Nun, ich kann nicht sagen, dass du unrecht hast, aber auch nicht, dass es vollkommen richtig ist. Natürlich gibt es das alte, radikale Trennungsmuster nicht mehr.
Das liegt vor allem daran, dass es damals viel radikalere Positionen gab, die man sich heute gar nicht mehr erlaubt sind, bzw. gesellschaftlich sehr weit unten an der Beliebtheit - und Akteptanzskala stehen. Man siehe Weimarer Republik. Linksozialistisch, Christlichsozial, Nationalliberal mit Kapitalismus und Monarchie und die Deutschnationalen mit Adel, Merkantilismus und Monarchie.
Die erste große Überschneidung ist für mich die Verbindung von Nationalismus und Sozialismus im Nationalsozialismus. theoretisch war am sozialistisch und nationalistisch, was damals in kein Speizifisches Muster passte, aber heute als Rechtsextrem eingeteilt wird ( ist richtig so, da es mit dem die meisten Überschneidungen gab. Btw: man darf auch nicht sagen, dass Deutschnationale Nazis sind, aber das ist ein anderes Themengebiet).
Heute, nun ja, ist alles sehr stark liberalisiert worden. Die CDU ist rechtsliberalsozial, die SPD Linksliberalsozial, das "radikalste" ist die PDS mit Sozialismusansätzen. Deshalb ist es heute gar nicht mehr so möglich, das so kategorisch zu trennen wir früher. Der Seeheimer Kreis der SPD ist teilweise rechter als der Linke Teil der CDU!
Ich sehe mich selbst am ehesten als Nationalliberalen. Ich bin eigentlich sehr liberal, habe aber konservative Ansichten (Abtreibung,etc) Mir fiel es deshalb auch schwer, mich selbst irgendwo einzuteilen. Aber das würde es am ehesten treffen.
EDIT: Glückwunsch zu 4000 Beiträgen