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06.06.2007, 18:43
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Propraetor
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Registriert seit: 31.01.2007
Beiträge: 615
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Duales Schulsystem in Österreich
ich verstehe dieses unterforum als politik aller deutschsprachigen staaten, also stell ich meinen thread hier rein.
Einleitung
Das schulsystem in Ö: man geht 4 Jahre volksschule, dann kann man wählen: entweder hauptschule oder gymnasium. wenn man hauptschule geht, geht man dort 4 Jahre, danach noch ein jahr polytechnikum (da werden einem verschiedene lehrberufe "vorgestellt) und dann arbeiten. (anmerkung: 9 jahre schulpflicht)
oder man geht nach der 4. haupt in eine weiterführende schule.
im gymansium hat man nach 4 jahren die gleichen optionen wie oben, oder man setzt 4 jahre gymnasium drauf und macht matura (abitur).
Frage
in österreich diskutiert man jetzt die abschaffung dieses systems und die einführung einer gesamtschule.
eure meinungen bitte: pro und contra
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Wahrlich glücklich ist, wer am Abend sagen kann, heute habe ich gelebt - Horaz
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06.06.2007, 18:46
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Separatisto
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Registriert seit: 23.10.2005
Ort: Bruchsal
Beiträge: 1.005
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Ich lehne Gesamtschulen konsequent ab. Spätere Aufteilung: Ja, Gesamtschule: Nein.
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Nichts ist unsozialer als der Wohlfahrtsstaat, der die menschliche Verantwortung erschlaffen und die individuelle Leistung sinken läßt. Ludwig Erhard
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06.06.2007, 18:49
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Thete
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Registriert seit: 02.05.2007
Ort: Berlin
Beiträge: 741
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Bin ein Gegner des dreigliedrigen Schulsystems (scheint in Dtld. im Großen und Ganzen das gleiche zu sein).
Die PISA-Studie hat gezeigt: In kaum einem Industrieland war die soziale Herkunft so entscheidend für den Schulerfolg wie in Dtld., und das führe ich auf das dreigegliederte Schulsystem mit früher Selektion und fehlender Durchlässigkeit zwischen den Schultypen zurück. (War das in Ö. ähnlich? Würde ja meine These stützen, bzw. ihr widersprechen, wenn es anders wäre.)
War allerdings selbst auf einem Gymnasium, wenn auch erst ab Klasse 7. (Grundschule dauert in Berlin und Brandenburg 6 Jahre, schon ein kleiner Fortschritt  ).
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06.06.2007, 18:50
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Propraetor
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Registriert seit: 31.01.2007
Beiträge: 615
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warum? was ist falsch an einer gesamtschule?
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Wahrlich glücklich ist, wer am Abend sagen kann, heute habe ich gelebt - Horaz
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06.06.2007, 18:51
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Separatisto
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Registriert seit: 23.10.2005
Ort: Bruchsal
Beiträge: 1.005
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Weil das negativ für die Intelligenten bzw. Leistungsbereiten Schüler ist. Wenn ich mir vorstelle, dass ich mit ein paar alten Klassenkameraden aus der Grundschule in einer Klasse wäre, da grausts mir.
Wenn ich Zukunft Kinder haben sollte, werde ich sie in einem Bundesland in die Schule stecken, wo es noch ein Gymnasium gibt.
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Nichts ist unsozialer als der Wohlfahrtsstaat, der die menschliche Verantwortung erschlaffen und die individuelle Leistung sinken läßt. Ludwig Erhard
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06.06.2007, 18:53
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Propraetor
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Registriert seit: 31.01.2007
Beiträge: 615
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das heißt: die dummen in die hauptschule, die gescheiten ins gymanium - oder nicht viel mehr arm und reich?
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Wahrlich glücklich ist, wer am Abend sagen kann, heute habe ich gelebt - Horaz
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06.06.2007, 18:54
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Separatisto
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Registriert seit: 23.10.2005
Ort: Bruchsal
Beiträge: 1.005
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Ersteres natürlich. Wie es sein sollte. Alle, die besser als 2,2 haben auf Gym,etc
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Nichts ist unsozialer als der Wohlfahrtsstaat, der die menschliche Verantwortung erschlaffen und die individuelle Leistung sinken läßt. Ludwig Erhard
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06.06.2007, 18:55
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Propraetor
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Registriert seit: 31.01.2007
Beiträge: 615
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du weißt aber schon dass noten nichts über die intelligenz von jemandem sagen?
außerdem ist der zweite punkt realität.
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Wahrlich glücklich ist, wer am Abend sagen kann, heute habe ich gelebt - Horaz
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06.06.2007, 19:02
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Propraetor
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Registriert seit: 31.01.2007
Beiträge: 615
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komts leute, ist doch ein interesates thema. eure meinungen interesieren mich brennend.
