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02.01.2008, 19:10
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Spender
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Registriert seit: 27.10.2007
Ort: Raum Nürnberg
Beiträge: 465
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Ölpreis bei 100 Dollar je Barrel
Soeben (2. 1. 2008, 18.26 h) kommt über AP die Eilmeldung, dass der Ölpreis an der New Yorker Rohstoffbörse erstmals die Marke von 100 Dollar je Barrel erreicht hat. Es stellt sich die Grundsatzfrage: Können wir aus der Geschichte lernen, wie man mit Energiequellen sparsamer umgeht?
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02.01.2008, 19:29
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The Censor
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Registriert seit: 29.01.2005
Ort: Bremen
Beiträge: 5.757
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Nun erst einmal können wir über den günstigen Wechselkurs froh sein, das dämpft das Ganz noch ein wenig ab.
Nach allem was ich gelesen habe hat sich der Preis inzwischen aber weitestgehend von Angebot und Nachfrage abgekoppelt und wird von Spekulanten bestimmt. Andererseits bietet der hohe Ölpreis sicherlich mehr Anreiz sparsamer mit fossilen Brennstoffen umzugehen als ein niedrigerer.
Off-Topic:
Und mal ganz ehrlich: So lange hier oben aufm platten Land so viele Menschen glauben mit ihren 20 L/100 Km SUV-Monstern rumzufahren ist der Ölpreis noch lange nicht hoch genug.
Oh wie ich das liebe, Grün wählen aber einen dicken SUV vor der Haustür.
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Wenn es morgens um sechs Uhr an meiner Tür läutet und ich sicher sein kann, daß es der Milchmann ist, dann weiß ich, daß ich in einer Demokratie lebe.
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02.01.2008, 19:41
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Spender
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Registriert seit: 27.10.2007
Ort: Raum Nürnberg
Beiträge: 465
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Zitat von Wulfnoth
Nach allem was ich gelesen habe hat sich der Preis inzwischen aber weitestgehend von Angebot und Nachfrage abgekoppelt [/ot]
Das ist ja das Perverse: Spekulanten treiben den Preis hoch. Man sollte es wissen: Das Öl geht ja nicht im Moment bildlich gesprochen über den Ladentisch, sondern es werden derzeit Mengen an der Börse notiert, die erst im Februar geliefert werden. Was immer gerade für politische Erklärungen für den Ölpreisanstieg abgegeben werden, es geht um künftige Förderungen, wo die Probleme heute gar nicht mehr gültig sind - aber jetzt geht der Preis hoch, obwohl das heutige Öl vor Wochen gekauft wurde. Daher kommen die riseigen Profite der Ölkonzerne.
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02.01.2008, 22:17
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nobodys fault
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Registriert seit: 10.12.2007
Ort: Braunschweig
Beiträge: 278
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Das wird viele Konzerne (vorallendingen die Energieriesen) freuen .
Endlich mal wieder ein Vorwand zum Preiseerhöhen.
Irgendwann ist es wie in den USA.
Fast jeder Otto-Normalbürger hat nen Riesenhaufen Schulden und kann sich irgendwann nichts mehr leisten.
Dass heisst ein neuer grosser Krieg muss her. 
Dann kann die Preisspirale sich wieder von vorne drehen... 
Bis zur nächsten Krise...
[Vorsicht Ironie]
__________________
Auch Demokratie ist nur eine (Geld-)Aristokratie 
alles Geschriebene zeigt meine "bescheidene und nicht gefragte" Meinung.
und Ordograffi feler kan der fiender bealten 
_________________________________________
BIG SCHÄUBLE IS WATCHING YOU
Geändert von Nichts (02.01.2008 um 23:14 Uhr).
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03.01.2008, 10:09
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The Censor
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Registriert seit: 29.01.2005
Ort: Bremen
Beiträge: 5.757
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Du könntest froh sein wenn es hier so wäre wie in den USA. Bei meinem letzten Besuch dort konnte mein Nachbar nach dem Aufstehen schon einmal gemütlich seinen Pick-Up warmlaufen lassen bis er dann nach dem Frühstück losfährt. Sprit hat damals umgerechnet weniger als 50 Cent den Liter gekostet und soweit ich weiß ist das nicht so großartig angestiegen.
