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28.01.2008, 19:21
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The Censor
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Registriert seit: 29.01.2005
Ort: Freiburg
Beiträge: 6.531
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EU-Friedenstruppe für den Tschad
EU startet größten Militäreinsatz ihrer Geschichte
Die Europäische Union beginnt am Mittwoch den größten Militäreinsatz ihrer Geschichte. Die europäischen Außenminister billigten in Brüssel die Entsendung von rund 3700 Soldaten in den Tschad und die Zentralafrikanische Republik. Ein österreichisches Vorauskommando von bis 15 Soldaten startet Mitte der Woche. Deutsche Soldaten sind an der Mission nicht beteiligt. Die EUFOR-Friedenstruppe soll hunderttausende Flüchtlinge aus der sudanesischen Krisenregion Darfur und aus dem Tschad schützen sowie der Uno und Hilfsorganisationen die Arbeit erleichtern.
Quelle: http://www.tagesschau.de/ausland/tschad32.html
Ob das so klug ist, dass die EU sich jetzt in Afrika einmischt? Sicher Frankreich als ehemalige Kolonialmacht des Tschad sieht sicher eigene Interessen berührt aber muss man das unbedingt unter das EU-Logo stellen? Was passiert wenn Frankreich die Lust verliert, sollen dann andere EU-Staaten in die Bresche springen?
Ich bin kein Isolationist aber im Gegensatz zum Balkan sehe ich in Afrika keine EU-Interessen direkt berührt und die EU sollte erstmal Konflikte abschließen bis sie sich auf neue Abenteuer - zumal in Afrika - einlässt.
Meiner Meinung nach wäre es klüger gewesen AU-Soldaten vernünftig mit Geld und Ausrüstung zu versorgen und ihr Problem selbst lösen zu lassen.
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Demokratie heißt die Wahl haben. Diktatur heißt, vor die Wahl gestellt werden.
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28.01.2008, 20:54
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homo novus
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Registriert seit: 09.08.2007
Beiträge: 170
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ich glaube, das ist im hinlick auf den bedrohlichen einflussgewinn chinas in afrikazu sehn. europa ist wieder einmal inten nach, während china und die usa schon jahrelang an boden gewinnen, bis es aufwacht, endlich. vor allem erstere, die beinhart nationale wirtschaftliche interessen vertreten und auch 100% dazu stehn, iGz zur halbherzigen politik der eu.
die eu will auch bestimmt ein wenig ihre einsatzfhigkeit testen, aber besionders mir als österreicher fällt unangenehm auf, dass praktisch alle großen statten sich herraushalten.
im ernstfall kann das nichts gutes bedeuten. ^^
die einzige ausnahme FR hat aber leider auch alles andere als deeskalierende wirkung in der gegend. man muss es aber zugute halten, dass FRs übergewicht durch die miltär. unzulänglichkeiten höher ausgefallen ist, als zunächst geplant. -stichwort;hubschrauber oh gott 
wo die fremdenlegion versagt sollte man keine eu-amateurtruppe hinschicken, das ist ja wahnsinn.
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29.01.2008, 11:29
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Spender
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Registriert seit: 27.10.2007
Ort: Raum Nürnberg
Beiträge: 922
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Zitat von Wulfnoth
Ich bin kein Isolationist aber im Gegensatz zum Balkan sehe ich in Afrika keine EU-Interessen direkt berührt und die EU sollte erstmal Konflikte abschließen bis sie sich auf neue Abenteuer - zumal in Afrika - einlässt.
Meiner Meinung nach wäre es klüger gewesen AU-Soldaten vernünftig mit Geld und Ausrüstung zu versorgen und ihr Problem selbst lösen zu lassen.
Ich halte es für problematisch, sich nur dann für eine Region zu interessieren, wenn dort eigene "Interessen" vorhanden sind. Dann wären die Europäer nicht viel besser als die Amerikaner, die wegen Öl-Interessen im Irak inerveniert haben und den Iran bedrohen. Hat es nicht mit Verantwortung zu tun, zum Beispiel Völkermord zu stoppen - was im Dharfour und davor in Ruanda/Burundi versäumt wurde?
AU-Soldaten mit Geld zu versorgen, halte ich für den schlechteren Weg, denn niemand kann garantieren, wo das Geld und die Waffen am Ende wirklich landen (sorry, wenn das ein Vorurteil ist).
