hier wen?
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Nichts ist unmöglich
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13.02.2008, 10:15
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Thete
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Registriert seit: 02.05.2007
Ort: Berlin
Beiträge: 732
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Aber dieter, Du wirst von einem Politiker doch nicht verlangen, sich an das zu halten, was er selber fordert? Wo kämen wir denn dahin...
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13.02.2008, 13:59
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Demokrat
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Registriert seit: 08.06.2005
Ort: Zürich, Schweiz
Beiträge: 315
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Ich weiss nicht wie es euch geht, aber mich beschleicht angesichts dieser Rede von Erdogan irgendwie ein komisches Gefühl. Was will er damit bezwecken? Klar, es kann einfach nur darum gehen, die deutsch-türkischen Wählerstimmen zu sichern. Dann wäre es einfach nur populistisches Gerede eines Politikers.
Aber ein Türkischer Politiker, der seine 3 Millionen Landsleute in einem anderen Land auf wenig versteckte Weise dazu auffordert, sich nicht zu integrieren? Der Mann plädiert in einem Satz dafür, dass die Türken Deutsch lernen sollen und schlägt dann gleich im nächsten Satz vor, dass türkische Schulen und Universitäten in Deutschland gegründet werden sollen. Was soll das?
Es gibt Kritiker (u.a. Scholl-Latour) die werfen Erdogan vor, er verfolge als Fernziel die Islamisierung Europas, um das Werk seiner osmanischen Vorfahren zu vollenden. Bisher hielt ich das für unrealistisch. Aber wenn ich nun sehe, welche Massenwirkung dieser Mann entfaltet und wie stark sein Einfluss auf die Türken in Deutschland ist? Irgendwie kriegt man da ein mulmiges Gefühl in der Magengrube. Ich kanns nicht anders formulieren.
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Man vergißt vielleicht, wo man die Friedenspfeife vergraben hat. Aber man vergißt niemals, wo das Beil liegt. Mark Twain, 30.11.1835 bis 21.04.1910
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13.02.2008, 14:14
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Administrator
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Registriert seit: 04.03.2005
Ort: München
Beiträge: 2.410
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integration=deutsch lernen, sich an gesetze halten--> bin ich voll für
assimilation-> bin ich voll gegen
Ergo---> ich stimme erdogan zu
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13.02.2008, 14:25
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Das alte Lied mit dem Multikulturismus... wenn in Deutschland lebende Türken sich über Generationen hinweg dagegen wehren eine deutsche Identität anzunehmen, wird die hiesige Kultur tendenziell der Importierten weichen.
Kann ja sein, dass das manche befürworten. Ich tue das nicht.
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13.02.2008, 15:17
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Mensch
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Registriert seit: 09.01.2008
Ort: Frankfurt/M.
Beiträge: 303
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Zitat von TigerMC
integration=deutsch lernen, sich an gesetze halten--> bin ich voll für
assimilation-> bin ich voll gegen
Ergo---> ich stimme erdogan zu
Lieber Tiger,
ich würde dem voll zustimmen, wenn er sich an seine Worte auch in der Türkei halten würde. Sowie die Kurden (ein Drittel der Bevölkerung) in der Türkei benachteiligt werden, ist das schon mehr als Assimilierung.
Übrigends, die Kurden waren schon viel eher in der Türkei als die Türken. Es ist schade, dass es nirgends zu einem kurdischem Staat reicht, weil der noch mehr Konflikte hervorrufen würde.
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Nichts ist unmöglich
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13.02.2008, 15:26
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Thete
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Registriert seit: 02.05.2007
Ort: Berlin
Beiträge: 732
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Auch wenn ich Erdogan nicht zustimme (Nationalistischer Unsinn, das) muss ich doch eines sagen: Ich bin nicht assimiliert, und habe das auch nicht vor. Ergo verlange ich das auch von niemandem sonst.
Dass Erdogan sich für den Spracherwerb einsetzt begrüße ich; abseits von ideologischen Integrations-/Assimilationsspielchen ist eines mE Fakt: Ohne Kommunikation kann keine Gesellschaft funktionieren, und ohne eine allen verständliche Sprache ist das mit der Kommunikation schwierig.
Geändert von Thersites (13.02.2008 um 15:27 Uhr).
Grund: Rechtschreibung
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13.02.2008, 18:33
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Hoplit
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Registriert seit: 29.10.2007
Ort: Durmersheim bei Karlsruhe
Beiträge: 712
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Es ist eine seltsame Einstellung von diesem Präsidenten. Selbstkritik ist ihm irgendwie fremd. Irgendwie beschleicht einem die Vermutung, daß er D als "Brückenkopf" nach Europa missbrauchen möchte. Wie weit ein Ausländer sich assimilieren läßt, hängt ja in erster Linie von ihm selbst ab. Politik hat ja nichts damit zu tun.
Die Armenier wurden ja auch deswegen ausgerottet, weil sie nicht "assimiliert" waren.
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 "So lange nicht alle Menschen werden wie er, müßen wir unsere Schwerter scharf halten"
Ben Hur: "Und unseren Zielen treu bleiben."
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13.02.2008, 20:18
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Ich bin mir nicht ganz sicher, warum die "Assimilation" so verteufelt wird.
Für einen emigrierten Türken ist es ja noch relativ natürlich, dass er sich Zeit seines Lebens in erster Linie als Türke in einem ihm fremden Land fühlen wird.
Seine Kinder und Enkel werden allerdings als Deutsche aufwachsen, mit teilweise türkischer Identität aufgrund ihrer Erziehung.
Ich finde, das ist ein natürlicher und begrüßenswerter Prozess. Wer sollte ein Interesse daran haben sich ewig als Fremden im eigenen Land zu betrachten und betrachtet zu werden?
