20.08.2008 - 11:38
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  #1  
Alt 09.06.2008, 00:22
Benutzerbild von K. Ropp
Praetor
 
Registriert seit: 08.10.2007
Ort: Rheingau
Beiträge: 389
Globalisierung = Amerikanisierung ?

In meiner mündlichen PoWi-Prüfung musste ich folgende Aussage von Peter Scholl-Latour aus dem stern-extra 31/2001 bewerten:
Das World Trade Center anzugreifen ist ein Angriff gegen die Globalisierung, die im Grunde eine Amerikanisierung der Welt ist.
Beim Aspekt der Amerikanisierung kam ich zum Schluss, dass der kulturelle Einfluss der USA durch die Globalisierung eigentlich zurückgegangen ist: Hat uns etwa vor einigen Jahren noch der amerikanische Musik-, Film- und Comicmarkt überschwemmt, so hat sich dies mittlerweile etwas geändert; neben amerikanischen Filmen kommen indische Bollywood-Produktionen in Mode, amerikanische Comics und Zeichentrickserien haben heute eine starke Konkurrenz durch Mangas und Animes aus Japan, deutsche Musiker erfreuen sich am heimischen Markt einer immer größeren Beliebtheit und anstatt den Big Mac, essen immer mehr Leute Sushi oder einen Döner.
Durch die Globalisierung lernen wir unterschiedliche Kulturen immer besser kennen und begreifen, dass unsere westliche Kultur, deren Hauptvertreter die USA sind, doch nicht das Non plus ultra ist und dass auch andere Kulturen ihre Vorzüge haben.

Wie ist eure Meinung zu diesem Thema?
__________________
Zitat von Helmut Kohl
Ich weiß nicht, was der französische Staatspräsident Mitterrand denkt, aber ich denke dasselbe.
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  #2  
Alt 09.06.2008, 16:43
Spender
 
Registriert seit: 27.10.2007
Ort: Raum Nürnberg
Beiträge: 657
Dem stimme ich zu. Auch Hinsichtlich der Wirtschaft. Amerikanisches Kapital ist global im Rückzug, heute kauft sich chinesisches Kapital in Afrika und arabisches in Europa ein. Sogar der Dollar hat angesichts der Globalisierung gegenüber dem Euro die Schwundsucht bekommen.
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  #3  
Alt 18.07.2008, 18:12
Plebejer
 
Registriert seit: 18.07.2008
Beiträge: 1
ich denke auch das sich in diesem zuge, auch immer mehr junge leute heutzutage als weltbürger sehen können.
im vergleich zu vor 100, 200, oder 500 jahren haben wir so viele anschlussmöglichkeiten mit menschen von der ganzen welt. einen geschichtlich gesehen, unglaublichen fundus an wissen und informationen. nicht zu vergessen die transport, und kommukationsmittel.

das alles fördert multikulturelle sichtweisen.
auch wenn die globalisierung mit sicherheit ihren einfluss hat, hätte die usa in jedem falle ihre vormachtstellung in der finanzwelt verloren, früher oder später.
das liegt einfach in der natur der sache wenn volkswirtschaften wie indien, china, indonesien, etc. etc. aufstreben.

die globalisierung hat natürlich auch beträchtliche schattenseiten, aber in sachen weltweitem, kulturellen austausch, hilft sie doch sehr fremde menschen oder dinge näher zu bringen
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  #4  
Alt 18.07.2008, 18:29
Ädil
 
Registriert seit: 19.02.2008
Beiträge: 253
Die Globalisierung ist deswegen eine Amerikanisierung weil der Kapitalismus eine Anglo-Amerikanische Basis hat.
Hier zeigt sich der Calvinismus.
__________________
Glory, glory to old Ireland,
glory, glory to this island,
glory to the memory of the men
who fought and died,
"No surrender" is the war cry of
the Belfast Brigade.
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  #5  
Alt 19.07.2008, 19:02
Benutzerbild von Belisarius
Tribun
 
Registriert seit: 09.06.2008
Beiträge: 51
bzw mehr und mehr kulturgüter kommen zwar aus anderen ländern als dem amerikanischen kuturraum aber inwiefern sind das wirkliche heimische produkte und nich einfach nur nachahmung der amerikanischen .
vorallendingen in der musik und filmbranche orientieren sich die mesten länder an amerikanischen werten bzw einem amerikanischen stil.
insofern sind wir in die nächste phase der kulturellen vereinheitlichung angelangt nähmlich das die kulturprodukte nicht mehr alle aus den usa kommen sondern nach einem mehr oder weniger starkem amerikanischen vorbild in den ländern selbst produziert werden.
auf die art verschwimmen die kulturellen grenzen noch stärker , da man nicht mehr regions typische und untypische produkte auseinanderhalten kann
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  #6  
Alt 20.07.2008, 10:20
Konsul
 
Registriert seit: 04.08.2007
Ort: da, wo Deutschland am Schönsten ist
Beiträge: 762
Kann man so nicht sagen. In der Filmbranche verzeichnet z.B. Indien ein sagenhaftes Filmwachstum. Mittlerweile laufen diese Filme sogar erfolgreich in Deutschland und werden in zig Länder exportiert. (Zeitweise muß ich mir diese Liebesschnulzen auch antun, was allerdings Höchststrafe bedeutet )

Oft macht man aber amerikanische Kultur an Cola und McDonalds fest, die die Welt erobern. Unterm Strich ist das aber alles viel komplexer und Einflüsse sämtlicher Kulturen verschwimmen je nach Region mehr oder weniger zu einem Einheitsbrei.
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  #7  
Alt 20.07.2008, 11:32
Spender
 
Registriert seit: 27.10.2007
Ort: Raum Nürnberg
Beiträge: 657
Einflüsse sind einfach immer "trendy" gewesen. Ein Goethe ging nach Italien, weil das gerade "in" war, im 19. Jh. waren die alten Griechen "in" und der Orient, und man stellte sich Büsten in den Vorgarten. Aus 1001 Nacht sogen Goethe, Mozart, die Brüder Grimm und andere wie Bienen aus Blüten Nektar für ihr eigenes Schaffen. Jetzt ist McDonalds bei manchen in, bei anderen Döner. Shareholder-Value-Denken in der Wirtschaft im Zeitalter der Globalisierung kommt aus den USA, zweifelsohne - weil es Shareholdern gelegen kommt, genauso wie McDonalds den Kids als Alternative zu Spinat bei Muttern, und einst der Mythos vom Orient (1001 Nacht) als Alternative zum unersprießlichen Alltag und den Zwängen in Europa.
Was ich sagen will: Menschen picken sich aus Ideologien das heraus, was ihnen passt, und es ist egal, wo es "erfunden" wurde.
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Stichworte
amerikanisierung, globalisierung, kultur, kulturell


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