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13.04.2007, 17:30
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The Censor
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Registriert seit: 29.01.2005
Ort: Bremen
Beiträge: 6.227
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Oettingers Rede
Für so eine Äußerung muss meiner Meinung nach ein Ministerpräsident zurücktreten.
Man kann darüber streiten ob man als später geborener jeden Mann der ein Mitläufer im NS-Regime war pauschal verurteilen kann. Man kann darüber streiten ob jeder inhaber eines Amtes in der NS-Diktatur ein Nazi war.
Aber man kann einen Mann der in der NSDAP und der SA gewesen ist nicht als Gegner des Nationalsozialismus bezeichen, denn ein Mitglied der NSDAP ist per Definition ein Nazi und ein Gegner ist er ganz gewiss nicht, denn ein Eintritt in die NSDAP war nun wirklich nicht verpflichtend, wie die Mitgliederzahlen beweisen.
Das ist Aussage ist nicht nur geschichtsverfälschend, sie ist auch im höchsten Maße gefährlich.
Man kann nicht die DVU, NPD und die REP's für ihre braunen Aktionen und rechtsextremen Äußerungen verurteilen wenn man einem Politiker einer großen Volkspartei sowas durchgehen lässt. Da würde mit zweierlei Maß gemessen.
Das schwächt die Glaubwürdigkeit der demokratischen Parteien, die immerhin ein integraler Bestandteil unserer Demokratie sind, immens.
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Demokratie heißt die Wahl haben. Diktatur heißt, vor die Wahl gestellt werden.
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13.04.2007, 17:33
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Propraetor
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Registriert seit: 31.01.2007
Beiträge: 598
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für die nicht-deutschen unter uns: worum gehts? was hat dieser oetinger gemacht? und zuerst, wer ist er?
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Wahrlich glücklich ist, wer am Abend sagen kann, heute habe ich gelebt - Horaz
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13.04.2007, 17:38
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Propraetor
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Registriert seit: 31.01.2007
Beiträge: 598
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hab das mal gegoogelt. eins schafft der typ: er sorgt für unruhe. merkel tadelt ihn und wird deswegen selbst getadelt. sachen gibts.
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Wahrlich glücklich ist, wer am Abend sagen kann, heute habe ich gelebt - Horaz
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13.04.2007, 17:40
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The Censor
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Registriert seit: 29.01.2005
Ort: Bremen
Beiträge: 6.227
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Oettinger ist Ministerpräsident von Baden-Württemberg und er hielt die Trauerrede für Filbinger, einen ehemaligen Ministerpräsident von eben diesem Bundesland.
In dieser bezeichnete Oeetinger Filbinger als Gegner des Nationalsozialismus und sagte eben, dass Filbinger kein Nazi gewesen ist.
Filbinger hatte Ende der 70er Jahre für seine bekannt gewordene Vergangenheit im Dritten Reich zurück treten müssen.
Im Wesentlichen ging es darum, dass er als NS-Marinerichter am Volksgerichtshof gewirkt hatte. Er war wie oben schon gesagt zudem Mitglied in NSDAP und SA.
Es geht mir hierbei auch garnicht um die strittigen Todesurteile und ob er als Richter einfach nur damaligen Recht entsprechen musste etc. sondern einfach darum, dass man ein NSDAP- und SA-Mitglied nicht als Gegner des Nationalsozialismus bezeichnen kann. Das ist nicht einmal grenzwertig, das ist einfach falsch. Und sowas darf nicht von einem demokratischen Ministerpräsidenten kommen.
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Demokratie heißt die Wahl haben. Diktatur heißt, vor die Wahl gestellt werden.
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13.04.2007, 17:50
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ISt Günther Grass nun auch NS Sympathisant? Ich mein immerhin war er ja freiwillig bei der Waffen SS...
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13.04.2007, 17:55
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The Censor
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Registriert seit: 29.01.2005
Ort: Bremen
Beiträge: 6.227
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Zur Waffen-SS wurde am Ende fast jeder eingezogen und außerdem hat Grass ja selbst gesagt, dass er in jungen Jahren mit dem NS-Regimes sympathisiert hat. Die Diskussion können wir uns also sparen.
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Demokratie heißt die Wahl haben. Diktatur heißt, vor die Wahl gestellt werden.
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13.04.2007, 18:14
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Ja aber wofür soll sich denn nun Filbinger verantworten, bzw hätten sollen?
