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20.11.2007, 07:24
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Australischer Leserbrief...
... in der deutschen Politikecke.
Vielleicht dem einen oder anderen bereits bekannt, Authentizität nicht nachweisbar aber:
ein Fünkchen Wahrheit steckt, wie ich finde, auch für uns darin.
Leserbrief aus Australien
Zum Nachdenken....
Könnte man das nicht auch für Deutschland anwenden? In muslimischen Ländern funktioniert es sehr gut, ohne dass irgendwelche 'politisch Korrekte' etwas dagegen sagen. Für mich klingt es richtig, und wir wären wahrscheinlich gut beraten, einen Teil davon auch bei uns zu beherzigen!
Die Tatsache, dass Sydney andere Kulturen nicht beleidigen wollte durch das Aufhängen von Weihnachtsbeleuchtung in den Straßen, und dass die Behörden in Südaustralien ihre Vorschriften geändert und einer Muslimin erlaubt haben, für ihren Fahrausweis ein Foto mit verschleiertem Gesicht zu benutzen, veranlasste eine australische Zeitung, folgenden Leserbrief eines Bürgers zu veröffentlichen.
Zitat:
EINWANDERER UND NICHT DIE AUSTRALIER SOLLEN SICH ANPASSEN!
Take It Or Leave It !
Ich bin es leid, zu erleben, wie diese Nation sich Gedanken macht darüber, ob wir irgendein Individuum oder seine Kultur beleidigen könnten. Seit den Terroranschlägen in Bali haben wir bei der Mehrheit der Australier eine grosse Welle von Patriotismus erfahren.
Aber der Staub der Angriffe hat sich kaum gesetzt, werden bereits Stimmen 'politisch korrekter' Kreise laut, die befürchten, unser Patriotismus könnte andere beleidigen. Versteht das bitte nicht falsch, ich bin keineswegs gegen Einwanderung; die meisten von uns kamen nach Australien, weil sie sich hier ein besseres Leben erhofften.
Es gibt aber ein paar Dinge, die sich Neuankömmlinge, und offenbar auch hier Geborene, unbedingt hinter die Ohren schreiben sollten.
Die Idee von Australien als multikultureller Gemeinschaft hat bisher nur eine ziemliche Verwässerung unserer Souveränität und unserer nationalen Identität geführt.
Als Australier haben wir unsere eigene Kultur, unsere eigene Gesellschaftsordnung, unsere eigene Sprache und unseren eigenen Lebensstil. Diese Kultur hat sich während zweier Jahrhunderte entwickelt aus Kämpfen, Versuchen und Siegen von Millionen Männern und Frauen, die Freiheit suchten.
Wir sprechen hier ENGLISCH, nicht Spanisch, Libanesisch, Arabisch, Chinesisch, Japanisch, Russisch, oder irgendeine andere Sprache. Wenn Sie also Teil unserer Gesellschaft werden wollen, dann lernen Sie gefälligst die Sprache!
"In God We Trust" (bei uns "im Namen Gottes") ist unser nationales Motto. Das ist nicht irgendein politischer Slogan des rechten Flügels.
Wir haben dieses Motto angenommen, weil christliche Männer und Frauen diesen Staat nach christlichen Prinzipien gegründet haben, und es steht so in unserer Verfassung. Es ist also auch nicht abwegig, dies an den Wänden unserer Schulen zu manifestieren.
Wenn Sie sich durch Gott beleidigt fühlen, dann schlage ich vor, Sie wählen einen anderen Ort auf der Welt als Ihren neuen Wohnsitz, denn Gott ist nun mal Teil unserer Kultur.
Wenn Sie das Kreuz des Südens empört, oder wenn Ihnen "A Fair Go" (Buch "Eine Chance für alle" von John Curtin, einem ehem. Premier Australiens) nicht gefällt, dann sollten Sie ernsthaft erwägen, in einen anderen
Teil dieses Planeten zu ziehen.
