08.09.2008 - 05:46
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  #1  
Alt 08.03.2008, 21:49
Propraetor
 
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Quoten im Parlament?

Heute ist ja Welt-Frauen-Tag. Das war der Anlass dass sich die Grünen in Österreich über viele Dinge beschweren. Bei den meisten haben sie ja auch Recht: wieso sollte eine Frau für den gleichen Job weniger gut bezahlt werden als ein Mann?

Doch man kann es mit den gut gemeinten Vorschlägen auch übertreiben. So hat die stellvertretende Chefin der Grünen gestern gefordert dass es eine verbindlichen Frauenquote im Parlament geben müsse. Im österreichischen Parlament sind etwas weniger als ein Drittel der Abgeordneten weiblich. Die Grünen schlagen jetzt vor dass die staatliche Parteienförderung an die 50%-Quote gekoppelt wird. Wer drunter liegt, kriegt weniger Geld.

So weit, so gut. Doch die weitergehende Forderung hat mich schockiert: wenn eine Partei mehr als 50% Frauen als Abgeordnete hat, so soll sie einen Bonus kriegen.

Das ist meiner Meinung nach eine Frechheit. Natürlich ist es ungerecht wenn Frauen benachteiligt werden, doch sollen jetzt die Männer deswegen bnachteligt werden?
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Wahrlich glücklich ist, wer am Abend sagen kann, heute habe ich gelebt - Horaz
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  #2  
Alt 08.03.2008, 21:53
Benutzerbild von TigerMC
Administrator
 
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ich halte nix von sollchen quoten, wenn ne frau gut ist setzt sie sich durch, siehe merkel die ich im übrigen garnicht gut finde

Im übrigen weiss ich natürlich nicht wie es in österreich genau ist, aber ich meine hier in deutschland hat man es als frau in vielen bereichen des lebens durchaus besser als männer, und unterm strich ists ausgeglichen. dh es gibt für jede seite bereiche wo sie besser wegkommen als das andere geschlecht, drum bin ich in der hinsicht gegen zuviel einmischung von der obrigkeit in form von quoten oder sonstigen regelungen
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  #3  
Alt 08.03.2008, 21:59
Propraetor
 
Registriert seit: 31.01.2007
Beiträge: 598
Einmischungen von oben bringen sich aber viel! Siehen Stellenausschreibungen. Da steht jetzt überall -Innen aber an der Wirklichkeit hat sich nicht viel verändert.

Ich würde ja sowieso sagen dass es besser ist dass in jedem Wahlkreis ein Abgeordneter persöhnlich gewählt wird. Dann hätte man diese Diskussion auch nicht.
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  #4  
Alt 08.03.2008, 22:08
Benutzerbild von Jason
Hoplit
 
Registriert seit: 29.10.2007
Ort: Durmersheim bei Karlsruhe
Beiträge: 712
Ich verstehe diese Diskussion auch nicht. Meines Erachtens stehen den Frauen in Europa alle Positionen und Gehälter offen. Das Problem ist vielleicht eher in den Arbeiterschichten vorhanden. Ein Fabrikarbeiter oder Maurer verdient mehr wie eine Friseuse oder Verkäuferin. Aber deswegen allgemeine Schlüsse zu ziehen ist eher suggestiv.
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"So lange nicht alle Menschen werden wie er, müßen wir unsere Schwerter scharf halten"

Ben Hur: "Und unseren Zielen treu bleiben."
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  #5  
Alt 08.03.2008, 22:14
Propraetor
 
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Beiträge: 598
Es is aber schon so dass Frauen in den gleichen Positionen um ca ein Fünftel weniger verdienen als Männer. Abtun sollte man das nicht. Natürlich kannst du die Merkel nicht mit einer von 17 Frauen eines Taliban vergleichen.


PS: Wie nennt man eigentlich eine männliche Krankenschwester? Krankenpfleger ist ja was anderes.
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  #6  
Alt 08.03.2008, 22:19
Benutzerbild von Jason
Hoplit
 
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Ort: Durmersheim bei Karlsruhe
Beiträge: 712
Arme Frauen...

na Krankenbruder!

Ich glaube Krankenpfleger ist richtig...
Das mit dem weniger verdienen das ist sehr subjektiv. Es gibt Unternehmen die auch männliche Mitarbeiter chronisch unterbezahlen. Auch hier glaube ich nicht an das von Medien propagierte Bild. Ich glaube, daß hier vor allem die Güte des Arbeitgebers eine Rolle spielt. In den Banken gibt es Tarifgruppen nach denen bezahlt wird - je nach Leistungsprofil. Und da ist Frau oder Mann gleich.
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  #7  
Alt 08.03.2008, 23:29
Benutzerbild von K. Ropp
Praetor
 
