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29.11.2006, 19:12
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Tigers Hare Krischna Jung
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Registriert seit: 03.12.2005
Ort: Niedersachsen
Beiträge: 754
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Afgahnistan: "Germans to the Front!"?
Quelle
Quelle
Deutschland hat beim Nato-Gipfel in Riga kein neues Angebot für einen Einsatz von Bundeswehrsoldaten im umkämpften Süden Afghanistans gemacht.
Nach Angaben aus deutschen Regierungskreisen vom Mittwoch blieb Bundeskanzlerin Angela Merkel bei einem Essen am Vorabend hart. Deutsche Soldaten sollen nach den Angaben weiterhin vor allem im Norden eingesetzt werden. Auch Nato-Oberbefehlshaber General James Jones habe die Leistungen der Bundeswehr in Afghanistan ausdrücklich gewürdigt, hieß es. Zu Forderungen nach weiteren Soldaten für den besonders umkämpften Süden des Landes habe Jones gesagt, es fehle der Nato nicht an Bodentruppen.
Vielmehr gebe es Defizite vor allem beim Transport, der Aufklärung und der Kommunikation. Die Bundeswehr sei bereit, in diesen Feldern weiterhin auszuhelfen, hieß es in den Regierungskreisen. Zugleich wurde aber betont: „Afghanistan ist eine wichtige militärische Herausforderung, die aber allein mit militärischen Mitteln nicht bewältigt werden kann.“ Bedeutsam sei der Aufbau einer funktionierenden Polizei, des Justizwesens und der Verwaltung sowie der Kampf gegen den Drogenanbau.
[...]
Höhere Militärausgaben gefordert
Nato-Generalsekretär Jaap de Hoop Scheffer sagte bei der offiziellen Gipfel-Eröffnung am Mittwoch, Europa und die USA stünden „Seite an Seite in einer einzigartigen Solidarität, die das Markenzeichen des Bündnisses ist“. Der Einsatz in Afghanistan sei eine gerechte Sache und entscheidend für die gemeinsame Sicherheit. De Hoop Scheffer forderte höhere Militärausgaben der Regierungen: „Verteidigung kann nicht billig sein.“
Die Nato bekräftigte, sie sei für neue Mitglieder offen. Vor allem die Länder des Balkans sollten wissen, dass ein Beitritt möglich sei. Staaten wie Kroatien, Albanien und Mazedonien hoffen, 2008 zu Verhandlungen eingeladen zu werden. Entscheidungen sollen jedoch erst beim nächsten Gipfeltreffen 2008 getroffen werden.
- Zum vollständigen Artikel auf Focus-Online.de
Bemerkung:
Ich denke viele werden dieses oben aufgezeigt Gemälde, dass eine Szene aus dem Boxeraufstand (1900-01) aufzeigt, kennen. Damals war es so gesehen ebenfalls ein Auslandseinsatz deutscher Truppen, jedoch zu kolonialpolitischen Zwecken.
Heute wurde dieser Ausruf "Germans to the Front!" besonders von der Nato getätigt, da sie der Meinung sind, dass sich vor allem die Deutschen aus den Kämpfen raushalten, um mögliche Verluste zu vermeiden.
Mir kam dabei sofort das erste Bild in den Kopf und ich habe mich gefragt, ob es wirklich einen großen Unterschied, zwischen dem wirklichen Sinn des Einsatzes von 1900 und dem Einsatz in Afgahnistan heute gibt.
Es gibt ja anscheinend viele Parallelen.
- Die Boxer, sowie die Taliban waren/sind gegen Ausländer, bei den Taliban im Form von Nichtmuslimen oder Muslime die gegen ihr Verständis des Islams sind.
- Es gibt eine internationale Intervention
- der Grund dafür waren Angriffe auf Strukturen der europäischen Mächte, bei den Taliban denen des Westens, WTC.
- eine Machtdemonstration des Westens/ der europäischen Mächte
Es gibt natürlich viele Unterschiede, jedoch sehe ich so langsam den Sinn des Afgahnistaneinsatzes nicht mehr. Um den Leuten dort wirklich gut helfen zu können, haben wir viel zu wenige Soldaten geschickt, jedoch genug um dort wenigstens für etwas Ruhe zu sorgen. Die Demokratie scheint sich dort alles andere als Durchzusetzen und auch die Menschen dort sehen in den Truppen immermehr Besatzer als Befreier, vor allem im Süden.
Also folgende Fragen, werf ich mal in die Runde.
Seht ihr diese Parallelen der westlichen Politik heute und der europäischen damals?
