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22.10.2007, 16:10
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Bahnstreik aktuell
Die Lokführergewerkschaft GDL will am Donnerstag und Freitag wieder streiken. Die GDL-Lokführer im Regional- und S-Bahn-Verkehr werden nach Angaben der GDL ihre Arbeit von Donnerstagfrüh um 02.00 Uhr bis Freitagmorgen um 08.00 Uhr niederlegen....
30 Stunden Streiken, dann auch noch ausgweitet auf den Fern und Güterverkehr. Soviel Verständis ich für die Lokführer habe/hatte? so sehr geht er mir langsam auf die Nerven.
Für die GDL ist es längst ein Überlebenskampf geworden. Diese Poltik auf den Rücken der Bevölkerung UND der Lokführer auszutragen ist eine absolute Sauerei!
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22.10.2007, 16:15
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The Censor
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Registriert seit: 29.01.2005
Ort: Bremen
Beiträge: 6.343
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Auch wenn mein Verständnis für die GDL sich in engen Grenzen hält muss ich sagen dass mich die Nachricht von den Entlassungen und Abmahnungen heute schockiert hat. Sowas darf ein Konzern nicht machen bzw. wenn er es macht muss er zur Rechenschaft gezogen werden. Wer weiß noch wohin das sonst führt...
Ansonsten ist mein einziges Kommentar dazu, dass das ein hausgemachtes Problem ist.
Wenn die DB so wichtig für die Mobilität des ganzen Landes ist, dann darf man sie eben nicht privatisieren. Wäre sie ein Staatsunternehmen wären alle Lokführer oder zumindest der überwiegende Teil verbeamtet und dürfte nicht streiken. Basta aus!
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Demokratie heißt die Wahl haben. Diktatur heißt, vor die Wahl gestellt werden.
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22.10.2007, 16:16
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Vogelfreier
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Registriert seit: 30.05.2007
Ort: Berlin
Beiträge: 86
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also am Anfang hatte ich noch Verständnis für die Lockführer. Doch langsam ist meine Gedult am Ende. Ich bin zwar nicht direkt betroffen, aber viele Familienmitglieder. Außerdem schadet dieser schon fast Dauerstreik der deutschen Wirtschaft.
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22.10.2007, 16:20
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@Wolf
Ansich gebe ich dir Recht. Streik ist ein Bürgerrecht. Aber man muss nicht wie ich aus einer Bahnerfamilie kommen um die Gefahr zu erkennen, Züge mitten in der Pampa stehen zu lassen ohne die entsprechenden Stellen zu benachrichtigen.
Das das für den Konzern natürlich ein gefundenes Fressen ist auch mal in Zeichen zu setzen ist für mich in gewisser weise nachvollziehbar.
Auch kann ich die DB AG in Teilen verstehen. Die Forderungen der GDL sind z.T. unverschämt und gefährlich.
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22.10.2007, 16:31
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Thete
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Registriert seit: 02.05.2007
Ort: Berlin
Beiträge: 739
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Streikrecht ist Streikrecht.
Auch wenn die GDL sich zur Zeit keine Freunde macht, soviel ist sicher...
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22.10.2007, 17:23
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Tja... Beamte sind ja doch zu etwas nütze ...
Off-Topic:
@ Wulfnoth: Wenn alles klappt, kannste vielleicht bald in der Zeitung lesen, daß der Großteil der Polizeibeamten in unserem Bundesland Versetzungsgesuche in andere Bundesländer eingereicht hat. Wenn man nicht streiken darf... dann Dienst woanders oder streng nach Voschrift...
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22.10.2007, 17:27
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The Censor
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Registriert seit: 29.01.2005
Ort: Bremen
Beiträge: 6.343
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Off-Topic:
Zitat von Novalis
@ Wulfnoth: Wenn alles klappt, kannste vielleicht bald in der Zeitung lesen, daß der Großteil der Polizeibeamten in unserem Bundesland Versetzungsgesuche in andere Bundesländer eingereicht hat. Wenn man nicht streiken darf... dann Dienst woanders oder streng nach Voschrift...
Weshalb?
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Demokratie heißt die Wahl haben. Diktatur heißt, vor die Wahl gestellt werden.
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22.10.2007, 17:31
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Niemand nimmt den Lokführern ihr Recht zu streiken. Die bahn macht das ganz Geschickt. Sie begründet die Entlassungen und Abmahnungen mit Fehlverhalten.
