30.08.2008 - 11:28
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  #1  
Alt 06.08.2008, 13:19
Benutzerbild von mozart2
Quaestor
 
Registriert seit: 29.07.2008
Beiträge: 123
Linkspartei und der Überlebenskampf der SPD

Ich zitiere mal aus einem anderen Forum.

"Die die Stasi 2.0 korrekterweise ablehnen lechzen jedoch nur so nach Stasi 1.0"

Verkehrte Welt. Die Linke kann man getrost ebenso als Rattenfänger bezeichnen wie die Rechte auf der anderen Seite. Da fährt der Linke Gewerkschaftsboss mal eben 1. Klasse bei Sekt kostenlos in die Südsee und sitzt in diveresen Vorständen. Da bekommt ein Bisky zusätzlich noch ca 3.000 Euro aus der Parteikasse (das ist soviel wie ca. 2-3 Hilfeempfänger im Monat haben.

Die Linke Ypsilanti (die in der Linkspartei wohl besser aufgehoben wäre) gaukelt uns vor sie will auf AKWs und Kohlekraftwerke verzichten. Es sollen nur noch erneuerbare Energien eingesetzt werden (die aber derzeit noch so uneffektiv sind, dass sie wie bsp.weise die Windkraft mit unglauiblichen Summen subventiuoniert werden müssen. Prima. Das ist dann der Todesstoß für die Industrienation Deutschland. Mit ihren 10 Windrädchen kann sie vielleicht ihre mit 2 Meter Mauern hohe Villa mit Energie betreiben, den Industriestandort Deutschland nicht.

All das revolutionäre Geschreie mancher in der Linkspartei ist nichts anderes wie populistisches Geschwätz.

Die SPD meint sie könne sich retten, indem sie Clement nun quasi Bauernopfermäßig hinauswirft? Im Gegenteil. Die SPD kämpft längst nicht mehr nur noch um ihren Status als Volkspartei. Sie kämpft um ihre bloße Existenz. Sollte, wie berichtet, Ypsilanti den 2. Versuch wagen, gleich wie der Ausfällt... Für die Bundestagswahl 2009 kann sich die SPD auf die Bedeutungslosigkeit einstellen.

Ein SPD Kanzler sagte mal, die SPD sei wie eine Möwe. Sie hat einen linken und einen rechten Flügel. Beide müssen schwingen.

Die SPD unter ihren derzeitigen Führern ist dabei, den rechten Flügel zu stutzen und sich einen zweiten Linken Flügel anzukleben. Auch als nichtphysiker weiß man, dass kann nur ein Absturz werden.
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  #2  
Alt 06.08.2008, 13:45
Benutzerbild von Wulfnoth
The Censor
 
Registriert seit: 29.01.2005
Ort: Bremen
Beiträge: 6.228
Ich präferiere immer noch die nächste Wahl abzuwarten bevor zu gewaltige Untergangsszenarien entworfen werden. Die SPD wird die nächste Wahl verlieren, davon gehe ich fest aus, aber eine CDU-FDP Regierung ist das beste was der SPD passieren könnte. 4 Jahre Opposition können der Selbstfindung dienlich sein und Frau Merkel müsste endlich mal beweisen ob sie ohne die vermeindlichen Bremser von Links auch zu mehr als Opportunismus in der Lage ist.

Denn was die SPD momentan wirklich schwächt ist nicht der Vorsitzende, sondern dass der rechte Flügel in Berlin Ministerien leiten muss, während der linke aus der Provinz Opposition spielt. Becks miese Umfragewerte sind dabei nicht so wichtig, die Merkel hat glänzende und trotzdem kommt ihre CDU nicht über 40%. Personen strahlen nicht mehr so auf Parteien ab - jedenfalls im Moment.

Was die Flügelkämpfe betrifft. Der rechte Flügel hat unter Schröder acht Jahre lang das sagen gehabt, dass das Pendel nun erstmal um so heftiger in die andere Richtung ausschlägt halte ich für normal.
Der SPD bei einem vorraussichtlichen Wahlkampfergebnis zwischen 25% und 30% Bedeutungslosigkeit zu prognostizieren ist allerings gewagt. Niederlagen können manchmal reinigen und der Abgang der Leichen aus dem Schröderkabinett ist überfällig.

