20.08.2008 - 12:19
Historik Forum
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  #1  
Alt 20.07.2008, 23:43
Plebejer
 
Registriert seit: 21.06.2007
Beiträge: 24
Wie behaltet ihr euer Wissen?

Vielleicht mag euch diese Frage seltsam erscheinen, ich beschäftige mich nur gerade ein wenig mit den verschiedenen Lernstrategien und -methoden und möchte daher von euch wissen, wie ihr erlerntes behaltet. Mit welchen Systemen / Herangehensweisen habt ihr gute Erfahrungen gemacht, mit welchen eher weniger? Fällt euch das Lernen leicht oder müsst ihr eher büffeln?
__________________
"Wer nicht von 3000 Jahren sich weiß Rechenschaft zu geben, bleib im Dunkel unerfahren, mag von Tag zu Tage leben." - J. W. v. Goethe
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  #2  
Alt 21.07.2008, 11:01
Benutzerbild von Wulfnoth
The Censor
 
Registriert seit: 29.01.2005
Ort: Bremen
Beiträge: 6.206
Auf Geschichte bezogen?
Da lernt man doch nicht, da schnappt man hier was auf und das was auf, letztendlich ist nur wichtig sich zu merken wo man es aufgeschnappt hat.
__________________
Demokratie heißt die Wahl haben. Diktatur heißt, vor die Wahl gestellt werden.
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  #3  
Alt 24.07.2008, 18:56
Plebejer
 
Registriert seit: 21.06.2007
Beiträge: 24
Ui, so wenig Antworten? Hm...

Aber ist das nicht blöd z.B. bei einer Diskussion, wenn man dann sagen muss: "Moment, ich muss erstmal meine Bibliothek herholen"?
__________________
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  #4  
Alt 24.07.2008, 19:33
Benutzerbild von Draconarius
Historiddler
 
Registriert seit: 04.06.2005
Beiträge: 779
Zitat von Wulfnoth Beitrag anzeigen
Auf Geschichte bezogen?
Da lernt man doch nicht, da schnappt man hier was auf und das was auf, letztendlich ist nur wichtig sich zu merken wo man es aufgeschnappt hat.
Genau, das hört man wirklich oft: "Man wuss nicht wissen wie es war, sondern wo es steht."
Und es stimmt sogar, bei den meisten Sachen ist es tatsächlich so, dass man nur die Stelle wissen muss, wo sie zu finden sind. Wichtig ist aber, dass man die Grundzüge eines Themas beherrscht.
__________________
μηδὲν ἄγαν
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  #5  
Alt 24.07.2008, 19:56
Benutzerbild von Wulfnoth
The Censor
 
Registriert seit: 29.01.2005
Ort: Bremen
Beiträge: 6.206
Nun, wenn man sich für ein Thema interessiert sollte man die Grundzüge schon beherrschen. Ich persönlich kann von mir nur berichten, dass ich mir Zahlen und Daten nie merke/merken kann. Aber wenn ich dann für eine Diskussion mal wissen muss wie viele Zenturien eine augusteiische Legion hatte, dann schlag ich das eben schnell nach. Meistens reicht für sowas ja sogar Wikipedia.

Aber was Lernstrategien betrifft. Hey wir sind hier in einem Geschichtsforum, hier interessieren sich wohl alle hobbymäßig (oder mehr) für Geschichte, sowas lernt man doch nicht.
Für Wissenserhaltung und -erweiterung kann ich allerdings dieses Forum wirklich empfehlen. Dadurch dass man viele Sachen einfach immer wieder diskutiert oder in Diskussionen einfließen lässt bleiben sie zumindest mir präsent.
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  #6  
Alt 24.07.2008, 23:06
Ädil
 
