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23.04.2006, 22:03
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Deutschen KZ Häftlingen gedenken=Skandal???
"Schönbohm brüskiert KZ-Überlebende
Wieder einmal sieht sich Jörg Schönbohm heftiger Kritik ausgesetzt. Vor Überlebenden des KZ Sachsenhausen erinnerte Brandenburgs Innenminister auch an die Leiden deutscher Soldaten, die in dem späteren Sowjetlager inhaftiert waren. Teilnehmer der Veranstaltung protestierten....."
http://www.spiegel.de/politik/deutsc...412667,00.html
Ja wo gibts denn so was. Will man nun den Häftlingen gedenken oder darf man das nicht und wertet deutsche wieder nur als Opfer 2. Klasse?
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23.04.2006, 23:19
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Administrator
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Registriert seit: 04.03.2005
Ort: München/Hannover
Beiträge: 2.604
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man muss allen gefallenen den gleichen respekt aufbringen. Für mich gibt es keine opfer erster oder zweiter klasse, aber da deutschland nunmal den unmoralischeren part in dem weltkrieg gespielt hat ist es verständlich dass manche von opfern auf deutscher seite nix wissen wollen, dh diese opfer werden weltweit eher als gerecht angesehen, auch dank hollywood
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23.04.2006, 23:31
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Propraetor
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Registriert seit: 23.12.2005
Ort: Köln
Beiträge: 537
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Original von TigerMC
man muss allen gefallenen den gleichen respekt aufbringen. Für mich gibt es keine opfer erster oder zweiter klasse, aber da deutschland nunmal den unmoralischeren part in dem weltkrieg gespielt hat ist es verständlich dass manche von opfern auf deutscher seite nix wissen wollen, dh diese opfer werden weltweit eher als gerecht angesehen, auch dank hollywood
Sehe ich genauso jedes Opfer hat den gleichen Respekt verdient.
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24.04.2006, 14:03
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Censor
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Registriert seit: 25.12.2005
Ort: Düsseldorf
Beiträge: 1.191
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Im Grunde genommen stimme ich den Vorrednern zu. Es gibt keine Opfer zweiter Klasse (obwohl ein Fan berühmter Österreicher hier am Board mir schonmal sinngemäß vorgeworfen hat, ich würde die toten Deutschen des Zweiten Weltkrieges nicht als gleichwertig betrachten).
Die Proteste kann ich aber eben doch verstehen, auch wenn ich nicht auf ihrer Seite stehe: Am 22. April wird nunmal der Befreiung Sachsenhausens gedacht, ein Ereigniss, dass die damalige Insassen sicher positiv bewerteten. Wenn man nun die darauffolgenden Verbrechen der Sowjets so in den Mittelpunkt stellt, mag das die Empfindungen der Ex-Insassen verletzen... Ist vll. für Außenstehende (wie wir es sind) womöglich nicht nachvollziehbar, aber Gedenkfeiern sind per se nunmal subjektiv!
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Die Leute streiten im allgemeinen nur deshalb, weil sie nicht diskutieren können - G.K. Chesterton
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Kennt ihr schon unsere Benutzerkarte?
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24.04.2006, 17:55
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Alterspräsident
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Registriert seit: 27.12.2005
Beiträge: 262
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Protestiert haben die Insassen des KZ Sachsenhausen aus einem leicht nachvollziehbaren Grund - unter den Insassen des Sonderlagers Sachsenhausen, deren Herr Schönbohm ausdrücklich ebenfalls bei dieser Gelegenheit gedenken und sein Mitgefühl bezeigen wollte, waren eben auch die meisten der früheren KZ-Aufseher von Sachsenhausen. Die haben die Russen nämlich gleich nach der Befreiung des KZ dort interniert.
Und dies hätte Schönbohm wissen müssen und können - ebenso, daß es die ehemaligen KZ-Häftlinge als bodenlose Provokation ansehen mußten, wenn sie auch deren "Andenken" feiern sollten!
Also, nix Opfer 2. Klasse, sondern politische Instinktlosigkeit und Dummheit 1. Klasse!
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"Wer Frauen zu den Engeln zählt, ist Witwer oder unvermählt."
