07.10.2008 - 02:42
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  #16  
Alt 16.03.2008, 21:34
Spender
 
Registriert seit: 27.10.2007
Ort: Raum Nürnberg
Beiträge: 728
Zitat von TigerMC Beitrag anzeigen
Des weiteren möchte ich mal generell ne Frage in den Raum werfen warum sich die eu und die amis sich nur meist bei den Ländern aufregen wenn was schiefgeht, wenn es sich um Rohstoffreiche oder anderweitig Starke. UNABHÄNGIGE (irak (vorm krieg), iran, china, russland, türkei) Länder handelt? Wird da bewusst ein Feindbild geschürt um den eigenen niedergang zu übertynchen? Warum boykottiert ausser england keiner die eu afrika konferenz wenn der Schlächter nr 1 in Afrika mugawe da auftaucht? Warum isoliert keiner US-rael, weist Diplomaten aus oder bombt ihre Waffenfabriken und Infrastruktur wieder 100 Jahre zurück, wie sie es gerne bei anderen Ländern tun, wegen anhaltender Menschenrechtsverletzungen (gaza, israelische gefängnisse, guantanamo, abu gureib, völkerrechtswiedrige angriffskriege oder völkermord wie er mom. im gaza geschieht)?
Eine sehr richtige Frage, sie könnte von mir gewesen sein. Die Antwort ist simpel: Scheinheiligkeit, zweierlei Maß und menschenverachtende Interessenpolitik stecken dahinter.
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  #17  
Alt 16.03.2008, 21:56
Benutzerbild von Ar-Pharazon
Preuße
 
Registriert seit: 28.04.2005
Beiträge: 433
Zitat von TigerMC Beitrag anzeigen
Warum isoliert keiner US-rael, weist Diplomaten aus oder bombt ihre Waffenfabriken und Infrastruktur wieder 100 Jahre zurück
Du möchtest also, daß Amerika und Israel angegriffen werden?
Sag mal, ist Dein Verstand jetzt gänzlich über Bord gegangen?
__________________
Was wir hier in diesem Land brauchen sind mutige Bürger, die die roten Ratten dorthin jagen, wo sie hingehören - in ihre Löcher.

Franz-Josef Strauß
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  #18  
Alt 16.03.2008, 22:09
Benutzerbild von TigerMC
Administrator
 
Registriert seit: 04.03.2005
Ort: München/Hannover
Beiträge: 2.474
blödsinn, ich bin gegen jede form von angriffskriegen, es ging mir darum zu zeigen, dass die amis und israel das jeden Tag machen und die frage, warum die das dürfen/machen können, ohne dass es wirkliche sanktionen gibt.
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  #19  
Alt 17.03.2008, 11:06
Benutzerbild von Jason
Hoplit
 
Registriert seit: 29.10.2007
Ort: Durmersheim bei Karlsruhe
Beiträge: 713
Im Gegenteil: ein Boykott wäre die falsche Reaktion. Die Präsenz der Medien und der Weltöffentlichkeit in China kann doch nur positive Auswirkungen auf das Land haben. Die Chancen einer Öffnung würden durch solch einen Boykott "verspielt" werden. Und die Athleten die sich vorbereitet haben? Tibet wird ein Problem für China bleiben, ob mit oder ohne olympische Spiele.
__________________
"So lange nicht alle Menschen werden wie er, müßen wir unsere Schwerter scharf halten"

Ben Hur: "Und unseren Zielen treu bleiben."
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  #20  
Alt 17.03.2008, 14:16
Ädil
 
Registriert seit: 19.02.2008
Beiträge: 282
Viel wichtiger wäre entsprechender Druck von Seiten der EU, von Seiten der USA, also den Nationen, die zumindest noch auf dem Papier die Werte der Aufklärung vertreten und die es ja auch - angeblich - um der Freiheit eines - mir persönlich viel weniger sympathischen Volkes im Kosovo - geschafft haben, einen souveränen Staat zu verstümmeln.

