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07.11.2008, 14:22
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The Censor
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Registriert seit: 29.01.2005
Ort: Freiburg
Beiträge: 6.531
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Sklaverei und ihr Einfluss auf unser Bild der griechischen Welt
Heute im Tutorat wurde ein sehr interessantes Diskussionsthema aufgeworfen, dass wir mangels Zeit leider nicht ausführen konnte. Ist zwar schon relativ speziell aber vielleicht hat doch der ein oder andere hier eine Meinung dazu.
Das antike Griechenland, vor allem Klassik und Hellenismus, basierte als Gesellschaft auf der intensiven Sklaverei, man kann also durchaus von einer Sklavengesellschaft sprechen. Große Philosophen wie Aristoteles waren klare Befürworter der Sklaverei.
In Westeuropa (bzw. möglicherweise auch woanders aber da bin ich mir nicht sicher) wird die griechische Kultur spätestens seit der Renaissance verehrt. Auf Humanistischen Gymanasien kann man nach wie vor Griechisch lernen.
Auf der anderen Seite muss zumindest als These im Raum stehen, dass die griechische Hochkultur ohne Sklaverei nie entstanden wäre. Ein Aristoteles hätte ohne Sklaven niemals die Zeit gehabt seinen philosphischen Beschäftigungen nachzugehen und das dürfte auf viele der damaligen Denker zutreffen.
Es stellt sich die Frage ob wir mit dem "Feiern" der griechischen Kultur nicht auch die Sklaverei der damaligen Zeit "mitfeiern", denn sie war immerhin integraler Bestandteil der griechischen Lebenswelt.
Akzeptieren wir die Sklaverei als Preis für die überlieferten kulturellen Leistungen?
Die Griechen sind hier übrigens ein prägnantes aber austauschbares Beispiel, dieselbe Diskussion könnte über die Römer geführt werden.
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Demokratie heißt die Wahl haben. Diktatur heißt, vor die Wahl gestellt werden.
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07.11.2008, 15:57
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Administrator
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Registriert seit: 04.03.2005
Ort: München/Hannover
Beiträge: 2.644
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Bei wulfis studium hab ich das gefühl wir allestudieren mit 
Dank ihn sind wir immer aufn laufenden was er gerade durchnimmt
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07.11.2008, 17:37
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Samurai
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Registriert seit: 02.11.2008
Beiträge: 147
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das man sklaverei befürwortet (weil es für einen selber dsa beste ist), macht die philosophischen überlegungen nicht schlechter. ist dann halt komisch wenn jemand über gewissensfreiheit spricht aber selber seinen sklaven dies vorenthält.
Ich denke das die sklaverei bis zu einem gewissen standpunkt der industrialisierung fast nötig war, um den großmachtstatus zu wahren. (siehe usa sezessionskriege)
auch wenn es vllt nicht so klingt, lehne ich jegliche form von sklaverei ab
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07.11.2008, 18:51
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The Censor
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Registriert seit: 29.01.2005
Ort: Freiburg
Beiträge: 6.531
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Zitat von TigerMC
Bei wulfis studium hab ich das gefühl wir allestudieren mit
Dank ihn sind wir immer aufn laufenden was er gerade durchnimmt
Nein eigentlich nicht.  Ich breite hier nur die Nebensächlichkeiten aus, die ich im Studium nicht ausbreiten darf.
Und außerdem tut diesem Forum momentan jedes Geschichtsthema gut.
Ich denke das die sklaverei bis zu einem gewissen standpunkt der industrialisierung fast nötig war, um den großmachtstatus zu wahren. (siehe usa sezessionskriege.
Das ist eine interessante These. Allerdings kann man durchaus anführen, dass gerade die Sklaverei die Industrialisierung bis zu einem gewissen Maß auch unterbunden hat. Wo billige Arbeitskräfte vorhanden sind bleiben Maschinen unnötig. Zumindest wird dies gerne angeführt wenn man die mangelnde Innovationskraft der Römer im Bereich betrachtet in dem Sklaven eingesetzt werden konnten.
Fakt ist eben auch, dass die Industrialisierung erst einsetzt als die Sklaverei odr zumindest der Sklavenhandel nur noch eingeschränkt stattfinden.
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Demokratie heißt die Wahl haben. Diktatur heißt, vor die Wahl gestellt werden.
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07.11.2008, 18:54
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Administrator
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Registriert seit: 04.03.2005
Ort: München/Hannover
Beiträge: 2.644
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auch wenns leicht offtopic ist, wir haben doch heute noch eine moderne sklaverei, zeitarbeit und leiharbeiter zb sind moderne sklaverei.
und es gibt heute wie damals eine lobbyvereinigung die probiert dieses system so lange wie möglich aufrecht zu erhalten, zum wohle weniger und zum leidwesen vieler betroffener
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07.11.2008, 19:57
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Samurai
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Registriert seit: 02.11.2008
Beiträge: 147
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Zitat von Wulfnoth
Das ist eine interessante These. Allerdings kann man durchaus anführen, dass gerade die Sklaverei die Industrialisierung bis zu einem gewissen Maß auch unterbunden hat. Wo billige Arbeitskräfte vorhanden sind bleiben Maschinen unnötig. Zumindest wird dies gerne angeführt wenn man die mangelnde Innovationskraft der Römer im Bereich betrachtet in dem Sklaven eingesetzt werden konnten.