Ich kann Streiken, ja. Aber ich kann doch keinen Zug mitten in der Pampa auf einer Eiongleisigen Strecke stehen lassen!!!
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22.10.2007, 17:35
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Zitat von Wulfnoth
Off-Topic:
Vor der Wahl die längst überfällige Gehaltserhöhung um 2.9% versprochen (nachdem in den letzten 5 Jahren real um 13% gekürzt wurde) und jetzt will man es im Gegensatz zu allen anderen Bundesländern nicht einhalten.
Sprich: Keine Überstunden werden mehr geleistet, kein außergewöhnlicher Einsatz wird mehr gezeigt. Nur noch Dienst nach Vorschrift und nichts darüber hinaus. Ablehnung von allen zusätzlichen Bereitschaftszeiten usw. Ich bin echt erstaunt, wieviel Engagement diesmal bei allen Kollegen vorhanden ist. Vielleicht sind die Lokführer ja ein Vorbild :-)
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22.10.2007, 20:38
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Plebejer
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Registriert seit: 08.10.2007
Ort: Husum/Nordsee
Beiträge: 49
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Der Bahnstreik bestätigt mein Bild von den deutschen Gewerkschaften als bloße machtversessene Sippschaft! Gewerkschaften haben in unserem Rechts- und Wirtschaftssystem ihren Platz und müssen ihn auch haben. Auch das Streikrecht ist elementar für unser System, soweit bin ihc einverstanden.
Nur: Wie man am GDL Beispiel sehr schön erkennen kann, geht es den Gewerkschaften keinesfalls um eine gerechte Arbeitswelt. Nein, vielmehr werden sie als Mittel einiger Machtversessener Funktionäre zum Zwecke größtmöglciher MAcht und Ruhmes missbraucht. Herr Schell und Herr Wesselsky sind die besten Bsp. warum wollen die Herren denn einen eigenen Tarifvertrag? Den Lokführern kann das egal sein! Aber vor ihrem Ruhestand möchten sie in aller Munde sein, sich profilieren für folgende Tätigkeiten. Es geht hier nur um Macht! Dafür sind Gewerkschaften nicht da... Ich wundere mich jeden Tag wieder, warum die GDL-Mitglieder das eigentlich mit sich machen lassen! Warum? Wäre ich dort Mitglied, wäre ich sofort ausgetreten und zur Transnet o.ä. gewechselt.
Eines muss klar sein, deswegen hat die DB AG auch meine vollste Unterstützung, Wenn die GDL sich jetzt durchsetzt wird das MAchtgleichgewicht, auch in allen anderen Branchen, zugunsten der machtversessenen irreal-"Politikern" in den Gewerkschaftsführungen verschoben. Das ist eine große Gefahr für unser Wirtschaftssystem.
Das ganze erinnert mich an die 35 Std. Woche von Herrn Sommer... Momentan arbeite ich 45 Std. die Woche... und das geht sehr gut...
Deswegen: Ja zu Verfahren gg. GDL und Lokführer, die sich Gefährdend verhalten, JA zu Ausländischen Lokführern und Ersatzfahrplänen!!!
Gruß
KKH
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"Die Artillerie verleiht dem vulgären Gemetzel Würde!" (Friedrich d. Große)
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22.10.2007, 20:48
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Außerdem folgendes. Das fand ich letztens von einem Gewerkschaftsexperten sehr weitsichtig gedacht, der hat nämlich gesagt. wenn nun einzige Berufsstände ihre eigene Gewerkschaft haben, ihre eigenen Tarifverträge (so wie die GDL) besteht die gefahr, dass Löhne nicht mehr nach Arbeitsleistung angehoben werden.
Denn seien wir mal ehrlich, und das ist jetzt von mir, was macht ein Lokführer heute noch? So gut wie gar nichts. Will die Arbeit von Lokführern nicht schlecht reden, aber die zeiten sind vorbei in denen ein Schweißnaser Lokführer Kohle schaufeln musste. Die sitzen da und drücken alle paar min einen Kontrollknopf. Macht der Lokführer einen Fehler wird er automatisch runtergebremst.
30% Lohnerhöhung sind daher nicht nur unverschämt sondern auch nicht angemesen!
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22.10.2007, 21:52
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Lieber mozart,
Du hast ziemlich schlechte Vorstellungen von den Tätigkeiten eines Lokführers.
Vom belastenden Schichtdienst und von Verantwortung.
