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23.08.2006, 16:35
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The Censor
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Registriert seit: 29.01.2005
Ort: Bremen
Beiträge: 6.343
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Künstliche Gebilde in Afrika
Die meisten heutigen Staatsgrenzen in Afrika wurden ja im Rahmen der Aufteilung der Welt im 19. Jahrhundert von den Europäern auf dem grünen Tisch mit dem Lineal gezogen. Obwohl diverse Bürgerkriege und Krisen bereits gezeigt haben, dass diese Staaten nicht funktionieren (Ausnahmen gibt es immer) hält die UNO und die Westliche Welt kategorisch an ihnen fest.
Paradebeispiel dafür ist Somalia. Seit dem Zerfall der Doktatur in den frühen Neuinzigern (jeder von uns kennt den Film Black Hawk Down  ) existiert der Staat faktisch nicht mehr und der Bürgerkrieg tobt ununterbrochen. Im norden hat sich Somaliland und Puntland als halbwegs funktionierende Staatswesen abgespalten, doch die UNO verweigert deren Anerkennung, da man sich nicht in die inneren Angelegenheiten Somalias (das de facto nicht existert) einmischt.
Ich frage euch: Ist das der richtige Weg? Oder wäre es nicht logischer, wenn die westliche Welt die Finger aus Afrika raushält und sich die Grenzen dort natürlich einpendeln, wie es auch im Europa der letzten 2. Jahrhunderte passiert ist.
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Demokratie heißt die Wahl haben. Diktatur heißt, vor die Wahl gestellt werden.
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23.08.2006, 16:45
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Preuße
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Registriert seit: 28.04.2005
Beiträge: 433
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RE: Künstliche Gebilde in Afrika
Original von Wulfnoth
Ich frage euch: Ist das der richtige Weg? Oder wäre es nicht logischer, wenn die westliche Welt die Finger aus Afrika raushält und sich die Grenzen dort natürlich einpendeln, wie es auch im Europa der letzten 2. Jahrhunderte passiert ist.
Die können ihre Probleme ruhig durch Blut und Eisen lösen. Denn diese mit dem Lineal auf der Landkarte geschaffenen Staaten sind bloße Herde der Unruhe und Seperatistischer Bestrebungen. Man sieht doch an der bloßen Zahl der Kriege in Afrika- selbst bei denjenigen, von denen wir überhaupt erfahren- ,dass die bestehende, künstliche Ordnung versagt hat.
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Was wir hier in diesem Land brauchen sind mutige Bürger, die die roten Ratten dorthin jagen, wo sie hingehören - in ihre Löcher.
Franz-Josef Strauß
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23.08.2006, 19:38
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Praetor
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Registriert seit: 29.06.2005
Ort: Gelsenkirchen
Beiträge: 442
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Hört sich vielleichtblöd an aber, ich glaubedie Konflikte sind wichtig.
Es Sterben Menschen klar und Leid, aber so entstehen Staaten....
So entsteht eine Art Nationalgefühl, sowas gabs bisher im "Islamischen" raum nicht. Und National gefühl entsteht meistens verbunden mit einem Unglück wie Krieg.
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Wenn du dich klein , nutzlos, beleidigt und depressiv fühlst, denke immer daran; du warst einmal das schnellste und erfolgreichste Spermium in deiner Gruppe!
"Seid vor allem immer fähig,jede Ungerechtigkeit gegen jeden Menschen an jedem Ort der Welt im Innersten zu fühlen.Das ist die schönste Eigenschaft eines Revolutionärs." Che Guevara
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23.08.2006, 19:43
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Plebejer
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Registriert seit: 16.08.2006
Beiträge: 30
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na für die etablierten staaten ist so eine entwicklung gefährlich.
china beispielsweise mischt sich nicht in solche angelegentheiten ein, weil sie befürchten andere staaten könnten sich dann in ihre angelegenheiten einmischen (taiwan). weiterhin sieht man das beispielsweise im kosovo, manche staaten sind da sehr zurückhaltend gegenüber den unabhängigkeitsbestrebungen, weil dieses beispiel schule machen könnte, man denke nur an korsika, katalonien, tschetschenien oder das baskenland.
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24.08.2006, 00:18
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K.u.K. Hofzensor
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Registriert seit: 19.05.2005
Ort: Wien
Beiträge: 1.049
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Jeder Staat hat seine eigenen Interessen. Mag der Allmächtige entscheiden (sofern es den gibt  ) welche Bestrebungen richtiger sind als die anderen.
Ich bin jedenfalls der Meinung, dass die UNO ein gescheitertes Experiment ist. Eine Art Weltregierung kann es nicht geben, weil die Welt nun mal nicht einer Meinung ist. Und wenn die Mehrheit entscheided, dann ist die Minderheit immer enttäuscht und sauer. Zum Teufel mit der UNO. Behalten sollte man alles mehr oder weniger Unpolitische (WHO zB) und der Rest ist sowieso handlungsunfähig, also wozu ein krankes Gebilde am Leben erhalten.
Und um zum Thema zurückzukommen  :
Die Staaten in Afrika, die sich selbstständig herausbilden (denn dass es auf dem 'alten' Weg nicht geht hat man ja gesehen), sollten nun auch eigene Staaten sein. Und jeder andere Staat auf der Welt sollte für sich selbst entscheiden ob er diesen Staat anerkennt oder nicht.
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24.08.2006, 15:38
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Plebejer
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Registriert seit: 14.05.2006
Beiträge: 45
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Künstlich ist im Grunde jeder Staat und damit jede Staatsgrenze.
Die Kriege und das Ziehen neuer Grenzen haben in Europa aufgehört, als die gegenseitigen Abhängigkeiten zu stark wurden, um noch einen Krieg zu riskieren (EWG, KSZE, EU).
Das wird allerdings mit der "Afrikanischen Union" (Nachfolger der OAU) heute auch in Afrika versucht- und ist sicher ein besserer Weg für dauerhafte Stabilität als Grenzfragen durch immer neue Kriege klären zu wollen.
Das Problem Afrikas liegt auch darin, dass schon die Idee einer fest markierten und definierten Grenze für Afrika neu und eigentlich unpassend war (sowas gabs bis ins 19. jhd, nur in Europa und Nordamerika). So gesehen war eine "richtige" oder "natürliche" Grenzziehung nicht möglich- schon die Grenze überhaupt zu markieren war das Problem.
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