08.09.2008 - 06:11
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  #1  
Alt 06.01.2008, 22:35
Benutzerbild von K. Ropp
Praetor
 
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Soll Doping freigegeben werden?

Seit Jahren versinkt die Tour de France im Dopingsumpf. Auch bei anderen sportlichen Großveranstaltungen passiert es immer wieder, dass Medaillen aberkannt werde müssen, da der eigentliche Medaillenträger gedopt war.
Durch Doping scheint der Sport seinen ursprünglichen Sinn verloren zu haben. Hat der Sport seinen Kampf gegen Doping verloren?

Wäre es das beste, wenn Doping freigegeben werden würde?

Dafür würde sprechen, dass dadurch die Sportler nicht mehr kriminalisiert werden. Immerhin heißt es doch, dass etwa beim Radsportler gedopt seien. Wäre es da nicht unfair, wenn nur ein paar von ihnen sanktioniert werden? Außerdem hätte man dann (wieder) gleiche Startvoraussetzungen. Zudem ist Doping keine Erfindung des 20. Jahrhunderts, denn schon bei den Olympischen Spielen im antiken Griechenland wurde gedopt.

Gegen die Legalisierung von Doping würde sprechen, dass durch Doping die persönliche Leistung eines nicht mehr gegeben ist, einen Wettkampf gewinnen, würde nicht derjenige, der am besten trainiert hat, sondern derjenige, der die besseren Dopingpräparate eingenommen hat. Außerdem ist Doping nicht ungefährlich und kann schwere medizinische, unter Umständen sogar chronische, Schäden zur Folge haben. Durch die Legalisierung würde die Hemmschwelle für Doping sinken und ehrgeizige Eltern könnten ihren Kindern starke Mittel, z.B. EPO oder Anabolika, verabreichen.
__________________
Zitat von Helmut Kohl
Ich weiß nicht, was der französische Staatspräsident Mitterrand denkt, aber ich denke dasselbe.
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  #2  
Alt 06.01.2008, 22:41
Benutzerbild von Nichts
nobodys fault
 
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Wenn Doping freigegeen werden sollte wäre es dann noch Sport im olympischen Sinne bzw. überhaupt Sport?
Ich seh schon geistig die am Streckenrand zusammengebrochenen an einer Überdosis sterbenden Tour de France Fahrer...
*Sarkasmus an*
Medizinersport wär es, wer schafft das stärkste Doping ohne dass der Athlet gleich verreckt
*Sarkasmus aus*
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Auch Demokratie ist nur eine (Geld-)Aristokratie
alles Geschriebene zeigt meine "bescheidene und nicht gefragte" Meinung.

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Geändert von Nichts (06.01.2008 um 22:49 Uhr).
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  #3  
Alt 06.01.2008, 22:51
Benutzerbild von K. Ropp
Praetor
 
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Beiträge: 391
Zitat von Nichts Beitrag anzeigen
Wenn Doping freigegeen werden sollte wäre es dann noch Sport im olympischen Sinne bzw. überhaupt Sport?
Ich seh schon geistig die zusammengebrochenen an einer Überdosis sterbenden Tour de France Fahrer...
Bei den ganzen Dopingvorfällen kann man doch auch nicht von "Sport im olympischen Sinne" sprechen. Außerdem gibt es seit Jahrzehnten gedopte Radfahrer und Jan Ulrich und Erik Zabel leben ja auch noch.
__________________
Zitat von Helmut Kohl
Ich weiß nicht, was der französische Staatspräsident Mitterrand denkt, aber ich denke dasselbe.
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  #4  
Alt 06.01.2008, 22:55
Benutzerbild von Nichts
nobodys fault
 
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Beiträge: 322
Zitat von K. Ropp Beitrag anzeigen
Bei den ganzen Dopingvorfällen kann man doch auch nicht von "Sport im olympischen Sinne" sprechen. Außerdem gibt es seit Jahrzehnten gedopte Radfahrer und Jan Ulrich und Erik Zabel leben ja auch noch.
Es gibt seit über zwei Jahrtausenden Verbrecher.
Sollen Verbrechen deswegen legalisiert werden?...
Das ist kein Argument.
Und viele Doper leben noch aber auch etliche starben oder haben Schäden durch das Doping.
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  #5  
Alt 06.01.2008, 23:39
Benutzerbild von TigerMC
Administrator
 
