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21.03.2007, 16:00
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The Censor
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Registriert seit: 29.01.2005
Ort: Freiburg
Beiträge: 6.531
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UN-Inspektor fordert Abschaffung des dreigliedrigen Schulsystems
Auch wenn die CDU krampfhaft an diesem System festhält fordert der neue UN-Bericht die Abschaffung der Dreiteilung in Hauptschule, Realschule und Gymnasium.
Wie steht ihr dazu? Die meisten sind hier ja noch Schüler und etwas näher dran an der Materie.
Ich bin selbst von der 5. bis zur 10. Klasse auf eine Gesamtschule gegangen. Meiner Meinung nach gehört das alte System in die Tonne. Nur so als persönliches Beispiel: Nach der 4. Klasse wollten mich die Lehrer in die Hauptschule schicken, hätte ich keinen Platz auf einer Gesamtschule bekommen wäre ich auch dort geendet. Wenn man einmal auf einer Hauptschule ist kommt man schwer wieder von runter und jetzt werde ich mein Abitur mit angepeilten Schnitt 2.0 machen. Also ob das bisherige Schulsystem individuell fördert möchte ich rein persönlich mal bezweifeln.
Mal abgesehen davon ist ein Hauptschulabschluss inzwischen genau so gut oder schlecht wie kein Abschluss.
__________________
Demokratie heißt die Wahl haben. Diktatur heißt, vor die Wahl gestellt werden.
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21.03.2007, 16:35
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Wenn ich mich so auf den Hauptschulen umschaue... also mit denen möchte ich nicht auf einer Schule, geschweige denn einer Stufe sein. Das hätte mich ja um Jahre zurückgeworfen
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21.03.2007, 17:04
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Propraetor
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Registriert seit: 03.11.2006
Ort: in Niedersachsen
Beiträge: 646
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Zitat von mozart
Wenn ich mich so auf den Hauptschulen umschaue... also mit denen möchte ich nicht auf einer Schule, geschweige denn einer Stufe sein. Das hätte mich ja um Jahre zurückgeworfen
In meiner damaligen OS-Klasse hatte ich mehrere Freunde, die leider später auf die Hauptschule gekommen sind. Aber dies lag nicht an ihrem Charakter , sondern daran , dass sie zum Teil eine Lernschwäche hatten.
Trotzdem waren sie menschlich vollkommen in ordnung, also zieht dein Argument bei mir nicht.
Es gibt auch Leute auf dem Gymnasium die ich beim besten Willen nicht ausstehen kann.
Allerdings wären gemischte Klassen gewagt.
Schwächere könnten den Unterricht aufhalten, und dadurch andere Schüler am lernen hindern.
Dann müssten diese Schüler speziell individuell gefördert werden.
Aber auf jeden Fall muss das System geändert werden, dies zeigt uns besonders das Schulsystem der skandinavischen Länder auf.
__________________
"Die Weltgeschichte ist auch die Summe dessen, was vermeidbar gewesen wäre."
"Es ist besser, unvollkommene Entscheidungen durchzuführen, als beständig nach vollkommenen Entscheidungen zu suchen, die es niemals geben wird."
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21.03.2007, 17:37
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The Censor
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Registriert seit: 29.01.2005
Ort: Freiburg
Beiträge: 6.531
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Zitat von Sartre
Allerdings wären gemischte Klassen gewagt.
Schwächere könnten den Unterricht aufhalten, und dadurch andere Schüler am lernen hindern.
An Gesamtschulen gibt es ja dafür z.B. A, B und C-Kurse in den relevanten Fächern...
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Demokratie heißt die Wahl haben. Diktatur heißt, vor die Wahl gestellt werden.
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21.03.2007, 17:57
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Propraetor
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Registriert seit: 03.11.2006
Ort: in Niedersachsen
Beiträge: 646
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Zitat von Wulfnoth
An Gesamtschulen gibt es ja dafür z.B. A, B und C-Kurse in den relevanten Fächern...
Ja schon, dass gab es damals auch an der Orientierungsstufe, aber da hast du ja schon wieder diese Unterteilung.
Und diese Unterteilung muss meiner Meinung nach aufgehoben werden.
__________________
"Die Weltgeschichte ist auch die Summe dessen, was vermeidbar gewesen wäre."
"Es ist besser, unvollkommene Entscheidungen durchzuführen, als beständig nach vollkommenen Entscheidungen zu suchen, die es niemals geben wird."
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21.03.2007, 18:34
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Praetor
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Registriert seit: 03.11.2006
Ort: Belgien
Beiträge: 351
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Nene, A und B haben wir auch hier in Belgien, ansonsten keine Unterteilung.
Die aus der A (Allgemeine) lernen Geisteswissenschaftliche Dinge, wie Latein oder Naturwissenschaften, die aus der B (Berufliche) lernen fast ausschließlich Handwerkliches, dann gibt es natürlich noch spezialisiertere Schulen, wo dann Handwerkliches kombiniert mit Geisteswissenschaftlichem (vor allem Mathe) gelehrt wird.
Das funktionniert ganz gut, wenn ich das so betrachte. Was bei uns besser ist als bei euch, ist glaub ich, dass das nicht so radikal getrennt ist. Diese Einteilung gilt innerhalb einer Schule, meistens sind die Unterteilungen nur verwaltungstechnisch, in der Realität sind alle Schüler in einem Gebäude und können sich so auch unter einander austauschen (wenn man's denn will ^^).