Wir sind hier glücklich und zufrieden mit unserer Kultur und haben nicht den geringsten Wunsch, uns groß zu verändern; und es ist uns auch völlig egal, wie die Dinge dort liefen, wo Sie herkamen.
Dies ist UNSER STAAT, UNSER LAND, und UNSERE LEBENSART,
und wir gönnen Ihnen gerne jede Möglichkeit, dies alles mit uns zu genießen.
Aber wenn Sie nichts anderes tun als reklamieren, stöhnen und schimpfen über unsere Fahne, unser Gelöbnis, unser nationales Motto oder unseren Lebensstil, dann möchte ich Sie ganz dringend ermutigen, von einer anderen, großartigen australischen Freiheit Gebrauch zu machen, nämlich vom
"RECHT UNS ZU VERLASSEN, WENN ES IHNEN NICHT PASST!"
Wenn Sie hier nicht glücklich sind, so wie es ist, dann hauen Sie ab!
Wir haben Sie nicht gezwungen, herzukommen. Sie haben uns darum gebeten, hier bleiben zu dürfen. Also akzeptieren Sie gefälligst das Land, das SIE akzeptiert hat.
Eigentlich ganz einfach, wenn Sie darüber nachdenken, oder?
Wenn wir dieses Schreiben an unsere Freunde (und Feinde) weiterleiten, dann werden es früher oder später auch die Reklamierer in die Finger bekommen. Versuchen könnte man's wenigstens. (Ende Zitat)
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20.11.2007, 13:54
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Administrator
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Registriert seit: 04.03.2005
Ort: München
Beiträge: 2.413
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das das von dir kommt wundert mich nicht wirkklich novalis  du hattest dich ja schon mehrmals geoutet was du in bezug auf ausländerpolitik denkst
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20.11.2007, 14:26
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Zitat von TigerMC
das das von dir kommt wundert mich nicht wirkklich novalis du hattest dich ja schon mehrmals geoutet was du in bezug auf ausländerpolitik denkst
Setze Dich doch mal mit dem Brief sachlich Auseinander.
Was verurteilst Du jetzt daran?
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20.11.2007, 14:57
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Thete
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Registriert seit: 02.05.2007
Ort: Berlin
Beiträge: 733
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Der Anspruch: "Du gehörst hier nicht her, hau ab!", etwas, was hierzulande als "Leitkulturdebatte" geführt wird, ist etwas, was mir überhaupt nicht passt.
Nur ein paar Beispiele, in denen ich die Forderungen aus dem Brief auf Dtld. übertrage:
Ich bin kein Christ, und ich vertraue nicht auf Gott; soll ich mich jetzt auch verpissen? Oder muss ich min. einmal im Monat zwangsweise in die Kirche?
Ich halte nicht viel von vielen Aspekten der "deutschen Kultur"; ich find Fußball totlangweilig, ich kann Laubenpieper- und Gartenzwergidylle nicht ab, usw. usf. Darf ich trotzdem hier bleiben?
Ich finde die Idee gut, dass sich alle Menschen, die hierzulande leben, in einer Spracher verstädnigen; Debatten und Meinungsaustausch gehören ja zu den Grundlagen der Demokratie. Sobald es aber auf Sprachverbote hinausläuft (ist im Brief nicht explizit gefordert, klingt bei diesen Sprachdebatten aber immer wieder an) bin ich raus. Einem Mensch seine Muttersprache zu verbieten ist einer der krassesten Eingriffe in das Recht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit das es gibt.
So, ich habe mich mit diesem Brief sachlich auseinandergesetzt, und wenn jemand etwas ähnliches in Dtld. schreiben würde empfände ich das als Angriff u.a. auf meine Person; einen Angriff, der auf dem "Geh doch in den Osten, wenns Dir hier nicht gefällt"-Niveau liegt, das ich sowieso gefressen habe.
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20.11.2007, 15:13
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Zitat von Thersites
Der Anspruch: "Du gehörst hier nicht her, hau ab!", etwas, was hierzulande als "Leitkulturdebatte" geführt wird, ist etwas, was mir überhaupt nicht passt.
