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23.07.2007, 18:02
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The Censor
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Registriert seit: 29.01.2005
Ort: Bremen
Beiträge: 6.249
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Schwächt die Große Koalition den Kanzlerposten?
Wie tagesschau.de vor einigen Tagen treffend schrieb ist diese Regierung sehr konstant, in der Regierung Schröder waren zur Halbzeit bereits weit mehr Personalveränderungen vorgenommen worden.
Über die Gründe kann nur spekuliert werden, ich vermute mal, dass personelle Veränderungen der Kanzlerin beim Koalitionspartner von diesem nicht toleriert werden würde und Veränderungen im eigenen Lager als Zeichen von Schwäche gedeutet werden würde. Deshalb bleiben Veränderungen auch bei schwachen Ministern wie Glos oder belasteten wie dem Kanzleramtchef aus.
Kann man aus dieser sichtbaren Stärkung der einzelnen Ministern in ihren Aufgabenfeldern und dem fehlenden Beharren auf der Richtlinienkompetenz eine dauerhafte Schwächung des Kanzlerpostens ableiten? Unter Merkel hat man mehr und mehr das Gefühl, dass der Kanzler Chefaußenminister ist und die Innenpolitik Sache der Fachressorts wird.
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Demokratie heißt die Wahl haben. Diktatur heißt, vor die Wahl gestellt werden.
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23.07.2007, 20:01
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Tribun
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Registriert seit: 09.07.2007
Ort: nähe München
Beiträge: 63
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Ich glaube, es ist noch kein Minister (egal welcher Partei) zurückgetreten, weil man das als allgemeine Schwäche der jeweiligen Partei auslegen könnte. Und deswegen hat man Angst, z.B. den Glos abzusägen. Das hat nix mit der Merkel oder ihrer "Führung" zu tun...
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23.07.2007, 21:11
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The Censor
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Registriert seit: 29.01.2005
Ort: Bremen
Beiträge: 6.249
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Nein aber es schwächt doch irgendwie trotzdem den Kanzler, wenn auch in folgenden Regierungen die Minister mehr auf ihre Autonomie pochen.
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Demokratie heißt die Wahl haben. Diktatur heißt, vor die Wahl gestellt werden.
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23.07.2007, 23:20
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Praetor
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Registriert seit: 11.01.2007
Ort: München
Beiträge: 417
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sie hat immer noch die richtlinienkompetenz und dann kann ein auch ein sich sehr sicher im sattel wähnender minister nichts gegen tun .. große koalitionen stärken aber meiner ansicht nach den kanzler genauso wie sie ihn schwächen.. einerseits hat man einen starken partner der gleichzeitig zukünftiger (und wohl auch ein bißchen gegenwärtiger) gegner ist andererseits hat man eine so gewaltige mehrheit im bundestag dass man immer eine beschlußfähige konstellation zusammenkriegt..
haben denn nach dem kießinger die minister auf ihre autonomie gepocht ? wenn ja ist dass wohl eher auf die wenig authoritäre führungseigenschaft von willy brandt abzuleiten.. die stärke eines kanlers ist meines erachtens meistens eine sache der persönlichkeit und lässt sich nicht an der zahl der hinausgeschmießenen minister abschätzen.
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24.07.2007, 10:37
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Thete
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Registriert seit: 02.05.2007
Ort: Berlin
Beiträge: 733
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Zitat von Wulfnoth
Kann man aus dieser sichtbaren Stärkung der einzelnen Ministern in ihren Aufgabenfeldern und dem fehlenden Beharren auf der Richtlinienkompetenz eine dauerhafte Schwächung des Kanzlerpostens ableiten? Unter Merkel hat man mehr und mehr das Gefühl, dass der Kanzler Chefaußenminister ist und die Innenpolitik Sache der Fachressorts wird.
Zur Sache mit der Außenpolitik: Merkel als kluge Frau konzentriert sich halt auf die prestigeträchtigen Politikfelder; in der Innenpolitik kann sich die Regierung gerade keine Lorbeeren verdienen: Der Aufschwung ist deutlich zu schnell gekommen, um ihn sich als Verdienst anrechnen zu können, und ansonsten herrscht (durch die große Koalition) eher Streit und Stillstand.
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