Gänzlich ohne Unterteilung wäre wirklich nicht gut...
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Schon Schiller sagte: "Durch diese kalte Hose wird er kommen!"
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22.03.2007, 20:15
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Propraetor
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Registriert seit: 18.03.2005
Ort: Bremen
Beiträge: 543
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Ich schließe mich Patrice an, eine Schule komplett ohne Einteilungen wäre kaum durchführbar, wobei das allerdings auch kaum einer wirklich fordert. Eine Alternative zur Gesamtschule ist das Prinzip der Schulzentren, also eine Schule die alle drei Schulstufen gleichzeitig beherbergt. Auf so einer Schule war ich, und ich muss sagen dass in meinen Augen der beste Kompromiss zwischen einer Einteilung und einer Integration ist. Einerseits teilt man sich mit dem anderen Schulformen die Gebäude und Lehrer, doch im Unterricht ist man dann trotzdem getrennt. Dieses System hat zumindest auf meiner ehemaligen Schule einige gute Ergebnisse gebracht, so hatten zum Beispiel fast alle Abgänger der beiden Hauptschulklassen einen Ausbildungsplatz bekommen.
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22.03.2007, 21:53
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Quaestor
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Registriert seit: 25.09.2006
Ort: nähe Freiburg im Breisgau
Beiträge: 104
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Nunja, in gewisser Weise muss ich Wulfnoth recht geben.
Es ist relativ unmöglich, dass geistige Potential eines Menschen in der 4. Klasse festzulegen. Ich persönlich sollte ebenfalls aufgrund meines "sozialunverträglichen Verhaltens" wie es schön in meiner Beurteilung steht auf die Hauptschule, mein Abi und Vordiplom hab ich trotzdem mit 1,7 gemacht....
Erschwerend hinzu kommt, dass ich zahlreichen Lehrern die Fähigkeit abspreche Unterforderung zu erkennen oder Talente eines Kindes festzustellen und entsprechend zu fördern die sich nicht gerade in Traumnoten äußern.
Prinzipiell finde ich das Schulsystems Baden Württembergs sehr gut, welches ein problemloses nachholen der Mittleren Reife, des Fachabis oder der Allgemeinen Hochschulreife ohne größerer Zeitverluste ermöglicht.
Grundsätzlich vertrete ich eher die Ansicht die Lehrpläne von unnötigem Ballast zu befreien und die leidige Bildungshoheit der Länder zu brechen.
Mal abgesehen davon ist ein Hauptschulabschluss inzwischen genau so gut oder schlecht wie kein Abschluss.
Die bildungspolitische Situation im hohen Norden vermag ich nicht in vollem Umfang beurteilen zu können.
Ein Hauptschulabschluss ist und bleibt jedoch Voraussetzung eine Lehre zum Facharbeiter antreten zu können...
In meiner damaligen OS-Klasse hatte ich mehrere Freunde, die leider später auf die Hauptschule gekommen sind. Aber dies lag nicht an ihrem Charakter , sondern daran , dass sie zum Teil eine Lernschwäche hatten.
Trotzdem waren sie menschlich vollkommen in ordnung, also zieht dein Argument bei mir nicht.
Es gibt auch Leute auf dem Gymnasium die ich beim besten Willen nicht ausstehen kann.
Wenn mich mein Gedächtnis nicht im Stich lässt erwähnte Mozart bei irgendeinem Thema, dass er aus dem Großraum Frankfurt stammt.
In dieser Gegend ist es nun wirklich kein Spaß eine Hauptschule zu besuchen, dass kann ich aus Erfahrungen meines Bekanntenkreises bestätigen... rechtsfreie Zonen
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23.03.2007, 18:55
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Homo Novus
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Registriert seit: 30.01.2007
Ort: Köln
Beiträge: 293
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ein kompromiss wäre in meinen augen, eine gemeinsame schulausbildun z.b. bis zur 6. klasse und anschließend eine einteilung in verschiedene schwerpunkt-bereiche, ähnlich dem belgischen system
in der 6. klasse (vllt eher noch später) kann man sich für verschiedene bildungswege entscheiden mit z.b. beruflichen, sprachlichem oder naturwissenschaftlichen schwerpunkt
das würde gleichzeitig dafür sorgen, dass weniger "unnützer" unterricht stattfindet (z.b. muss ich chemie bis zur 13 belegen und alle 4 halbjahre einbringen, obwohl ich da meine schlechteste note hab und das fach in meinem studium 100%ig nicht brauchen werde
ein solches system ließe sich z.b. auch an den von senior vorgeschlagenen schulzentren verwirklichen und erscheint mir eigentlich als gute idee
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28.03.2007, 20:47
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Propraetor
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Registriert seit: 18.03.2005
Ort: Bremen
Beiträge: 543
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Eine solche Orientierung haben wir am Gymnasium ja bereits ab der 11., und in meinen Augen würde eine frühere Einteilung auch nur wenig Sinn machen da man mit 12 (Ist man mit 12 in der 6?) nur schlecht einschätzen kann was man benötigt oder was man später vorhat. Und wenn man sich für eine Ausbildung entscheidet bekommt man auf der Berufsschule zum jeweiligen Beruf passenden Unterricht. Auch ist der Gemeinsame Unterricht bis zur 6. noch in einigen Bundesländern Praxis und wird unter "Orientierungsstufe" geführt, doch wird diese Schritt für Schritt aufgelöst.
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