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04.02.2008, 19:22
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Thete
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Registriert seit: 02.05.2007
Ort: Berlin
Beiträge: 770
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Zitat von Wulfnoth
Also das mit den SED'lern war wirklich nicht ganz ernst gemeint von mir, denn anders herum kann man die CSU (z.B.) auch als akzeptiertes Aufbangbecken für den rechten Rand sehen.
Auch darf nicht vergessen werden, dass die Ost-CDU eine genauso staatstragende Partei war wie die SED, nur mit weniger Einfluss (glriches gilt für die Bauernpartei und die von der FDP geschluckten Parteien LDPD und NDPD).
Zitat von Wulfnoth
Ich definiere Protestwähler anders. Protestwähler können sich nicht mit dem Programm der Partei indentifizieren, die sie wählen sondern sie können sich mit keiner anderen Partei indentifizieren, arbeiten also nach Ausschlussprinzip. Weiterhin sind Protestwähler Leute die nicht wollen dass die von ihnen gewählte an die Macht kommt sondern dass für die anderen Parteien ein Zeichen gesetzt wird.
Dies finde ich recht beleidigend den Wählern der Linken gegenüber; ich denke, diese Menschen möchten tatsächlich, dass die Linke das umsetzt, was sie propagiert. Die von Dir beschriebenen Leute mag es geben, aber ich glaube nicht, dass es viele sind.
Auf der anderen Seite des politischen Spektrums: Leute, die aus "Protest" Neonazis u.a. rechtsradikalen Parteien ihre Stimme geben, sollten nicht mi dem Begriff "Protestwähler" geadelt werden. Es gibt andere Möglichkeiten, seinen Protest auszzudrücken, wer dafür seine Stimme den Faschisten gibt ist mE genau das.
Zitat von Wulfnoth
Ich sehe nicht wie eine solche Umverteilung ohne Ungerechtigkeiten ablaufen soll.
Erhöhung des Spitzensteuersatzes, Abschaffung der unsolidarischen privaten Krankenversicherung, Wiedereinführung der Erbschaftssteuer, Mindestlöhne, um Mitnahmeeffekte bei der aufstockenden Sozialhilfe zu unterbinden, etc.pp. Wer der Meinung ist, diese Dinge seien a priori ungerecht, der operiert mit einem Gerechtigkeitsbegriff (der in diesem Fall die Verteilungsgerechtigleit betrifft), der nicht meiner ist. Und auch nich der der Linkspartei.
Die Gleichsetzung von NPD und Linkspartei ist mir zu albern, um da was drauf zue rwiedern. Läuft auf McCarthy hinaus. http://de.wikipedia.org/wiki/McCarthy-%C3%84ra
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04.02.2008, 19:34
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The Censor
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Registriert seit: 29.01.2005
Ort: Freiburg
Beiträge: 6.450
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Dies finde ich recht beleidigend den Wählern der Linken gegenüber; ich denke, diese Menschen möchten tatsächlich, dass die Linke das umsetzt, was sie propagiert. Die von Dir beschriebenen Leute mag es geben, aber ich glaube nicht, dass es viele sind.
Das mag für den Osten zutreffen. Es gab jetzt nach der Wahl in Niedersachsen ein paar kleine Studien die andeuten, dass auf vielen Dörfern die Linke denselben Prozentsatz holte den früher die NPD hatte. D.h das Protestpotenzial lagerte sich schlicht um.
Die Gleichsetzung von NPD und Linkspartei ist mir zu albern, um da was drauf zue rwiedern. Läuft auf McCarthy hinaus.
Ich sehe das politische Spektrum als Kreis. Ein Liberaler ist von beiden Extremen möglichst weit entfernt und beide Extremposition haben große Schnittmengen. Biographien wie die eines Horst Mahler geben mir recht.
Auch lässt sich in Ostdeutschland beobachten, dass beide Lager radikalisiert werden. Es gibt eben in Sachsen nicht nur eine starke NPD sondern eben auch eine starke Linkspartei.
Auch die Heldenverehrung und das Vokabular ähneln sich.