Registriert seit: 04.03.2005
Ort: München
Beiträge: 2.413
also doping freigeben wäre die abkehr vom sportlichen gedanken. der der am besten trainiert soll gewinnen, nicht der der den besten pharmakonzern hinter sich hat, bin klar gegen jegliche lockerung der dopingregeln
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  #6  
Alt 07.01.2008, 08:54
Benutzerbild von Argeados
K.u.K. Hofzensor
 
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Ort: Wien
Beiträge: 1.037
Wenn Doping aber so absurd wird, dass man irgendwelche Grenzwerte überschreitet, nur weil man den falschen Hustensaft schluckt, dann stimmt in dem System aber was nicht.
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  #7  
Alt 07.01.2008, 10:35
Spender
 
Registriert seit: 27.10.2007
Ort: Raum Nürnberg
Beiträge: 685
Ein klare Nein auch von mir, auch wenn der Satz stimmt:

Zitat von K. Ropp Beitrag anzeigen
Seit Jahren Zudem ist Doping keine Erfindung des 20. Jahrhunderts, denn schon bei den Olympischen Spielen im antiken Griechenland wurde gedopt.
Nur dank moderner medizintschnischer Verfahren kann man Doping jetzt aufdecken, und das ist gut so.

Wenig bekannt ürbigens: Auch in den den Küchen mittelalterlicher Truppenverbände haben die Köche manchmal Arsen in die Suppe getan, weil das - erprobt bei Tiroler Bergbauern - die Leistungsfähigkeit der Soldaten erhöhte.
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  #8  
Alt 07.01.2008, 11:47
Novalis
Gast
 
Beiträge: n/a
Zitat von Sokotra Beitrag anzeigen
Wenig bekannt ürbigens: Auch in den den Küchen mittelalterlicher Truppenverbände haben die Köche manchmal Arsen in die Suppe getan, weil das - erprobt bei Tiroler Bergbauern - die Leistungsfähigkeit der Soldaten erhöhte.
Von den gedopten deutschen Soldaten im zweiten Weltkrieg ganz zu schweigen.
Vom Erektionsunterdrücker bis zum heutigen "Renner" Chrystal Meth war alles dabei.

Fakt ist, eine Legalisierung des Dopings ist rechtlich gesehen unmöglich.
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  #9  
Alt 11.01.2008, 21:20
Benutzerbild von K. Ropp
Praetor
 
Registriert seit: 08.10.2007
Ort: Rheingau
Beiträge: 391
Aber irgendjemand muss bei einem dopingfreien Sport den Anfang machen. Hier stellt sich die Frage, wer das machen soll? Deutschland? Das würde allerdings bedeuten, dass unsere Sportler, sofern sie bei vorherigen Wettkämpfen gedopt waren, eine schlechtere Leistung vollbringen würden und womöglich keinen Platz auf dem Podest erlangen könnten.
Aber wollen wir das wirklich?
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Zitat von Helmut Kohl
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  #10  
Alt 11.01.2008, 21:39
Benutzerbild von Sartre
Propraetor
 
Registriert seit: 03.11.2006
Ort: in Niedersachsen
Beiträge: 646
Zitat von K. Ropp Beitrag anzeigen
Aber irgendjemand muss bei einem dopingfreien Sport den Anfang machen. Hier stellt sich die Frage, wer das machen soll? Deutschland? Das würde allerdings bedeuten, dass unsere Sportler, sofern sie bei vorherigen Wettkämpfen gedopt waren, eine schlechtere Leistung vollbringen würden und womöglich keinen Platz auf dem Podest erlangen könnten.
Aber wollen wir das wirklich?
Das hört sich ja so an, als ob jeder Sportler auf dieser Welt dopen würde.
Das ist doch völliger blödsinn.
Nur weil bei der Tour de France Fehler begangen wurden, von Seiten der Sportler und der Funktionäre, heißt das noch lange nicht, dass dies auf alle Sportarten zu trifft und das tut es zu 100% nicht.
Doping kann heute relativ gut kontrolliert ( wie früher auch, da die Präparate noch andere waren, nur war das Kontrollsystem selber korrupt ) werden und es gibt auch genügend Sportler mit Verstand, die ihrem Körper so etwas nicht an tun.
Daher finde ich diese ganze Diskussion hier für total sinnlos und überhaupt die Frage ob Doping erlaubt werden soll.
Ich kenne niemanden der das befürworten würde, außer ein paar verrückte Sportler, die es selber schon getan haben und das lässt schon tief blicken.
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"Die Weltgeschichte ist auch die Summe dessen, was vermeidbar gewesen wäre."
"Es ist besser, unvollkommene Entscheidungen durchzuführen, als beständig nach vollkommenen Entscheidungen zu suchen, die es niemals geben wird."
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  #11  
Alt 12.01.2008, 15:21
Thete
 
Registriert seit: 02.05.2007
Ort: Berlin
Beiträge: 733
Guckt euch Sportart wie Rad- oder Skifahren noch mal aus der Nähe an und sagt mir dann nochmal, dass es nur um die bessere Leistung geht. Das Material ist (mit) entscheidend; und ob jetzt der gewinnt, der die bessere Ausrüstung hat, oder der mit dem besseren Pharmazeuten.

