Login
|
|
|
Forenübersicht
|
|
|
|
 |

19.09.2007, 15:47
|
 |
The Censor
|
|
Registriert seit: 29.01.2005
Ort: Bremen
Beiträge: 6.343
|
|
|
Land unter in Afrika
Ich möchte mal auf diesen Artikel von tagesschau.de hinweisen, weil ich ihn doch sehr gut finde:
http://www.tagesschau.de/ausland/afrika2.html
Er betätigt meinen Eindruck, dass viele Ereignisse, die nicht außergewöhnlich sind von NGOs genutzt werden um ihre Kassen zu füllen und ihren Sinn zu erhalten. Humanitärte Katastrophen hier, Klimawandel da und immer so weiter. Selbst im hervorragend entwickelten England wurde vor ein paar Wochen vor Seuchen gewarnt. Seuchen... in England... Klar!!!
__________________
Demokratie heißt die Wahl haben. Diktatur heißt, vor die Wahl gestellt werden.
|

19.09.2007, 16:29
|
 |
Demokrat
|
|
Registriert seit: 08.06.2005
Ort: Zürich, Schweiz
Beiträge: 325
|
|
|
Mich überrascht das nicht. Im Gegenteil: Es zeigt einmal mehr, wie wichtig es für den seriösen Journalismus ist, dass ein Medienunternehmen über ein gutes Korrespondenten-Netz verfügt. Der Bericht des ARD-Mannes – der die Situation vor Ort sicher besser beurteilen kann, als der Meldungen verarbeitende Redakteur in seinem Büro – ist da exemplarisch.
Solche Beispiele zeigen aber auch die Probleme auf, mit denen viele Medien heute zu kämpfen haben. Fast zeitgleich mit dem Fiasko der "New-Economy" Ende der 90iger Jahre gerieten auch die meisten Medienhäuser ins Schlingern. Umsätze brachen ein, der Kostendruck wurde immer grösser. Als Folge davon kam es auf den meisten Redaktionen zu Sparmassnahmen. Mitunter am stärksten betroffen von diesem – im Grunde bis heute anhaltenden – Niedergang waren die Korrespondenten-Netze im Ausland. Früher war es in der Branche fast "verwerflich", dass ein Medium sich nur über Dritte, also die Agenturen, über das Geschehen im Ausland auf dem Laufenden hielt. Heute ist es die Regel. Vor allem die aktuell boomenden Gratisblätter und "Rumpfmedien" verlassen sich in ihrer Berichterstattung zu 95 Prozent auf Agenturstoff. Dieser wird ungeprüft und somit auch unkritisch übernommen. Man geht einfach davon aus, dass die Inhalte korrekt sind. Dadurch kommt es zu einer Gleichschaltung der Nachrichtenlage. Alle Medien transportieren die Agenturmeldungen und verlassen sich somit auf ein und dieselbe Quelle. Im aktuellen Fall aus Afrika hat genau diese Systematik gegriffen: NGOs schreien "Katastrophe", Agenturen übernehmen das Geschrei, Medien füllen damit ihre Spalten. Voilà, Desinformation auf breiter Front!
Ein paar Tage später stellt sich dann heraus, dass die Sache vielleicht nicht ganz so dramatisch war, wie sie zunächst dargestellt wurde. Mein vielleicht etwas zynisch anmutender Rat an alle, die sich einigermassen seriös über derartige Geschehnisse informieren möchten: Lest nicht die Newsartikel, sondern erst die Hintergrundberichte, die jeweils einige Tage später folgen...
Geändert von Kriegsknecht (19.09.2007 um 16:37 Uhr).
|

19.09.2007, 17:49
|
 |
Homo Novus
|
|
Registriert seit: 30.01.2007
Ort: Köln
Beiträge: 288
|
|
|
tatsächlich sehr interessant, habe ich noch nie so betrachtet...
|
 |
|
Aktive Benutzer in diesem Thema: 1 (Registrierte Benutzer: 0, Gäste: 1)
|
|
|
Forumregeln
|
Es ist dir nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
Es ist dir nicht erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
Es ist dir nicht erlaubt, Anhänge hochzuladen.
Es ist dir nicht erlaubt, deine Beiträge zu bearbeiten.
HTML-Code ist aus.
|
|
|
|
Letzte Themen
|
Jörg Haider ist tot.
|
60 Jahre Israel
Views: 2436,
Antworten: 90
|
Ölpreis bei 100...
Views: 2680,
Antworten: 137
|
Siebenjähriger...
|
Geschichtsfälschung!
Views: 7665,
Antworten: 220
|
Die Chamaven
|
"US-Finanzkrise"...
Views: 617,
Antworten: 49
|
Spaltung des...
Views: 667,
Antworten: 12
|
"Bester" Panzer des...
Views: 4236,
Antworten: 102
|
Tyrannis der...
|
Das einfache Volk...
Views: 192,
Antworten: 10
|
Afghanistan
Views: 641,
Antworten: 40
|
Muss Deutschland...
Views: 375,
Antworten: 28
|
Bayernwahl 2008
Views: 482,
Antworten: 33
|
Historisches...
|
|
|
Letzte Links
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|