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  #1  
Alt 04.02.2007, 12:56
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Die Europäische Union - Quo vadis?

Im Strang zum Thema Bundesländer wurde auch das Thema zur EU angeschnitten ,was sie sein soll und was nicht. Ich möchte in diesem Strang gerne über die EU in allgemeinen reden.

Was ist für euch die EU, welche Ziele sollte Sie eurer Meinung nach haben, hat Sie Fehler gemacht, wie zu weiteren Aufnahmen stehen,usw,usw.

Ich bin auf eure Antworten gespannt.
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  #2  
Alt 04.02.2007, 13:10
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AW: Die Eurpäische Union - Quo vadis?

Mir ist im Prinzip nicht so wichtig was aus der EU wird, sondern mir ist wichtig, dass sie sich endlich mal entscheiden was sie werden wollen.
Es gibt ja im wesentlichen nur zwei Möglichkeiten. Entweder man arbeitet daraufhin aus der EU einen föderalen Staat mit gemeinsamer Außen- und Sicherheitspolitik zu machen oder man belässt es bei einer reinen Wirtschaftsunion mit einigen Vorteilen für die Bürger.
Im Moment ist es nichts halbes und nichts ganzen. Die EU-Institutionen wie das Parlament kosten Unmengen an Steuermitteln, haben aber noch keinen wirklichen Sinn.
Ich persönlich fände die Idee einer Föderations ansprechend, kann aber auch gut mit einer Wirtschaftsunion leben. Letzendlich fühle ich mich doch eh als Norddeutscher, ob nun in der BRD oder einer USE.

Die Aufnahme der neuen Länder war in dem Sinne ein Fehler, dass man vorher nicht die nötige Ordnung geschaffen hat. D.h. man hat noch nichtmal den alten Mitgliedsstaaten gehörig den Marsch geblasen. Es wäre wichtig gewesen, dass wenigstens die alten Staaten z.B. den Euro eingeführt und die Verfassung unterschieben haben bevor neue Staaten aufgenommen werden.
Nunja jetzt ist es erstmal so, jetzt wird es aber auch dringend Zeit sich mal auf eine strukturelle Ordnung zu konzentrieren.
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Demokratie heißt die Wahl haben. Diktatur heißt, vor die Wahl gestellt werden.
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  #3  
Alt 04.02.2007, 13:17
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AW: Die Eurpäische Union - Quo vadis?

Zitat von Wulfnoth Beitrag anzeigen
Mir ist im Prinzip nicht so wichtig was aus der EU wird, sondern mir ist wichtig, dass sie sich endlich mal entscheiden was sie werden wollen.
Es gibt ja im wesentlichen nur zwei Möglichkeiten. Entweder man arbeitet daraufhin aus der EU einen föderalen Staat mit gemeinsamer Außen- und Sicherheitspolitik zu machen oder man belässt es bei einer reinen Wirtschaftsunion mit einigen Vorteilen für die Bürger.
Im Moment ist es nichts halbes und nichts ganzen. Die EU-Institutionen wie das Parlament kosten Unmengen an Steuermitteln, haben aber noch keinen wirklichen Sinn.
Ich persönlich fände die Idee einer Föderations ansprechend, kann aber auch gut mit einer Wirtschaftsunion leben. Letzendlich fühle ich mich doch eh als Norddeutscher, ob nun in der BRD oder einer USE.
So kann ich es eigentlich nur unterschreiben. Da die USE zu unwahrscheinlich sind ( man muss ja nur nach Frankreich und Großbritannien sehen), denke ich, dass man sich für eine Wirtschaftsunion, wie es früher die EG war, entscheiden sollte. Man muss in Europa eigentlich sich mal umschauen:

Italien: Lega Nord - Unabhängigkeit Norditaliens vom Rest
Frankreich: Korsika - Unabhängigkeitsbestrebungen
Großbritannien: Schottland - die Unabhänigkeitskräfte werden stärker und man versucht durch eine förderale Struktur es auszugleichen
Belgien: Flandern und die Wallonen wollen jeweils ihren unabhängigen Staat haben
Spanien: Die ETA und das Baskenland.

Und ich frage mich ernsthaft, wie man eine Zusammenlegung der Staaten bzw. Vereinigung fordern kann, während diese Staaten in sich schon nicht einig sin. Manchmal glaube ich, dass die Politker keinen Realitätssinn haben.

Die Aufnahme der neuen Länder war in dem Sinne ein Fehler, dass man vorher nicht die nötige Ordnung geschaffen hat. D.h. man hat noch nichtmal den alten Mitgliedsstaaten gehörig den Marsch geblasen. Es wäre wichtig gewesen, dass wenigstens die alten Staaten z.B. den Euro eingeführt und die Verfassung unterschieben haben bevor neue Staaten aufgenommen werden.
Nunja jetzt ist es erstmal so, jetzt wird es aber auch dringend Zeit sich mal auf eine strukturelle Ordnung zu konzentrieren.
Das ganze wurde von Anfang an falsch aufgebaut. überhastet, unüberlegt und teilweise ideologisch verblendet. Mehr kann man es gar nicht nennen. Man hätte erst mit den wenigeren Mitgliedern versuchen sollen, die Verfassung, usw auf die Reihe zu bekommen geschweige die Bürokratie und die Bestimmungen drauf vorzubrreiten. Aber nein, man konnte es gar nicht abwarten, bis die Ostgrenze an Russland liegt.
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  #4  
Alt 04.02.2007, 13:19
Ädil
 
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AW: Die Eurpäische Union - Quo vadis?

