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19.02.2006, 11:53
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Plebejer
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Beiträge: 33
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Mithridates von Pontus- Ein Stehaufmännchen
In einem der anderen Themen wurde Mithridates von Pontus erwähnt,gegen den die Römer ja merhere Kreige führten. Ich weiß nur so viel über ihn,dass er die Römer ärgerte indem er nach jeder Niederlage zurückkehrte um die Römer erneut anzugreifen  , schließlich wurde er dann von Pompeijusendgültig besiegt. Mich faszienert dieses Durchaltevermögen,weiß hier vielleicht jemand mehr über ihn ???
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19.02.2006, 12:06
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The Censor
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Registriert seit: 29.01.2005
Ort: Bremen
Beiträge: 6.228
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Als erste Grundlage ist Wikipedia natürlich ganz hilfreich. Ich weiß auch nur soviel über ihn wie in den Sullabiographien etc. nebenbei hängengeblieben ist. Insgesamt war er eine äußerst interessante Person und er hat es ja auch als einziger geschafft einen Diadochenstaat zu einem ernsthaften Romgegner zu machen.
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Demokratie heißt die Wahl haben. Diktatur heißt, vor die Wahl gestellt werden.
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19.02.2006, 12:10
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The Censor
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Registriert seit: 29.01.2005
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Beiträge: 6.228
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Ich habe gerade eben erst die Überschrift gelesen.
Als Stehaufmännchen würde ich ihn nicht bezeichnen, denn er wurde ja nie wirklich zu Boden geworfen und musste dann weiterkämpfen.
Faktisch wurde er einfach nie wirklich besiegt und konnte so immer den nächsten Krieg vorbereiten.
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19.02.2006, 12:28
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Censor
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Beiträge: 1.191
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Erst mal zum Angeben: Die Münze, die bei Wikipedia abgebildet ist, hatte ich Original in der Hand *sichselberschulterklopf
Im anderen Thread hieß es, er sei Iraner? Sicher? Denn wir haben ihn immer als Diadochen und somit Hellenen behandelt. Ein Nicht-Grieche hätte auch nicht so leicht, die europäischen Griechen zum Aufstand bewegen können meines Erachtens...
Mithradates VI. nutzte einfach seine Gelegenheit: Die Stärke Pontus' war die Schwäche Roms im 1. vorchristlichen Jahrhundert! Die Kimbern und Teutonen brachten Rom schon an den Rand der Katastrophe; der Senat darbte unter den Grabenkämpfen von Popularen und Optimaten; in Spanien erhob sich Sertorius und in Italien selber konnte sogar der Sklavenaufstand des Spartacus lange nicht beendet werden...
In diesem Kontext muss man sicherlich auch die Erfolge des Diadochen sehen!
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Die Leute streiten im allgemeinen nur deshalb, weil sie nicht diskutieren können - G.K. Chesterton
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19.02.2006, 12:40
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The Censor
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Ich bin mir eigentlich ziemlich sicher, dass er kein Hellene ist.
Pontus war auch in sofern kein richtiges Diadochenreich, als das es von einem "Piraten" gegründet wurde, der nicht zu den Generälen Alexanders gehört hatte.
Die Bevölkerung war natürlich hellenisch und iranisch. Iraner haben hauptsächlich auf dem Land gewohnt, während die Griechen die Städte besiedelten.
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19.02.2006, 13:00
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Censor
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Das stimmt natürlich, Pontus wurde nicht von einem Feldherrn des Alexander "gegründet", von daher ist es kein lupenreines Diadochenreich. Der Gründer aber, Mithradates I., war dennoch Grieche, aus einer Polis am Marmarameer. Da die von Alexander gewünschte Verschmelzung mit dem Orient ja grundsätzlich nicht stattgefunden hat, ist vermutlich auch Mithradates VI. ein "echter" Grieche, und vergleichbar mit Kleopatra, denn so wie er über Iraner herrschte so war auch die Ptolmäerin Griechin und Herrscherin über Ägypter.
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19.02.2006, 13:03
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The Censor
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Aber allein der Name weist doch schon darauf hin, dass er kein Grieche war.
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19.02.2006, 13:15
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Censor
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Da darf man sich nicht vertun, der letzte Antigonidenkönig hieß ja auch Perseus und war kein Perser! Das griechische Pantheon war immer sehr offen und konnte auch "Fremdgötter" aufnehmen. Das bekannteste Beispiel aus griechischer Zeit ist wohl Dionysos.
Apropos Dionysos: Der Beiname Mithradates VI. war "Eupator Dionysos", was wiederum sehr griechisch ist!^^
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19.02.2006, 13:19
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The Censor
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So ich werde jetzt Literatur wälzen bis ich den Beweis habe dass er Iraner war. So leicht lasse ich mich nicht unterkriegen.
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19.02.2006, 13:26
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Das ist ja eben mein Problem, weil ich schon alle Bücher wieder abgegeben hab' - und so scharf auf Klärung bin ich auch nicht, dass ich dafür in die Uni-Bib fahren würde!
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19.02.2006, 13:28
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The Censor
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Faulpelz...  Kann aber noch ein bisschen dauern weil meine Hausbibliothek sehr schlecht geordnet ist.
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19.02.2006, 13:32
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The Censor
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So da mein Buch über die hellenische Welt unauffindbar ist habe ich mal Wikipedia zu rate gezogen. ich schaue aber nochmal nach andereren, besseren, Informationsquellen.
[...]Mithridates I., den Sohn eines persischen Satrapen in Diensten des Antigonus, einem Alexandernachfolger und wurde von einer Reihe von Königen gleichen Namens bis 64 v. Chr. regiert.
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06.03.2006, 12:28
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So, war zwar noch nicht in der Bib, aber habe immerhin mal "Geschichte des Hellenismus" aus der Beck'schen Reihe konsultiert.
Dort wird der Ahn Mithradates I. als aus "hellenistisch-iranischem Geschlecht" stammend bezeichnet. Ich werde auf jeden Fall am Ball bleiben. Die Könige Pontus' scheinen wahre Epigonen gewesen zu sein(im Gegensatz zu den "echten" Diadochen), die noch im höheren Maße als die Ptolemäer die iranischen Wurzeln mit der hellenistischen Weltordnung verbanden. Von daher hat Droysen vielleicht doch nicht ganz unrecht mit seiner These...
Wo hast du das eigentlich mit dem "Piraten" her, Wulfnoth?
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06.03.2006, 12:29
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The Censor
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Eine gute Frage. Vielleicht kennst du das ja es gibt Sachen, die man mal gelesen hat und die sich bei einem hartnäckig im Kopf halten.
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06.03.2006, 12:38
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Hm, bisher konnte ich ja auch noch keine echte Klärung finden, aber von "Piraten" habe ich noch nie gelesen. Der Vater von Mithradates I. war "König" oder "Satrap" von Kios, und zwar mindestens in der dritten Generation. Sein Vater Ariobarzanes II. von Kios nannte zudem die athenische Staatsbürgerschaft sein Eigen.
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