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08.05.2005, 17:00
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Konsul
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Registriert seit: 12.03.2005
Beiträge: 916
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Die Diadochenkriege
Nun, da ich etwas über die Diadochen geschrieben habe,
habe ich zum besseren Verständnis auch gleich die gesamten Diadochenkriege niedergeschrieben.
Ich habe sie auf Wulfnoths Rat einmal hier gepostet:
Die Diadochenkriege
Nach Alexanders Tod 323 v.Chr. wird das Reich wie folgt aufgeteilt:
Perdikkas wird stellv. Regent für Alexanders ältesten Sohn und bekommt Asien, also den Großteil des Reiches. Krateros wird zum Heerführer in Asien. Antipatros wird Verwalter von Makedonien und Griechenland. Lyssimachos erhält Thrakien. Antigonos erhält Lykien und Phrygien, also den westlichen Teil Kleinasien. Eumenes erhält Kappadokien. Ptolemaios erhält Ägypten.
Zuerst erklärten sich die Griechen noch im Todesjahr Alexanders für unabhängig, wurden aber von Krateros und Antipatros besiegt.
Im Jahr 322 v.Chr beginnt der 1. Diadochenkrieg. Er wurde durch Perdikkas eröffnet, der für die Reichseinheit eintritt, seine oberste Position behalten und eine Alleinherrschaft errichten möchte. Die anderen verbünden sich gegen ihn, nur Eumenes bleibt auf seiner Seite.
321 v.Chr. wird Perdikkas nach einem Nilübergang von seinen Offizieren, darunter vermutluch auch Seleukos, ermordet.
Eumenes zieht gegen Krateros und Antipatros und besiegt diese am Hellespont, Krateros fällt.
Es kommt zu einer Neuverteilung des Reiches: Antipatros wird stellv. Regent und nimmt sich Griechenland und Makedonien, Lyssimachos behält Thrakien, Kassandros und Antigonos werden neue Heerführer in Asien, Seleukos bekommt nun Babylonien, Ptolemaios behält Ägypten.
Ein Jahr später, 320 v.Chr, streiten sich die gleichberechtigten Antigonos und Kassandros um die Vorherrschaft in Kleinasien. Kassandros flieht. Antigonos zieht gegen Eumenes der noch in Kappadokien und teils auch in Makedonien sitzt, und besiegt ihn. Eumenes flieht. Der 1. Diadochenkrieg endet mit folgendem „Ergebnis“: Antipatros besitzt Makedonien und Griechenland, sein Sohn Kassandros nichts. Antigonos hat ganz Kleinasien, Eumenes noch ein kleines Heer. Seleukos hat Babylonien und Ptolemaios Syrien, Phöinien, Ägypten, Kyrenaika. Lyssimachos behält Thrakien.
Im Jahre 319 v.Chr stirbt dann Antipatros, der seinen Sohn Kassandros übergeht und Polyperchon zum neuen Reichsverweser ernennt.
Ptolemaios erweitert das ägyptische Reich um Syrien und Phönikien.
Der zweite Diadochenkrieg beginnt. Antigonos und Kassandros verbünden sich wieder gegen Polyperchon, der sich mit Olympias und Alexanders restlicher Familie zusammengetan hat. Eumenes wird von Polyperchon zum Heerführer Asiens ernannt, als Gegenpol zu Antigonos, der damit aus diesem Amt offiziel ausscheidet.
Eumenes erobert Syrien und Teile Kleinasiens. Diese verliert er im Jahre 318 v.Chr aber nach Antigonos Rückkehr aus Europa an diesen. Seleukos und Ptolemaios unterstützen Antigonos, da Eumenes 1) einst zu Perdikkas hielt, den Seleukos ermordete und 2) weil er Ptolemaios Syrien abgenommen hatte.
Kassandros und Polyperchon befinden sich in Griechenland im Gleichgewicht.