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Zitat von Jason Beitrag anzeigen
Ich verstehe diese Diskussion auch nicht. Meines Erachtens stehen den Frauen in Europa alle Positionen und Gehälter offen.
Ich würde schon sagen, dass es Frauen immer noch schwere haben, hohe Berufe zu ergreifen. Dies offenbart schon ein Blick auf unsere Managementelite. Auch in der Spitzenpolitik sieht es nicht besser aus. Natürlich sind z.B. mit Angela Merkel oder Condoleezza Rice Beispiele für erfolgreiche Politikerinnen zu nennen und ich glaube auch, dass es in Zukunft mehr Frauen in der Spitzenpolitik geben wird, aber die Tatsache, dass es immer noch ein Ereignis ist, wenn eine Frau Regierungschefin von Deutschland wird oder eine Frau für das US-Präsidentenamt kandidiert sagt schon einiges aus.
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Zitat von Helmut Kohl
Ich weiß nicht, was der französische Staatspräsident Mitterrand denkt, aber ich denke dasselbe.
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  #8  
Alt 09.03.2008, 01:12
Benutzerbild von toblu
Homo Novus
 
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ich glaube, ein großteil der ungleichheiten (z.b. im management) ist einfach noch eine remineszenz aus zeiten, in denen die dinge anders lagen...
sprich: in ein paar jahren dürfte es kaum noch welche geben
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  #9  
Alt 09.03.2008, 09:38
Benutzerbild von Wulfnoth
The Censor
 
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Teilweise haben Frauen auch deutliche Vorteile, so z.B. in der Schule. Das dortige Lernsystem wurde in den letzten Jahrzehnten ziemlich auf Mädchen zugeschnitten, was dazu führt dass es mehr Abiturientinnen und Studentinnen gibt.
Ich weiß nicht ob hier jemand was davon mitbekommen hat aber in BaWü (?) wollte die Kultusministerin einen s.g. "Boys-Day" als Gegenstück zum bekannten Girls Day einführen. Die Feministinnen sind sturm gelaufen, was logisch absolut nicht zu erklären ist.

Was die Quote im Parlament betrifft ist das doch absoluter Murks, es gibt massenhaft Frauen die es ohne Quote geschafft haben. Merkel, Schmidt, Schavan, W.-Zeul, von der Leien um nur mal aus dem Kabinett welche aufzuzählen.
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Demokratie heißt die Wahl haben. Diktatur heißt, vor die Wahl gestellt werden.
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  #10  
Alt 09.03.2008, 12:34
Spender
 
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Ort: Raum Nürnberg
Beiträge: 685
Zitat von Wulfnoth Beitrag anzeigen
Was die Quote im Parlament betrifft ist das doch absoluter Murks, es gibt massenhaft Frauen die es ohne Quote geschafft haben. Merkel, Schmidt, Schavan, W.-Zeul, von der Leien um nur mal aus dem Kabinett welche aufzuzählen.
Das sehe ich auch so. Wenn nun Ministerpräsidenten, wie in Bayern, nur wenige Frauen ins Kabinett berufen, ist das allerdings eine Fehleinschätzung von "Human Ressources". In der Wirtschaft gibt es den deutlichsten Nachholbedarf. Bei Siemens zum Beispiel ist unter den rund 20 Chefs (einschließlich der "Divisions") nicht eine einzige Frau. Aber eine Quote würde nix besser machen.
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  #11  
Alt 09.03.2008, 12:55
Benutzerbild von toblu
Homo Novus
 
Registriert seit: 30.01.2007
Ort: Köln
Beiträge: 288
Zitat von Sokotra Beitrag anzeigen
Bei Siemens zum Beispiel ist unter den rund 20 Chefs (einschließlich der "Divisions") nicht eine einzige Frau.
deshalb gehts mit der firma auch aufwärts
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  #12  
Alt 09.03.2008, 15:34
Propraetor
 
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Beiträge: 598
Was ist ein girls day?
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  #13  
Alt 09.03.2008, 16:30
Benutzerbild von Wulfnoth
The Censor
 
Registriert seit: 29.01.2005
Ort: Bremen
Beiträge: 6.249
Ein Tag an dem Mädchen in typische Männerberufe reinschnuppern sollen. Meine bescheiden Erfahrung nach würde ich es aber eher als Tag beschreiben an dem die Mädchen frei auf der Arbeit von Mami und Papi rumhängen während Jungs in der Schule hocken. Ist aber auch schon ein paar Jährchen her, dass ich damit näher zu tun hatte.
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  #14  
Alt 09.03.2008, 17:57
Benutzerbild von Nichts
nobodys fault
 
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Ort: Braunschweig
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In Niedersachsen heisst das dann Zukunftstag für Mädchen und Jungen.
Da versuchen sie Jungen auch für Frauenberufe zu begeistern...
Das ist Glleichberechtigung.
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Auch Demokratie ist nur eine (Geld-)Aristokratie
alles Geschriebene zeigt meine "bescheidene und nicht gefragte" Meinung.

und Ordograffi feler kan der fiender bealten
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  #15  
Alt 10.03.2008, 10:18
Benutzerbild von Argeados
K.u.K. Hofzensor
 
Registriert seit: 19.05.2005
Ort: Wien
Beiträge: 1.037
Bei uns heißts Töchtertag. Hier allerdings auch nur einseitig. Hab das auch meistens als sehr sinnfrei erlebt in der Praxis.
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