Nur ein paar Beispiele, in denen ich die Forderungen aus dem Brief auf Dtld. übertrage:
Ich bin kein Christ, und ich vertraue nicht auf Gott; soll ich mich jetzt auch verpissen? Oder muss ich min. einmal im Monat zwangsweise in die Kirche?
Ich halte nicht viel von vielen Aspekten der "deutschen Kultur"; ich find Fußball totlangweilig, ich kann Laubenpieper- und Gartenzwergidylle nicht ab, usw. usf. Darf ich trotzdem hier bleiben?
Ich finde die Idee gut, dass sich alle Menschen, die hierzulande leben, in einer Spracher verstädnigen; Debatten und Meinungsaustausch gehören ja zu den Grundlagen der Demokratie. Sobald es aber auf Sprachverbote hinausläuft (ist im Brief nicht explizit gefordert, klingt bei diesen Sprachdebatten aber immer wieder an) bin ich raus. Einem Mensch seine Muttersprache zu verbieten ist einer der krassesten Eingriffe in das Recht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit das es gibt.
So, ich habe mich mit diesem Brief sachlich auseinandergesetzt, und wenn jemand etwas ähnliches in Dtld. schreiben würde empfände ich das als Angriff u.a. auf meine Person; einen Angriff, der auf dem "Geh doch in den Osten, wenns Dir hier nicht gefällt"-Niveau liegt, das ich sowieso gefressen habe.
Ich teile Deine Einschätzung nicht.
Für mich sagt der Brief nur aus, daß man, wenn man als Gast kommt und vielleicht auch für immer bleiben möchte, man sich nach den Gegebenheiten des Landes zu richten hat und zwar nur in so weit, als daß man nicht verlangen kann, daß andere sich ändern, sondern, daß die Bereitschaft zu einer gewissen Anpassung vorhanden sein muß.
Denn das was hier kritisiert wird, ist nichts anderes, als wenn Du jemanden in Dein haus einlädst und der dann anfängt, Dir vorzuschreiben, wie Du Deine Bilder aufhängen sollst, wie Du mit Deiner Frau zu sprechen hast und welches der wahre Gott ist.
Eine Forderung die da sagte: "Wenn ihr einwandert, dann müßt ihr auch an den christlichen Gott glauben, dann müsst ihr eure alte Sprache vergessen", würde ich nicht unterstützen.
Wohl aber, daß es zu den Gepflogenheiten zählt, daß man sich als Gast oder Neubürger nicht wie die Axt im Walde aufführen kann, sondern eigenes Engagement einbringen muß, sich zu integrieren.
Wem die Werte des Landes nicht passen in das er einwandern möchte und dazu gehören unter anderem Religionsfreiheit und Emanzipation - um mal beispiele zu nennen - der hat, und das sagt der Brief recht klar, jede Möglichkeit und jedes Recht, sich ein Land zu suchen, das seinen Vorstellungen entspricht.
Ich sprach übrigens von einem Fünkchen Wahrheit. Daß ein solch emotionaler Brief nicht immer die richtigen Worte findet, liegt auf der Hand.
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20.11.2007, 15:42
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Homo Novus
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Registriert seit: 30.01.2007
Ort: Köln
Beiträge: 288
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...mE ist das fünkchen sogar ein ziemlich großes
(und muss nicht einmal eine kritik an unserer ausländerpolitik sein)
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20.11.2007, 17:03
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Thete
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Registriert seit: 02.05.2007
Ort: Berlin
Beiträge: 733
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Zitat von Novalis
Wem die Werte des Landes nicht passen in das er einwandern möchte und dazu gehören unter anderem Religionsfreiheit und Emanzipation - um mal beispiele zu nennen - der hat, und das sagt der Brief recht klar, jede Möglichkeit und jedes Recht, sich ein Land zu suchen, das seinen Vorstellungen entspricht..
