21.07.2008 - 01:32
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  #76  
Alt 14.05.2008, 08:26
Benutzerbild von Wulfnoth
The Censor
 
Registriert seit: 29.01.2005
Ort: Bremen
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Der Steuersatz richtet sich aber noch dem was man leisten kann. Stört es einen Reichen - um bei deinem Beispiel zu bleiben - wenn er am Ende des Jahres 5 Millionen anstatt 10 Millionen im Geldbeutel hat? Muss er seinen Lebensstil dadurch einschränken?
Für jemandem in der unteren Einkommnensklasse, meinetwegen mit dem niedrigsten Steuersatz, kann das Steuern (und Sozialabgaben) abführen manchmal richtig an die Substanz gehen aber er zahlt ja trotzdem. Vielleicht finanziert er damit nicht gleich eine ganze Behörde aber über diesen Steuerzahler macht sich irgendwie niemand Gedanken, dass er zahlt ist irgendwie selbstverständlich.
__________________
Demokratie heißt die Wahl haben. Diktatur heißt, vor die Wahl gestellt werden.
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  #77  
Alt 14.05.2008, 09:01
Thete
 
Registriert seit: 02.05.2007
Ort: Berlin
Beiträge: 701
Zitat von Titus_Livius Beitrag anzeigen
Meiner Meinung sollte man die deutsche Staatsbürgerschaft mit der Pflicht zur Einkommensteuerzahlung koppeln.
Das ist so; jeder dt. Staatsbürger ist unbeschränkt steuerpflichtig, und zwar mit seinem Welteinkommen (also allen Einkünften, auch im Ausland). Das Problem ist, dass der dt. Staat da wenig Zugriff drauf hat, siehe Liechtenstein. Wenn das Finanzamt nie erfährt, welche Einkünfte Herr Schumacher hat, hilft die Steuerpflicht gar nichts.

Zitat von Wulfnoth Beitrag anzeigen
(...) aber über diesen Steuerzahler macht sich irgendwie niemand Gedanken, dass er zahlt ist irgendwie selbstverständlich.
Entscheidend ist, dass der Otto-Normalverbraucher/Anna-Normalverbraucherin sich nicht "mal eben" auf die Cayman-Inseln absetzen kann. Das Kapital bzw. seine Besitzer ist mobil, da das politisch so gewollt ist: der Mensch ist es nicht, was ebenfalls so gewollt wird. Das dann der Mensch gegenüber dem Kapital den Kürzeren zieht ist traurig, aber nicht verwunderlich.
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  #78  
Alt 14.05.2008, 10:52
Plebejer
 
Registriert seit: 27.10.2005
Ort: Aargau / CH
Beiträge: 31
Zitat von Wulfnoth Beitrag anzeigen
Der Steuersatz richtet sich aber noch dem was man leisten kann. Stört es einen Reichen - um bei deinem Beispiel zu bleiben - wenn er am Ende des Jahres 5 Millionen anstatt 10 Millionen im Geldbeutel hat?
Ganz offensichtlich ja, wie man am Beispiel Deutschland sehen kann.

Mensch bleibt Mensch, kaum einer gibt Freiwillig mehr, als er muss. Ich sehe mich nicht als Ausnahme. Mit 5 Millionen waere ich natuerlich aeusserst zufrieden in meiner jetzigen Situation. Koennte ich aber 10 Millionen haben und muesste dafuer nur ins nahe Ausland oder gar ein "Ferienparadies" ziehen, waere das natuerlich besser, da mir dadurch kaum Nachteile entstehen (wegzug von Familie, Freunde etc) . Mit den 5 Millionen zusaetzlich waeren diese Nachteile mehr als wieder aufgewogen (Privatflugzeug, Ferienhaus im eigenen Land -> Nachteil behoben).
Ich bezweifle, dass jeder, der hier diese Praktiken anprangert, in der selben Situation anders handeln wuerde.
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  #79  
Alt 14.05.2008, 11:18
Propraetor
 
