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09.09.2007, 11:45
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The Censor
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Registriert seit: 29.01.2005
Ort: Bremen
Beiträge: 6.223
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CDU ziellos und programmlos
Angela Merkel versucht ja seit zwei Jahren ihre Partei in die politische Mitte zu führen und junge Wähler anzusprechen. Dummerweise schafft sie es trotz Kanzlerbonus nicht ihre Partei über die 40%-Marke zu hieven. Der Grund hierfür ist offensichtlich, jedenfalls für jeden vernünftig denkenden Menschen. Ein ehemaliger SPD-Wähler geht eher zu den Grünen oder zu den Linken, nicht aber zur CDU. Ein Grüner wird in Sachen Klimaschutz auch nie die CDU wählen und die Wirtschaftsmenschen vertrauen eher der FDP als der CDU.
Also muss der Generalsekretär vor der Verabschiedung des neuen Grundsatzprograms dringend mal die alte konservative Wählerschaft bedienen und fordert:
CDU-Generalsekretär verlangt Kruzifixe in allen Schulen
Meiner erster Gedanke war: Ja, ich bin froh, dass ich in Bremen lebe und in meinem Bundesland noch eine Trennung zwischen Staat und Religion existiert. Vielleicht hat die CDU auch deshalb nie wesentlich mehr als 25%?
Wenn die CDU das wirklich in ihr Grundsatzprogramm aufnehmen sollte steht sie in meinen Augen vor einem fundamentalen Vertrauensproblem. Denn ich das Kopftuchverbot für muslimische Lehrerinnen wurde ja deshalb durchgesetzt weil man behauptete Religion wäre Privatsache und ein Lehrer wäre nicht Privat in der Schule. Wenn die CDU also die Kreuze an den Wänden durchsätzt, dann müsste das Verbot - meinetwegen in höchster Instanz - auch wieder fallen.
Ich war übrigens schockiert, dass es in Bayern wirklich Pflicht ist ein Kruzifix in Gerichtssälen und Schulen aufzuhängen. Ich bin kein Mensch der die Bedeutung des Christentums für (die Werte) unserer Gesellschaft verleugnet aber Trennung von Staat und Religion sieht für mich anders aus. Vielleicht sollte man sich doch mehr an der Türkei oder Frankreich orientieren?
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Demokratie heißt die Wahl haben. Diktatur heißt, vor die Wahl gestellt werden.
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09.09.2007, 11:47
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Konsul
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Registriert seit: 04.08.2007
Ort: da, wo Deutschland am Schönsten ist
Beiträge: 824
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Der Grund hierfür ist offensichtlich, jedenfalls für jeden vernünftig denkenden Menschen. Ein ehemaliger SPD-Wähler geht eher zu den Grünen oder zu den Linken, nicht aber zur CDU.
Ich weiß, ich fall mal wieder aus der Rolle.
Aber die größte Partei ist nach wie vor die Partei der Nichtwähler. Und sie ist aus bestimmten Gründen stetig am Wachsen. (zumindest bei uns in der gesamten Region)
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09.09.2007, 11:50
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The Censor
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Registriert seit: 29.01.2005
Ort: Bremen
Beiträge: 6.223
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Zitat von Titus_Livius
Aber die größte Partei ist nach wie vor die Partei der Nichtwähler. Und sie ist aus bestimmten Gründen stetig am Wachsen. (zumindest bei uns in der gesamten Region)
Hmm in Bremen ist das glaube ich knapp. Ich denke SPD und Nichtwähler liegen ungefähr gleichauf. Vielleicht ist Novalis ja das Zünglein an der Waage.
Hat aber auch nichts mit dem Thema zu tun, da alte Leute häufig wählen gehen und alte Leute traditionell CDU wählen. Nichtwähler kriegt die CDU wohl kaum mobilisiert, auch nicht mit dieser Kanzlerin. Hat die eigentlich noch einen Wohnsitz in Deutschland oder ist die schon im Flugzeug gemeldet?
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Demokratie heißt die Wahl haben. Diktatur heißt, vor die Wahl gestellt werden.
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09.09.2007, 11:57
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Konsul
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Registriert seit: 04.08.2007
Ort: da, wo Deutschland am Schönsten ist
Beiträge: 824
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Ich kenne auch so einige Mentalitäten aus den alten Bundesländern. Was ich nie so richtig verstanden habe, warum man aus "Tradition" wählt, obwohl man das Programm einer Partei in großen Teilen ablehnt. Ich seh das auch nach wie vor bei Bekannten aus dem Rheinland. Katholisch, engagiert sich parteilos im Gemeinderat für die CDU, wählte und wählt schon immer CDU und meint, in diesen Sauhaufen würde er nie eintreten, doer Bekannte aus Frankfurt, die meinen, sie waren Arbeter und wählten schon immmer SPD und darum wählen sie auch weiter SPD, obwohl das auch ein großer Miststall ist.