Dazu sollte man sich erinnern, wie die meisten Menschen nach Dtld. eingewandert sind: Weil wir händeringend nach Arbeitskräften gesucht haben; es ging diesen Menschen nicht um irgendwelche Lebensstile (wie das vielleicht der Fall ist wenn ein Deutscher nach Amiland auswandert), sondern um ein wirtschaftlich besseres Leben.
Auch an die Zeit sollte man denken: In den 50er und 60er Jahren war z.B. die Emanzipation noch lange nicht soweit wie heute; erst in den 50ern wurde abgeschafft, dass der Ehemann im Namen seiner Frau deren Job oder Konto kündigen konnte (und die CDU hat damals dagegen gestimmt); Homosexualität war lange zeit strafbewehrt, oder zumnidest waren die Altersgrenzen andere, die Aussage der Gesellschaft: Homosexualität ist schlecht; das wurde in den 90ern endgültig geändert (und die CDU war dagegen, von der Meinung der Kriche zum Thema Homosexualität mal ganz zu schweigen); bis vor wenige Jahre war es das Recht des Ehemannes, mit seiner Frau zu schlafen, Vergewaltigung in der Ehe gabs juristisch nicht; das ist erst kurze zeit anders (und die CDU hat dagegen gestimmt).
Also sind damals Menschen in ein Land eingewandert, dass sich in den letzten jahren sehr verändert hat; müssen sie sich als Menschen, die hier leben, mit ändern?
Und wie kommt eine Partei wie die CDU, die die Emanzipation von Frauen, Homosexuellen etc. immer bekämpft hat, jetzt von anderen menschen das einzufordern?
Das ist auch mein problem mit der ganzen "leitkultur-Debatte": Ich finde, es gibt sie nicht. Mein Lebensumfeld und -einstellung, mein Weltanschauung, eben die "Kultur", in der ich lebe, haben mit der von z.B. Herr beckstein oder herr Mißfelder nur sehr wenig zu tun. Was ist jetzt "Leitkultur"? Das, was ich unter Kultur verstehe, das, was die Union für "deutsch" hält, das was unsere Gesetze vorschreiben? Das mit den Gesetzen kann ich akzeptieren (wenn ihr euer Leben nicht nach meinen kulturellen Vorstellungen gestalten wollt, ihr Verlierer  ), aber dann soll das auch so gesagt werden: Wer hier lebt muss sich an die Rechtsordnung halten oder kriegt juristische Probleme. Das passiert aber nicht, es wird auf der "Leitkultur" rumgeritten, ohne zu sagen, was das ist.
Für mch wird hier probiert, das Rad der Zeit zurückzudrehen und die spießige Welt der 50er wiederherzustellen, wo man sich "eben so und so verhielt". Nicht mit mir.
Zitat von Novalis
Ich sprach übrigens von einem Fünkchen Wahrheit. Daß ein solch emotionaler Brief nicht immer die richtigen Worte findet, liegt auf der Hand.
Na gut, ein Fünkchen Wahrheit findet man fast immer
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20.11.2007, 19:21
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Tribun
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Registriert seit: 09.07.2007
Ort: nähe München
Beiträge: 63
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Lach! Meine Englischschulaufgabe, die ich letzten Freitag geschrieben hab, ging zum Teil über die Tests, die Australien jetzt (seit 2006 glaub ich) hat, um dort Staatsbürger zu werden. Werde mal meinen Lehrer fragen ob er mir den Text nochmal gibt dann schreib ich ihn ab.
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21.11.2007, 18:53
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Hoplit
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Registriert seit: 29.10.2007
Ort: Durmersheim bei Karlsruhe
Beiträge: 712
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Ich denke, es geht hier nicht um eine große Leitkulturdebatte, sondern um gesunden Menschenverstand: als Ausländer kann ich nicht in ein Land einwandern oder aufwachsen und mich gegen den Lebensstil dieses Landes entscheiden. Etwa ein Grüppchen bilden mit irgendwelchen Besonderheiten. Das schlimme dabei ist, wenn das Grüppchen diese Besonderheiten sogar noch juristisch als Allgemein-gültige Regeln für die gewachsene GEmeinschaft durchsetzt. Letztens habe ich mit einer moslemischen Kundin gesprochen. Diese hatte immer ein Kopftuch auf und jetzt trägt sie es nicht mehr, eine junge Frau von ungefähr 24 Jahren. Auf meine Frage nach dem Warum hat sie mir geantwortet: seitdem ich es nicht trage, habe ich eine Arbeit gefunden...