Registriert seit: 03.11.2006
Ort: Belgien
Beiträge: 348
Vielleicht ist das wirklich die beste Methode, etwas zu lernen: Es immer wieder anzuwenden. Anderes Beispiel, Wortschatz, es ist mir noch nie vorgekommen, dass ich ein Wort mehr als 2 mal nachschlagen musste (in gewissem zeitlichen Abstand ), spätestens nach dem zweiten mal sitzt das Wort.
Anderer Vorteil beim Lernen: Man sollte sich für das zu Lernende interessieren. Wenn man über gewisse Tatsachen staunen kann, dann wird man sie auch behalten.
Wenn du vorhast Geschichte zu studieren (Wofür man in Belgien die ersten Jahre einfach nur auswendig blocken muss, ka, wie es in Deutschland ist) dann wäre es vielleicht angebracht, jetzt schon Bücher zu geschichtlichen Themen zu lesen, oder aber hier im Forum aktiv zu sein , später ist es dann kein pures Neuland mehr für dich, und dir fällt es einfacher etwas zu behalten, weil du es ja praktisch nur noch wiederholst.
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  #7  
Alt 25.07.2008, 16:53
Plebejer
 
Registriert seit: 21.06.2007
Beiträge: 24
Okay, danke für die Tipps und Hinweise. Hätte nicht gedacht das man sich da so sehr auf die Bücher stützen kann. Macht aber Sinn, wenn man ein wenig drüber nachdenkt. Man sollte eine These / Behauptung ja auch irgendwie untermauern können.
Für Geschichte interessiere ich mich "nur" Hobbymäßig, aber für meinen Beruf als Fachinformatiker (Fachrichtung Systemintegration) wär die Frage nach Lernstrategien und -methoden schon interessant gewesen. Böser trockener Stoff, selbst wenn man sich dafür interessiert. :-)
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  #8  
Alt 26.07.2008, 02:38
Ädil
 
Registriert seit: 03.11.2006
Ort: Belgien
Beiträge: 348
Ahja, das Programmieren. Mein Bruder ist Infografiker und momentan nur für die Designintegration zuständig. Er sagt, das ganze ist im Prinzip mit diesen blöden Mathe-Problemen aus der Grundschule zu vergleichen, nur ein wenig komplexer, aber im Endeffekt ist es immer ein logisches System.
Ich selbst hab nur wenig Erfahrung im Programmieren, aber ich könnte mir vorstellen, dass es hilft, jede neue Funktion auszuprobieren, einfach so zum Spaß komplexe Programme aufzubauen und alles einzubauen, was man behalten soll. Ist aber wirklich trockener Stoff, mehr wüsst ich da auch nicht.
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  #9  
Alt 02.08.2008, 16:05
Plebejer
 
Registriert seit: 17.07.2008
Beiträge: 1
also ich verlerne sehr schnell wieder....auf jeden fall, wenn ich dinge einfach nur stur auswendig lerne für klausuren, tests, vorträge etc.
wenn mich dinge aber so richtig interessieren und ich versuche sie nicht nur auswendig zu lernen sondern auch richtig zu verstehen und in einem kontext mit meiner umwelt zu bringen, dann kann ich mir die dinge viel besser merken. außerdem lerne ich auch viel besser, wenn ich mir dinge selbst erarbeiten muss und mir nicht alles vorgegaukelt wird, so wie es vor vielen jahren noch in der schule üblich war. heutzutage schwenkt man mittlerweile in der schule schon auf projektlernen und selbständiges lernen, erfahrungslernen um......man hat also aus seinen fehlern schon etwas gelernt. trotzdem herrscht in schulen der normale unterrichtsstil (frontalunterricht) immer noch vor. das dauert sicher noch etwas bis das komplett umgestellt wird.

storyteller
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  #10  
Alt 06.08.2008, 19:36
Tribun
 
Registriert seit: 29.06.2008
Beiträge: 50
Der Mensch kann nur lernen, wenn er auch wieder vergißt!

Bei mir persönlich ist so, daß neues Wissen, was meinen Interessen entspricht ewig haften bleibt. Alles andere vergesse ich ziemlich schnell wieder. Dafür hat man Nachschlagewerke, Bilbiotheken und heute gottseidank auch das Internet.

