28.08.2008 - 02:40
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internationale Politik Dies ist der Bereich für alle Themen der internationalen Politik.
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  #1  
Alt 15.05.2008, 00:41
Benutzerbild von K. Ropp
Praetor
 
Registriert seit: 08.10.2007
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Die Rolle der Politik in der Globalisierung

Welche Rolle sollte die Politik in der Globalisierung eurer Meinung nach übernehmen?
Sollte sie sich in die ökonomischen Prozesse so wenig wie möglich einmischen und der Entwicklung freien Lauf lassen?
Oder sollte sie sich verstärkt einmischen, um die negativen Folgen der Globalisierung abzumildern, etwa die Abwanderung von Firmen ins Ausland, Dumpinglöhne, Knebelverträge für Angestellte…
Kann die Politik auf die Globalisierung überhaupt Einfluss nehmen?
__________________
Zitat von Helmut Kohl
Ich weiß nicht, was der französische Staatspräsident Mitterrand denkt, aber ich denke dasselbe.
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  #2  
Alt 15.05.2008, 09:18
Konsul
 
Registriert seit: 04.08.2007
Ort: da, wo Deutschland am Schönsten ist
Beiträge: 822
Da die Politik der wirtschaftlichen Entwicklung grundsätzlich hinterherhinken muß, weil sie ansonsten in Erklärungsnöte gegenüber ihren Wählern kommen würde, kann Liberalität zwar kurzfristig schmerzhaft werden, aber mittel- und langfristig ist dies sicher die beste Alternative, um global positive Entwicklungen sicherzustellen.
Ansonsten denke ich, daß Gesetze und Verordnungen dem menschlichen Wesen nur ansporn verleihen, diese zu umgehen. Also kann man sich den Papierkram auch gleich sparen und nur das Nötigste regeln.
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  #3  
Alt 15.05.2008, 09:58
Benutzerbild von dieter 4711
Mensch
 
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Ort: Frankfurt/M.
Beiträge: 299
Die deutsche Politik sollte sich darum bemühen, dass es für die Wirtschafts- und Finanzpolitik immer mehr internationale Regelungen in der EU und der UNO gibt.
__________________
Nichts ist unmöglich
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  #4  
Alt 15.05.2008, 11:04
Spender
 
Registriert seit: 27.10.2007
Ort: Raum Nürnberg
Beiträge: 667
Liberalität klingt gut, wird aber missbraucht und funktioniert deshalb falsch. Einflussnahme in die richtige Richtung halte ich für notwendig. Ein gutes Beispiel sind Dumpinglöhne. Allerdings sind es auch internationale Verträge, die weiter helfen. Beispiel: Kinderarbeit (eine internationale Vereinbarung der ILO = International Labour Organisation = Internationales Arbeitsamt in Genf) gibt es, und das ist richtig. Liberalität würde hier bedeuten: Lasst mal adidas ruhig Kosten einsparen, indem sie Fussbälle von Kindern in Pakistan für ein paar Cent am Tag zusammen schneiden lassen.
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  #5  
Alt 15.05.2008, 12:10
Konsul
 
Registriert seit: 04.08.2007
Ort: da, wo Deutschland am Schönsten ist
Beiträge: 822
Global sind Dumpinglöhne relativ. Was für den Arbeiter in D Dumping bedeutet, ist für den Arbeiter in Indien richtiger Reichtum.

Einmal davon abgesehen, daß auch die Bezahlung der menschlichen Arbeitskraft vom Marktangebot und Nachfrage abhängt und es doch der angestrebte Zustand ist, gleiche Lebensbedingungen, soweit es denn geht, weltweit herbeizuführen.

Geändert von Titus_Livius (15.05.2008 um 12:13 Uhr).
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  #6  
Alt 15.05.2008, 12:39
Plebejer
 
Registriert seit: 08.10.2007
Ort: Husum/Nordsee
Beiträge: 49
Zitat von Titus_Livius Beitrag anzeigen
es doch der angestrebte Zustand ist, gleiche Lebensbedingungen, soweit es denn geht, weltweit herbeizuführen.
Gleiche Lebensbedingungen sind ein heres Ziel. Man kann jedoch nicht davon ausgehen, dass sich diese auf dem Niveau der westlichen INdustriestaaten etabliert. d.h. wir müssen Abstriche in unserem Lebensstandard machen, um eine Angleichung zu gewährleisten. Eine Abwanderung von zB Nokia müsste unter diesem Blickwinkel sogar ncoh unterstützt werden.

