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  #1  
Alt 06.01.2006, 18:33
Tribun
 
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Berliner WASG will Gysi loswerden

Quelle: netzeitung.de

Berliner WASG «unglücklich» über Gysi

Der Linkspartei-Fraktionschef im Bundestag, Gysi, ist gerade in die Berliner WASG eingetreten, da soll er schon wieder gehen. Der Eintritt sei «politisch unglücklich», sagte WASG-Sprecher Seyfarth.

Die Berliner WASG möchte ihr prominentes Neumitglied Gregor Gysi am liebsten wieder loswerden. In einer Mitteilung forderte sie am Freitag den Linkspartei-Fraktionschef im Bundestag auf, seinen «politisch unglücklichen und provokativen» WASG-Eintritt zu überdenken und Konsequenzen zu ziehen. «Das ist ein politischer Appell an die führenden PDS-Funktionäre, am besten aus der WASG wieder auszutreten», sagte der Sprecher der Wahlalternative Arbeit und Soziale Gerechtigkeit (WASG), Gerhard Seyfarth.

(...)
Ja, da wächst zusammen, was nicht zusammengehört. Die WASG und die PDS liegen im Dauerclinch, ganze Kreisverbände mobben gegen die Basis, Ortsverbände vaporisieren sich und aus der WASG heraus gibt es Parteineugründungen am laufenden Band. Vielen stößt die "unheilige Allianz" mit der PDSED sauer auf, die Tatsache, dass sie von ihrer Parteiführung um Ernst erst an Lafontaine und dann an die PDS um einiger Mandate wegen verkauft worden sind. Hier entwickelt sich ein ganz billiges Schmierentheater, dass dem Anspruch "neue Politik" zu machen eine fäulnisartigen Beigeschmack gibt.
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  #2  
Alt 06.01.2006, 18:39
Benutzerbild von TigerMC
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was ich nicht verstehe wo das problem dabei liegt wenn gysi in die berlin wasg eintritt?
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  #3  
Alt 06.01.2006, 18:40
mozart
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tja, die vereinigung der beiden war eh nie von allen mitgetragen worden

ich kann die wasg absolut verstehen
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  #4  
Alt 06.01.2006, 19:20
Tribun
 
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Beiträge: 82
Original von TigerMC
was ich nicht verstehe wo das problem dabei liegt wenn gysi in die berlin wasg eintritt?
Steht im weiteren Verlauf des Artikels:
(...)

Das stieß auf Widerstand in der Berliner WASG, die der Linkspartei die Regierungsbeteiligung im Rathaus vorhält und einen Alleingang bei der Abgeordnetenhauswahl im September erwägt.

Mit dem Eintritt Gysis würden statt des vereinbarten ergebnisoffenen Diskussionsprozesses «Fakten von oben geschaffen» und die Furcht vor einem «Hauruck-Verfahren» verstärkt, rügte der WASG-Vorstand.

(...)
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  #5  
Alt 06.01.2006, 20:48
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Beiträge: 2.604
naja ich sehs so: die berliner wasg mag für sich allein gesehen recht haben, aber für die gesamtdeutsche linke ist es der richtige schritt, wenn sich wasg und pds vereinen, denn die spd steht leider nicht mehr links der mitte. Also muss man sie entweder mit gewalt dahinziehen (in form von liner konkurrenz) oder eine alternative zeigen, und das wäre eine vereinte gesamtdeutsche linke/pds
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  #6  
Alt 07.01.2006, 18:11
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RE: Berliner WASG will Gysi loswerden

Original von mentecaptus
Ja, da wächst zusammen, was nicht zusammengehört. Die WASG und die PDS liegen im Dauerclinch, ganze Kreisverbände mobben gegen die Basis, Ortsverbände vaporisieren sich und aus der WASG heraus gibt es Parteineugründungen am laufenden Band. Vielen stößt die "unheilige Allianz" mit der PDSED sauer auf, die Tatsache, dass sie von ihrer Parteiführung um Ernst erst an Lafontaine und dann an die PDS um einiger Mandate wegen verkauft worden sind. Hier entwickelt sich ein ganz billiges Schmierentheater, dass dem Anspruch "neue Politik" zu machen eine fäulnisartigen Beigeschmack gibt.
Jo - das muß ja allen anderen Parteien und deren Befürwortern so richtig wie warmes Öl heruntergehen - gelle? Zoff bei den Linken -toll!

Aber im Ernst - glaubt irgend jemand, daß die Fusion zweier Parteien völlig reibungslos ablaufen kann? Was würde wohl passieren, wenn die Geschäftsordnung des Bundestages geändert würde - die Fraktionsgemeinschaft CDU/CSU künftig hinfällig würde - also eine Fusion notwendig würde, um im Bereich einer möglichen "stärksten Fraktion" zu bleiben? Gäbe es da keine Austritte?

Was war nach der Vereinnahmung der LDPD und der NDPD der DDR durch die FDP?
Gemauschel bei den Abstimmungsmodalitäten auf dem "Vereinigungsparteitag" - FDP zog nur die Gelder der fusionierten Parteien an Land und verlor danach wieder fast alle Neuzugänge aus dieser "Fusion".

Was läuft derzeit an Austritten und Übertritten in anderen Parteien? SPD verliert an WASG/PDS (u.a. wg. Großer Koalition), CDU ist wohl dank Kanzlerbonus momentan stabil - mal sehen, ob es so bleibt ... (s.o.)

Ich denke, es ist normal, daß sich bei so einem "Organschaftswechsel" auch Mitgliederstrukturen ändern - damit muß man leben können (als Partei).

... und es ist auch ganz "normal", daß sich die bundesdeutsche Presse genüßlichst auf jeden einzelnen Problemfall bei den Linken stürzt.

Im Übrigen ist das spezielle Problem der Berliner WASG vs. PDS schon seit langem bekannt, auch das etwas weniger emotionalisierte in McPomm ...

Ich für meinen Teil bin recht optimistisch, was die künftige Entwicklung und Gestaltung einer gesamtdeutschen Linken anbetrifft - auch wenn sich eben nicht jeder daran beteiligen wird ...
__________________
"Wer Frauen zu den Engeln zählt, ist Witwer oder unvermählt."
Wolfgang Salpeter
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