Aber ich als erklärter Sportverächter sollte man lieber die Klappe halten...
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  #12  
Alt 12.01.2008, 15:51
Benutzerbild von Sartre
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Beiträge: 646
Zitat von Thersites Beitrag anzeigen
Guckt euch Sportart wie Rad- oder Skifahren noch mal aus der Nähe an und sagt mir dann nochmal, dass es nur um die bessere Leistung geht. Das Material ist (mit) entscheidend; und ob jetzt der gewinnt, der die bessere Ausrüstung hat, oder der mit dem besseren Pharmazeuten.
Mit dem Material hat das nicht viel zu tun, die geben sich nichts.
Jeder Sportler wählt individuell sein Material aus und stellt es für seine Bedürfnisse ein und verbessert es meist eigenständig noch.
Wenn nun der "Bob" oder "Schlitten" schneller ist, dann liegt es zu einem an den Fähigkeiten des Sportlers und an seinen klugen Veränderungen.
Was wieder eine Leistung des Sportlers wäre.

Und für die meisten Sportarten trifft das nicht mal zu, Fussball, Tennis, Handball etc........., alle benutzen das gleiche Sportgerät.
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"Es ist besser, unvollkommene Entscheidungen durchzuführen, als beständig nach vollkommenen Entscheidungen zu suchen, die es niemals geben wird."
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  #13  
Alt 12.01.2008, 16:33
Thete
 
Registriert seit: 02.05.2007
Ort: Berlin
Beiträge: 733
Zitat von Sartre Beitrag anzeigen
Mit dem Material hat das nicht viel zu tun, die geben sich nichts.
Jeder Sportler wählt individuell sein Material aus und stellt es für seine Bedürfnisse ein und verbessert es meist eigenständig noch.
Wenn nun der "Bob" oder "Schlitten" schneller ist, dann liegt es zu einem an den Fähigkeiten des Sportlers und an seinen klugen Veränderungen.
Was wieder eine Leistung des Sportlers wäre.

Und für die meisten Sportarten trifft das nicht mal zu, Fussball, Tennis, Handball etc........., alle benutzen das gleiche Sportgerät.

Das mag vor fünfzig Jahren so gewesen sein; heute wird jedem Spitzensportler die gesamte Austrüstung von Sponsoren gestellt, und die wollen natürlich, dass ihr Kandidat gewinnt. Das sind HighTech-Produkte, die von absoluten Profis entwickelt werden!
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  #14  
Alt 12.01.2008, 16:36
Benutzerbild von Nichts
nobodys fault
 
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Zitat von Thersites Beitrag anzeigen
Das mag vor fünfzig Jahren so gewesen sein; heute wird jedem Spitzensportler die gesamte Austrüstung von Sponsoren gestellt, und die wollen natürlich, dass ihr Kandidat gewinnt. Das sind HighTech-Produkte, die von absoluten Profis entwickelt werden!
Zumindest in den meisten Rennsportaten.Woanders gibt es meistens dadurch keine allzugrossen Vorteile.
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  #15  
Alt 12.01.2008, 16:58
Benutzerbild von Sartre
Propraetor
 
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Ort: in Niedersachsen
Beiträge: 646
Zitat von Thersites Beitrag anzeigen
Das mag vor fünfzig Jahren so gewesen sein; heute wird jedem Spitzensportler die gesamte Austrüstung von Sponsoren gestellt, und die wollen natürlich, dass ihr Kandidat gewinnt. Das sind HighTech-Produkte, die von absoluten Profis entwickelt werden!
Kann so ja nicht stimmen.
Das Produkt muss auf den Sportler zugeschnitten sein und niemals könnte ein Radfahrer A mit dem Rad von Fahrer B fahren.
( Bestes Beispiel war Georg Hackl, auch wenn es nicht den Radsport jetzt betrifft )
Das heißt der Sportler muss seine Wünsche äußern und wirkt meistens mit.
Außerdem werden alle Sportler mit "diesen High Tech-Produkten" ausgerüstet, so dass niemand benachteiligt wird und die geben sich nichts, aber auch wirklich nichts.
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