Im Übrigen ist mir eine breite öffentliche Verschuldung lieber als dieser krankhafte deutsche Geiz.
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Wenn es morgens um sechs Uhr an meiner Tür läutet und ich sicher sein kann, daß es der Milchmann ist, dann weiß ich, daß ich in einer Demokratie lebe.
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03.01.2008, 10:15
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Administrator
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Registriert seit: 04.03.2005
Ort: München
Beiträge: 2.289
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Zitat von Wulfnoth
Im Übrigen ist mir eine breite öffentliche Verschuldung lieber als dieser krankhafte deutsche Geiz.
Na kommen wir meinem argentinien model schon ein bisschen näher? 
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03.01.2008, 10:18
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The Censor
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Registriert seit: 29.01.2005
Ort: Bremen
Beiträge: 5.757
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Zitat von TigerMC
Na kommen wir meinem argentinien model schon ein bisschen näher?
Ich meinte private und nicht staatliche Verschuldung.  Wobei das genau genommen bei dem Sparvoluum der Deutschen nicht einmal nötig wäre, sie müssen nur einfach mal die Geldberge auf ihren Konten bewegen.
Irgendein Goldmann Sachs - Typ hat das in einem Interview kürzlich richtig formuliert. Deutschland hat eine nahezu abstakt hohe Exportquote bei einer krankhaft schwachen Binnenkonjunktur.
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03.01.2008, 11:13
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Quaestor
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Registriert seit: 29.11.2006
Ort: Im schönen Oberbayern
Beiträge: 113
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Können wir aus der Geschichte lernen, wie man mit Energiequellen sparsamer umgeht?
Um mal wieder eines meiner Lieblingszitate anzubringen:
Wenn wir eines aus unserer Geschichte lernen können dann das wir nichts aus unserer Geschichte lernen.
Naja die 100 Dollar Marke hat ja eher eine psychologische Wirkung und gibt natürlich einen prima Vorwand die Benzinpreise weiter zu erhöhen.
Klar ist der Preis noch nicht hoch genug, zumindest für diejenigen die SUV fahren des Lebensgefühls wegen. Aber für diejenigen die tagtäglich mit ihrem Kleinwagen zur Arbeit fahren müssen ist es natürlich nicht minder schmerzhaft.
Vorallem wer sich einen dicken Schlitten leisten kann hat auch meist noch das nötige Kleingeld für den Sprit, bei Kleinwagenfahrer ist das oft ein wenig anders.
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Reinrassig sein is wieder wos wert?
Jo samma vielleicht Hund oda bin I a Pferd?
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03.01.2008, 11:49
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Spender
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Registriert seit: 27.10.2007
Ort: Raum Nürnberg
Beiträge: 465
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Vorsicht: An den Ölpreis ist, völlig irrational, auch der Gaspreis gebunden. Es geht auch nicht nur um den Sprit. Der Großteil der Heizungen hängt davon ab, und dem kann sich niemand entziehen.
Da sind wir schnell beim Thema Alternativen zum Öl (Wind, Atomkraft bitte nicht, Ölsand aus Kanda usw). Die Suche nach neuen Energiequellen ist aber auch ein reizvolles historisches Thema. Holz als Energiequelle haben schon die Alten Römer allzu viel vernichtet (Anfang der 40er Jahre gab es übrigens noch massenhaft "Holzgaswagen", auf der Suche nach Alternativen).
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03.01.2008, 12:11
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Quaestor
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Registriert seit: 29.11.2006
Ort: Im schönen Oberbayern
Beiträge: 113
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Nun ich glaube die Holzgaswagen entstanden eher aus Mangel an Alternativen da Treibstoff knapp war. Mit irgendetwas musste man ja fahren, denke nicht das man davon ausging damit eine echte Alternative neben Benzin zu schaffen. Lasse mich natürlich immer gern eines besseren belehren.
Die Energiepreise hängen allgemein stark zusammen.
Öl, Gas, Kohle, Strom,... zieht der eine an ziehen die anderen mit. Ganz normal
Holz ist in sofern eine kleine Alternative indem man regenerative Holzwirtschaft betreibt und kein radikales Abholzen wie die Römer zu ihrer Zeit. Holz hat zudem den Vorteil das es das CO2 wieder bindet wenn es wächst.