Wolfgang Salpeter
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24.04.2006, 19:54
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[i]Original von Grileg[i]
...
Ich könnte es verstehen wenn die ehemaligen Aufseher in rechtsstaatliche Gefängnisse gekommen wären, aber im KZ waren sie nichts weiter als arme Schweine, genau so arm dran wie die Insassen die vorher drin waren.
Niemand, absolut niemand verdient solch eine Folter. Glaubt ja nicht das man in den Lagern versorgt wäre.
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24.04.2006, 20:24
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Alterspräsident
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Registriert seit: 27.12.2005
Beiträge: 262
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Original von mozart
Ich könnte es verstehen wenn die ehemaligen Aufseher in rechtsstaatliche Gefängnisse gekommen wären, aber im KZ waren sie nichts weiter als arme Schweine, genau so arm dran wie die Insassen die vorher drin waren.
Niemand, absolut niemand verdient solch eine Folter. Glaubt ja nicht das man in den Lagern versorgt wäre.
Nun denk mal nach ... Sachsenhausen, Befreiung 22.4. ... Kampf um Berlin ... Kapitulaion 8.5.45
Meinst Du wirklich, die Russen hätten sich erstmal 'ne Auszeit nehmen sollen rechtsstaatliche Gefängnisse zu bauen? Vielleicht noch solche Einrichtungen, wie heute - mit Schwimmhalle, Sauna und Fitness-Club?
Die vorhandenen Lager wurden zur Internierung Kriegsgefangener benutzt - die Russen sahen (ebensowenig, wie Amerikaner, Briten und Franzosen) keine Veranlassung, ihre Gegner besser zu behandeln, als sie selbst vorher behandelt wurden.
Etwas anderes ist, daß später auch Gegner der "Sowjetisierung" dort inhaftiert ... bzw. von dort nach Sibirien deportiert wurden.
Das ändert aber nichts daran, daß es den ehemaligen KZ-Insassen sauer aufstößt, ihrer ehemaligen SS-Aufseher gedenken zu sollen!
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"Wer Frauen zu den Engeln zählt, ist Witwer oder unvermählt."
Wolfgang Salpeter
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24.04.2006, 20:30
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Klar, aber es wurden eben nicht nur Nazis dort interniert die dann dort verhungerten.
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24.04.2006, 20:52
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Propraetor
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Registriert seit: 23.12.2005
Ort: Köln
Beiträge: 537
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Original von mozart
Klar, aber es wurden eben nicht nur Nazis dort interniert die dann dort verhungerten.
Ja das stimmt leider habe mal gelesen das dort nicht nur Deutsche untergebracht wurden sondern es wurden viele Menschen aus den angeblich befreiten Ländern im Osten eingesperrt mit den Verdacht sie hätten mit den Nazis zusammen gearbeitet. Ich habe mal im Fernsehen bei irgendeiner Doku mal einen Polen reden hören der glaube ich 2 Jahre in einen KZ verbracht hatte und dann von den Russen weitere 5 Jahre im gleiche Lager wieder eingesperrt wurde mit den Verdacht er hätte den Nazis als Spion geholfen  . Erst am 12.05.1950 wurde bewiesen das er den Nazis nicht als Spion geholfen hat. Leider hatten andere nicht soviel Glück.
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24.04.2006, 20:56
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The Censor
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Registriert seit: 29.01.2005
Ort: Freiburg
Beiträge: 6.477
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Original von mozart
Klar, aber es wurden eben nicht nur Nazis dort interniert die dann dort verhungerten.
Natürlich wurden nicht nur Nazis dort internierst. Aber mal ganz ehrlich, wer wusste schon so genau wer Nazi war und wer nicht. In jedem Fall war Schöneböhms Äußerung ziemlich daneben, sowas kann man sich echt sparen. Schon allein um die ehemaligen Häfltlige, deren Gedenktag es war (!) nicht zu brüskieren. Aber was will man von einem ehemaligen General auch erwarten als solche Äußerungen ohne jedes Verständnis von Diplomatie.
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Demokratie heißt die Wahl haben. Diktatur heißt, vor die Wahl gestellt werden.
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