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22.11.2007, 18:13
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Ich würde mir wünschen, dass eingebürgerte Ausländer zu einem gewissen Grad die Kultur des neuen Landes annehmen, in Anbetracht einer schleichenden Zersetzung dieser. Aber zwingen kann man sie nicht, wir gestehen ja jedem zu seinen Lebensstil nach eigenem Ermessen zu pflegen, was auch gut ist.
Aber sie sollten die Sprache sprechen, die Gesetze befolgen, und die hiesige Kultur tolerieren. Auf der Basis dürfte man sich ja verstehen.
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22.11.2007, 19:35
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The Censor
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Registriert seit: 29.01.2005
Ort: Freiburg
Beiträge: 6.477
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Ich kann beim besten Willen keine schleichende Zersetzung feststellen, höchstens eine Veränderung. Für mich gehört z.B. der Gang zum Dönermann oder zum Fish n Chips zum meinem persönlichen Sonntag.
P.S. Ja Kultur geht für mich zu 100% durch den Magen, nichts definiert für mich Heimat so sehr wie Essen.
__________________
Demokratie heißt die Wahl haben. Diktatur heißt, vor die Wahl gestellt werden.
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22.11.2007, 19:52
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Ja, Zersetzung ist vielleicht ein bisschen zu wertend. Ich meine damit die Veränderung des Bestehenden durch Vermischung. Im besten Fall führt das zu einer reicheren deutschen Kultur, im schlimmsten Fall zu einem kulturellen Einheitsbrei, bei dem sich keine Eigenarten mehr feststellen lassen. Ich finde es jedenfalls schade, wenn tradiierte Sitten und Gebräuche durch kommerziell erfolgreichere Äquivalente ausgetauscht werden und damit aufhören zu existieren. Beispiel: in Bayern beklagt man sich seit längerem, dass das dort beliebte Christkind dem Weihnachtsmann/Santa Clause nach amerikanischem Vorbild weichen muss.
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22.11.2007, 20:25
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Zitat von MacX
Ich würde mir wünschen, dass eingebürgerte Ausländer zu einem gewissen Grad die Kultur des neuen Landes annehmen
Ach das ist mir gleich. Ich verlange nur, daß die einheimische Kultur respeektiert wird.
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22.11.2007, 20:37
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Es wird dir nicht mehr egal sein, wenn die einheimische Kultur eine Minderheit darstellt oder so stark globalisiert wurde, dass es de facto keine Einheimische mehr ist... oder vielleicht doch... der Mensch gewöhnt sich ja an vieles.
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22.11.2007, 20:56
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Zitat von Novalis
Ach das ist mir gleich. Ich verlange nur, daß die einheimische Kultur respeektiert wird.
In einer Linzer Schule wurde aus Toleranzgründen anderer gegegüber das "Grüß Gott" verboten ...
http://www.radiohartbergerland.at/sc...id=150&start=1
Du hast hier bald nur noch zu Knien...
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22.11.2007, 21:55
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Zitat von MacX
Es wird dir nicht mehr egal sein, wenn die einheimische Kultur eine Minderheit darstellt oder so stark globalisiert wurde, dass es de facto keine Einheimische mehr ist... oder vielleicht doch... der Mensch gewöhnt sich ja an vieles.
Das liegt dann aber an "uns".
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22.11.2007, 22:22
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The Censor
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Registriert seit: 29.01.2005
Ort: Freiburg
Beiträge: 6.477
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Zitat von MacX
Es wird dir nicht mehr egal sein, wenn die einheimische Kultur eine Minderheit darstellt oder so stark globalisiert wurde, dass es de facto keine Einheimische mehr ist... oder vielleicht doch... der Mensch gewöhnt sich ja an vieles.
Und?
Mehr muss ich dazu ehrlich nicht sagen, eine Kultur existiert nur wenn sie gelebt wird, wenn sie nicht mehr gelebt wird gibt es sie eben nicht mehr. Wieso krankhaft eine Kultur erhalten die keiner mehr in dieser Form will?
Z.B. wird bei uns im Norden auf dem Land kaum noch oder viel weniger als früher Platt gesprochen, es ist absehbar dass die Sprache ausstirbt. Bedauerlich ist das vielleicht aber gerade Geschichtsinteressierte sollten doch wissen dass das der Lauf der Dinge ist.
Ich habe keine Verlusterscheinungen und ich muss auch nicht die Kultur meiner Großeltern leben. Schützenfeste kombiniert mit einer Sprache bei der ich immer das Gefühl habe ich verschlucke meine Zunge sind eben nicht mein Ding.
Deutsche Kultur (so es denn sowas gibt) hat sich immer gewandelt, das was du hier eventuell als erhaltenswert propagierst ist deine Momenterscheinung deutscher Kultur.
Zitat von mozart
Wobei ich dazu sagen muss dass mir das auch schon immer suspekt war. Ich erinnere mich da an Geschichten wo ich 6 Jahre (oder so) alt war und mich gefragt hab ob ich das wirklich sagen muss. 
Andererseits kenne ich von einem Kumpel aus Süddeutschland auch die Geschichte dass unser Moin Moin nur ein alternatives Nebelhorn ist das man in regelmäßigen Abständen wiederholt.
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Demokratie heißt die Wahl haben. Diktatur heißt, vor die Wahl gestellt werden.
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22.11.2007, 23:35
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Deutsche Kultur (so es denn sowas gibt) hat sich immer gewandelt, das was du hier eventuell als erhaltenswert propagierst ist deine Momenterscheinung deutscher Kultur.
Das ist richtig. Und ich bedauere den Verlust so mancher Tradition heutzutage. Das Beispiel mit dem Plattdütsch finde ich passend.
Es ist zwar nicht direkt meine Muttersprache, aber der Fakt, dass ich sie überhaupt verstehe und sprechen kann, was sich schließlich aus meiner Herkunft ergibt, bildet einen Teil meiner kulturellen Identität, mit der ich mich verunden fühle, besonders wenn ich mal in anderen Regionen Deutschlands bin. Ich betrachte die Sprache daher als erhaltenswert und würde mich freuen wenn auch meine Enkelkinder sie verstehen würden.
Dass sich Kultur wandelt, heißt eben nicht, dass Traditionen zwangsläufig aussterben müssen. Das mag dir egal sein, vielen anderen nicht.
@Grüß Gott:
habe einmal gelesen, dass es gar keine traditionelle bairische Grußformel, sondern erst im 19.Jhd durch süddeutsche Bischöfe propagandistisch verbreitet wurde, bis er das "Guten Tag" ablöste.
Nichts destotrotz, weiß ich, dass der Gruß für die Identität eines Bayern/Österreichers von Bedeutung ist. Ihn zu verbieten, ist Unsinn.
Geändert von MacX (22.11.2007 um 23:53 Uhr)
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