Erhöhung des Spitzensteuersatzes, Abschaffung der unsolidarischen privaten Krankenversicherung, Wiedereinführung der Erbschaftssteuer, Mindestlöhne, um Mitnahmeeffekte bei der aufstockenden Sozialhilfe zu unterbinden, etc.pp. Wer der Meinung ist, diese Dinge seien a priori ungerecht, der operiert mit einem Gerechtigkeitsbegriff (der in diesem Fall die Verteilungsgerechtigleit betrifft), der nicht meiner ist. Und auch nich der der Linkspartei.
Keiner dieser Punkt wird in der SPD nicht auch diskutiert. Mindestlöhne forderte schon Schröder, war kürzlich anlässlich der Hessenwahl im Fernsehen ein Ausschnitt aus einem SPD-Parteitag von 2002, Abschaffung der privaten Kassen fordert Karl Lauterbach als SPD-Gesundheitspolitiker und über die Erbschaftssteuer wird großkoalitionär gestritten.
Was den Spitzensteuersatz betrifft: Gab es da nicht auch mal ein Gerichtsurteil, dass eine Besteuerung von über 50% verbot? Im Übrigen sehe ich in der Steuerflucht ein viel größeres Problem.
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Demokratie heißt die Wahl haben. Diktatur heißt, vor die Wahl gestellt werden.
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05.02.2008, 09:53
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Mensch
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Registriert seit: 09.01.2008
Ort: Frankfurt/M.
Beiträge: 352
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Zitat von mozart
Und was hat nun Kochs Wahlkampfthema von 1999, ein dummes Politikverständnis einiger Bürger, die rechtsextreme Gesinnung von NPDlern und die Spendenaffäre (die es wohl bei absolut jeder Partei anzutreffne gibt, auch deine Linkspartei) mit der demokratiefeindlichkeit und dem übermäßig hohem Anteil alter SED Kader in Spitzenpositionen in der PDSEDLinkspartei zu tun?
Ganz nach dem Motto. Ich habe einen Menschen getötet. Das ist aber nicht so schlimm, denn es gibt auch noch andere Menschen mit Fehlverhalten?
Lieber mozart,
zuerst einmal, es ist nicht meine Linkspartei. Koch Hat in seinem Wahlkampfthema 2008 wie 1999 gegen Ausländer gehetzt und somit versucht die Gesellschaft zu spalten. Selbst 17 CDU-Politiker, darunter von Beust meinen, dass die Integration der Ausländer so wichtig ist, um sie nicht zu einem Wahlkampfthema zu machen.
Wer will hier Menschen töten, Du überziehst Deine Polemik. Du zwingst mich die Linkspartei zu verteidigen, mir ist von keinem Parteispendenskandal dieser Partei bekannt. Die CDU geht da ja schon ziemlich unverfroren damit um, ich erinnere nur an Kohls Ehrenwort.
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Nichts ist unmöglich
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05.02.2008, 15:35
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Schon wieder zählst du Fehlverhalten andere auf. Nochmal, was haben diese mit dem Systemfeindlichen Charakter der PDSEDLinkspartei zun tun????
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05.02.2008, 17:45
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Thete
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Registriert seit: 02.05.2007
Ort: Berlin
Beiträge: 770
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Was heißt "systemfeindlicher Charakter"? Woran machst Du das fest? Die "Überwindung des kapitatlistischen Wirtschaftssystems" oder wie das im Programm der Linkspartei heißt kann nicht gemeint sein, da die Verfassung in Wirtschaftsfragen sehr offen ist.
ad Wulfnoth:
(OT) Die Kreistheorie ist mir zu simpel. Es ist zwar nicht falsch, dass sich dogmatischeautoritäre Linke und Rechte zumindest auf der Ebene ihrer Methoden begegnen, aber für die antiautoritäre Linke ist das Schwachsinn. Ein Anarchist kann sich noch so sehr radikalisieren; er schmeisst dann vielleicht mit Bomben um sich wie die russischen Anarchisten des 19. Jh., aber er wird nie zum Faschisten. Die Linkspartei hat ein ganz erhebliches nicht autoritätsfixiertes Potential (ja, und noch viele zutiefst autoritäre Mitglieder, die meisten über 70). Es ist eben keine kommunistische Kaderpartei mehr, sondern eine sozialdemokratischeParteimit einigen stalinistischen Überbleibseln und einem starkne pragmatischen Flügel, der Politik wie jede andere Partei auchmacht (dieser v.a. im Osten).