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13.02.2008, 20:44
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homo novus
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Registriert seit: 09.08.2007
Beiträge: 129
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entschuldigt aber mir kommt dieses multikulti was bei uns hochgelobt wird so vor:
wir solln uns gefälligst anpassen, offener und toleranter werden, aber genau das selbe bezeichnet man dann bei unsren türkischen (es geht eben hauptsächlich um die) freunden als menschenverachtend, unzumutbar und was weiß ich ^^
bei all den sogenannten nazi-wörtern kann man sowieso nicht mehr eine anständige diskussion führen ohne ständig eine mit der dingsbums-keule verpasst zu bekommen.
Egal wie, wenn man Assimilation nur auspricht wird man ja schon schief angesehn.
wirklich unerträglich das ganze.
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13.02.2008, 21:24
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Hoplit
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Registriert seit: 29.10.2007
Ort: Durmersheim bei Karlsruhe
Beiträge: 712
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Die Geschichte ist ja im Prinzip auch ein einziges Assimiliert-werden. Germanische Stämme wurden im Laufe der Jahrhunderte auch im römischen Gebiet assimiliert. Slawen und nordische Völker in Deutschland undsow.
Assimilation ist nicht per sè negativ.
Wenn sich Individuen einer fremden Kultur wohl fühlen, dann lassen sie sich gerne assimilieren, das gilt wohl überall. Auch in der Türkei selbst gibt es "assimilierte" Völker aus dem Balkan.
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 "So lange nicht alle Menschen werden wie er, müßen wir unsere Schwerter scharf halten"
Ben Hur: "Und unseren Zielen treu bleiben."
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14.02.2008, 09:47
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Mensch
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Registriert seit: 09.01.2008
Ort: Frankfurt/M.
Beiträge: 303
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Zitat von Jason
Es ist eine seltsame Einstellung von diesem Präsidenten. Selbstkritik ist ihm irgendwie fremd. Irgendwie beschleicht einem die Vermutung, daß er D als "Brückenkopf" nach Europa missbrauchen möchte. Wie weit ein Ausländer sich assimilieren läßt, hängt ja in erster Linie von ihm selbst ab. Politik hat ja nichts damit zu tun.
Die Armenier wurden ja auch deswegen ausgerottet, weil sie nicht "assimiliert" waren.
Lieber Jason,
Du hast völlig recht. Er mischt sich in unsere Inenpolitik ein und zeigt gegenüber seinen eigenen Landsleuten, ob Kurden oder Armenier keine Toleranz.
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Nichts ist unmöglich
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14.02.2008, 12:00
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Das Problem an der ganzen öffentlichen Debatte ist, daß keine Seite ehrlich ist.
Weder in der Berichterstattung, noch in der Kundgabe der eigenen Meinung.
Damit meine ich nicht nur Pro-Türkische Ansichten und Anti-Türkische Ansichten, damit meine ich auch Medien und Politik und zuletzt den einfachen Bürger.
Wir könnten uns jegliches Trara sparen, wenn wir äußern würden was das echte Problem ist.
Ein Großteil der Menschen dieses Landes wünscht keinen EU-Beitritt der Türkei weil:
- mit den hier lebenden Türken scheinbar mehrheitlich negative Erfahrungen vorherrschen.
Das muß gar nicht unbedingt der Realität entsprechen, auch wenn ich es persönlich glaube, das kann auch an der Berichterstattung der Medien liegen und der Tatsache, daß Menschen eher kritisieren als Loben.
- nicht generell, aber so wie es zur Zeit abläuft, das Nebeneinander von Islam und Christentum und der jeweilige mit diesen Weltanschauungen verbundene Wertekomplex enormes Konfliktpotential darstellt
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14.02.2008, 13:25
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Thete
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Registriert seit: 02.05.2007
Ort: Berlin
Beiträge: 732
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Zitat von Jason
Es ist eine seltsame Einstellung von diesem Präsidenten. Selbstkritik ist ihm irgendwie fremd.
Ich find die Einstellung ist für nen Präsidenten und Politiker völlig normal; nicht begrüßenswert, aber normal...
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14.02.2008, 15:12
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The Censor
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Registriert seit: 29.01.2005
Ort: Bremen
Beiträge: 6.248
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Zitat von Jason
Die Geschichte ist ja im Prinzip auch ein einziges Assimiliert-werden. Germanische Stämme wurden im Laufe der Jahrhunderte auch im römischen Gebiet assimiliert. Slawen und nordische Völker in Deutschland undsow.
Assimilation ist nicht per sè negativ.
Das siehst du auch nur so weil du es so sehen willst.
Kulturen haben sich immer beeinflusst, bis eine neue Kultur daraus hervorgegangen ist mit unterschiedlich starken Elementen ihrer Vorgängerkultur.
Das Frankreich des Mittelalters war kulturell nicht mit Gallien zu vergleichen, die Germanen hatten Spuren hinterlassen.
Es ist nur natürlich, dass beide Seiten in eine Verweigerungshaltung verfallen, der Mensch ist nun einmal von Natur aus konservativ.
Kulturen haben sich immer verändert und letztendlich liegt es an jedem einzelnen inwieweit Veränderung geschieht.
Das alte Lied mit dem Multikulturismus... wenn in Deutschland lebende Türken sich über Generationen hinweg dagegen wehren eine deutsche Identität anzunehmen, wird die hiesige Kultur tendenziell der Importierten weichen.
Kann ja sein, dass das manche befürworten. Ich tue das nicht.
Das ist polemische Angstmache, die eigentlich besser an einem Stammtisch als in dieses Forum hier gehört.
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Demokratie heißt die Wahl haben. Diktatur heißt, vor die Wahl gestellt werden.
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