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02.03.2007, 14:18
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Propraetor
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Registriert seit: 31.01.2007
Beiträge: 615
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Niederlage der Spartaner bei Sphakteria
Die Spartaner wurden während des Peloponnesischen Krieges auf der Insel Sphakteria von der athenischen Flotte so lange blockiert bis sie schließlich aufgeben mussten. Das war der erste Sieg über die "Unbesiegbaren". Ich frage mich, wie genau dieses "Ereignis" ablief:
War es eine einfache Blockade von See aus ohne größere Gefechte?
War es eine "Belagerung" mit kleineren Gefechten und Geplänkel?
Oder fand gar eine Schlacht statt?
Ich persönlich glaube nicht das eine Schlacht standfand aber es könnte ja sein. Ich will eher wissen ob sich die Athener sich auch an Land trauten um die Spartaner zu zermürben oder ob sie nur von ihren Schiffen aus zuguckten wie die spartaner hungerten.
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03.03.2007, 12:38
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Plebejer
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Registriert seit: 16.02.2007
Beiträge: 11
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AW: Niederlage der Spartaner bei Sphakteria
Meines wissens wurden sie schlichtweg ausgehungert und auch öfters mal mit pfeilen beschossen, an land gab es soweit ich mich an erinnern kann aber auch eine schlacht. An genaues kann ich mich aktuelle nicht erinnern, ich werd das ganze im laufe des tages mal nachschlagen.
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03.03.2007, 17:00
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Plebejer
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Registriert seit: 03.03.2007
Beiträge: 13
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AW: Niederlage der Spartaner bei Sphakteria
Meines Wissens nach wurde die Insel Sphakteria von den Athenern gestürmt.
Ausgangspunkt war die Niederlage der Spartaner gegen die Athener auf See, wodurch die Spartaner auf der Insel festsaßen.
Anfangs handelte es sich um eine reine Aushungerungsaktion, jedoch gelang es den Spartanern ihre Soldaten auf der Insel zu versorgen. Schließlich setzen die Athener mehrere tausend Soldaten (zwischen 5.000 und 8.000 vorwiegend leichte Soldaten, verschiedene Quellen -->> unterschiedliche Angaben) an Land und rückten gegen die Spartaner (max. 1.000 Mann, die Hälfte Hopliten) vor.
Die Athener nahmen die Spartaner unter Beschuss wodurch deren Anführer fiel, danach zogen sich die Spartaner zurück. Durch eine Attacke in den Rücken waren die Spartaner schließlich bereit zu kapitulieren. Diese erfolgte 72 Tage nach der Seeschlacht.
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10.04.2007, 11:47
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Plebejer
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Registriert seit: 01.07.2006
Beiträge: 6
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Zitat von Luca Iulius Cinna Magnus
Durch eine Attacke in den Rücken waren die Spartaner schließlich bereit zu kapitulieren. Diese erfolgte 72 Tage nach der Seeschlacht.
ja komischerweise hatten sie nicht genügend wachen bzw. keine aufgestellt oder waren einfach nur unachtsam.
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02.05.2007, 11:15
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Thete
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Registriert seit: 02.05.2007
Ort: Berlin
Beiträge: 739
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Hallo erstmal allerseits.
Sphakteria war, wenn ich mich richtig entsinne, das erstemal in der klassisch-griechischen Geschichte, dass eine Phalanx (und dann auch noch die spartanische) von leichten Truppen besiegt wurde. Die attischen Hopliten hielten sich fein zurück (sie waren den Spartanern zwar zahlenmäßig überlegen, aber der Ruf der Spartaner ist ja bekannt...), beschäftigten die Spartaner aber ständig (über Tage hinweg) mit Peltasten (Speerwerfern) und Bogenschützen. Schließlich ergab sich das spartanische Kontigent. Sicher auch, weil sie auf einer Insel waren, durch die überlegen attische Flotte abgeschnitten vom Festland und mit einer wahrscheinlich miserablen Versorgung. Aber wichtig wahr wohl, dass die Phalanx von Leichtbewaffneten in die Knie gezwungen wurde.
Laut Thukydides überraschte die Zeitgenossen damals übrigens am meisten, dass die Spartaner sich ergaben und nicht bis zum letzten Mann kämpften, was wohl zeigt, dass selbst Spartaner lernfähig sind...
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02.05.2007, 19:45
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Administrator
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Registriert seit: 04.03.2005
Ort: München/Hannover
Beiträge: 2.474
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ja über diese schlacht habe ich auf discovery channel eine 45 min doku gesehen.
Die gefangenen spartaner wurden durch athen geführt und alle gafften sie an wie übermenschen (man hörte viel von den spartanern, aber kannte wenige wirklich) Die gefangenen wurden nicht gefoltert sondern durften nach kurzer zeit nach hause
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16.06.2008, 20:05
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Plebejer
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Registriert seit: 01.06.2008
Beiträge: 13
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ich zitiere aus meinen Bericht den ich im anderen Forum geschrieben habe
Im Frühjahr 425 sollte eine Flotte Spartas nach Kerkyra Vorstoßen um die Insel in spartanische bzw. peloponnesische Kontrolle zu bringen. Gleichzeitig sollte ein peloponnesisches Heer unter der Führung Agis II in Attika einfallen um athenische Kräfte zu binden. Dieses Konzept einer weiträumigen spartanischen Strategie wurde durch eine unerwartete athenische Aktion durchkreuzt.