Welchen Sinn hat der Afgahnistaneinsatz?
Und sollten die Deutschen mehr in den Süden, um ihre Verbündeten zu entlasten?
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Der Glaube kommt aus dem Herzen. Die Vernunft muß ihn festigen. Glaube und Vernunft sind nicht Gegenkräfte, wie manche Leute meinen. Je tiefer der Glaube ist, um so mehr schärft er die Vernunft. Wenn der Glaube blind wird, stirbt er. - Mahatma Gandhi
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29.11.2006, 19:26
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Separatisto
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Registriert seit: 23.10.2005
Ort: Bruchsal
Beiträge: 1.006
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AW: Afgahnistan: "Germans to the Front!"?
Zitat von Renascor
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Also folgende Fragen, werf ich mal in die Runde.
Seht ihr diese Parallelen der westlichen Politik heute und der europäischen damals?
Nein, im Punkt Afghanistan sicherlich nicht, da ging es wirklich um den Sturz der Taliban, da sie, wie sie auch selbst sagten, die Terroristen deckten. Momentan ist man in einem ganz anderen Dilema. Die Irak Krise ( Ich nenne sie jetzt einfach mal so) hat auch Auswirkungen auf Afagahnistan, die sicherlich so nicht geschehen wären. Es gibt immer mehr Muslime in Afghanistan, die anfangen zu glauben, dass Sie nicht "befreit", sondern "erobert" worden sind. Was natürlich bei diesem Land eher nicht der Fall war. Außerdem ist man nicht dort, um die wirtschaftlichen und politischen Interessen ( Hier gesehen als Kolonialinteressen) durchzusetzen, sondern da, um den Aufstieg Afghanistans zu einer sicheren Demokratie zu sichern. Die Folge dessen ist die Schaffung eines stabilen Staates in einer unstabilen Region.
Und sollten die Deutschen mehr in den Süden, um ihre Verbündeten zu entlasten?
Ja. Man hat sich dessen angenommen, also sollte man die Drecksarbeit nicht den anderen überlassen.
__________________
Nichts ist unsozialer als der Wohlfahrtsstaat, der die menschliche Verantwortung erschlaffen und die individuelle Leistung sinken läßt. Ludwig Erhard
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29.11.2006, 19:35
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Tigers Hare Krischna Jung
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Registriert seit: 03.12.2005
Ort: Niedersachsen
Beiträge: 754
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AW: Afgahnistan: "Germans to the Front!"?
Zitat von Scipio
Nein, im Punkt Afghanistan sicherlich nicht, da ging es wirklich um den Sturz der Taliban, da sie, wie sie auch selbst sagten, die Terroristen deckten. Momentan ist man in einem ganz anderen Dilema. Die Irak Krise ( Ich nenne sie jetzt einfach mal so) hat auch Auswirkungen auf Afagahnistan, die sicherlich so nicht geschehen wären. Es gibt immer mehr Muslime in Afghanistan, die anfangen zu glauben, dass Sie nicht "befreit", sondern "erobert" worden sind. Was natürlich bei diesem Land eher nicht der Fall war. Außerdem ist man nicht dort, um die wirtschaftlichen und politischen Interessen ( Hier gesehen als Kolonialinteressen) durchzusetzen, sondern da, um den Aufstieg Afghanistans zu einer sicheren Demokratie zu sichern. Die Folge dessen ist die Schaffung eines stabilen Staates in einer unstabilen Region.
Die Frage ist doch, wollen es die Afgahnen überhaupt?
Zitat von Scipio
Ja. Man hat sich dessen angenommen, also sollte man die Drecksarbeit nicht den anderen überlassen.
Ja, jedoch sollte man doch innerhalb eines Bündisses verlangen können, dass man die Truppen des Bündnisses innerhalb seiner Stärken einsetzt. Die Bundeswehr ist, bis auf die KSK, nicht für solche Kampfeinsätze, wie sie im Süden stattfinden, wirklich vorbereitet. Da haben die britischen und kanadischen Truppen schon einen, meiner Meinung nach, qualitativen Vorteil.
Sollte man dann nicht jeden das machen lassen, was er am besten kann?
Ich sehe da eher die Angst der Britten und Kanadier, dass sie zu Hause die Zustimmung für diesen Krieg/Einsatz verlieren, auf Grund der Verluste, als dass es wirklich darum geht, Deutschland mehr zu involvieren.
Ich will keine deutschen Bauernopfer, nur weil die Tommys und Kanadier die Zustimmung ihrer Bevölkerung nicht verlieren wollen. Ich erkenne ja die Leistung der britischen und kanadischen Truppen an, jedoch bin ich der Meinung, dass diese Truppen besser dafür ausgeblidet sind als unsere.