Registriert seit: 04.08.2007
Ort: da, wo Deutschland am Schönsten ist
Beiträge: 578
Zitat von Thersites Beitrag anzeigen
Das ist so; jeder dt. Staatsbürger ist unbeschränkt steuerpflichtig, und zwar mit seinem Welteinkommen (also allen Einkünften, auch im Ausland). Das Problem ist, dass der dt. Staat da wenig Zugriff drauf hat, siehe Liechtenstein. Wenn das Finanzamt nie erfährt, welche Einkünfte Herr Schumacher hat, hilft die Steuerpflicht gar nichts.
Gut verbessere ich:

Alle nicht im Inland wohnenden sollten einkommensteuerpflichtig werden, auch wenn ihre Einkünfte nicht im Inland erzielt werden. Eine wahrheitsgemäße Pflicht zur Angabe der Einkommensverhältnisse könnte man z.B. bei unwahrheitsgemäßter Angabe als Straftatsbestand in das StgB mit aufnehmen.

Die derzeitige Steuerpflicht ergibt sich aus dem §1 Einkommenssteuergesetz.
EStG - Einzelnorm
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  #80  
Alt 14.05.2008, 17:37
Thete
 
Registriert seit: 02.05.2007
Ort: Berlin
Beiträge: 701
Uuups, hatte ich anders im Schirm; naja, was solls...

Interessant ist übrigens auch eine US-Regelung: Dort unterliegt mWn jeder Bürger der US-Steuer; wenn er im Ausland lebt und dort Steuern zahlt so werden diese mit der US-Steuerschuld verrechnet. Sind die ausländischen Steuern aber niedriger als die, die er in den USA zu zahlen hätte, wollen die USA die Differenz. Folge: Wer in eine Niedrigsteueroase ausweicht zahlt dort nur den niedrigen Steuersatz... aber das, was zur US-Steuer fehlt, will das US-Finanzamt denoch haben. Find ich 'ne anständige Regelung.

Das eigentliche Problem aber ist tatsächlich die Steuerhinterziehung: Wenn ich dem Fiskus meine Einkünfte nicht melde, wird der sie auch nicht versteuern, ganz einfach. Außer bnatürlich das wird geprüft, aber aus irgendeinem Grund gibt es in diesem Land viel weniger Steuerprüfer, als notwendig bzw. sinnvoll wär, keiner weiß warum...

Geändert von Thersites (14.05.2008 um 17:37 Uhr). Grund: Rechtschr.
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  #81  
Alt 14.05.2008, 20:40
Propraetor
 
Registriert seit: 04.08.2007
Ort: da, wo Deutschland am Schönsten ist
Beiträge: 578
aber aus irgendeinem Grund gibt es in diesem Land viel weniger Steuerprüfer, als notwendig bzw. sinnvoll wär, keiner weiß warum...
Vielleicht pfeifens die Spatzen von Lichtensteins Dächern, wenn man an die Schwarzkassen denkt. Leider ist die deutsche Politkergilde doch korrupt bis zur letzten Haarwurzel. Leider nicht nur Stammtischpolemik.
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  #82  
Alt 29.06.2008, 13:40
Propraetor
 
Registriert seit: 04.08.2007
Ort: da, wo Deutschland am Schönsten ist
Beiträge: 578
Fachkräftemangel in Deutschland laut Studie weiter verschärft

Sonntag 29. Juni 2008, 11:34 Uhr

http://de.news.yahoo.com/ap/20080628...t-3fc80be.html
Mehr als ein Drittel der Unternehmen hat nach eigenen Angaben Jobs zu vergeben, für die es keine Bewerber gibt.

PS: Der hervorgehobene Satz zeigt deutlich auf, daß das Geldbekommen vom Staat einfacher ist, als Leistung im Gegenzug zu erbringen. Das das Bildungssystem nach wie vor stark verbesserungswürdig ist, ist allerdings auch nichts Neues.