(einmal direkt geschrieben  )
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09.09.2007, 12:01
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The Censor
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Registriert seit: 29.01.2005
Ort: Bremen
Beiträge: 6.223
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Das ist in der Tat ein recht interessantes Phänomen, dass ich aus eigener Erfahrung nur bestätigen kann. Diese Tradition wird häufig in der Familie weitergegeben.
Ich denke das hat auch was damit zu tun, dass sich alle Parteien immer ähnlicher werden und es im Prinzip ziemlich egal ist welche Partei man wählt und man deshalb einfach das weiterwählt was man immer gewählt hat. Ich z.B. habe die SPD mal für die Agenda gewählt und wähle sie nun weiter bis mich eine andere Partei überzeugt, was ich mir aber bei der aktuellen Lage schwer vorstellen kann.
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Demokratie heißt die Wahl haben. Diktatur heißt, vor die Wahl gestellt werden.
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09.09.2007, 12:04
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Propraetor
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Registriert seit: 03.11.2006
Ort: in Niedersachsen
Beiträge: 646
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Zitat von Wulfnoth
Damit schneiden sie sich selber nur ins eigene Fleisch und werden immer unglaubwürdiger.
Zunächst wird das Kopftuchverbot durchgebracht und nun dies.....
Ich bin für eine strikte Trennung von Staat und Religion, da beide zusammen, sich nur behindern würden.
Außerdem finde ich ,dass die Menschen nicht in religilösen Dingen vom Staat beeinflusst werden sollten.
Jeder Mensch sollte in diesem Zusammenhang selber seine freie Meinung und Haltung entwickeln und nicht in eine Rolle hineingezwungen werden.
Außerdem hat es die letzten Jahrzehnte auch ohne eine "Vermischung" funktioniert.
Des Weiteren denke ich, dass die CDU mengenmäßig Wähler verlieren würden, weil außer Bayern gibt es ja auch noch den Rest Deutschands.
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"Die Weltgeschichte ist auch die Summe dessen, was vermeidbar gewesen wäre."
"Es ist besser, unvollkommene Entscheidungen durchzuführen, als beständig nach vollkommenen Entscheidungen zu suchen, die es niemals geben wird."
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09.09.2007, 12:20
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Separatisto
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Registriert seit: 23.10.2005
Ort: Bruchsal
Beiträge: 1.005
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Wenigstens mal etwas, um sich von der SPD weiter abzugrenzen. Ich hoffe, die Sozialdemokratisierung wird durch das neue Grundsatzprogramm gestoppt werden.
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Nichts ist unsozialer als der Wohlfahrtsstaat, der die menschliche Verantwortung erschlaffen und die individuelle Leistung sinken läßt. Ludwig Erhard
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09.09.2007, 12:26
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The Censor
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Registriert seit: 29.01.2005
Ort: Bremen
Beiträge: 6.223
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Zitat von Scipio
Wenigstens mal etwas, um sich von der SPD weiter abzugrenzen. Ich hoffe, die Sozialdemokratisierung wird durch das neue Grundsatzprogramm gestoppt werden.
Träum weiter. Ich fände es auch gut aber die Kanzerlin ist leider der Wahnidee verfallen, dass sie auf diese Weise neue Wähler gewinnen kann.
Aber wie gesagt, wenn man nie in Deutschland ist kann man auch nur jedes Gefühl für die eigene Wählerschaft verlieren.
Das beste ist doch, dass sich jetzt wieder CDU und FDP zu Partnerschaftsverträgen treffen. Haben denn beide nicht gelernt? Eine schwarz-gelbe Koalition hat ne Wahrscheinlichkeit von weniger als 50%, wenn Merkel nochmal Kanzlerin werden will muss sie sich frühzeitig mit den GRÜNEN gutstellen und wenn Guido nochmal regieren will (hat der eigentlich jemals?) sollte er sich alle Optionen offen halten.
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Demokratie heißt die Wahl haben. Diktatur heißt, vor die Wahl gestellt werden.
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09.09.2007, 12:47
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Separatisto
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Registriert seit: 23.10.2005
Ort: Bruchsal
Beiträge: 1.005
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Zitat von Wulfnoth
Träum weiter. Ich fände es auch gut aber die Kanzerlin ist leider der Wahnidee verfallen, dass sie auf diese Weise neue Wähler gewinnen kann.
Aber wie gesagt, wenn man nie in Deutschland ist kann man auch nur jedes Gefühl für die eigene Wählerschaft verlieren.