Und vor allem von der Zahl derer, die ihr Leben vor einem Zug beenden.
Kürzlich habe ich einen bericht über einen ehemaligen ICE-Führer gelesen, der drei mal Opfer dieser Suizidanten geworden ist. Zweimal hat er wieder gearbeitet. Seit dem dritten mal ist er ein psychisches Wrack.
Ich habe selbst einen ICE-Führer in sein Taxi nach Frankfurt begleiten dürfen, nachdem er einen Suizidanten vor seinem Zug hatte, der danach in Stückchen unter den Sohlen meines Vorgesetzten klebte.
Ausführlich geschildert habe ich hier nur einen Aspekt.
Ich will nciht sagen, daß ich die Gehaltserhöhung gerechtfertigt finde, aber die Arbeit eines Lokführers auf Knöpfchendrücken zu reduzieren finde ich absolut daneben.
Flugzeugkapitäne drücken auch blos noch Knöpfchen...
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22.10.2007, 22:15
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Administrator
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Registriert seit: 04.03.2005
Ort: München/Hannover
Beiträge: 2.474
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ich unterstütze den streik bis aufs letzte und hoffe sehr dass er mit einem abschluss in bereich des zweistelligen liegenwird, was hoffentlichmanche anderen gewerkschaften dann auch ernst nehmen und nicht ständig irgendwelche nullrunden oder lächerliche 2% steigerungen als vollen erfolg verkaufen.
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22.10.2007, 22:27
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Plebejer
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Registriert seit: 18.10.2007
Beiträge: 32
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Da schließe ich mich Tiger vollkommen an.
Verantwortung und Schichtsystem sind ja nur 2 Punkte. Hinzu kommt der europäische Vergleich der Gehälter sowie der Aspekt das der Lokführer nur ein Maximal-Gehalt kassieren kann. Sprich er bleibt auf ein und demselben Gehaltslevel.
Und wenn ich bedenke, was die Bahn in den letzten Jahren für Umsätze gemacht hat und das nebenher noch weiter die Preise regelmäßig erhöht werden, da wundere ich mich schon.
Da ist Geld für ein Bahnhof, der beim ersten schwerern Windstoß schon die ersten Bauteile "verliert" und Gelder für steigende Manager-Gehälter und Pensionen scheinen ja sowieso immer vohanden zu sein.
Und man sollte auch hervorben, dass die GDL gesagt hat, dass sie nicht bei 30% verharren wird!
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22.10.2007, 23:40
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Plebejer
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Registriert seit: 08.10.2007
Ort: Husum/Nordsee
Beiträge: 49
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Die Forderungen der GDL sind überzogen.. Da kann man auch nicht schön reden! Ich habe ein paar Bekannte, die aus dem Gewerbe kommen und, ein Lokomotivführer hat in der heutigen Bahnwelt kaum noch Verantwortung, was einem einzelnen auch nicht zuzumuten wäre!!!
Also, einem einzigen die Kontrolle über das Leben von 240 Menschen zu geben ist schon hart und müsste vergütet werden. Aber, die Bahnwelt ist computerisiert, sollte der Mensch einen Fehler machen, so reagiert das System sofort. Ob Signale oder Unachtsamkeit, Sekundenschlaf. Sofort springt der Nothalt an.
Ich halte es für richtig, wenn Gewerkschaften Lohnerhöhungen fordern, um die Inflation auszugleichen. Aber die Inflation liegt bei uns ( Zum Glück) nicht bei 15 oder 30 %!! Vielmehr haben wir Inflationsraten 1,x%! Und diese sollten ausgeglichen werden.
Wir müssen uns über diesen Inhalt auch nicht streiten, selbst wenn 30 % gefordert würden, ok! Deren Recht. Was mcih stört, die Gewerkschaften werden zum Mittel einiger Manager ( ja, richtig, die bösen MAnager mit Millionen Gehältern sitzen auch in den Gewerkschaften) , die sich selbst profilieren wollen. Das kann und darf nicht sein. Mich würde es freuen, wenn der Herr Schell mal ein Lokführergehalt bekäme... Da wäre er aber ganz schnell weg. In irgendeinen Firmenvorstand, o.ä.
Gewerkschaften müssen ihrem Zwecke dienen, das ist Lohn und Arbeitsgerechtigkeit! Aber was die GDL treibt hat damit nichts zutun!
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"Die Artillerie verleiht dem vulgären Gemetzel Würde!" (Friedrich d. Große)
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