Edit by Wulfnoth:
Bitte auf sowas achten, das erspart mir viel Ärger.
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  #83  
Alt 29.06.2008, 13:47
Benutzerbild von Wulfnoth
The Censor
 
Registriert seit: 29.01.2005
Ort: Bremen
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Bitte keine solchen Zitate veröffentlichen. Das kann eine Menge Ärger bringen!

Fachkräfte konkurrieren mit ihrem Lohnniveau nicht mit Sozialhilfe, deine Verbindung ist also unsinnig. Es sei denn eine Fachkraft wird so mies bezahlt, dann müssen sich die Firmen aber nicht wundern, wen sie ihre Stellen nicht besetzen können.

Dass der s.g. Fachkräftemangel auch was mit unserem Bildungssystem zu tun hat, hast du ja mal bestritten. Ich werd darauf also nicht weiter eingehen.
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  #84  
Alt 29.06.2008, 14:12
Benutzerbild von dieter 4711
Mensch
 
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Ort: Frankfurt/M.
Beiträge: 287
Unser Sohn ist Dipl.Ing. und hat im 2000 mit einem Einser-Diplom den ersten Preis der Fachhochschule Frankfurt/M. errungen. Er war sechs Jahre bei Siemens und hat da nur einmal außer der Reihe eine Gehaltserhöhung bekommen. Er ist von Siemnes weg, zu einem Betrieb der Brennöfen auch für Silizium (Kollektoren) herstellt. Vorher mußte er sich noch von Siemens über einen Rechtsanwalt eine Vergütung für einem Verbesserungsvorschlag erkämpfen, die ihm der Personalrat schon zugesagt hatte.
Bei seinen Bewerbungen, bevor er bei dem neuen Arbeitgeber anfing, war das Bewerbungsgespräch dann zu Ende, wenn er seine Gehaltsforderungen bekanntgab. Er wollte 10.000 Euro mehr im Jahr haben, da er Frau, Kind und sie eine Eigentumswohnung in Ffm.-Preungesheim haben.
Übrigends wir feiern heute den zweiten Geburtstag, des oben gezeigten Enkelchens.
Ein schönes Wochenende noch.
__________________
Nichts ist unmöglich

Geändert von dieter 4711 (30.06.2008 um 13:56 Uhr).
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  #85  
Alt 29.06.2008, 15:05
Propraetor
 
Registriert seit: 04.08.2007
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Beiträge: 578
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Fachkräfte konkurrieren mit ihrem Lohnniveau nicht mit Sozialhilfe, deine Verbindung ist also unsinnig.
Dass der s.g. Fachkräftemangel auch was mit unserem Bildungssystem zu tun hat, hast du ja mal bestritten. Ich werd darauf also nicht weiter eingehen.[/quote]

Sehe ich anders:

Beispiel Hartz IV:
Regelleistung: 347,-€
Zuschlag nach Bezug von Arbeitslosengeld: 160,-€
angemessener Wohnraum (45qm, Wilhelmshaven): 190,-€
Rentenversicherung: 40,-€
Krankenversicherung: kostenfrei mit Befreiungsmöglichkeit der Zuzahlungen
Heizkosten: in der Regel abzgl. 18%

unterm Strich also rund 800,-€ ohne Berücksichtigung der Krankenversicherung

da sieht die Rechnung bei einem KFZ Mechaniker mit 1200 € brutto schon ganz anders aus:

1200,-€ brutto
249,-€ Sozialabgaben
116,-€ Steuern
abzgl. Aufwand, um auf Arbeit gehen zu können
abzügl. 190,-€ Miete
Wohngeldanspruch 0€ (nach Rechner Land Berlin, einen anderen hab ich nicht im Inet gefunden)
abzüglich 60 € Heizung und Warmwasser

bleiben unterm Strich: 585,-€ monatlich, von denen noch die Unterhaltung eines Fahrzeuges, Wegegeld und sonstige Kosten (Medikamentenzuzahlungen etc) zu tragen sind. Sozialtarife im Kino, Bahn,bei der Telekom, GEZ Befreiung und andere Vergünstigungen fallen hier auch nicht an.