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29.01.2008, 11:43
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The Censor
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Registriert seit: 29.01.2005
Ort: Freiburg
Beiträge: 6.531
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Zitat von Sokotra
Ich halte es für problematisch, sich nur dann für eine Region zu interessieren, wenn dort eigene "Interessen" vorhanden sind. Dann wären die Europäer nicht viel besser als die Amerikaner, die wegen Öl-Interessen im Irak inerveniert haben und den Iran bedrohen. Hat es nicht mit Verantwortung zu tun, zum Beispiel Völkermord zu stoppen - was im Dharfour und davor in Ruanda/Burundi versäumt wurde?
AU-Soldaten mit Geld zu versorgen, halte ich für den schlechteren Weg, denn niemand kann garantieren, wo das Geld und die Waffen am Ende wirklich landen (sorry, wenn das ein Vorurteil ist).
Ich denke das ist eine Grundsatzfrage in der wir wohl kein Übereinkommen erzielen können. Von einem Isolationismus wie die Linkspartei bin ich weit entfernt, das ist außenpolitisch gar nicht zu machen. In Afghanistan und auf dem Balkan sind wir nun und da bin ich durchaus der Ansicht, dass wir die Sache ohne Wenn und Aber konsequent zu Ende bringen sollten.
Ich bin kein Weltverbesserer, Afrika ist für mich ein gescheiterter Kontinent und das trifft gerade auf die Zentralafrikanische Republik und den Tschad zu. Beides sind failed states und eine Intervention dort reißt Europa nur in dieses Desaster hinein wo man nur verlieren kann. Da sollte man sich doch lieber um Regionen kümmern wo noch was zu retten ist, wie z.B. in Kenia wenn man schnell und konsequent handelt.
Der Mensch ist egoistisch und so hart es sich anhören mag, weshalb sollen wir Menschen und Geld für Gegenden opfern, in denen nichts mehr zu holen ist? Letztendlich haben wir den Kalten Krieg auch nur gewonnen, weil wir die Füße still gehalten haben und beim DDR-Volksaufstand, beim Ungarnaufstand, beim Prager Frühling und diversen Hungersnöten in der Sowjetunion nichts getan haben. Das mag nicht human sein und es mag auch manchmal weh tun aber gibt es eine reale Alternative?
Die stabilen Staaten in Afrika sollte man nach Kräften unterstützen und den Rest sich selbst überlassen, irgendwann regeln die das schon selbst.
Sehen wir uns z.B. Somalia an, der Norden ist halbwegs stabil und funktioniert nur nicht weil die UN sich weigert ihn anzuerkennen. Die Union Islamischer Gerichte hatte im letzten Jahr ein Unrechtsregime errichtet aber wenigstens hat das funktioniert und Ruhe gebracht. Kaum hatten die Amerikaner die Äthiopier dazu gebracht einzumarschieren ging das Desaster in die nächste Runde.
Soll das immer so weiter gehen?
So und jetzt verachtet mich als menschenverachtenden Bastard und vielleicht habt ihr recht.
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Demokratie heißt die Wahl haben. Diktatur heißt, vor die Wahl gestellt werden.
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29.01.2008, 11:58
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Spender
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Registriert seit: 27.10.2007
Ort: Raum Nürnberg
Beiträge: 922
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Respekt vor der Ehrlichkeit.
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29.01.2008, 11:59
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Administrator
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Registriert seit: 04.03.2005
Ort: München/Hannover
Beiträge: 2.642
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bin strikt gegen auslandseinsätze, selbst wenn die dem frieden dienen (was ich persönlich nicht glaube)
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29.01.2008, 12:03
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The Censor
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Registriert seit: 29.01.2005
Ort: Freiburg
Beiträge: 6.531
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Zitat von Sokotra
Respekt vor der Ehrlichkeit.
Nur damit wir uns nicht falsch verstehen. Solche Sachen in Darfur lassen mich auch nicht kalt, eine Welt ohne so etwas wäre schön!
Aber erstens sehe ich nicht wie Europa da wirklich helfen kann und zweitens glaube ich nicht, dass man damit wirklich hilft. Letztendlich verzögert man damit Probleme nur.
