07.01.2009 - 22:13
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  #1  
Alt 02.04.2005, 15:33
Quaestor
 
Registriert seit: 31.03.2005
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Herr der Ringe und was man darüber wissen muss

Da mir das im Bücher Thread zu sehr Off Topic wird, eröffne ich jetzt diesen Thread um einen allgemeinen Diskussions- und Fragenthread zum Thema HdR zu eröffnen.
Eine Frage die auftauchte: Was hat Wolfgang Krege verbrochen?
Diese erste Frage werde ich bei Gelegenheit beantworten, die Quellen sind im Moment nicht erreichbar, nur soviel: Krege übersetzt zu Neudeutsch. Es gibt dafür Margret Carroux, die ich jedem ans Herz legen möchte.
Sollten andere Fragen auftauchen, bin ich gerne bereit mich um Antwort zu bemühen auch phlipp-daimon würde das bestimmt gerne tun.
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  #2  
Alt 02.04.2005, 15:35
Benutzerbild von Wulfnoth
The Censor
 
Registriert seit: 29.01.2005
Ort: Freiburg
Beiträge: 6.531
Es ist mal das Gerücht augekommen, dass Herr der Ringe einen gewissen historischen Hintergrund hat.
Kann man das vertreten?
__________________
Demokratie heißt die Wahl haben. Diktatur heißt, vor die Wahl gestellt werden.
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  #3  
Alt 02.04.2005, 15:46
Wien
Gast
 
Beiträge: n/a
Ich habe mal in einer Dokumentation gesehen, das die Böse Seite das Dritte Reich darstellen soll, das am Anfang unbesiegbar scheint und am Ende verbünden sich alle gegen das Böse und gewinnen zusammen!

Oder liege ich da falsch, das das der Geschichtliche Hintergrund ist?

Gruss aus Wien
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  #4  
Alt 02.04.2005, 16:20
Quaestor
 
Registriert seit: 31.03.2005
Beiträge: 166
Also zum geschichtlichen Bezug:
Es gibt darüber verschiedene Theorien. Wie vielleicht einigen bekannt hat J.R.R. Tolkien im ersten Weltkrieg auf Seiten Englands mitgekämpft und dabei natürlich grausame Sachen erlebt. Es gibt nun daher naheliegend die Annahme, Tolkien habe im zweiten Weltkrieg als er den Herr der Ringe geschrieben hat (angefangen hat ihn zu schreiben) Erinnerungen verarbeitet hat. Diesen Vorwurf hat Tolkien zu Lebzeiten aber wiederstritten und auch sein Sohn Christopher wiederspricht dieser Annahme heute noch. Natürlich kann man Paralleren ziehen zwischen dem Österreicher und Sauron, und natürlich kann man auch Parralelen sehen zwischen der riesigen Armee Saurons und der Wehrmacht. Die Nazgul mit der SS zu vergleichen wäre eine dritte Möglichkeit. Was man aber davon zu halten hat, muss jeder selbst empfinden. Tolkien wollte -und tat es auch so- eine Fortsetzung seines Kinderbuches "Der kleine Hobbit" schreiben. Diese Geschichte schrieb er nahezu unbestreitbar für seine Kinder und wurde dann vom Verlag Allen & Unwin gebeten es zu veröffentlichen. Als dieses kleine Kinderbuch schon erfolgsversprechend vermarktet wurde, geschah es, dass Tolkien eine Fortsetzung schrieb, zum einen für seine Kinder, zum andern für seinen noch kleinen begeisterten Leserkreis. Genauso könnte man Tolkien auch den Vorwurf machen, dass Silmarillion wäre ein Plagiat der Bibel und Blasphemie.
Um die Gedanken Tolkiens beurteilen zu können muss man zusammenfassend sehen, wer er war und welche Interessen er hatte. Tolkien war Professor in Oxford für Altenglisch. Seine Hauptinteressen lagen in nordischen Sprachen und Mythen. Bezogen auf diese Tatsachen kann man davon ausgehen, dass Tolkien seine eigene mythische Welt schaffen wollte, mit Sprachen, Völkern und natürlich auch Kriegen. Neben dem einfachen Elbisch entwickelte Tolkien ja noch andere Sprachen, die er allerdings nicht so weit ausbaute. Zum einen gibt es da das Sindarin, dass das sogenannte "Umgangselbisch" bildet, und das Quenya, dass das sogenannte "Hochelbisch" bildet. Außerdem entwarf er natürlich noch die Sprache der Zwerge und die dunkle Sprache Saurons. Um all dieses aber verstehen zu können muss man sich mit der Geschichte Mittelerdes befasst haben, was dann hauptsächlich auf das Silmarillion zurückführt. Wer Sauron war und wie er an die Macht kam, ist doch vom Österreicher zu unterscheiden.
Soweit erstmal dazu, wenn immernoch Fragen aufkommen, bitte stellen.
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  #5  
Alt 02.04.2005, 16:23
Benutzerbild von Wulfnoth
The Censor
 