Fakt ist eben auch, dass die Industrialisierung erst einsetzt als die Sklaverei oder zumindest der Sklavenhandel nur noch eingeschränkt stattfinden.
ok. vielleicht hätte ich schreiben sollen, einen aufklärerischen und industriellen Status.
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08.11.2008, 23:11
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Leseratte
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Registriert seit: 11.10.2008
Ort: Brandenburg
Beiträge: 27
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ich denke nicht dass man den Römern oder Griechen einen "Vorwurf" machen kann dass sie sich Sklaven bedienten denn schließlich muss man mal überlegen ob sich nicht in Zukunft irgendjemand fragt ob man die kulturellen "Hinterlassenschaften" unserer Zeit (auch wenn sich dem einen oder anderen nun die teilweise berechtigte Frage stellt: was wir so bewegendes hinterlassen könnten) nicht mehr angemessen würdigen darf "nur" weil wir gewise Dinge dulden, die man in Zukunft (durch Erfahrungen wird man hoffentlich klüger geworden sein) als verachtenswert oder als grundfalsch betrachtet??? Ich denke deshalb dass man nicht unbedingt die Sklaverei "mitfeiert" wenn man Menschen wie Aristoteles feiert sondern dass man dies vielmehr von einander trennen sollte ( auch wenn Sklaverei ein [quote][ integraler Bestandteil der griechischen Lebenswelt.
/QUOTE] war) denn ich denke nicht dass man Aristoteles dafür "verurteilen" sollte/könnte dass er mit der Mode ging (auch wenn gerade er ja der Mode voraus war, wenn auch nicht in allen Bereichen) denn wie Wulfnoth schon sagte
Ein Aristoteles hätte ohne Sklaven niemals die Zeit gehabt seinen philosphischen Beschäftigungen nachzugehen und das dürfte auf viele der damaligen Denker zutreffen.
also sollte man die Leistungen der antiken Dicher, Denker usw. nicht für "einige" Fehler ihrer Zeit "deklassieren" oder negativieren
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17.11.2008, 13:28
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Propraetor
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Registriert seit: 19.09.2008
Ort: Hollabrunn
Beiträge: 551
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Zitat von TigerMC
auch wenns leicht offtopic ist, wir haben doch heute noch eine moderne sklaverei, zeitarbeit und leiharbeiter zb sind moderne sklaverei.
Das halte ich aber doch für eine arge Verharmlosung der Sklaverei. Ich will an prekären Arbeitsverhältnissen nichts beschönigen, aber Leiharbeiter dürfen weder ausgepeitscht noch getötet werden. Man darf sie nicht zu sexuellen Diensten zwingen, und wenn sie an jemanden verliehen werden, der ihnen gar nicht passt, können sie notfalls immer noch kündigen, ein Sklave konnte das nicht. Wurde in Rom ein Sklavenhalter von einem seiner Sklaven ermordet, wurden seine sämtlichen Sklaven hingerichtet, so schlimm ist es heute auch nicht.
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17.11.2008, 15:56
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The Censor
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Registriert seit: 29.01.2005
Ort: Freiburg
Beiträge: 6.531
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Vielleicht nicht in Tigers Beispielen aber es gibt durchaus noch moderne Formen der Sklaverei und in einigen Staaten, z.B. Indien, ist das sogar mehr oder minder gesellschaftlich akzeptiert aber auch in unserer westlichen Welt leben manche Menschen in sklavenähnlichen Zuständen. Man denke nur an die ganzen illegalen Immigranten.
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Demokratie heißt die Wahl haben. Diktatur heißt, vor die Wahl gestellt werden.
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17.11.2008, 16:10
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Propraetor
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Registriert seit: 19.09.2008
Ort: Hollabrunn
Beiträge: 551
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Dem kann ich uneingeschränkt zustimmen. Auch die "Blutdiamanten" in Afrika werden von Sklaven abgebaut, und von den Bedingungen, unter denen Hausangestellte in arabischen Haushalten arbeiten müssen, hört man auch immer wieder Schreckensgeschichten.
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30.11.2008, 22:05
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Plebejer
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Registriert seit: 01.08.2008
Ort: Glyfada, Griechenland, EU
Beiträge: 2
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I think it was Aristoteles who said that ''there is a certain type of person that is born for slavery'', that is, there are people who end up only slaves during their lifetime, not so much out of bad luck, but of their character...
We can see that even today with ppl who have 2 jobs instead of 1,slaving away their entire lifes, so that they can buy holidays to Bali and a new car every 3 years. They are so jealus of the really rich ppl that would slave themselves in order to have the sames things they have. Any sense of true 'freedom' desires (freedom mainly translates too ability to choose a lifestyle and not to be dragged into one by MEDIA or sheer jealousy), is lacking in them...
I hope I was understood and that you dont find English used in this forum 'an insult' or anything  I understand some German but I cant write and if i do, it will only sound rediculous so I prefer English  TY
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