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13.04.2007, 18:22
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The Censor
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Registriert seit: 29.01.2005
Ort: Bremen
Beiträge: 6.227
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In jedem Fall dafür dass er Mitglied in SA und NSDAP war. Und Oettinger muss sich dafür verantworten, dass er einen solchen Mann als Gegner des NS-Regimes bezeichnete.
Auf die Frage mit den Todesurteilen möchte ich garnicht eingehen, dazu gibt es solche und solche Meinungen.
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Demokratie heißt die Wahl haben. Diktatur heißt, vor die Wahl gestellt werden.
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13.04.2007, 20:58
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Ein wenig Systemanpassung ist schon notwendig, um weiterhin deinen Stand genießen zu können. Nicht jeder gibt seine Existenzgrundlage des Protests wegen auf.
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13.04.2007, 22:16
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The Censor
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Registriert seit: 29.01.2005
Ort: Bremen
Beiträge: 6.227
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Zitat von mozart
Ein wenig Systemanpassung ist schon notwendig, um weiterhin deinen Stand genießen zu können. Nicht jeder gibt seine Existenzgrundlage des Protests wegen auf.
Das würdige ich mal keines Kommentars!
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Demokratie heißt die Wahl haben. Diktatur heißt, vor die Wahl gestellt werden.
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14.04.2007, 00:39
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Administrator
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Registriert seit: 04.03.2005
Ort: München
Beiträge: 2.400
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als gegner des nationalsozialismus zu nennen finde ich geht mal dramatisch zu weit.
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14.04.2007, 01:03
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Zitat von TigerMC
als gegner des nationalsozialismus zu nennen finde ich geht mal dramatisch zu weit.
Kann man ja drüber reden. Als Gegner würde ich ihn auch nicht sehen, aber als "sadistischen Nazi" wie ihn gewisse Kreise genannr haben... da sgeht auch zu weit.
Allgemein errinert das stark an die Hetze gegen Hohmann. Auch damals blöckte der Zentralrat gleich wieder rum. Und wenn der Zentralrat jemanden absägen will... dann gelingt ihm das auch, denn mit Frau Merkel haben sie eine kanzlerin, die absolut hörig ist...
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14.04.2007, 04:11
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Administrator
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Registriert seit: 04.03.2005
Ort: München
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also nochmal, die oettingerrede war undurchdacht oder gewollt provokant.
Aber ich gebe dir insofern recht, dass deutsche politiker besonders sensibel reagieren wenn der zentralrat der juden in deutschland jemanden an den pranger stellt (möllemann, hohmann als bsp) Da kann man schon den eindruck gewinnen dass der schwanz mit den hund wackelt. Aber oettinger ist so gefestigt in der BW cdu, da wird ihm kritik aus berlin auch recht wenig jucken, schlecht wärs wenn er bundespolitische ambitionen hätte, aber die hat er nicht
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14.04.2007, 09:22
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The Censor
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Registriert seit: 29.01.2005
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Zitat von mozart
Kann man ja drüber reden. Als Gegner würde ich ihn auch nicht sehen, aber als "sadistischen Nazi" wie ihn gewisse Kreise genannr haben... da sgeht auch zu weit.
Flbinger war bestenfalls ein Mitläufer oder angepasster. Allein schon wegen SA- und NSDAP-Mitgliedschaft würde ich aber mindestens von einem aktiven Mitläufer sprechen. Genau genommen stellt sich hier sogar die Frage wer denn bitteschön Nazi war wenn nichtmal die NSDAP- und SA-Mitglieder es gewesen sein sollen.
Außerdem ist es eine Beleidigung für jeden - und seis auch passiven - Widerstandskämpfer Filbinger als solchen zu bezeichnen. Selbst Männer die aus der Wehrmacht desertierten haben mehr Widerstand geleistet als Filbinger.
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Demokratie heißt die Wahl haben. Diktatur heißt, vor die Wahl gestellt werden.
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14.04.2007, 10:24
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Separatisto
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Registriert seit: 23.10.2005
Ort: Bruchsal
Beiträge: 1.005
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Rücktritt? Man kann auch empfindlich reagieren. Natürlich war die Rede bzw. deren Inhalt unglücklich gewählt, aber deshalb gleich zurücktreten, naja, Deutschland halt.
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Nichts ist unsozialer als der Wohlfahrtsstaat, der die menschliche Verantwortung erschlaffen und die individuelle Leistung sinken läßt. Ludwig Erhard
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