Dinge, die ich zwangsweise wissen muß (für Prüfungen etc.), muß ich büffeln, büffeln, büffeln... Leider!

Autisten haben es da leichter, die können sich den Inhalt tausender Bücher merken und zitieren!
__________________
"Die Nation kennt keine andere Grenze als die Kraft ihrer Männer." E.v.S.
Kürzlich entdeckt und für wichtig befunden: www.hitlers-reden.de
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  #11  
Alt 07.08.2008, 00:40
möchtegern Historiker
 
Registriert seit: 28.06.2008
Beiträge: 9
naja ich kann es einfach also wenn es mich interessiert kein problem es schnell auswendig zu lernen aber naja jeder mensch ist doch in abgewandelter Form wissensgierig man schnappt immer das auf was man wissen will , ^^ ich sags mal so sonst gäbe es doch hier auch keine mitglieder wenn alle denken wüden sie wüssten schon über alles bescheiht ! Lg willi
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  #12  
Alt 08.08.2008, 02:00
Plebejer
 
Registriert seit: 01.08.2008
Beiträge: 1
also bei mir ist es so, alles was meinem interesse entspricht behalte ich auch komplett im hirn
alles andere weiß ich zwar noch/oder muss nachdenken biss ich es wieder weiß
aber alles in allem weiß ich eigentlich noch fast alles was ich getan habe (seiß jetzt belangloser dreck), ich muss mich nur dran erinnern, geht recht leicht



ps:hab grad was getrunekn^^
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  #13  
Alt 08.08.2008, 15:15
Plebejer
 
Registriert seit: 30.06.2008
Beiträge: 25
1) Für meine Examen habe ich - mit gutem Erfolg - mit einer Art primitivem Superlearnig gearbeitet:

a) Der gesammte Stoff wurde - in korrekten, vollständigen deutschen Sätzen - niedergeschrieben (1. Lerneffekt).
b) Der gesammte Stoff wurde sodann vertont - auf 90er-Audio - Kassetten (2. Lerneffekt).
c) Sodann wurde in der 3. Stufe

- gelesen und gleichzeitig gehört (Lerneffekt sehr hoch, Zeitaufwand auch)
- nur gelesen (geht rasend schnell, stützt aber lediglich bereits vorhandenes Wissen)
- nur gehört (Zeitaufwand hoch - geht aber auch auf notwendigen Wegen, beim Spazieren, Fahrradfahren usw.)

Auf diese Weise wurde der gesamte Examensstoff in Wochenpensen ca. 10x wiederholt. Die zu wiederholenden "Einheiten" wurden durch die Anzahl der Kassetten sehr übersichtlich und nach Opportunität über die Woche verteilt.

2) Im übrigen ergibt sich eine enorme Gedächtniskapazität durch ein konkretes Studium - in meinem Falle: Jurisprudenz - und die Allgemeinbildung. Je weiter diese reicht, um so intensiver wird die geistige Infrastruktur, die es ermöglicht, Ereignisse und Strukturen systematisch "abzulegen" und auf sie mitunter sehr schnell wieder zuzugreifen. Der Nachteil: es entsteht auch ein "Quatsch-Filter" - was als irrelevant abgetan wird und aus dem Raster fällt, wird sofort vergessen.

3) Allgemeinbildung, Bildung "an sich" ist nichts, was man ein für alle mal erwirbt, sondern ständig gepflegt sein muß - nicht, weil sich so furchtbar viel neues in der Welt ereignen würde, an daß man sich anzupassen habe; sondern vielmehr, um die geistigen Muskeln zu trainieren. Wird man diesbezüglich nachlässig, liest nicht mehr, hockt nur noch vor der Glotze oder hängt nur noch ungeistigen Beschäftigungen nach, verblödet man. Umgekehrt wird man zum Fachidioten und/oder Bücherwurm, wenn man in seiner Persönlichkeit kein Gegengewicht zur rein geistigen Betätigung schafft. Meine konkreten "Gegengewichte" sind der Hund, das Motorrad, der Kochlöffel und der Fotoapparat.
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