317 v.Chr. besetzt Kassandros dann Athen. Die Familie Alexanders wecheslt die Seiten zu den Mächtigen: zu Kassandros und Antigonos. Olympias zieht Roxane und deren Sohn aber wieder auf ihre Seite und läuft mit ihnen zu Polyperchon über. Olympais lässt den Familienteil, der Kassandros und Antigonos beisteht, ermorden.
Antigonos und Seleukos wollen beide Eumenes loswerden und verbünden sich.
Im foglenden Jahr, 316 v.Chr. wird Antigonos des Eumenes habhaft und tötet ihn. Nun richtet Antigonos, der inzwischen mächtigste Diadoch seinen Blick auf Babylonien und den Osten des Reiches. Seleukos flieht zu Ptolemaios, seinem Verbündeten.
Kassandros kann sich zuerst in Griechenland und dann auch in Makedonien durchsetzen und lässt Olympias hinrichten. Die Familie Alexanders nimmt er „in Gewahrsam“.
Antigonos macht sich zum König von Asien.
Der zweite Diadochenkrieg endet wie folgt: Lyssimachos, noch ohne Einmischung, besitzt noch immer Thrakien. Kassandros herrscht nun über Griechenland und Makedoniene. Teile Makedoniens konnte aber Lyssimachos übernehmen. Antigonos beherrschte Kleinasien und den Nahen Osten, Seleukos Babylonien und Ptolemaios Ägypten und den Osten bis nach Kyrene.
315 v.Chr. begann dann der dritte Diadochenkrieg. Dies geschieht durch das Bündnis von Lyssimachos, Kassandros, Ptolemaios und Seleukos gegen Antigonos. Dies geschah, da Antigonos in den Augen der anderen Diadochen zu mächtig geworden war.
Dieser seztzt als Gegenpol zu Kassandros Polyperchon wieder ein, welcher ihm die eigtnlich nun bei Kassandros liegende Reichsverweserschaft abtritt.
Kassandros dehnt 314 v.Chr. Makedonien bis an die Adria aus.
313 v.Chr. bricht in Thrakien ein Aufstand gegen Lyssimchos los, den er aber niederschlägt. Antigonos kann seine Herrschaft sichern.
Im folgenden Jahr, 312 v.Chr., schickt Antigonos seinen Sohn Demetrios gegen Ptolemaios, der inzwischen Syrien und Phönikien besetzt hatte. Demetrios erobert diese Gebiete, Ptolemaios nimmt sie ihm aber wieder ab. Seleukos kann Babylonien mit Hilfe von Ptolemaios sichern. In diesem jahr beginnt auch die seleukidische Dynastie und Zeitrechnung. Antigonos und Demetrios drängen Ptolemaios wieder nach Ägypten zurück.
311 v.Chr. erobert Demetrios Babylon und Syrien. Der dritte Krieg war beendet.
Es entsteht ein Friede, man bleibt beim Status Quo: Kassandros behält Griechenaldn und Makedonien, Lyssimachos Thrakien, Antigonos Asien, Ptolemaios Ägypten und Seleukos wird ausgschlossen. Die greichischen Städte werden unabhängig.
310 v.Chr. bestehen nun praktisch 5 Dynastien, die aus dem ehem. Alexanderreich hervorgegangen sind: Seleukos, Antigonos, Ptolemaios, Lyssimachos, Kassandros.
Kassandros lässt Alexanders Familie ermorden, damit er die Macht behalten kann und Ptolemaios holt sich Zypern.
309 v. Chr. beginnt der 4. Diadochenkrieg. Polyperchon erhebt Alexanders Sohn Herakles zum König, als Kassandros ihm aber die Teilherrschaft anbietet, lässt er Herakles ermorden. Das makedonische Königshaus ist in der männlichen Linie nun ausgerottet.
Ptolemaios greift Antigonos in Kleinasien an und will mit der Heirat mit Alexanders Schwester Kleopatra seine Dynastie nun endgültig rechtmäßig machen. Doch Antigonos lässt Kleopatra ermorden.