In Südamerika hat man die Menschen z.B. jahrhundertlang mit ihren Militärdiktaturen alleine gelassen und anscheinend haben sie daraus gelernt.
Manchmal muss nur genug schreckliches passieren damit alle daraus lernen, Europa war auch nicht immer so wie es jetzt ist.
Natürlich ist mir auch klar dass sich kein Politiker ernsthaft hinstellen kann und das zu seinem Programm erheben wird - vielleicht ist das auch gut so.
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Demokratie heißt die Wahl haben. Diktatur heißt, vor die Wahl gestellt werden.
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01.02.2008, 09:35
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K.u.K. Hofzensor
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Registriert seit: 19.05.2005
Ort: Wien
Beiträge: 1.071
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Nur zu Somalia: Ich hab gute Freunde die dort Familie haben und die waren mit dem moslimischen Regime eigentlich "glücklich" wenn man das mal so sagen kann.
Denn ein Staat der nach moslimischem Recht funktioniert, so deren Aussage, ist um Welten besser, als ein rechtsloser Staat, und genau das herrscht dort jetzt.
Unter der Scharia kontne eine Frau alleine verschleiert auf der Straße gehen ohne Angst haben zu müssen. Jetzt muss sich zwar keinen Schleier mehr tragen, dafür ist sie dauernd der Angst ausgesetzt, vergewaltigt oder noch schlimmeres zu werden.
Ist zwar jetzt ein bisschen Offtopic ... aber naja. Entschuldigt ...
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01.02.2008, 17:05
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The Censor
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Registriert seit: 29.01.2005
Ort: Freiburg
Beiträge: 6.531
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http://www.tagesschau.de/ausland/tschad34.html
Das bestärkt mich eigentlich nur in meiner Ansicht. Die EU würde sich dort nur heillos verstricken, so wie sich Franzosen bereits verstrickt haben.
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01.02.2008, 17:39
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Eine parallele Entwicklung ja jetzt auch in Afghanistan. Der Westen kommt nicht weiter. Aber zum Glück hat er ja sein Allheilmittel. Mehr Soldaten...
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01.02.2008, 17:45
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Hoplit
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Registriert seit: 29.10.2007
Ort: Durmersheim bei Karlsruhe
Beiträge: 714
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Europa und Afrika
Ich sehe die EU sehr wohl in der Verantwortung gegenüber dem gesamten afrikanischen Kontinent. Das Unrecht das dort im Laufe der Jahrhunderte von europäern begangen wurde, die Ausbeutung der Ressourcen und die "Verblutung" der Bevölkerung durch den Sklavenhandel haben die dortigen Länder und Reiche nachhaltig destabilisiert. Hinzu kam noch - bis ins XX Jahrhundert hinein - die Kolonialpolitik der meisten europäischen Länder. Wir als Geschichtsinteressierte wissen sehr wohl, daß die afrikanischen Probleme in der Vergangenheit wurzeln. Und es gibt so gut wie kein Land in der EU, daß hier nicht in der Verantwortung wäre. Die Zahl von 3700 Soldaten ist lächerlich um Darfour zu schützen.
@Argeados-
ziemlich abenteurliche These. Dann kann ja auch gelten: in den 30ern war auch alles sicher in D!
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 "So lange nicht alle Menschen werden wie er, müßen wir unsere Schwerter scharf halten"
Ben Hur: "Und unseren Zielen treu bleiben."
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01.02.2008, 18:05
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The Censor
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Registriert seit: 29.01.2005
Ort: Freiburg
Beiträge: 6.531
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Zitat von Jason
Ich sehe die EU sehr wohl in der Verantwortung gegenüber dem gesamten afrikanischen Kontinent. Das Unrecht das dort im Laufe der Jahrhunderte von europäern begangen wurde, die Ausbeutung der Ressourcen und die "Verblutung" der Bevölkerung durch den Sklavenhandel haben die dortigen Länder und Reiche nachhaltig destabilisiert. Hinzu kam noch - bis ins XX Jahrhundert hinein - die Kolonialpolitik der meisten europäischen Länder. Wir als Geschichtsinteressierte wissen sehr wohl, daß die afrikanischen Probleme in der Vergangenheit wurzeln. Und es gibt so gut wie kein Land in der EU, daß hier nicht in der Verantwortung wäre. Die Zahl von 3700 Soldaten ist lächerlich um Darfour zu schützen.