Registriert seit: 29.01.2005
Ort: Freiburg
Beiträge: 6.531
Nur weil man nicht bewusst Erlebnisse verarbeitet heißt das ja noch lange nicht, dass man sie nicht unbewusst mit einarbeitet.
Nicht umsonst ist die persönliche Vergangenheit bei einer Textinterpretation und Analyse immer besonders wichtig.
__________________
Demokratie heißt die Wahl haben. Diktatur heißt, vor die Wahl gestellt werden.
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  #6  
Alt 02.04.2005, 16:29
Quaestor
 
Registriert seit: 31.03.2005
Beiträge: 166
Wie auch am Vergleich zur Bibel zu erkennen, kann man vieles interpretieren, wenn man es nur will. Und wie es bei den meisten Interpretationen gilt: es gibt kein richtig oder falsch. Interpretationen, und das wirst du dann wohl mal im Leistungskurs feststellen, sind immer davon abhängig, wie man die Fakten deutet, und diese richtig argumentativ aneinander reit. Letzten Endes ist es jedem selbst überlassen zu welchem Ergebnis er kommt, ich kann nur die Möglichkeit bieten, Hintergrundinformationen zu liefern, die den Interpretationsansatz erweitern.
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  #7  
Alt 02.04.2005, 17:41
Wien
Gast
 
Beiträge: n/a
Aha dann lag ich mit meiner Vermutung doch richtig!

Gruss aus Wien
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  #8  
Alt 02.04.2005, 17:57
Quaestor
 
Registriert seit: 31.03.2005
Beiträge: 166
Ach und hier jetzt ein Beispiel für die wunderbare Übersetzungskraft Kreges.

Tolkien: "They will never overcome our Lord, and my father is very valiant"
Carroux: "Sie werden niemals unseren Herrn besiegen, und mein Vater ist sehr tapfer"
Krege: "Unseren Statthalter kriegen sie nie klein, und mein Vater ist unwiderstehlich"

Tolkien: "Sam is an exellent fellow, and would jump down a dragon's throat to save you, if he did not trip over his own feet"
Carroux: "Sam ist ein Prachtskerl und würde einem Drachen an die Kehle springen, um dich zu retten, wenn er dabei nicht über die eigenen Füsse stolperte"
Krege "Dass Sam mitkommt ist gut und schön,er würde jedem Drachen in den Schlund springen,um dich rauszuziehen,wenn er nicht über die eigenen füße stolpern würde"

Tolkien: "Most of them bore the mark DALE on them..."
Carroux: "Die meisten trugen die Herkunftsbezeichnung THAL..."
Krege: "...die meisten mit dem Herkunftsstempel MADE IN THAL..."

Tolkien: "[...] a heavy bag [...]"
Carroux: "[...] einen schweren Beutel [...]"
Krege: "[...] einen schweren Rucksack [...]"

Darüber kann sich jeder wieder selbst seine Meinung machen, aber auf anerkannten HdR Foren gab es daher auch schon Krege-Protestwochen.
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  #9  
Alt 02.04.2005, 18:52
Konsul
 
Registriert seit: 12.03.2005
Beiträge: 916
´
Krege: "...die meisten mit dem Herkunftsstempel MADE IN THAL..."
wo kommt das denn vor??
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  #10  
Alt 02.04.2005, 19:22
Quaestor
 
Registriert seit: 31.03.2005
Beiträge: 166
Das ist nicht aus dem HdR, sondern aus dem kleinen Hobbit.


Ach habe noch einen Interpretationsansatz mit geschichtlichem Bezug.