308 v.Chr. schließen Kassandros und Ptolemaios einen Vertrag und Ptomelaios fällt in Griechenland ein und erneuert den Korinthischen Bund. Außerdem setzt er sich im Osten Afrikas gegen die Karthager durch und erobert Kyrene zurück.
Im fogenden Jahr, 307 v.Chr., erobert Demetrios Athen und Epeiros macht sich unter Pyrrhos unabhängig.
306 v.Chr. beginnen Demetrios und Antigonos eine Offensive gegen Ägypten und erobern Zypern. Antigonos scheitert aber im Nildelta und zieht sich zurück.
305 v.Chr. nehmen die restlichen Diadochen, wie Antigonos vor ihnen, Königstitel an. Seleukos tritt die indischen Satrapien und Teiles des Irans an die Inder ab und bekommt dafür 500 Kriegselefanten.
304 v.Chr. kann Demterios Mittelgriechenland für sich und seinen Vater Antigonos gewinnen.
303 v.Chr. Demetrios vertreibt nun auch Polyperchon aus Griechenland.
302 v.Chr erneuen Antigonos und sein Sohn Demetrios den Korinthischen Bund und erneuern ihre Bündnisse, im Prinzip gegen Kassandros gerichtet. Kassandros verbündet sich jedoch mit Ptolemaios, Lyssimachos und Seleukos gegen Antigonos. Der 4. Diadochenkrieg ist beendet.
301 v.Chr. beginnt der 5. Diadochenkrieg. Kassandros geht gegen Demetrios vor, Lyssimachos gegen Antigonos. Demetrios räumt Griechenland.
Es kommt zur Schlacht bei Ipsos: Lyssimachos und Seleukos besiegen Demetrios und Antigonos, wobei letzterer fällt. Demetrios flieht.
Alexanders Reich wird nun endgültig aufgelöst. Lyssimachos übernimmt die nordwestlcihen Teile Kleinasien, Seleukos die südlichen. Im nordöstlichen Teil entsthen daraufhin Folgestaaten wie Armenien und Pontos. Der 5. Diadochenkrieg endet: Lyssmachos hat Thrakien und das nordwestliche Kleinasien, Seleukos Syrien, Babylonien, Persie und das südliche Kleinasien, Ptolemaios Phönikien, Ägypten und die Cyrenaica, Kassandros Makedonien.
297 v.Chr. stirbt Kassandros und Teile Makedoniens gehen an Lyssimachos. Der rest bildet kleine Folgestaaten wie Epeiros z.B.
288-286 v.Chr. findet der 6. Diadochenkrieg statt. Es geht um kleinere Auseinndersetzungen um Syrien und Griechenland.
281 v.Chr. geraten Lyssimachos und Seleukos aneinander. Seleukos schlägt Lyssimachos und Lyssimachos fällt. Seleukos will Lyssmachos Reich seinem eingliedern, weird jedoch ermordet, die Seleukiden behalten ihren Teil des Reiches, jedoch zerfällt Lyssimachos Teil.
Im folgenden kann sich Demetrios in Makedonien durchsetzen und ein Enkel des Antigonos, Antigonos Gonatas, wird 276 v.Chr in Makedonien zum König gewählt, nachdem er die Kelten zurückgeworfen hat.
Es entstanden also in den 40 Jahren Diadochenkriegen aus 8 Teilen des Reiches unter ehem. Offizieren Alexanders 3 Reiche: das Seleukidenreich, das ptolemaische Ägypten und Makedonien unter der Dynastie der Antigoniden.
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08.05.2005, 17:10
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The Censor
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Registriert seit: 29.01.2005
Ort: Bremen
Beiträge: 6.343
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Und eigentlich entstand noch das Reich von Pontus. Es wurde zwar von einem ehemligen Piraten gegründet, aber es konnte nur entstehen, weil die ganze Region destabilisiert war.
