Login
|
|
|
Forenübersicht
|
|
|
|
|
Umfrageergebnis anzeigen: Darf Satire alles?
|
|
Ja, Satire darf alles.
|
  
|
17 |
73,91% |
|
Nein, Satire muss Grenzen gesetzt werden.
|
  
|
6 |
26,09% |
|
Satire ist grundsätzlich unsinnig.
|
  
|
0 |
0% |
 |
|

28.12.2007, 17:38
|
|
|
|
Würde ich auch so sagen...
Und, da jeder Mensch ein Recht auf die Unantastbarkeit seiner Würde hat, darf er sich auch gegen die Verarsche in solchen Sendungen wehren. Die Sendungen sollten vorher um Erlaubnis fragen, bevor sie sich über diese Leute lustig machen.
|

28.12.2007, 19:39
|
 |
Propraetor
|
|
Registriert seit: 03.11.2006
Ort: in Niedersachsen
Beiträge: 646
|
|
Zitat von MacX
Würde ich auch so sagen...
Und, da jeder Mensch ein Recht auf die Unantastbarkeit seiner Würde hat, darf er sich auch gegen die Verarsche in solchen Sendungen wehren. Die Sendungen sollten vorher um Erlaubnis fragen, bevor sie sich über diese Leute lustig machen.
Und daher darf ich mich auch gegen Satire zur Wehr setzen. Denn zwischen Satire und dem, was du als "Verarsche" bezeichnest , nur eine ganz kleine Klüft besteht.
Es kommt darauf an wie man Satire verkauft und rüber bringt, und die Satire der Titanic ist einfach nur " plump", um mal wieder aufs Thema zu kommen.
Wahre Satire ist ,wie sie Dieter Hildebrandt celebriert hat.
Außerdem kann man in diesem Beispiel gut erkennen, auf welche Themen sich Hildebrandt konzentrierte und auf welche die Titanic und das lässt tief blicken.
Und daher muss Satire wie sie die Titanic betreibt Grenzen haben.
__________________
"Die Weltgeschichte ist auch die Summe dessen, was vermeidbar gewesen wäre."
"Es ist besser, unvollkommene Entscheidungen durchzuführen, als beständig nach vollkommenen Entscheidungen zu suchen, die es niemals geben wird."
|

28.12.2007, 20:51
|
 |
Praetor
|
|
Registriert seit: 08.10.2007
Ort: Rheingau
Beiträge: 412
|
|
Zitat von Patrice
Pocher und Co machen sich doch nur über das "Fehlverhalten" anderer lustig und sind auf Schadenfreude aus.
Satire ist m.E. etwas wesentlich intelligenteres, nämlich die zynische Auseinandersetzung mit einem gesellschaftlichen, politischen, religiösen oder was auch immer Problem. Die Satire will im Grunde kritisieren und nicht auslachen.
In diesem Sinne würde ich das nicht als Satire bezeichnen.
Man könnte das, was Pocher, Raab etc. machen als eine Kritik an den Medien verstehen, die medienunerfahrene Leute vor laufender Kamera vorführen bzw. an denen die, ihr Gesicht in jede Kamera halten müssen, denn Pocher und Konsorten verarschen doch nicht nur den Kleinen Mann von der Straße. So gesehen wäre das auch Satire.
__________________
Zitat von Helmut Kohl
Ich weiß nicht, was der französische Staatspräsident Mitterrand denkt, aber ich denke dasselbe.
|

29.12.2007, 00:29
|
|
|
|
Wenn man sich im Fernsehen zeigt, verliert man sein Recht auf Wahrung der Würde?
|

29.12.2007, 00:42
|
 |
Praetor
|
|
Registriert seit: 08.10.2007
Ort: Rheingau
Beiträge: 412
|
|
|
Ich meine damit nicht, dass man jeden, der irgendwie im Fernsehen zu sehen ist, etwa bei Kurzinterviews, wie z.B. Meinungsumfragen verarschen soll, sondern ich habe mich auf die Möchtegern-Promis bezogen, die in jeder auch noch so billigen Show auftreten und scheinbar jedes peinliche Detail ihres Privatlebens an die Öffentlichkeit bringen, um Aufmerksamkeit zu erheischen.
__________________
Zitat von Helmut Kohl
Ich weiß nicht, was der französische Staatspräsident Mitterrand denkt, aber ich denke dasselbe.
|