Da bleibt nur als Fazit: Arbeit lohnt sich nicht, weil der Staat Faulheit belohnt und Arbeitswillen bestraft, was auf das typische Umverteilungssystem zurückzuführen ist.


Dass der s.g. Fachkräftemangel auch was mit unserem Bildungssystem zu tun hat, hast du ja mal bestritten. Ich werd darauf also nicht weiter eingehen.
Das teilweise in deutschen Landen die Bevölkerung aufgrund ihrer Sozialstruktur verblödet, hat sich nicht geändert. Gerade deshalb ist es immens wichtig, Auslese an den Schulen zu betreiben und Begabte zu fördern. Dazu gehört nat. auch die Ausmistung der Lehrpläne.
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  #86  
Alt 29.06.2008, 15:09
Benutzerbild von TigerMC
Administrator
 
Registriert seit: 04.03.2005
Ort: München
Beiträge: 2.361
das kann dir jeder sozialamtsmitarbeiter wiederlegen, dass sich arbeit in deutschland immer lohnt, solange es volzeit ist (die regelung mit den 400 euro jobs haben sie n bisserl mies gelöst) du hast als arbeitender IMMER mehr netto als ein hartz4 empfänger
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  #87  
Alt 29.06.2008, 15:15
Propraetor
 
Registriert seit: 04.08.2007
Ort: da, wo Deutschland am Schönsten ist
Beiträge: 578
Und die Unkosten, die der AN zu tragen hat? Das fängt beim Kindergartenplatz an, der hier ebenfalls voll zu entrichten ist, während Hartz IV Empfänger nur die Hälfte zu zahlen brauchen und hört beim Benzingeld für den PKW auf.
Die Gesamtkostenrechnung ist das Entscheidende und da verliert der AN im unterem Einkommensniveau klar zu Hartz IV. Außerdem hat es Gründe, daß im Jahr 160.000 Gut- und Besserverdienende Deutschland den Rücken kehren. Sind vorwiegend Wissenschaftler und Ingenieure. Liegt hier nicht am Bruttoeinkommen, sondern an der staatlich organisierten Abzocke zu Gunsten Leistungsunwilliger Personen. Und genau das ist ein urdeutsches Phänomen, daß Leistungsträger in Deutschland als Schmarotzer und Parasiten dargestellt werden. Und dann wundert man sich über die Quittung: die Abstimmung mit den Füßen- sprich die Auswanderung.
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  #88  
Alt 29.06.2008, 15:42
Benutzerbild von Wulfnoth
The Censor
 
Registriert seit: 29.01.2005
Ort: Bremen
Beiträge: 6.048
Zitat von Titus_Livius Beitrag anzeigen
Und die Unkosten, die der AN zu tragen hat? Das fängt beim Kindergartenplatz an, der hier ebenfalls voll zu entrichten ist, während Hartz IV Empfänger nur die Hälfte zu zahlen brauchen und hört beim Benzingeld für den PKW auf.
Das kann ich so nicht gelten lassen. Erstens haben Hartz IV Empfänger meines Wissens nach nicht unbedingt Anspruch auf einen Kindergartenplatz und fallen aufgrund Platzmangels meistens hinten runter. Zumindest ist das hier im Westen so. Ob das für die Kinder so förderlich ist kann man auch mit drei Fragezeichen sehen.

Auch Ausgaben für einen PKW als Unkosten anzurechnen finde ich ein großes Unding, aber das ist typisch für das Autofahrerland Deutschland. In meinem kompletten Umfeld und dem Umfeld meiner Eltern kenne ich niemanden, der ein Auto braucht. Sicher einige haben ein Auto, einige brauchen es auch aufgrund persönlicher Entscheidungen aber die haben sie sich ausgesucht.
Wer z.B. in den Speckgürtel zieht (um Miete zu sparen / für ein besseres Lebensgefühl, whatever) entscheidet sich für das Auto aber das ist bewusst. Das Auto ist kein Grundbedürfnis, es ist nicht zwingend notwendig.
Wer einen Arbeitsplatz weiter als 20 Km von zu Hause annimmt und sich weigert umzuziehen soll sich nicht über die Benzinpreise beschweren.