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Demokratie heißt die Wahl haben. Diktatur heißt, vor die Wahl gestellt werden.
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08.05.2005, 17:16
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Ädil
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Registriert seit: 05.04.2005
Beiträge: 202
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:respekt:
Jetzt weiß ich endlich Bescheid, man die habens sich um jeden "Scheiß" geprügelt :O
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08.05.2005, 17:17
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Konsul
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Registriert seit: 12.03.2005
Beiträge: 916
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nun ja, ich sage doch: es entstanden folgerereiche wie. z.B. Pontos und Armenien!
so steht das in dem TEXT!!
lesen,!mh!lesen!
nun, das haben sie. wegen jedem meter land und das 40 Jahre lang bis nur noch 2 von ihnen lebten, und es waren siche rmal 15 oder 20, es gab ja auch welche wie Leonnatos z.B. die als Feldherrn und Partner der anderen dienten und selbst kein reich hatten. und nach 40 Jahren gabs noch 2 von ihnen und die nachfahren eines dritten!
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14.09.2008, 19:29
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K.u.K. Hofzensor
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Registriert seit: 19.05.2005
Ort: Wien
Beiträge: 1.049
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Hat irgendwer vielleicht nähere Infos zur Ermordung von Perdikkas? Wie und ob Seleukos da involviert war wäre vorallem interessant.
Meine allgemeinen Geschichtsbücher sind da bei so einem speziellen Thema nämlich überfragt.
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14.09.2008, 19:47
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The Censor
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Registriert seit: 29.01.2005
Ort: Bremen
Beiträge: 6.343
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Robin Lane Fox schreibt dazu, Perdikkas wäre von seinen Wachen ermordet worden, weil er ihnen befohlen hatte trotz der Krokodile den Nil zu überqueren. Seine Autorität und die Stabilität des Reiches waren allerdings bereits vorher zusammen gebrochen.
Leider ist das mir vorliegende Exemplar ohne Fußnoten geschrieben, auf welche Quellen sich Robin Lane Fox bezieht kann ich deshalb gerade nicht nachprüfen.
Wer aber möglicherweise Auftraggeber des Attentats gewesen sein könnte, dürfte schwer herauszufinden sein. Perdikkas hatte sich mit zahlreichen Hinrichtungen durchaus eine Menge Feinde gemacht und alle anderen Diadochen profitierten von seinem Tod. Anders gesagt, es gibt viele Menschen mit vielen Motiven.
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Demokratie heißt die Wahl haben. Diktatur heißt, vor die Wahl gestellt werden.
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15.09.2008, 12:07
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Plebejer
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Registriert seit: 13.09.2008
Beiträge: 47
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ja,aber Pontus wurde doch zu einem erfoglreichen Großstaat,bis sie auf die Römer trafen,oder nicht,die haben sich mächtig bekriegt in 4 Kriegen,bis Pontus schliesslich verlor
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Vincere scis,Hannibal,Victoria uti nescis
Maharbal
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15.09.2008, 12:24
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The Censor
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Registriert seit: 29.01.2005
Ort: Bremen
Beiträge: 6.343
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Mithridates verstand es durchaus sein Reich zu vergrößern, die Frage ist nur ob dies aus eigener Stärke oder der Schwäche der anderen resultierte.
Die Römer hatten die großen Konkurrenten, das Ptolemaierreich, Makedonien und das Seleukidenreich, stark geschwächt und so im östlichen Mittelmeerraum ein Machtvakuum ausgelöst, das Pontus massiv für sich nutzte.
Dass Rom mehrere Kriege brauchte um Pontus zu besiegen muss auch nicht unbedingt für die Stärke von Pontus sprechen. Rom war in dieser Periode innenpolitisch stark gespalten, vor allem über die Frage einer weiteren Expansion. Man führte somit Kriege nicht mit letzter Konsequenz und ließ den Gegner oft nur geschwächt zurück.