29.12.2007, 11:06
|
|
Spender
|
|
Registriert seit: 27.10.2007
Ort: Raum Nürnberg
Beiträge: 922
|
|
Zitat von Sartre
Wahre Satire ist ,wie sie Dieter Hildebrandt celebriert hat.
Das ist zu unterstreichen. Generell hat sich bei der Satire (eine eigentlich sehr anspruchsvolle Form von Literatur) aber wohl im Laufe der Zeit etwas verselbständigt. Ursprünglich sind Zustände der Gegenstand von Satire, über die sich der Satiren-Schreiber aufregt, die er "auf die Schippe" nimmt / als lächerlich entlarvt. Kurt Tucholsky hat Satiren geschrieben, ich nehme sie immer wieder mal gern zur Hand. Die Zeitschrift "Der wahre Jakob" war - bis sie 1933 nach 50 Jahren von den Nazis verboten wurden - ein Beispiel gelungener Satire. Dabei wurden Personengruppen und, wie gesagt, Zustände, mit denen sie in Zusammenhang standen, in Text und Zeichnung kritisiert. Als Personen kamen nur wirklich prominente Politiker vor.
Natürlich musste auch im Fernsehen eine adäquate Darstellungsform von Satire gefunden werden. Hildebrandt erfüllt das. Aber was die Privatsender als "Verarsche" daraus gemacht haben, hat mit Satire nichts zu tun. Weil's aber ankommt und Einschaltquoten bringt, versuchen es Printmedien (wie Titanic?) zu kopieren. Dabei werden Grenzen überschritten. Aber das "label" Satire ist ein falsches. Es geht in die Richtung von Sensationsjournalismus, weil die "Macher" mal Alternativen zu nackten Busen, Pos und Mordgeschichten bringen wollen.
|

20.05.2008, 12:31
|
 |
Praetor
|
|
Registriert seit: 08.10.2007
Ort: Rheingau
Beiträge: 412
|
|
|
In der letzten Ausgabe des „Scheibenwischer“ hat Mathias Richling einen satirischen Kommentar zum Inzestfall von Amstetten vorgetragen, der teilweise für heftige Empörung sorgte. Ein Satz darin lautete: „Bei uns überleben die Kinder im Verlies, bei euch in Deutschland endet so was immer zu dritt in der Kühltruhe oder zu siebt in Blumenkästen.“
Ist die Aufregung darüber eurer Meinung nach angemessen?
__________________
Zitat von Helmut Kohl
Ich weiß nicht, was der französische Staatspräsident Mitterrand denkt, aber ich denke dasselbe.
|

20.05.2008, 13:13
|
|
Proconsul
|
|
Registriert seit: 04.08.2007
Ort: da, wo Deutschland am Schönsten ist
Beiträge: 1.285
|
|
|
Ich halte gekünstelte Empörung für Dummheit gepaart mit Eitelkeit. Es sollte ja jeder normaldenkende Mensch wissen, daß nicht jeder Haushalt im Keller in Österreich seinen Inzestfall hat und auch nicht in jedem Blumenkasten oder jeder Kühltruhe in Deutschland tote Kinder begraben wurden.
Aber so ist das halt auf der Welt. An irgendwas muß man sich hochziehen, um dann einmal für kurze Zeit im Mittelpunkt zu stehen.
|

20.05.2008, 13:16
|
 |
K.u.K. Hofzensor
|
|
Registriert seit: 19.05.2005
Ort: Wien
Beiträge: 1.071
|
|
|
Es gibt immer Menschen die meinen, sie müssten sich wegen jedem Blödsinn aufregen und immer die großen Moralapostel spielen. Sich über so eine Aussage aufzuregen heißt meiner Meinung nach nur, dass man eindeutig zu viel freie Energie hat.
|
 |
|
|
Aktive Benutzer in diesem Thema: 1 (Registrierte Benutzer: 0, Gäste: 1)
|
|
|
Forumregeln
|
Es ist dir nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
Es ist dir nicht erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
Es ist dir nicht erlaubt, Anhänge hochzuladen.
Es ist dir nicht erlaubt, deine Beiträge zu bearbeiten.
HTML-Code ist aus.
|
|
|
|
Letzte Links
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|