Tatsächlich aber, fürchtet sich jeder vor den inoffiziellen Wirtschaftssanktionen mit denen China auf jede noch so kleine Form der Kritik reagiert.

Dazu braucht man keinen Olympiaboykott.
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  #21  
Alt 17.03.2008, 19:22
Benutzerbild von Jason
Hoplit
 
Registriert seit: 29.10.2007
Ort: Durmersheim bei Karlsruhe
Beiträge: 713
Das Kosovo liegt mitten in Europa, Tibet nicht. China ist eine Weltmacht mit Atomwaffen Jugoslawien war ein auseinanderbrechendes Staatengebilde. Ich sehe hier nicht unbedingt große Ähnlichkeiten.
Ich persönlich kenne keinen einzigen Tibeter, deswegen kann ich nicht so zielsicher wie Du formulieren, wer mir "sympathischer" ist - ein Kosovo-Albaner oder ein Tibeter. Abgesehen davon finde ich diesen Ansatz lächerlich.
__________________
"So lange nicht alle Menschen werden wie er, müßen wir unsere Schwerter scharf halten"

Ben Hur: "Und unseren Zielen treu bleiben."
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  #22  
Alt 17.03.2008, 20:12
Plebejer
 
Registriert seit: 14.03.2008
Beiträge: 11
China - Tibet

China kann man mit einem Olympiaboykott nicht beeindrucken, die Politik wird von Chinas- Regierung knallhart durchgezogen.
__________________
Ein Urteil läßt sich widerlegen, ein Vorurteil nie.
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  #23  
Alt 19.03.2008, 15:08
Ädil
 
Registriert seit: 19.02.2008
Beiträge: 282
Das Kosovo liegt mitten in Europa, Tibet nicht. China ist eine Weltmacht mit Atomwaffen Jugoslawien war ein auseinanderbrechendes Staatengebilde. Ich sehe hier nicht unbedingt große Ähnlichkeiten.
Es geht auch nicht um Ähnlichkeiten oder Geographie.
Es geht um das Prinzip.
Wer auf so fragwürdige Weise für die Freiheit des Kosovo sorgt, der darf bei Tibet nicht schweigen.

Wer behauptet, Freiheit und Sicherheit des eigenen Volkes am Hindukusch zu verteidigen, der kann nicht Tibet ausblenden.

Wer für die Freiheit des irakischen Volkes einen Krieg beginnt, der darf bei Tibet nicht schweigen.

Ich persönlich kenne keinen einzigen Tibeter, deswegen kann ich nicht so zielsicher wie Du formulieren, wer mir "sympathischer" ist - ein Kosovo-Albaner oder ein Tibeter. Abgesehen davon finde ich diesen Ansatz lächerlich.
Das ist eben eine persönliche Meinung von mir, Die Du nicht nachvollziehen mußt. Ich war im Kosovo und finde vermutlich alle anderen "Nationen" sympathischer

Geändert von Beckmann (19.03.2008 um 15:10 Uhr).
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  #24  
Alt 20.03.2008, 13:38
Benutzerbild von dieter 4711
Mensch
 
Registriert seit: 09.01.2008
Ort: Frankfurt/M.
Beiträge: 311
Zitat von TigerMC Beitrag anzeigen
ich finde sport und politik sollten sauber getrennt sein, sport ist etwas was alle nationen verbindet und freundschaften fördert, drum bin ich gegen eine instrumentalisierung des sports
Lieber Tiger,
das hat auch bei den Spielen in Moskau und Los Angeles nicht geklappt.
__________________
Nichts ist unmöglich
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  #25  
Alt 20.03.2008, 15:05
Benutzerbild von TigerMC
Administrator
 
Registriert seit: 04.03.2005
Ort: München/Hannover
Beiträge: 2.474
naja die kommunisten un die kapitalisten waren sich eben nicht ganz grün und ich muss dir ehrlich sagen, im nachhinein betrachtet kann man doch getrost sagen, derboykott war unnötig und unnütz
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  #26  
Alt 20.03.2008, 15:38
Benutzerbild von dieter 4711
Mensch
 