Beispielhaft ist hier der 1. Mithridatische Krieg, an dessen Ende Sulla nach Rom zurück eilte und den Bürgerkrieg zu seinen Gunsten entschied.
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15.09.2008, 12:56
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Plebejer
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Registriert seit: 13.09.2008
Beiträge: 47
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Ja,aber Mithridates hat doch durch sein Politik grosse Erfolge bekommen,oder? er hat schliesslich die aufständischen Griechen unterstützt,sein reich über griehenland ausgedehnt,und durch ein Bündnis mit Armenien seine herrshaft über das Bosporische reich ausdehnen können.Ja,aber gerade des wegen waren doch die Römer geschwächt,oder nicht?
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Maharbal
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15.09.2008, 13:36
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The Censor
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Registriert seit: 29.01.2005
Ort: Bremen
Beiträge: 6.343
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Du musst aber auch hinterfragen weshalb sich die Griechen gerade an Pontus wandten und weshalb Armenien Pontus so ausgeliefert war. Eben weil von den Diadochenstaaten sonst keiner mehr wirklich handlungsfähig war, es gab nur noch Pontus und sehr viele Klein- und Kleinststaaten. Das ist nun einmal ein Machtvakuum, das durch Pontus gefüllt wurde. Fakt ist eben, Pontus hat seine großen Konkurrenten im östlichen Mittelmeer weder indirekt noch direkt ausgeschaltet, sondern lediglich von der römischen Politik profitierte. Es steht wohl ziemlich unzweifelhaft fest, dass Pontus neben einem Seleuidenreich des Antiochos III. zwergenhaft anmutete und das war nur ein Jahrhundert vor den Mithridatischen Kriegen.
Natürlich stellte Pontus eine Bedrohung für Rom dar, aber gerade im ersten Mithridatischen Krieg war Sullas Handlungsspielraum durch die Entwicklung in Rom stark beschnitten. Oder anders gesagt, bei einem entschlosseneren Vorgehen Roms bleibt zweifelhaft ob zwei weitere Kriege notwendig gewesen wären. Das meinte ich damit, das Pontus nicht aus eigener Stärke das östliche Mittelmeer dominierte, sondern aus der Schwäche aller (früheren) potenziellen Konkurrenten. Sei es weil diese Staaten territoriell, finanziell, dynastisch oder innenpolitisch zerstritten waren.
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15.09.2008, 13:58
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Plebejer
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Registriert seit: 13.09.2008
Beiträge: 47
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weisst du viell. mit welchen Heeren Pontus operiert hat,bzw. welche Soldaten sie aufgestellt haben,weil sie sollen militärisch ja nicht besonders stark gewesen sein. Aber da kommt doch die Frage,warum so ein kleines Reich solche Erfolge gegen Rom erzielen konnte
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Maharbal
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15.09.2008, 14:14
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The Censor
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Registriert seit: 29.01.2005
Ort: Bremen
Beiträge: 6.343
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Ich habe vor Jahren mal eine Sulla-Biographie von Karl Christ gelesen, leider sind meine Bücher monentan teilweise bereits in Kisten verpackt und ich kann deshalb nicht nachschlagen.
Wenn mich nicht alles trügt, versuchte man zumindest teilweise römische Kampftechnik zu adaptieren, allerdings soll es auch noch zur klassischen Phalanxtaktik gekommen sein.
Wie gesagt, ohne mich jetzt groß auf Literatur oder gar Quellen stützen zu können, denke ich dass es sich um eine Armee hellenischen Typs mit evt. römischen oder auch "persischen" Elementen gehandelt haben dürfte. Genau nachprüfen kann ich das einfach nicht, weil ich meine Bücher erst in einem Monat wieder rauskramen werde.
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15.09.2008, 14:18
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Plebejer
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Registriert seit: 13.09.2008
Beiträge: 47
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ok,weil ich suche schon seit Monaten Bücher über Pontus oder Persien und ich finde einfach keine,dankeschön für deine Hilfe
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Maharbal
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