Zitat von Titus_Livius Beitrag anzeigen
Und genau das ist ein urdeutsches Phänomen, daß Leistungsträger in Deutschland als Schmarotzer und Parasiten dargestellt werden. Und dann wundert man sich über die Quittung: die Abstimmung mit den Füßen- sprich die Auswanderung.
Das ist auch falsch. Es ist ein urdeutsches Phänomen, dass alle Schichten Geld aus der sozialen Umverteilung bekommen, was im Grunde genommen schwachsinn ist und den Sozialstaat erst so teuer macht wie er ist. War diese Woche dazu ein guter Artikel in der Zeit oder letzte?
Z.B. ist die Erhöhung des Kindergeldes zum nächsten Jahr größter Schwachsinn, weil der Großteil davon in die Mittelschicht abfließen wird (abzüglich Geld, dass in der Verwaltung versickert), die es gar nicht braucht. Sinnvoller wäre es solche Sozialleistungen zu streichen bzw. nur die Unterschicht gezielt zu fördern und im Gegenzug Steuern/Sozialabgaben zu senken.

Das Sozialsystem in Frage zu stellen, wie du es permanent machst ist aber auch der falsche Weg. Denn ein Staat ohne Sozialsystem muss andere Kompensationsmittel haben. Eine Klassengesellschaft wie die Deutsche hat die aber nicht, folglich würde die Gesellschaft eine Abschaffung des Sozialsystems nicht überstehen.

Achja und was deinen KFZ-Mechaniker angeht. Ich kenn das Lohniveau in Wilhelmshaven nicht aber in meinem letzten Betrieb in Bremen haben Hilfskräfte mehr verdient (sofern Vollzeit beschäftigt). Wenn du dir so ein Facharbeitergehalt vorstellst trifft meine obige Vermutung ja zu, dass sich die Firmen bei unterirdischen Gehältern nicht über Mangel wundern müssen.
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  #89  
Alt 30.06.2008, 19:59
Thete
 
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Beiträge: 701
Erst bildet die Industrie nicht genug aus, dann zahlt sie so miserabel, dass immer mehr gut ausgebildete Deutsche auswandern, und wenn dann die Spezialisten fehlen wer ist schuld? Wahlweise "die Sozialschmarotzer", "die Linken", "die Ausländer" usw. usf.

Unter "Verantwortungsträger" versteh ich irgendiwe was anderes, als die Verantwortung ständig irgendwelchen Sündenböcken zuzuschieben...
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  #90  
Alt 30.06.2008, 21:16
Propraetor
 
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Beiträge: 578
@Thersites: Mit Verlaub, aber die Auswanderung erfolgt aufgrund besseren Nettoeinkommens und mehr Anerkennung im Beruf im Ausland als Leistungsträger. Und für den Unterschied zwischen Brutto (Arbeitgeberlohn) und Netto (Arbeitnehmerlohn) ist nach wie vor der Staat zuständig, da nur er allein über die Höhe der Einkommenssteuer und Sozialversicherungsbeiträge verfügen kann. Und wer deutsche Bruttolöhne kennt, der weiß, daß sie weltweit Spitzenpositionen innehaben! Nur Netto sieht es dann ziemlich mau aus.
Alles andere ist ideologische Verblenderei! Und ja, da ist die ideologische Borniertheit von SPD, Grünen und Linken hauptsächlich. Und leider Gottes ist die CDU/CSU auch auf diesen Dampfer wegen den Wahlen aufgesprungen und deswegen wird das Land auch kaputtgehen. Aber da ich da sowieso auch weg bin, nach mir die Sintflut und jetzt fahr ich in den Urlaub,deshalb kommt die Antwort auf Wulfi später.
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