Ich kann Wulfnoth da voll und ganz zustimmen. Vor allem find ich es krass, dass um die Türkei einen riesen Wind gemacht wird, die anderen Staaten aber ohne größere Diskussionen aufgenommen wurden.
Ich bin nicht dafür die Türkei direkt aufzunehmen, aber wenigstens sollte man den anderen auch zuersteinmal konkrete Ziele vorgeben, die vor der Aufnahme zu erfüllen sind.
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  #5  
Alt 04.02.2007, 13:20
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AW: Die Eurpäische Union - Quo vadis?

@Wulfnoth, kannste den Strangtitel ändern? Habe mich verschrieben.
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  #6  
Alt 04.02.2007, 13:22
Ädil
 
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AW: Die Eurpäische Union - Quo vadis?

Zitat von Scipio Beitrag anzeigen
Belgien: Flandern und die Wallonen wollen jeweils ihren unabhängigen Staat haben
*hust* Die Wallonen werden sich hüten, sich von Flandern trennen zu wollen, ohne Flandern sind sie nämlich nichts. Flandern ist das reiche Land, das von den Wallonen zurückgehalten wird, während die Wallonie von Flandern am Leben erhalten bleibt.
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  #7  
Alt 04.02.2007, 13:23
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AW: Die Eurpäische Union - Quo vadis?

Zitat von Patrice Beitrag anzeigen
*hust* Die Wallonen werden sich hüten, sich von Flandern trennen zu wollen, ohne Flandern sind sie nämlich nichts. Flandern ist das reiche Land, das von den Wallonen zurückgehalten wird, während die Wallonie von Flandern am Leben erhalten bleibt.
Dann war das umgekehrt. Ich wusste es nicht mehr genau. Ich kenne einen Flamen, der das mir erzählt hat.
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  #8  
Alt 04.02.2007, 13:24
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AW: Die Eurpäische Union - Quo vadis?

Zitat von Scipio Beitrag anzeigen
Und ich frage mich ernsthaft, wie man eine Zusammenlegung der Staaten bzw. Vereinigung fordern kann, während diese Staaten in sich schon nicht einig sin. Manchmal glaube ich, dass die Politker keinen Realitätssinn haben.
Meiner Meinung nach liegt das Problem weniger bei den Staaten in denen es jetzt schon größere Unabhängigkeitsprobleme oder föderale Strukturen gibt, denn die sind viel eher bereit sich im Rahmen einer losen Föderation neu zu organisieren. Das Problem liegt viel eher bei den homogenen Nationalstaaten wie Frankreich einerseits und den relativ jungen Nationalstaaten im Osten andererseits, die ihre frische Unabhängikeit nicht so schnell aufgeben werden.
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  #9  
Alt 04.02.2007, 13:26
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AW: Die Eurpäische Union - Quo vadis?

Italien: Lega Nord - Unabhängigkeit Norditaliens vom Rest
Frankreich: Korsika - Unabhängigkeitsbestrebungen
Großbritannien: Schottland - die Unabhänigkeitskräfte werden stärker und man versucht durch eine förderale Struktur es auszugleichen
Belgien: Flandern und die Wallonen wollen jeweils ihren unabhängigen Staat haben
Spanien: Die ETA und das Baskenland.

Da muss man aber teilweise vorsichtig sein. Es gab/gibt auch eine separatistische Bayern-Partei, ist Deutschland deswegen innenpolitisch instabil?
Die genannten Gruppierungen sind schon fast Splittergruppen (Ausnahme: Baskenland und Flandern, dort aber auch nicht die Mehrheit).
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Die Leute streiten im allgemeinen nur deshalb, weil sie nicht diskutieren können - G.K. Chesterton

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Kennt ihr schon unsere Benutzerkarte?
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  #10  
Alt 04.02.2007, 13:27
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AW: Die Eurpäische Union - Quo vadis?

Zitat von Kimon Beitrag anzeigen
Da muss man aber teilweise vorsichtig sein. Es gab/gibt auch eine separatistische Bayern-Partei, ist Deutschland deswegen innenpolitisch instabil?
Die genannten Gruppierungen sind schon fast Splittergruppen (Ausnahme: Baskenland und Flandern, dort aber auch nicht die Mehrheit).
Nene, z.B.: die Lega Nord ist eine ziemlich starke Partei in Italien geworden und hat unter anderem viele Bürgermeisterämter im Norden inne.
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