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Reinrassig sein is wieder wos wert?
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03.01.2008, 12:18
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Zitat von Wulfnoth
Ich meinte private und nicht staatliche Verschuldung. Wobei das genau genommen bei dem Sparvoluum der Deutschen nicht einmal nötig wäre, sie müssen nur einfach mal die Geldberge auf ihren Konten bewegen.
Du begehst den Fehler, das Gesamtspravolumen gleichmäßig auf alle Bürger zu verteilen.
Fakt ist aber, daß der Großteil des Sparvermögens in den Händen der Oberen 10.000 ist.
Und deren Einkommen ist - ich nehme an, Du hast den entsprechenden Spiegel gelesen - um 31% seit - ich glaube 2000 - gestiegen, während das der Geringverdiener um 13% gesunken ist.
Wer kann denn heute noch vernünftig Geld zurücklegen? Wer hat denn noch Alternativen zu "Geiz ist Geil"? Warum ist das Weihnachtsgeschäft des Einzelhandels enttäuschend verlaufen?
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03.01.2008, 12:41
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The Censor
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Registriert seit: 29.01.2005
Ort: Bremen
Beiträge: 5.757
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Zitat von Novalis
Du begehst den Fehler, das Gesamtspravolumen gleichmäßig auf alle Bürger zu verteilen.
Fakt ist aber, daß der Großteil des Sparvermögens in den Händen der Oberen 10.000 ist.
Und deren Einkommen ist - ich nehme an, Du hast den entsprechenden Spiegel gelesen - um 31% seit - ich glaube 2000 - gestiegen, während das der Geringverdiener um 13% gesunken ist.
Nein ich hab es nicht gelesen, bzw. kann mich nicht erinnern es gelesen zu haben. Ich habe eher persönlich Erfahrung aus meinem sozialen Umfeld einbezogen. Hier wird groß gejammert alles wäre teurer geworden, wenn ich bei Extra einkaufen gehe sehe ich andauernd Frauen die sich über die Milchpreise aufregen aber wenn ich im Frühjahr durchs Viertel laufe dann werden dort neue Wintergärten angebaut und hier das Haus neu gestrichen und dort stehen neue Mercedes etc.
Geld ist massenhaft da, die Deutschen investieren es nur am liebsten in Haus und Auto und davon profitiert die mittelständische Wirtschaft kaum. Die Autoproduktion kommt aus dem Ausland und am Haus werkeln sie selbst rum.
Wer kann denn heute noch vernünftig Geld zurücklegen? Wer hat denn noch Alternativen zu "Geiz ist Geil"? Warum ist das Weihnachtsgeschäft des Einzelhandels enttäuschend verlaufen?
Die 90er sind vorbei aber ich habe über Weihnachten im Einzelhandel gearbeitet. Der jammert seit Jahren aber glaub mir, leer sind die Kassen bei weitem nicht, es ist mir also schleierhaft was die als Vergleichswert für ein gutes Weihnachtsgeschäft heranziehen. Vorwendejahre?
Den Deutschen geht es immer noch verdammt gut aber wenn ich schon höre dass ~50% nur Negatives fürs nächste Jahr erwarten dann könnt ich kotzen.
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03.01.2008, 13:12
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Demokrat
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Registriert seit: 08.06.2005
Ort: Zürich, Schweiz
Beiträge: 285
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Ansätze sind schon vorhanden. Ein Ansatz, mit dem zumindest die Ölpreise für uns Endnutzer etwas gebrochen werden könnten, sind die Hybridtechnologien. Dabei handelt es sich um Mischvarianten, bsp. Autos, die mit Benzin und einem weiteren alternativen Treibstoff fahren (Biogas) oder Häuser, die nebst einer konventionellen Ölheizung noch mit Energie aus Erdwärme beheizt werden. Damit löst man zwar das Problem der Abhängigkeit vom Öl auch nicht. Allerdings reduziert sich bei starker Verbreitung solcher Technologien der Verbrauch von Erdöl basierten Produkten, was sich wiederum auf den Preis auswirkt. Die ach so geschmähten Amerikaner sind uns Europäern diesbezüglich um einiges voraus. Der Ehrlichkeit halber muss man aber sagen, dass dadurch wiederum andere negative Aspekte auftreten (Ölbaum-Monokulturen in Südamerika etc.).