@Argeados-
ziemlich abenteurliche These. Dann kann ja auch gelten: in den 30ern war auch alles sicher in D!
Wurzeln ja aber viele von den jetztigen Probleme sind hausgemacht. Was kann die EU für die Despoten? Für die ständig gefälschten Wahlen? Für den Bürgerkrieg in Somalia (übrigens bevölkerungstechnisch ein sehr homogenes Land)?
Und zur These von Argeados, Weimar war auch sicher und ich glaube niemand kann sich hier vorstellen wie es ist in einem Land zu leben, dass seit bald 20 Jahren nur noch auf der Landkarte existiert. Jeder durchschnittliche Europäer würde vermutlich gleich am ersten Tag erschossen werden. Es lässt sich immer leicht von jenseits des Mittelmeers eine Armee gegen die Extremisten mobilisieren aber Gewalt wieder zu stoppen kann niemand.
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01.02.2008, 18:13
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Hoplit
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Registriert seit: 29.10.2007
Ort: Durmersheim bei Karlsruhe
Beiträge: 714
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Zitat von Wulfnoth
Wurzeln ja aber viele von den jetztigen Probleme sind hausgemacht. Was kann die EU für die Despoten? Für die ständig gefälschten Wahlen? Für den Bürgerkrieg in Somalia (übrigens bevölkerungstechnisch ein sehr homogenes Land)?
Und zur These von Argeados, Weimar war auch sicher und ich glaube niemand kann sich hier vorstellen wie es ist in einem Land zu leben, dass seit bald 20 Jahren nur noch auf der Landkarte existiert. Jeder durchschnittliche Europäer würde vermutlich gleich am ersten Tag erschossen werden. Es lässt sich immer leicht von jenseits des Mittelmeers eine Armee gegen die Extremisten mobilisieren aber Gewalt wieder zu stoppen kann niemand.
Despoten sind auch dadurch entstanden, wenn europäische Kolonialmächte das traditionelle Gefüge der afrikanischen Stämme zerstörten. Von der neuen Grenzziehung mit Lineal möchte ich nicht anfangen. Aber jemand hat mir erzählt, es sei so gewesen, wie wenn man quer durch EU mit einem Lineal Länder "eckig" rausschneiden würde und diese als politische Einheiten deklarierte.
Das gilt bestimmt auch für - in dem Fall - den Sudan.
Es gilt nur Schadensbegrenzung zu betreiben, und da sehe ich Länder wie Belgien, Portugal, Frankreich, Großbritannien äußerst in der Pflicht.
Wg. der Sicherheit. Ja, Sicher, die Weimarer Republik. Aber die faschistischen Regimes erzwingen die Sicherheit auf andere Art. Siehe - um Aktuell zu bleiben - Pinochet.
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Ben Hur: "Und unseren Zielen treu bleiben."
Geändert von Jason (01.02.2008 um 18:19 Uhr)
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01.02.2008, 19:52
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homo novus
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Registriert seit: 09.08.2007
Beiträge: 170
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ich bezweifle, dass europa an der heutigen situation schuld ist. aber ich BIN mir sicher, dass es nicht in unsrer macht liegt dort etwas zu verändern.
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01.02.2008, 20:48
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Hoplit
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Registriert seit: 29.10.2007
Ort: Durmersheim bei Karlsruhe
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Zitat von mimir
ich bezweifle, dass europa an der heutigen situation schuld ist. aber ich BIN mir sicher, dass es nicht in unsrer macht liegt dort etwas zu verändern.
Schuld ist Europa nicht. Die Kolonialmächte Europas sind nur die Ursache für gewisse Entwicklungen.
Ob der Sudan auch deswegen diese Probleme hat, mag ich nicht zu beurteilen. Aber es würde mich doch wundern wenn hinter diesem Problem nicht indirekt eine europäische Kolonialmacht stünde.
Was auch aus dem ignorieren dieser Entwicklung entstehen kann, ist eine VErschärfung des jetzt schon akuten Flüchtlingsproblems.
Ich meine, die EU sollte hier nicht die schweizer Linie fahren, sondern aktiv intervenieren.
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