Athen schickte im Frühjahr 40 Trieren mit den Strategen Eurymedon und Sophokles nach Sizilien, wo die Neugewonnenen athenische Positionen( Rhegion , Leontinoi und Halikyai) ausgebaut werden sollte. Auf der Fahrt ins Einsatzgebiet mussten sie wegen der spartanischen Intervention in Kerkyra umdisponieren.
Unter Demosthenes der auch unter den oben genannten Strategen mit segelte, kam die Idee bei Pylos einen Stützpunkt zu errichten, zum einen als Fluchtpunkt für die Heloten um einen Helotenaufstand zu erzeugen und zum zweiten als Ausgangspunkt für Vorstöße nach Sparta. Mit Erlaubnis des Sophokles (Demosthenes hatte in diesem Jahr kein Amt) blieb er mit 5 Trierern und ihrer Besatzung zurück um seinen Plan zu realisieren. Die anderen Schiffe segelten weiter nach Zakynthos.

König Agis II. erkannte sofort die Gefahr die von der kleinen Streitmacht ausging und zog sich mit seiner Invasionsarmee aus Attika zurück. Die Spartanische Führung beorderten darauf hin ein Landheer mit 420 Hopliten darunter 150 Spartaner, Perioiken und helotischen Waffenträgern und besetzte die unbewohnte Insel Spakteria. Gleichzeitig wurden die Schiffe die nach Kerkyra segelten zurück beordert und blockierten die Nördliche und Südliche Hafeneinfahrt. Es schien als wäre der Ring um die Athener unter Demosthenes geschlossen zu sein.
Doch Demosthenes konnte noch zwei Trieren auf den weg nach Zakynthos schicken um Eurymedon und Sophokles zu informieren. Es gelang der Flotte die Blockade zu durchbrechen und versenkte die spartanischen Schiffe. Darauf hin waren die Spartanischen Kräfte auf Spakteria eingeschlossen.
Eine eilends aus Sparta Abgesandte Untersuchungskommission erkannte sofort die prekäre Lage, bat um Waffenstillstand und schickte eine Gesandtschaft nach Athen, um die Auslieferung der eingeschlossenen Truppen zu erwirken.
Die Verzweiflung der Spartaner war groß, denn sie verfügten zurzeit nur noch 5 – 6000 Kampffähige Spartiaten (die weiterhin rückläufig waren durch Erdbeben und anderen Faktoren) und boten einen Friedensvertrag von 446/5 vor.
In Athen führte nun Kleon das große Wort. Auch Sie wussten natürlich was sie da in der „falle“ hatten. Auf seine Initiative erhielt die spartanische Gesandtschaft die ernüchternde Antwort, dass die Spartaner zunächst als Gefangene nach Athen gebracht werden sollte und die Spartaner alle Plätze zurückgeben müssten, die Athen 446 verzichtet hätte , also die Häfen von Megara, Troizen und die Landschaft Achaia im Westen der Peloponnes , bevor man zur Rückgabe der Gefangenen und zu einem Vertrag bereit sei. Aber In Unkenntnis der Lage in Spakteria.
Diese Bedingungen waren für die Spartaner unannehmbar, weil ihre Hegemonie im Peloponnesischen Bund durch einen Frieden auf dieser Grundlage in frage gestellt worden wäre.
In der Zwischenzeit nämlich begann auch den athenischen Truppen unter Wasser- und Getreidemangel zu leiden und man musste schnell handeln. Nach langen Verhandlungen in der Athenischen Volksversammlung erhielt Kleon das Kommando über die dort eingesetzten athenischen Truppen. Demosthenes blieb aber der eigentliche Leiter der Operation da Kleon keinerlei militärische Erfahrungen hatte. Durch eine geschickte Überrumpelungstaktik gelang ihm die Landung auf der Insel. Und durch die aus den topographischen Bedingungen, für einen Hoplitenkampf denkbar ungeeignet waren kam er zum richtigen Schluss: Erstmals in der griechischen Militärgeschichte überließ er für den Inselkampf bestens geeignete Schleudere und Peltasten die Initiative.
Diese zermürbten die Spartaner durch den Hagel von Geschossen und ihr flexibles angreifen und zurückweichen. Als die Spartaner von den Peltasten umgangen und im Rücken bedrängt wurden, senkten sie nach einer kurzen Kampfpause gegen alles Herkommen die Schilde und ergaben sich. 292 Hopliten, darunter 120 Spartiaten, gingen in die Gefangenschaft. Kleon stand im Zenit seines Ansehens hatte er doch großspurig verkündigte vor der Abreise „ er werde in zwanzig Tagen mit den Lakedaimoniern fertig werden“. Und er hielt sein Wort, innerhalb von zwanzig Tagen waren die Spartiaten besiegt und nach Athen geschafft.
Der Peloponnesische Krieg - Seite 1 - Rome-Total War Fan-Treff
Quelle: frei nach
Baltrusch SPARTA Verlag C.H.Beck
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