Was die Linkspartei betrifft, so kann man auf die Selbstheilungskräfte des Systems vertrauen. Bei der nächsten Bundestagswahl gehe ich von einem Stimmenanteil von 12-14% aus, weniger wäre schön, mehr wäre unrealistisch.
Was wirklich erfreulich wäre ist, wenn die Linke im Saarland gewinnen würde und Lafontaine Regierungschef würde. Nichts schwächt Protestparteien so sehr wie Regierungsbeteiligung und Lafontaine hat schon mehrere Amtszeiten im Saarland bewiesen, dass er nichts verändern wird.
Eine rot-rot-grüne Regierung in Berlin wird die Linke hingegen nicht riskieren, das wäre ihr politisches Ende.
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Demokratie heißt die Wahl haben. Diktatur heißt, vor die Wahl gestellt werden.
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  #3  
Alt 06.08.2008, 13:53
Konsul
 
Registriert seit: 04.08.2007
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Da sage mal doch einer, daß sich Geschichte in gewissen Zügen nicht doch wiederholt. Irgendwie erinnert mich alles an das Ende der Weimarer Republik- nur das die Wirtschaftskrise dieses Mal dank massiver amerikanischer Staatshilfen gerade noch so am Supergau vorbeigeschrammt ist und kein brauner Adolf, sondern der rote Gregor das Wort führt.

PS: Auch damals ging es mit der SPD und den Bürgerparteien der Mitte massiv bergab in den Wahlen. Heute fällt das nicht so auf, weil die Leute einfach nicht mehr zur Wahl gehen oder gleich auswandern und so mit den Füßen abstimmen.
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  #4  
Alt 06.08.2008, 13:57
Benutzerbild von Jan
Jan Jan ist offline
Patriot
 
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So drastisch würde ich es jetzt nicht ausdrücken, im Gegensatz zu den Verhältnissen in der Weimarer Republik haben wir hier nämlich eine deutliche Mehrheit, die zur Demokratie steht und auch die "Wirtschaftskrise" ist ja eigentlich gar keine, man betrachte die sinkenden Arbeitslosenzahlen.
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Freund der Freiheit
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  #5  
Alt 06.08.2008, 14:05
Benutzerbild von Wulfnoth
The Censor
 
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Beiträge: 6.228
Die potenziellen Republikfeinde haben bundesweit keine 20%. Weimarer Verhältnisse sehen anders aus.
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  #6  
Alt 06.08.2008, 14:05
Konsul
 
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Beiträge: 835
Die Auswirkungen der Wirtschaftaftskrise waren ja auch noch nicht hier angekommmen, sondern werden erst ab Anfang 2009 in Europa erwartet. Und die amerikanische FED knabbert derzeit ganz schön daran herum, wobei sie dieses Mal noch die Kurve bekommen und der große Knall erst in einigen Jahrzehnten stattfinden wird.
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  #7  
Alt 06.08.2008, 14:06
Benutzerbild von TigerMC
Administrator
 
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Ort: München
Beiträge: 2.400
die linkspartei wird meiner meinung nach die spd überholen und überflüssig machen, denn es ist kein platz für eine zweite union neben der cdu/csu (die spd ist ja leider nicht mehr unterscheidbar von den beiden)
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  #8  
Alt 06.08.2008, 14:15
Konsul
 
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Zitat von Wulfnoth Beitrag anzeigen
Die potenziellen Republikfeinde haben bundesweit keine 20%. Weimarer Verhältnisse sehen anders aus.
Das kann ganz fix gehen: 1930 NSDAP von 2,6% auf 18,3% und 1933 stand sie dann bei 37,4% bzw 33,1%.

Allerdings ist Lafontaine zum Glück nicht in Bezug auf Ämter so bescheiden und berechnend wie der Adolf, der immer "Alles oder Nichts" propagierte. Dagegen setzen allerdings unsere Regierungsparteien Unfähigkeit, den Stall einmal richtig in Bezug auf Bürokratie, Steuern usw. auszumisten.
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  #9  
Alt 06.08.2008, 15:22
Benutzerbild von dieter 4711
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Zitat von Titus_Livius Beitrag anzeigen
Das kann ganz fix gehen: 1930 NSDAP von 2,6% auf 18,3% und 1933 stand sie dann bei 37,4% bzw 33,1%.