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Der Glaube kommt aus dem Herzen. Die Vernunft muß ihn festigen. Glaube und Vernunft sind nicht Gegenkräfte, wie manche Leute meinen. Je tiefer der Glaube ist, um so mehr schärft er die Vernunft. Wenn der Glaube blind wird, stirbt er. - Mahatma Gandhi
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29.11.2006, 19:42
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Separatisto
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Registriert seit: 23.10.2005
Ort: Bruchsal
Beiträge: 1.006
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AW: Afgahnistan: "Germans to the Front!"?
Zitat von Renascor
Die Frage ist doch, wollen es die Afgahnen überhaupt?
Zu Beginn sicherlich, wie es momentan aussieht - schwer zu sagen. Aber: Wenn bekannt ist, dass Terroristen Anschläge auf ein Lan vorbereiten und vo nder Regierung, die dort herrscht, geschützt wird, ist meines Erachtens ein Einfall nötig
Ja, jedoch sollte man doch innerhalb eines Bündisses verlangen können, dass man die Truppen des Bündnisses innerhalb seiner Stärken einsetzt. Die Bundeswehr ist, bis auf die KSK, nicht für solche Kampfeinsätze, wie sie im Süden stattfinden, wirklich vorbereitet. Da haben die britischen und kanadischen Truppen schon einen, meiner Meinung nach, qualitativen Vorteil.
Sollte man dann nicht jeden das machen lassen, was er am besten kann?
Ich sehe da eher die Angst der Britten und Kanadier, dass sie zu Hause die Zustimmung für diesen Krieg/Einsatz verlieren, auf Grund der Verluste, als dass es wirklich darum geht, Deutschland mehr zu involvieren.
Ich will keine deutschen Bauernopfer, nur weil die Tommys und Kanadier die Zustimmung ihrer Bevölkerung nicht verlieren wollen. Ich erkenne ja die Leistung der britischen und kanadischen Truppen an, jedoch bin ich der Meinung, dass diese Truppen besser dafür ausgeblidet sind als unsere.
Die Truppen sind sehr wohl dafür ausgebildet, sonst wären es keien Soldaten. Die Bundeswehr hat ihren Dienst zu leisten und das ist nun mal auch ein möglicher Einsatz im Süden.
Deutsche Bauernopfer? Wie kommst du den darauf? Glaubst du etwa, dass die Deutschen als Kanonenfutter vorausgeschickt werden sollen?
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29.11.2006, 19:50
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Tigers Hare Krischna Jung
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Beiträge: 754
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AW: Afgahnistan: "Germans to the Front!"?
Zitat von Scipio
Die Truppen sind sehr wohl dafür ausgebildet, sonst wären es keien Soldaten. Die Bundeswehr hat ihren Dienst zu leisten und das ist nun mal auch ein möglicher Einsatz im Süden.
Deutsche Bauernopfer? Wie kommst du den darauf? Glaubst du etwa, dass die Deutschen als Kanonenfutter vorausgeschickt werden sollen?
Ne, aber ich denke, dass sie nicht so gut ausgebildet sind wie die Briten und Kanadier für diese Situation, daher denke ich, dass es unnötige Opfer sind, die eingegangen werden, nur um die Engländer und Kanadier zu entlasten.
Vor allem heisst Soldat sein nicht sinnlos zu sterben.
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29.11.2006, 20:25
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AW: Afgahnistan: "Germans to the Front!"?
deutschland wird meines erachtens nicht in afghanistan verteidigt drum deutsche soldaten ab in die heimat
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29.11.2006, 22:42
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AW: Afgahnistan: "Germans to the Front!"?
Zitat von Renascor
Und sollten die Deutschen mehr in den Süden, um ihre Verbündeten zu entlasten?
Nein, Deutschland hilft in Afgahnistan genug und im Norden gibt es genug Probleme mit dem sich die Deutschen rumplagen müssen. Dann diese Frechheit von den angeblichen Verbündeten die Deutschen würden im Norden eh nur Bier trinken und ne ruhige Kugel schieben finde ich ist grund genug denn ganzen Afgahnisteneinsatz abzubrechen und denen zu sagen sie sollen ihre scheiß doch alleine machen wenn man die bemühungen der Deutschen nicht einmal respektiert. Jeden Tag riskieren die Deutschensoldaten in Afgahnistan ihr Leben und dann kommt sowas  . Die können froh sein das Deutschland überhaupt Soldaten nach Afgahnistan geschickt hat.
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