Warum sollten wir im christlichen Abendland unseren Lebensstil und den unserer Kinder nach den Leitsätzen von Einwanderern aus anderen Kulturkreisen richten?
Warum soll irgend eine kleine Sekte der Mehrheit der Bevölkerung vorschreiben, daß traditionelle Gebräuche wie z. bsp. Kruzifix im Klassenzimmer, plötzlich geändert werden sollen?
Und da stimme ich dem australischen Brief zu.
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 "So lange nicht alle Menschen werden wie er, müßen wir unsere Schwerter scharf halten"
Ben Hur: "Und unseren Zielen treu bleiben."
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21.11.2007, 19:19
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The Censor
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Registriert seit: 29.01.2005
Ort: Bremen
Beiträge: 6.249
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Zitat von Jason
Warum soll irgend eine kleine Sekte der Mehrheit der Bevölkerung vorschreiben, daß traditionelle Gebräuche wie z. bsp. Kruzifix im Klassenzimmer, plötzlich geändert werden sollen?
Weil das was mit Gerechtigkeit zu tun hat, auch etwas worauf wir uns mal was eingebildet haben.
Wenn Religion Privatsache ist sollte sie nicht in öffentlichen Gebäuden vertreten sein, wenn sie es nicht ist bitte ich darum meine deutsche Staatsbürgerschaft zugunsten einer europäischen aufgeben zu dürfen. Wir leben ja nicht mehr im Mittelalter!
Ich finde es schrecklich dass z.B. die Katholiken in Süddeutschland glauben, dass ihr Glaube auf den ganzen Staat übertragbar wäre. In Bremen hat der Glaube als Privatsache eine lange Tradition (hat auch was mit der alten Kaufmannschaft zu tun) und ich kann mich keines öffentlichen Gebäudes entsinnen in dem ein Kreuz hängt.
Das ist nämlich das große Problem in dieser Leitkulturdebatte, da die Deutschen in sich so verschieden sind wird man - von einem groben abendländlichen Kontext mal abgesehen - keine gemeinsamen Abgrenzungskriterien finden.
Ich bin auch der Meinung dass alle in diesem Staat deutsch sprechen müssen (ist ja auch fast das einzige was uns wirklich verbindet) aber mehr nicht. Von einer Achtung der Gesetze natürlich mal abgesehen aber eine Mißachtung zieht ja sowieso Strafen nach sich.
Natürlich sehe ich auch dass manchmal aus Angst oder was auch immer zu sehr gekuscht wird aber auf der anderen Seite gibt es Sachen wie z.B. das Kopftuchverbot in denen ich einen unzulässigen Eingriff ins Privatleben sehe. Was bilden sich eigentlich einige in diesem Staat ein was sie anderen vorschreiben dürfen?
Aber von mir aus können wir überall Kruzifixe aufhängen, dann fordere ich aber einen staatlichen Zwang Mittags Lapskaus mit Rollmops zu essen. Das hat nämlich was mit meiner Kultur zu tun.
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Demokratie heißt die Wahl haben. Diktatur heißt, vor die Wahl gestellt werden.
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21.11.2007, 19:40
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Hoplit
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Beiträge: 712
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Die Gerechtigkeit über alles! Das erinnert mich an den Spruch Ludwigs des Gerechten in "die Drei Musketiere"... Es geht ja darum, wie sich jeder einzelne Verhält, angesichts eines gewachsenen traditionellen Umfelds. Ich würde in Spanien auch nicht ein Verbot der Corrida fordern; oder in Ägypten gegen die lauten Rufe des Muezzins morgens klagen. Das gehört ja zu diesen Ländern und wenn ich diese Dinge nicht mag, steht es mir frei woanders hin zu gehen.