Tolkien schrieb seine Geschichte um den WW I zu kritisieren und außerdem die Industrialisierung des ausgehenden 19 Jh anzuklagen.
Diese Vermutung zugrundezulegen ist übrigens sinnvoller, da Tolkien die Haupthandlung seines Werkes HdR von 1937-41 verfasste und daher nicht zwangsläufig alle Greueltaten des WW II verarbeitet hat.
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  #11  
Alt 02.04.2005, 22:10
Konsul
 
Registriert seit: 12.03.2005
Beiträge: 916
ja, von dieser indutrialieserung als Vorbild für Sauron und seine Kriegsmaschinerie hab ich auch schon gehört.
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  #12  
Alt 02.04.2005, 23:07
Benutzerbild von TigerMC
Administrator
 
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Beiträge: 2.644
ich kenne nur hdr durch die filme, aber ich lese interessiert mit
__________________
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  #13  
Alt 16.05.2005, 21:03
Plebejer
 
Registriert seit: 16.05.2005
Beiträge: 6
Soviel ich jetzt gehört und in Büchereien nachgefragt habe gibt es mehrere Versionen von Herr der Ringe .. aber welche ist den jetzt das Original?

Oder würde man jedes Exemplar als Original sehen?

Ich wollt die mal unbedingt lesen aber wenn dann will ich mir auch das richtige und das Interessanteste kaufen denn ich denk mal egal welches man erwirbt
billig sind die alle nicht.

Die Filme haben mich ja schon begeistert deswegen würde mich das interessieren
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  #14  
Alt 16.05.2005, 21:27
Quaestor
 
Registriert seit: 31.03.2005
Beiträge: 166
Also die Versionen von denen dir erzählt wurde, sind die beiden unterschiedlichen Übersetzungen. Es gibt zum einen die alte Übersetzung von Magret Carroux und dann die neue von Wolfgang Krege. Versuch irgendwie an die alte ranzukommen und wenns sein muss dir nen absolut zerflettertes altes Teil zu besorgen solange es nur nicht die neue Version von Krege übersetzt ist. Die alte Übersetzung gibt es nur leider nicht mehr in den Läden also würd ich dir raten bei amazon oder eBay nach der alten Carroux Version zu schauen aber nimm dann die 3 bändige grüne ausgabe, da die rote ein teueres Sammlerstück geworden ist. Aso eine andere Möglichkeit mehrere Versionen von denen dir inner Buchhandlung erzählt worden sein kann sind die verschiedenen Ausgaben an sich. Es gibt da einerseits die 3 bändige grüne Ausgabe und dann die 1bändige rote Ausgabe. Das sind die weitverbreitesten. Dann gibt es noch verschiedene andere einbändig oder zweibändig zum Beispiel eine weiße. Die weiße ist glaub ich von Carroux übersetzt und noch nicht von Krege in beschlag genommen *g*
Was aber alle Ausgaben gemeinsam haben: Sie unterscheiden sich nur durch die Übersetzer. Soll heißen: die verschiedenen Carroux Versionen oder die verschiedenen Krege Versionen sind im Prinzip in sich das selbe außer das sie mal mehrbändig und mal einbändig sind. Teilweise sind auch einige Versionen illustriert.

Ganz anderer Vorschlag: Nimm die englische Ausgabe. Ist zwar recht schwer zu lesen, weils nich son billiges Harry Potter englisch ist aber man kommt durch, wenn man einigermaßen englisch kann und man findest super wenn man gut englisch kann *g*
Für ne illustrierte Version würde ich aber nur für die einbändige englische plädieren, da die Bilder darin von Alan Lee sind, und das sagt jedem Kenner warum man sich nur die kaufen sollte.
Ok soviel dazu, wenn du doch noch fragen hast, schreib mir mal ne PN.
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  #15  
Alt 16.05.2005, 22:50
Konsul
 
Registriert seit: 12.03.2005
Beiträge: 916
ich habe die alte Grüne Version gelesen. Alle drei Bücher in einer Box, in Grün, von 1981. Übersetzt von Margaret Carroux. Und ich muss sagen, die Bücher waren sehr gut übersetzt.
Noch ziemlich altdeutsch, aber das war in Ordnung, naja, HdR spietl aj auch früher, da ist das altdetusch sehr gut.
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