Dieses Problem wird schon seit Anfang der Koalition intern diskutiert. Ich als Mitglied habe oft genug an Sitzungen teilgenommen, in denen Bundespolitiker zu Besuch waren und sich heftige Auseinandersetzungen mit den lokalen Mitgliedern lieferten. Ich kann dir deshalb aus eigener Erfahrung sagen, dass die Kanzlerin nicht so fest im Sattel sitzt wie es öffentlich propagiert wird. Die Bundespolitiker unterstützen sich vielleicht mehrheitlich, dass weiß ich nicht genau, bin aber relativ sicher, aber die restlichen Mitglieder: Das sieht es überhaupt nicht rosig aus. Deshalb ist es auch nicht das Problem der Union, dass sich keine neuen Wähler bekommen, sondern dass sie alte verliefern! Klar ist bei der Union ein Grundsatzpapier schwieriger als bei der SPD unter Dach und Fach zu kriegen, auch wenn es in den Medien anders herüberkommt.
Wir haben oft darüber heftigst diskutiert. In der SPD gibt es nur die beiden Großen Blöcke Sozialisten und Sozialdemokraten/Sozialliberale, bei der Union aber von nationalliberal, nationalsozial, christsozial, also konservativ, rechts,etc. Da eine Einigung zu finden, die auch wirklich alle zufrieden stellt, ist wirklich schwierig zu bewerkstelligen.
Das beste ist doch, dass sich jetzt wieder CDU und FDP zu Partnerschaftsverträgen treffen. Haben denn beide nicht gelernt? Eine schwarz-gelbe Koalition hat ne Wahrscheinlichkeit von weniger als 50%, wenn Merkel nochmal Kanzlerin werden will muss sie sich frühzeitig mit den GRÜNEN gutstellen und wenn Guido nochmal regieren will (hat der eigentlich jemals?) sollte er sich alle Optionen offen halten.
Das sieht vielleicht für einen außenstehenden Bürger vielleicht sehr merkwürdig aus, hat aber durchaus innerparteiliche Gründe. Die meisten CDU Mitglieder sind überhaupt nicht einverstanden, dass eine Große Koalition gebildet wurde: vielleicht dachten Sie an die erste Große Koalition. Sie wussten, dass sie keine Koalition mit der FDP bilden konnten, aber die Verbindung sollte bestehen bleiben. Deshalb kann man das ganze eher als Beruhigung der Parteimitglieder sehen. Und eine Koaltion mit den Grünen ist für die meisten noch schlimmer als eine mit der SPD. Asu dem Grund kann man diese Pseudogeschwätz von Öettinger nicht ernst nehmen. Sonst wäre er ganz schnell weg vom Fenster. Genau so auch die Unterstützung für die Kanzlerin aus den Südlichen Ländern. Wie die CDU im Norden zu den Grünen steht, weiß ich nicht.
Außerdem war die SPD im dem Beriech auch nicht ganz untätig
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09.09.2007, 13:02
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The Censor
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Registriert seit: 29.01.2005
Ort: Bremen
Beiträge: 6.223
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Du bist CDU-Mitglied. Ich bin schockierzt, wo bleibt der Seperatismus?
Ich kann dir deshalb aus eigener Erfahrung sagen, dass die Kanzlerin nicht so fest im Sattel sitzt wie es öffentlich propagiert wird.
Nach außen hin würde ich aber sagen, dass die großen Konkurrenten Wulff und Koch selbst genug Probleme in ihren Ländern haben. Die CDU hat Stoiber gestürzt und immens an Macht durch die Aufteilung in Ministerpräsident und Parteivorsitzender verloren. Denn der Parteivorsitzende mag zwar im Koalitionsausschuss sitzen, hat jetzt aber nicht die Stimmen im Bundesrat sicher. Oettinger ist seit der Filbinger-Rede immens angeschlagen...
So seh ich das jedenalls.
Was die Koalitionen angeht. Ich weiß es ist für konservative noch schwieriger als für linke sich mit der neuen Lage anzufreunden aber es wird nur noch selten Zweiparteienkoalitionen geben. Wenn es nicht zu einer Neuauflage der Großen Koalition kommen soll muss sich die CDU mit den GRÜNEN verständigen, genau wie die SPD Kontakte zur FDP, den GRÜNEN und zu den Ostrealpolitiker der Linkspartei (die jenseits von Lafontaine) halten muss.
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Demokratie heißt die Wahl haben. Diktatur heißt, vor die Wahl gestellt werden.
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09.09.2007, 16:28
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Zitat von Wulfnoth
Hmm in Bremen ist das glaube ich knapp. Ich denke SPD und Nichtwähler liegen ungefähr gleichauf. Vielleicht ist Novalis ja das Zünglein an der Waage. 
Ich bin gar nicht wahlberechtigt in Bremen 
Gott sei dank, so habe ich keine Mitverantwortung an dem Desaster ^^
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