Registriert seit: 09.01.2008
Ort: Frankfurt/M.
Beiträge: 311
Zitat von TigerMC Beitrag anzeigen
naja die kommunisten un die kapitalisten waren sich eben nicht ganz grün und ich muss dir ehrlich sagen, im nachhinein betrachtet kann man doch getrost sagen, derboykott war unnötig und unnütz
So ist es.
__________________
Nichts ist unmöglich
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  #27  
Alt 22.03.2008, 16:33
Spender
 
Registriert seit: 27.10.2007
Ort: Raum Nürnberg
Beiträge: 728
Jetzt habe ich mich mal etwas in die Geschichte Tibets eingelesen, und ich bin ziemlich verunsichert. Jede Variante ist anders. Eine ist: Tibert habe sich schon im 13. Jh. freiwillig unter das Dach des Chinesischen Reiches begeben.

Wanderungen der Menschen hat es in Europa immer gegeben. In Asien war das nicht anders. So steht heute fest: In Tibet leben rund 6 Millionen Tibeter und 7,5 Millionen Han-Chinesen (in wie weit dahinter Zwangsumsiedlungen standen, sei dahin gestellt - solche gab es auch in der europäischen Geschichte). Kann es sein, dass die großen Industrieländer in Tibet eine Minderheit unterstützen? Was macht diese Minderheit mit der (verhassten) Mehrheit, wenn sie an die Macht kommen sollte? Die Geschichte solcher Fälle lässt Böses erahnen. Viele Grüße aus dem Kosovo und aus Ruanda.

In Anbetracht dieser Problematik ist die Frage eines Olympia-Boykotts eine Themenverfehlung.

Richtig ist, dass in China die Menschenrechte nicht beachtet werden, wie sie die Europäer definiert haben. Zum Beispiel die Pressefreiheit - der Ausschluss ausländischer Beobachter macht die Recherche was geschah und geschieht unmöglich. Das macht die chinesische Darstellung suspekt. Aber sind die "offiziellen" Bilder
(siehe http://news.xinhuanet.com/english/20...nt_7837473.htm)
wirklich manipuliert, oder einfach ebenfalls Teil der Wahrheit? Dürfen wir angesichts dieser Bilder Partei ergreifen, noch dazu so massiv bis hin zu Boykott-Rufen (die interessanterweise Amnesty International nicht teilt?) Oder ist das mal wieder ein willkommener Anlass für minderwertigkeitskomplexbeladene Politiker, die nun um die Wette gackern?

Ich nehme in Kauf, dass ich mit diesem Beitrag provozieren dürfte ...
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  #28  
Alt 22.03.2008, 16:49
Benutzerbild von Wulfnoth
The Censor
 
Registriert seit: 29.01.2005
Ort: Bremen
Beiträge: 6.343
Mich würde interessieren wo du diesen sehr einseitigen Bericht gelesen hast.
Richtig ist sicherlich, dass es das so unabhängige Tibet vermutlich nie gegeben hat, das ist auch kein Wunder bei einem relativ dünn besiedelten Land.
Es war aber nie Teil Chinas sondern stand wenn überhaupt unter chinesischem Protektorat, mehr hatten die Briten China auch nie zugestanden und China hat gegen die europäischen Staaten schon genug Probleme sein territoriale Integrität sicherzustellen.
Karten Chinas in meinem historischen Atlas zeigen deutlich, dass wenn China im europ. Mittelalter nach Westen expandierte, dann nur im Tarimbecken, wo es z.B. auch Zusammenstöße mit persischen Truppen gegeben haben soll.
Während der Mongolenherrschaft war Tibet wohl auch Teil deren Reiches aber das trifft ja auf fast ganz Asien zu.
In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts dürfte der Einfluss Chinas auf Tibet nahe Null gelegen haben, die ständigen Bürgerkriege verhinderten dies.