Dennoch halte ich den Ansatz für nicht schlecht.
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Man vergißt vielleicht, wo man die Friedenspfeife vergraben hat. Aber man vergißt niemals, wo das Beil liegt. Mark Twain, 30.11.1835 bis 21.04.1910
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03.01.2008, 13:42
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Zitat von Wulfnoth
Nein ich hab es nicht gelesen, bzw. kann mich nicht erinnern es gelesen zu haben. Ich habe eher persönlich Erfahrung aus meinem sozialen Umfeld einbezogen. Hier wird groß gejammert alles wäre teurer geworden, wenn ich bei Extra einkaufen gehe sehe ich andauernd Frauen die sich über die Milchpreise aufregen aber wenn ich im Frühjahr durchs Viertel laufe dann werden dort neue Wintergärten angebaut und hier das Haus neu gestrichen und dort stehen neue Mercedes etc.
Geld ist massenhaft da, die Deutschen investieren es nur am liebsten in Haus und Auto und davon profitiert die mittelständische Wirtschaft kaum. Die Autoproduktion kommt aus dem Ausland und am Haus werkeln sie selbst rum.
Die 90er sind vorbei aber ich habe über Weihnachten im Einzelhandel gearbeitet. Der jammert seit Jahren aber glaub mir, leer sind die Kassen bei weitem nicht, es ist mir also schleierhaft was die als Vergleichswert für ein gutes Weihnachtsgeschäft heranziehen. Vorwendejahre?
Den Deutschen geht es immer noch verdammt gut aber wenn ich schon höre dass ~50% nur Negatives fürs nächste Jahr erwarten dann könnt ich kotzen.
Nun gut, wir beide haben lediglich subjektive Quellen.
Und ganz ehrlich... ich sehe wie mir mein Geld wegfließt.
Seit 2000 bekomme ich insgesamt ohne Kaufkraftverlust 18% weniger Gehalt.
Dazu steigen die preise für wirklich alles, was ich brauche.
Benzin, Öl, Strom, Lebensmittel, öffentliche Verkehrsmittel, Versicherung.
Ich bin jetzt aus der Kirche ausgetreten, habe bei der Telekom gekündigt, meinen Mobilfunkvertrag gekündigt...
glaub mal nicht, daß ich mehr Geld habe, damit konnte ich lediglich die Mehrkosten kompensieren.
Aber ich will nicht rumheulen, ich fahre nen teures Auto und habe zwei teure Hobbys. Dazu muß ich noch eine studierende Freundin mit durchfüttern.
Das ändert aber nichts daran, daß ich sehe, daß ich von Monat zu Monat weniger Geld übrig behalte. Und angesichts der prognostizierten Preisentwicklungen für die nächsten Jahre... wie soll ich das Hoffnung drauf haben, daß sich meine finanzielle Situation bessert? Sparen kann ich jedenfalls fast nichts.
So und jetzt bin ich noch einer derjenigen die im oberen Durchschnitt der Mittelschicht ihr Einkommen ansiedeln können. Ich kann mir gut vorstellen, wie es denen gehen muß, die weniger verdienen als ich. Die haben vielleicht keine teuren Autos, teuren Hobbys und eine teure Freundin, aber die müssen genauso Öl, Benzin, Strom usw. bestreiten.
Ganz ehrlich, wenn so der "Aufschwung" aussieht, möchte ich nicht sehen, wie der Abschwung aussieht.
Den Spiegel Nr. 51 "Die Gerechtigkeitslücke" kann ich Dir nur empfehlen.
Intressant vor allem die Aussagen zum "Scheinwohlstand".
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03.01.2008, 13:46
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The Censor
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Registriert seit: 29.01.2005
Ort: Bremen
Beiträge: 5.757
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Ich bin auch weit davon entfernt irgendeine Sparquote zu erfüllen aber ich bin jung...
Würdest du dein Gehalt wirklich im oberen Mittelstand ansiedeln? Ich hab keinen Plan was du verdienst aber da gehören für mich Professoren etc. hin.
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