Und zu guter Letzt: Ja, auch in der SPD werden viele Dinge wie Mindestlöhne diskutiert. Und zwar mE aus genau einemGrund: Weil das Erstarken derLinkspartei die SPD nach links treibt; was für mich der wichtigste Punkt ist, mich über eine starke Linkspartei zu freuen.
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05.02.2008, 19:30
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The Censor
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Registriert seit: 29.01.2005
Ort: Freiburg
Beiträge: 6.450
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Natürlich ist die Kreistheorie simpel, das haben Theorien die mit bildlichen Mitteln arbeiten so an sich. Dieses ganze Links - Rechts ist doch nur eine grobe Einordnung, die meilenweit neben den Realitäten liegt. Früher dachte man mal Familie, soziale Gerechtigkeit etc. wären bei der Linken aufgehoben; Christentum, Wirtschaft etc. bei der Rechten. Und heute will ein CDU-Minister das Beichtgeheimnis brechen.
Fakt ist trotzdem dass man politische Lager grob unterteilen kann. Es gibt die konservativen (wertkonservative und linkskonservative) Ideologisten, die Liberalen und die Extremisten. Die Wahl der Mittel ist das große was diese Gruppen in sich zusammen hält.
Was die Zusammensetzung der Partei betrifft mag das auf die Linkspartei gesamt gesehen und auf den Osten zutreffen. Im Spitzenpersonal im Westen sind aber sehr ominöse Leute vertreten, viele aus der DKP und aus sonstigen K-Gruppen. Dem darf man durchaus kritisch gegenüber stehen.
Über die Blamage in Bremen wollen wir ja gar nicht erst anfangen zu reden. Stalking....
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Demokratie heißt die Wahl haben. Diktatur heißt, vor die Wahl gestellt werden.
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05.02.2008, 23:12
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Hoplit
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Registriert seit: 29.10.2007
Ort: Durmersheim bei Karlsruhe
Beiträge: 714
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Habe heute gehört, daß Trittin mit der Linkspartei liebäugelt. Das Klima wird wohl rauer für die bürgerliche Mitte...
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 "So lange nicht alle Menschen werden wie er, müßen wir unsere Schwerter scharf halten"
Ben Hur: "Und unseren Zielen treu bleiben."
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06.02.2008, 09:34
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Thete
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Registriert seit: 02.05.2007
Ort: Berlin
Beiträge: 770
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Zitat von Wulfnoth
Was die Zusammensetzung der Partei betrifft mag das auf die Linkspartei gesamt gesehen und auf den Osten zutreffen. Im Spitzenpersonal im Westen sind aber sehr ominöse Leute vertreten, viele aus der DKP und aus sonstigen K-Gruppen.
Den K-Grupplern kann man aber die DDR-Vergangenheit nicht vorwerfen; nur ihre eigenen Vergangenheit in weltabgehobenen Politsekten...
Naja, was da im Westen in der Linkspartei herumkriecht ist schon ziemlichw eit von der "Regierungsfähigkeit" entfernt, stimmt schon (abgesehen von dem kern der WASG, die aus vielleicht gealterten, aber professionellen Gewerkschaftern und Sozialdemokraten besteht).
Zu Trittin: Während seines Studiums in Göttingen war Trittin Mitglied im „Kommunistischen Bund“ (KB) (Wikipedia); http://de.wikipedia.org/wiki/Kommunistischer_Bund
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17.02.2008, 13:56
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The Censor
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Registriert seit: 29.01.2005
Ort: Freiburg
Beiträge: 6.450
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Vielleicht ist jetzt im Zuge dieser Wegner-Affaire wieder mal deutlich geworden, dass die West-Linkspartei definitiv noch nicht in der Gegenwart angekommen ist und für jeden Nicht-Protestwähler deshalb im Westen unwählbar bleibt.
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