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Wahrlich glücklich ist, wer am Abend sagen kann, heute habe ich gelebt - Horaz
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06.06.2007, 19:04
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The Censor
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Registriert seit: 29.01.2005
Ort: Bremen
Beiträge: 6.343
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Das Problem bei uns ist (keine Ahnung ob Bremer Sonderfall), dass die Empfehlung der Lehrer aus der Grundschule leider nicht bindend ist. Viele Akademiker weigern sich deshalb zu akzeptieren, dass ihre Kinder vielleicht nur für die Haupt- oder Realschule geeignet sind und quälen sie jahrelang auf dem Gymnasium. In der Folge wird der Schnitt auf den Gymnasien runtergezogen und auf der Haupt-/Realschule landen nur die Kinder deren Eltern sich wenig bzw. nicht kümmern und das sind häufig Kinder aus sozial benachteiligten Familien.
Ich bin zwar auf eine Gesamtschule gegangen, weiß aber nicht ob sie wirklich ideal ist. Als ersten Schritt fände ich es wichtig die Grundschule auf 6 Jahre zu verlängern, da man Kinder in der 4. Klasse eigentlich noch nicht einschätzen kann. Außerdem sollte man aus dem dreigliedrigen Schulsystem ein zweigliedriges machen und evt. Gymnasien und Realschule in Schulzentren zusammenlegen um das Wechseln zwischen den Schulen leichter zu machen.
Zudem sollte die Empfehlung der Lehrer in Klasse 6. bindend sein und damit den Eltern falschen Einfluss nehmen.
Dass das momentane Schulsystem gescheitert ist gesteht der Staat allein schon damit ein, dass er z.B. Polizisten nur noch aus den Reihen der Abiturienten rekrutiert.
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Demokratie heißt die Wahl haben. Diktatur heißt, vor die Wahl gestellt werden.
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06.06.2007, 19:04
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Thete
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Registriert seit: 02.05.2007
Ort: Berlin
Beiträge: 741
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Zitat von Scipio
Weil das negativ für die Intelligenten bzw. Leistungsbereiten Schüler ist.
Halt ich für Ideologie  
Entscheidend ist doch, dass die Schüler individuell und ihren Leistungen entsprechend gefördert werden. Dass eine homogene Schülergruppe davor eine Voraussetzung ist kann ich nicht glauben...
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06.06.2007, 19:08
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The Censor
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Registriert seit: 29.01.2005
Ort: Bremen
Beiträge: 6.343
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Demokratie heißt die Wahl haben. Diktatur heißt, vor die Wahl gestellt werden.
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06.06.2007, 19:08
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Propraetor
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Registriert seit: 31.01.2007
Beiträge: 615
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Zitat von Thersites
Halt ich für Ideologie  
auch wenn das jetzt anmaßend klingt: ich bin auf eine hauptschule gegangen und warhlich nicht auf den kopf gefallen. es mir öfters passiert dass leute mir nicht glauben wollte dass ich auf ne hauptschule ging. um nur ein beispiel zu nennen.
ich vergaß zu schreiben: dem zitat stimme ich zu
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Wahrlich glücklich ist, wer am Abend sagen kann, heute habe ich gelebt - Horaz
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06.06.2007, 20:56
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Separatisto
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Registriert seit: 23.10.2005
Ort: Bruchsal
Beiträge: 1.005
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Zitat von Mirko
du weißt aber schon dass noten nichts über die intelligenz von jemandem sagen?
außerdem ist der zweite punkt realität.
Ich habe Intelligente und Leistungsbereite geschrieben. Wer die Noten hat, soll weiter. Wer intelligent ist aber auch faul, also nichts lernen WILL, hat meines Erachtens nichts auf dem Gymnasium zu suchen.
Und bei uns an der Grundschule war es aber so. Derjenige, der 2.4 oder besser hatte, hat eine Empfehlung für's Gymnasium bekommen.
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06.06.2007, 21:08
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Thete
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Registriert seit: 02.05.2007
Ort: Berlin
Beiträge: 741
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Zitat von Wulfnoth
Das sowieso aber das Problem ist, dass eine Gesamtschule dann auch verkleinerte Klassen bei mehr Lehrpersonal benötigt um individuelle Föderung auch zu ermöglichen.
Also, in Berlin sind wir inzwischen bei Klassenstärken von 30 bis 34 Schülern. ALLE Schulen brauchen kleinere Klassenfrequenzen, mehr und besser ausgebildete Lehrer usw. usf.
Zitat von Scipio
Ich habe Intelligente und Leistungsbereite geschrieben. Wer die Noten hat, soll weiter. Wer intelligent ist aber auch faul, also nichts lernen WILL, hat meines Erachtens nichts auf dem Gymnasium zu suchen.
Bist Du wirklich der Meinung, dass man das bei einem zehnjährigen entscheiden sollte? In dem Alter werden die Kinder auf die Schultypen verteilt, und sich später noch zu verbessern ist sehr schwierig (sagt jede Statistik).
In dem Alter sind doch in erster Linie die Eltern für die schulische Leistung verantwortlich, nicht Fleiß oder Persönlichkeit des Schülers.
Geändert von Thersites (06.06.2007 um 21:12 Uhr).
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