Keine guten Aussichten. Da nehme ich lieber etwas Ungleichheit in kauf, Um die Sozialsysteme in Deutschland ( Denn das ist unser eigentlicvher Luxus) zu erhalten.
__________________
"Die Artillerie verleiht dem vulgären Gemetzel Würde!" (Friedrich d. Große)
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  #7  
Alt 15.05.2008, 20:40
Benutzerbild von Reccoman
Plebejer
 
Registriert seit: 07.02.2008
Beiträge: 7
Ich kann nur zustimmen. Die Globalisierung ist nun mal nicht von Grund auf schlecht, auch wenn man das leichtsinnig des Öfteren von sich geben mag, doch muss das Spiel der Weltvernetzung mit gewissen Regel abgesichert sein. Daher hat zum Beispiel das Sozialsystem in Stand gehalten zu werden, ja sogar verbessern sollte man es.
Durch die Globalisierung ist eine Ausgleichsbewegung entstanden. Was war China 20-30 Jahren? - Jetzt ist der Spielzeughersteller zur potenten Weltmacht aufgestiegen, durch unseren Reichtum. Während wir durch Abwanderung etc. an Mitteln verlieren verbessert sich die Wirtschaft in den armen Staaten, auch wenn die Arbeiter für einen Hungerlohn arbeiten müssen.
Also eine Ausgleichsbewegung.
Viel beängstigender ist für mich das Spiel mit den Börsen, welches erst durch die Globalisierung (die für mich mit der Industriellen Revolution beginnt) in Kraft trat. Wie so oft ist auch hier eine Wellenbewegung zu verzeichnen. Und vielen Wirtschaftsforschern zufolge wird es in naher Zukunft erneut eine fatale Finanzkatastrophe geben. Die ersten Anzeichen waren am Immobilienmarkt in Amerika bereits zu verspüren. Und es ist Tatsache dass teilweise mit Geldern aus Krediten uvm. gearbeitet wird, die es eigentlich zum Zeitpunkt des Handels noch gar nicht gibt.
Die Politik hat die Aufgabe das zu tun was für das wohl des Volkes gut ist welches die Vertreter gewählt hat. zumindest sollte es in der Demokratie so sein, aber ich bemerke in Österreich aber auch in Deutschland eher Stagnation als Politik. Unwichtige Fragen werden parlamentarisch geklärt, während das wirklich wichtige wie der EU-Reformvertrag (hier Spreche ich für Österreich) einfach so ohne direkte Miteinbeziehung des Volkes eingeführt wird... Politik hat uns vor etwaige Krisen zu schützen. Hoffentlich verstehen sie von ihrem Handwerk, und folgen nicht Amerikas Beispiel und dem Lobbyismus.
Ich bin der Meinung der Staat sollte lieber mehr Einfluss auf die Wirtschaft nehmen als zu wenig, aber gleichzeitig das Individuum ein anonymes Sein in Frieden lassen (wozu Überwachung?)

in dem Sinne
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  #8  
Alt 15.05.2008, 22:00
Benutzerbild von K. Ropp
Praetor
 
Registriert seit: 08.10.2007
Ort: Rheingau
Beiträge: 389
Zitat von Titus_Livius Beitrag anzeigen
Global sind Dumpinglöhne relativ. Was für den Arbeiter in D Dumping bedeutet, ist für den Arbeiter in Indien richtiger Reichtum.
Mit Dumpinglöhnen meine die Billiglöhne, etwa von ausländischen Handwerkern und Bauarbeitern, die die heimischen Firmen unter Druck setzen.
__________________
Zitat von Helmut Kohl
Ich weiß nicht, was der französische Staatspräsident Mitterrand denkt, aber ich denke dasselbe.
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  #9  
Alt 15.05.2008, 22:35
Konsul
 
Registriert seit: 04.08.2007
Ort: da, wo Deutschland am Schönsten ist
Beiträge: 822
Genau das meine ich auch. Jemand der meinetwegen im Land xyz am Tag umgerechnet 50 Cents verdiente und aufgrund der hohen Exportrate seines Landes eine Lohnerhöhung um sagenhafte 200% bekam, wird ersteinmal Luftsprünge vor Jubel veranstalten- im Gegensatz zum Importland seines Produktes, wo naturgemäß die bisherige Produktion geschlossen wurde, weil ironischerweise die dortigen Bewohner sich die eigenen Arbeitsplätze nicht gönnen und darum in direkter Lohnkonkurrenz zum xyz Arbeiter stehen. Für den nun arbeitslosen Deutschen ist das trotz Lohnerhöhung immer noch ein armer Schlucker.
Und dann entsteht das Paradoxum, daß z.B. der deutsche Arbeiter billige asiatische Güter kauft, aber gleichzeitig auf die bösen Kapitalisten schimpft, die hier die Betriebe zu machen. Aber dabei reagieren die Unternehmer doch nur auf den Markt, der einfach immer nur das Billigste haben will und das ohne Rücksicht auf Verluste. Leider die reine Realität beim deutschen Verbraucher, weil ein Verständnis für wirtschaftliche Zusammenhänge gegen 0 tendiert, was in anderen industrialiserten Ländern wesentlich bewußter beim Einkaufen geschieht.
Könte man sich aber auch die Frage stellen, ob das bisherige hohe Lebensniveau in Deutschland nicht sehr teuer bezahlt wurde, was der Mensch, wenn er sich erst einmal daran gewöhnt hat, als ganz normal ansieht, obwohl es purer Luxus ist.
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  #10  
Alt 20.05.2008, 14:05
Benutzerbild von Reccoman
Plebejer
 
