Ungewöhnlich lang zieht sich dieser Prozess nun hin, in dem die Staatsanwaltschaft zu beginn voller Stolz verkündete, nun den grausamen potsdamer Neonazis und Totschlägern den Prozess zu machen.
Nachdem man die beiden Täter, ja, da waren sich sowohl unsere Linksgerichteten Medien als auch der Rest der politisch korrekt denkenden Politiker sicher (obwohl auch in der BRD immer noch die Unschuldsvermutung gilt...) filmreif in Guantanamoart per Hubschrauber festnehmen lies (Vermummte Beamte, Fußfesseln,... man musste annehmen es handele sich um einen Verbrecher like Osama bin laden) stellten sich aber schnell ein paar Probleme.
Die mordswichtigen, sich nahezu aufdrängenden Zeugen, wiedersprachen sich in beinahe sämtlichen Fällen. "Umrisse könnten stimmen", "bin mir nicht sicher", "er läuft so ähnlich wie der den ich gesehen habe"... wurde auch dem letzten klar, das wird wohl doch nicht der Prozess, den man sich wünschte. Als dann auch noch das angebliche Opfer sich in widersprüchen verstrickte, lies auch das mediale Interesse nach - immerhin konnte man ja anscheinend doch keinen "heldenhaften Schauprozess gegen die Nazis" schildern.
Als dann auch noch bekannt wurde, dass das farbige "Opfer" selbst Täter war und die beiden in betrunkenem Zustand angriff und augrund eines inzigen Schlages, den man durchaus als Notwehr bezeichnen darf, das Gleichgewicht verlor (er war ja sehr stark angetrunken) und auf den Bordstein prallte, liesen die meisten Medien, allen voran die Linkspopulistischen a la "Bild" vollends von dem Fall ab - denn das passte nicht in die seit langem anhaltende Hetzkampagne gegen Rechts - und ins Weltbild schon gar nicht.
Der aktuelle Stand der Dinge:
Stimmanalysen aufgrund der mit dem Handy aufgenommen Beschimpfungen sollten den Fall ein für alle mal klären - jedoch:
Das Gutachten, eine höchst komplizierte und für den Laien nicht leicht verständliche Expertise, endete mit der Feststellung der bloßen Wahrscheinlichkeit: Danach gibt es Anhaltspunkte, dass die auf der Mailbox zu hörende hohe Stimme L. möglicherweise zuzuordnen ist, doch wegen der schlechten Qualität der Aufzeichnung, wegen der wechselnden Distanz des Sprechers zum Mikrofon, wegen allerlei Störgeräuschen und vor allem wegen der Kürze des Wortwechsels sei ein höherer Grad an Identifizierung nicht möglich....
http://www.spiegel.de/panorama/justi...481105,00.html