Im Süddeutschen Raum stehen oft Kruzifixe, auch am Wegesrand. Dies ist eine jahrhunderte Alte Tradition und gehört zur Geschichte und zur Kultur der Dörfer hier und im Schwarzwald. Es ist Teil der Geschichte und so auch der Identität dieser Landstriche.
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21.11.2007, 19:51
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The Censor
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Registriert seit: 29.01.2005
Ort: Bremen
Beiträge: 6.249
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Dann sollen sie von mir aus in Süddeutschland stehen bleiben aber man sollte endlich aufhören allen einzutrichtern dass das in Deutschland normal wäre, wie es ja gerne eine große Volkspartei gern mal tut.
Natürlich müssen Menschen die irgendwohin ziehen bereit sein sich mit dem Umfeld in soweit zu arrangieren, dass es nicht ständig Reiberein gibt. Hier aber eine Grenze Ausländer-Deutsche ziehen zu wollen ist doch utopisch.
Der letzte Bayern-Thread hat doch gezeigt, dass die Grenze mitten durchs Land verläuft.
Das hat was mit Igoranz auf beiden Seiten zu tun. Angenommen die würden bei mir nebenan eine Moschee bauen wollen, mit welchem Recht dürfte ich dagegen protestiere? Die meisten Muslime dürften länger als ich ('88er Jahrgang) in Deutschland leben.
Andererseits finde ich es natürlich ätzend wenn ich wie in meinem letzten Job einen Kollegen der Russisch sprach als Dolmetscher hinzuziehen musste um mich mit einer Kundin zu unterhalten, die augenscheinlich zu faul war deutsch zu lernen.
Wie gesagt, ist eben Ignoranz auf beiden Seiten.
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21.11.2007, 20:04
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Hoplit
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Registriert seit: 29.10.2007
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Stimme ich Dir zu - es spielt wohl auch die Kultur der Beteiligten eine Rolle. Aber die Dimension des Problems ist leider längst EU-ropäisch, da sich diese Problematik, daß sich kleine Minderheiten die großzügige Rechtssprechung zu nutze machen um gewisse langjährige Traditionen oder Sitten anzugreifen, fast alle EU-Staaten betrifft. Die Konsequenz ist eine irritation der Unionsbürger, die auch zu einer Ablehnung der EU führen kann. Mir fällt momentan jedoch nur das Beispiel mit dem Kruzifix ein... Es gibt ja bestimmt andere eminente Beispiele?
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22.11.2007, 09:25
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Thete
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Registriert seit: 02.05.2007
Ort: Berlin
Beiträge: 733
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Zitat von Jason
als Ausländer kann ich nicht in ein Land einwandern oder aufwachsen und mich gegen den Lebensstil dieses Landes entscheiden.
Warum nicht? Als Bürger dieses Landes kann ich meine Art zu leben doch auch frei wählen.
Zitat von Jason
Diese hatte immer ein Kopftuch auf und jetzt trägt sie es nicht mehr, eine junge Frau von ungefähr 24 Jahren. Auf meine Frage nach dem Warum hat sie mir geantwortet: seitdem ich es nicht trage, habe ich eine Arbeit gefunden...
Ja, ähnliches hat eine Mitschülerin in der Ausbildung auch berichtet; jemanden wegen eine Kopftuches nicht einzustellen würde ich Rassismus nennen (ich mein jetzt nicht die Debatte um kopftuchtragende Erzieherinnen, sondern bei Jobs abseits staatlicher Erziehung).
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22.11.2007, 10:32
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Administrator
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ichkann nurmeine kurze bescheidene meinung sagen:
für mich ist es wichtig dass die hier lebenden ausländer deutsch sprechen können, oder zumindest den wilen haben es zu lernen, alles andere ist larifari.
Ob sie nun kopftuch tragen, ihre eigenen komischen bräuche haben usw, das ist mir wurst solange man miteinander reden kann.
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