Registriert seit: 07.02.2008
Beiträge: 7
Es ist eben alles vom Blickwinkel abhängig und ich denke, dass Politik und Wirtschaft diesbezüglich den Falschen haben, wenn wir unseren extravaganten Lebensstil beibehalten wollen, (was vielleicht nicht Korrekt ist wenn man die moralische Komponente miteinbezieht) denn wenn wir einstens nichts mehr verdienen, können wir nicht mehr kaufen und dann können wir nur noch weniger arbeiten und das System zerfällt und man bereite sich auf den nächsten Wahnsinnigen vor, der unsere Länder mit faschistischen bzw. kommunistischen Ideen penetrieren wird. Wohl leider mit Erfolg, wie ich vermute.
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  #11  
Alt 20.05.2008, 17:43
Ädil
 
Registriert seit: 19.02.2008
Beiträge: 253
Nun eigentlich haben wir ja ein Primat der Politik... deswegen sollte dieser ja eigentlich die Hauptrolle zukommen....
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Glory, glory to old Ireland,
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who fought and died,
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  #12  
Alt 21.05.2008, 14:39
Pöbel
 
Registriert seit: 30.01.2008
Ort: Da wo die Sonne durchs fenster scheint
Beiträge: 58
Zitat von killerkinghans Beitrag anzeigen
Gleiche Lebensbedingungen sind ein heres Ziel. Man kann jedoch nicht davon ausgehen, dass sich diese auf dem Niveau der westlichen INdustriestaaten etabliert. d.h. wir müssen Abstriche in unserem Lebensstandard machen, um eine Angleichung zu gewährleisten. Eine Abwanderung von zB Nokia müsste unter diesem Blickwinkel sogar ncoh unterstützt werden.

Keine guten Aussichten. Da nehme ich lieber etwas Ungleichheit in kauf, Um die Sozialsysteme in Deutschland ( Denn das ist unser eigentlicvher Luxus) zu erhalten.

Gleiche Lebensbedingungen herstellen? ich wüßte nciht das dies irgendow als Ziel formuliert ist, gleichwertig, also die anderen müssen aufholen. Abgeben will ja niemand was, und ganz ehrlich, das wäre politisch nicht zu vermitteln.

Genau das war mein Argument damals bei Nokia als alle mit der Solidaritätskeule kamen, im gurnde ist es unsolirdarisch den Rumänen ein Werk zu mißgönnen. Schließlich ist deren Wohlstandsnivau deutlich schlechter als unseres. Ist es nicht zutiefst unsozial, -solidarisch und egoistisch dies zu mißgönnen, zumindest in einer Weltgesellschaft?


Ich denke eine Art gerahmter Liberlismus wäre gut. Lass die Unternehmen machen, aber einige dich auf eine Art Kodex, welcher bei überschreiten sanktioniert wird.
__________________
Mit der Politik des kleineren Übels sind 6000 Jahre lang die großen Übel gemacht worden. (Lore Lorentz)
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  #13  
Alt 23.05.2008, 10:55
Benutzerbild von Argeados
K.u.K. Hofzensor
 
Registriert seit: 19.05.2005
Ort: Wien
Beiträge: 1.033
Man könnte den Unternehmen eine Gewinngrenze setzen und alles darüber muss an eine Art Entwicklungsfonds (oder die Mitarbeiter bzw. anderweitig) ausgeschüttet werden, der dann in schwächeren Gebieten Struktur- oder Arbeitsreformen finanziert. Das müsste natürlich weltweit geschehen.
Natürlich nicht durchsetzbar, aber zumindest theoretisch interessant.
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  #14  
Alt 23.05.2008, 11:10
Konsul
 
Registriert seit: 04.08.2007
Ort: da, wo Deutschland am Schönsten ist
Beiträge: 822
Man könnte den Unternehmen eine Gewinngrenze setzen
Gewinne von heute sind die Investitionen eines Unternehmens von morgen.

Dein vorgeschlagenes Modell ist Umverteilung im gigantischem Maßstab.
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  #15  
Alt 23.05.2008, 11:16
Benutzerbild von Argeados
K.u.K. Hofzensor
 
Registriert seit: 19.05.2005
Ort: Wien
Beiträge: 1.033
Naja ich würde den Unternehmen ja nicht alle Gewinne wegnehmen, sicherlich nicht. Die sollen ja auch was haben, wenn sie brav arbeiten.
Es geht mir nur darum, die sogenannte Gewinnmaximierung etwas einzuschränken. Das also ein Unternehmen ein Werk schließt, weil es "nur" 4% und nicht 9% Gewinn macht.

Außerdem zählen Investitionen nicht als Gewinn, da sie als Ausgaben gezählt werden (oder?).
Aber dass es sich um eine Umverteilung handelt will ich garnicht abstreiten. Ich habe aber auch kein Problem damit, wenn man mit Gewinn den anderen ein bisschen unter die Arme greift.
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Stichworte
globalisierung, politik


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