1950 marschierte die chinesische Armee in Tibet ein, wenn Tibet immer zu China gehört haben soll ist das doch ein sehr seltsamer Akt. Richtig ist, dass Großbritannien unter Berücksichtigung früherer Verträge im Sicherheitsrat sein Veto einlegte, das dürfte aber realpolitische Gründe gehabt haben, da man den einstigen Bündnispartner im Zweiten Wetkrieg nicht wegen ein bisschen Schnee und Eis verärgern wollte.

Der hohe Anteil an Han-Chinese dürfte wirklich auf massive Zwangsumsiedlung zurück zu führen sein, das geht in einer Diktatur nun einmal. Dass sich so neue Bevölkerungsmehrheiten herstellen lassen ist allerdings, wie du richtig anmerktest, ein altes Mittel.

Nebenbei gilt eigentlich immer noch das Selbstbestimmungsrecht der Völker, das wird zugunsten der wirtschaftlichen Position Chinas massiv missachtet.
__________________
Demokratie heißt die Wahl haben. Diktatur heißt, vor die Wahl gestellt werden.

Geändert von Wulfnoth (22.03.2008 um 16:52 Uhr).
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  #29  
Alt 22.03.2008, 16:59
Spender
 
Registriert seit: 27.10.2007
Ort: Raum Nürnberg
Beiträge: 728
Zitat von Wulfnoth Beitrag anzeigen
Der hohe Anteil an Han-Chinese dürfte wirklich auf massive Zwangsumsiedlung zurück zu führen sein, das geht in einer Diktatur nun einmal. Dass sich so neue Bevölkerungsmehrheiten herstellen lassen ist allerdings, wie du richtig anmerktest, ein altes Mittel.

Nebenbei gilt eigentlich immer noch das Selbstbestimmungsrecht der Völker, das wird zugunsten der wirtschaftlichen Position Chinas massiv missachtet.
Schön und gut - aber was soll nun mit den 7,5 Millionen Chinesen werden, wenn sich aus den 6 Millionen Tibetern eine Regierungsmacht heraus bilden sollte oder dürfte? Vertreibung ab ins Land der Großeltern?

Ich habe mich stets für Selbstbestimmung eingesetzt und werde damit nicht aufhören. Aber es ist eine allgemeinere Frage: Darf das nur eine Partei beanspruchen, wenn zwei Parteien auf dem gleichen Territorium leben? So ist das mit den Juden und den Palästinensers im Prinzip ähnlich, auch wenn der Prozess der ablief und abläuft nicht vergleichbar ist.
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  #30  
Alt 22.03.2008, 17:10
Benutzerbild von Wulfnoth
The Censor
 
Registriert seit: 29.01.2005
Ort: Bremen
Beiträge: 6.343
Nein eine Vertreibung und auch eine politsche Unabhängigkeit Tibets kann nicht ernsthaft das Ziel sein, damit würde nur ein weiteres Armenhaus geschaffen werden.
Aber China müsste zur Umsetzung einer massiven Autonomie des Gebietes gezwungen werde (was auch historisch wäre) und die Einhaltung müsste von der UN überwacht werden. Das würde auch ein ausbalanciertes Gleichgewicht zwischen den zahlenmäßig gleichstarken Bevölkerungsgruppen emöglichen, so wird Tibet von Peking nahezu erdrückt.
Aber warum darüber diskutieren? China ist eine verbrecherische Diktatur, in dem Land gibt es weit mehr als ein Verbrechen wofür Leute vor Gericht gestellt werden müssten. Tibet genießt im Westen doch nur diese überhöhte Aufmerksamkeit, weil es hier große Sympathien für den Buddhismus gibt, ohne diesen Faktor würde das Land wohl nur mit Himalayaurlaubern in Verbindung gebracht werden.
__________________
Demokratie heißt die Wahl haben. Diktatur heißt, vor die Wahl gestellt werden.

Geändert von Wulfnoth (22.03.2008 um 17:12 Uhr).
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