Allerdings ist Lafontaine zum Glück nicht in Bezug auf Ämter so bescheiden und berechnend wie der Adolf, der immer "Alles oder Nichts" propagierte. Dagegen setzen allerdings unsere Regierungsparteien Unfähigkeit, den Stall einmal richtig in Bezug auf Bürokratie, Steuern usw. auszumisten.
Lieber Titus,
die Nazis hatten in der Novemberwahl 1932 32%, also weniger als die Union und die SPD in ihren besten Tagen. Die März-Wahl von 1933 kannst Du nicht nehmen, da Hitler bereits ab dem 30.1.1933 die Staatsmacht zu Verfügung hatte.
Lieber Mozart,
bist Du wieder auferstanden? Dein gesperrter Namesvetter hörte sich genauso wie Du an.
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Nichts ist unmöglich
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  #10  
Alt 06.08.2008, 17:55
Benutzerbild von Jason
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Jaja, die Politik zieht mit aller Macht wieder in das Historik Forum ein...
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  #11  
Alt 06.08.2008, 20:19
Benutzerbild von mozart2
Quaestor
 
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Beiträge: 123
Die SPD hat sich in eine Situation manövriert, in dem sie nicht mehr agieren kann. Und auch reagieren kann sie nur noch beschränkt. Weil jede Reaktion den Hauch von weiterer Abhängigkeit mit sich bringt.

Abhängig ist sie wie nie zu vor von der Linkspartei

Linke streiten über Bedingungen für Ypsilanti-Wahl

Hessen: Linke streiten über Bedingungen für Ypsilanti-Wahl - Politik - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten

Weiter stellt die Linke nun einen eigenen Präsidentschaftskandidaten auf. Das muss für die SDP ein weiterer Schlag ins Gesicht sein.

Ich behaupte eine dauerhaft schwächelnde bis schwinde Sozialdemokratie in Deutschland ist schädlicher wie irgend ein paar alle Jubeljahre 1-2 NPD Kanditaten in Kommunal- und Länderebene.
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  #12  
Alt 07.08.2008, 10:10
Benutzerbild von dieter 4711
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Zitat von Jason Beitrag anzeigen
Jaja, die Politik zieht mit aller Macht wieder in das Historik Forum ein...
Lieber Jason,
was hatte das was ich aus den Jahren 1932/33 geschrieben hatte, mit Politik zu tun?
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Nichts ist unmöglich
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  #13  
Alt 07.08.2008, 10:13
Benutzerbild von dieter 4711
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Beiträge: 301
Zitat von mozart2 Beitrag anzeigen

Ich behaupte eine dauerhaft schwächelnde bis schwinde Sozialdemokratie in Deutschland ist schädlicher wie irgend ein paar alle Jubeljahre 1-2 NPD Kanditaten in Kommunal- und Länderebene.
Lieber Mozart,
es ist schön, dass Du Dir um die SPD Sorgen machst. Die hat über 140 Jahre überstanden und die wird auch noch Dich und die NPD überstehen.
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  #14  
Alt 07.08.2008, 10:59
Benutzerbild von mozart2
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Zitat von Wulfnoth Beitrag anzeigen
Der SPD bei einem vorraussichtlichen Wahlkampfergebnis zwischen 25% und 30% Bedeutungslosigkeit zu prognostizieren ist allerings gewagt.
Zwar nur eine Umfrage aber laut FNP knabbert die SPD durch den Clementfall nun an der 20% Hürde...

Das hat schon eine neue Dimension.
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  #15  
Alt 07.08.2008, 18:57
Benutzerbild von Jason
Hoplit
 
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Ort: Durmersheim bei Karlsruhe
Beiträge: 711
Zitat von dieter 4711 Beitrag anzeigen
Lieber Jason,
was hatte das was ich aus den Jahren 1932/33 geschrieben hatte, mit Politik zu tun?
Lieber Dieter,

ich habe nicht Deine Bemerkung gemeint, sondern den emeritierten User Mozart (der Tragödie zweiter Teil...).
@mozart
bitte nicht übel nehmen...
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