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02.11.2007, 16:51
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The Censor
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Registriert seit: 29.01.2005
Ort: Bremen
Beiträge: 6.343
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Schmidt-Interview im Spiegel bez. des Atomprogramms
Hat außer mir das Interview gelesen? Ich kann leider nicht zitieren weil ich den SPIEGEL gerade an meine Mutter verliehen habe.
Auf jeden Fall kritisiert Schmidt das deutsche Vorgehen gegen den Iran bez. deren möglicher Atomwaffen.
Kernpunkt seiner Aussagen ist dass Deutschland mit dem Atomwaffensperrvertrag eine Handhabe gegen die USA, Frankreich, GB und Russland hat, da diese sich verpflichtet haben abzurüsten. Diese handhabe wird aber überhaupt nicht genutzt.
Jetzt Experiementiert ein anderer Staat mit der Atomtechnologie und alle hacken auf den Staat los obwohl noch nicht einmal klar ist, dass er Atomwaffen anstrebt.
Schmidt kritisert damit auch die Politik der USA die behauptet nur "Atomwaffen in den falschen Händen" wären gefährlich.
Ich hatte mir da vorher nie so gedanken drüber gemacht aber ich muss nach reiflicher Überlegung feststellen, dass er tendenziell recht hat.
Die Mullahs sind keine Fanatiker, denen geht es ganz real um den Erhalt ihrer Macht, jenseits aller Vernichtungsrethorik. Der Iran besitzt gar nicht die Möglichkeit eine Atomwaffe um die ganze Welt zu schicken, da er nur über Mittelstreckenraketen verfügt. Und niemand ist so dumm eine Atombombe in der unmittelbaren Nachbarschaft abzuwerfen.
Die Amerikaner und Russen hingegen können mit ihren Interkontinentalraketen (haben Franzosen und Briten diese eigentlich auch?) jederzeit eine Atombombe irgendwo auf dem Globus platzieren und bei den dortigen Regierungen weiß man auch nicht ob die überlegter handeln als die im Iran.
Letzendlich schert die Bundesregierung damit nur in die ungesunde und emotionale Iranpolitik der USA ein.
Oder was meint ihr?
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Demokratie heißt die Wahl haben. Diktatur heißt, vor die Wahl gestellt werden.
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02.11.2007, 17:08
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Als die politische Rechte, u.a. ich genau DAS sagten wurde uns vorgeworfen den Iran zu verharmlosen und mit dessen jüdischen Vernichtungsplänen zu sympathisieren...
Als ich sagte der dortige Präsident hätte gar nicht die Macht um derartiges zu veranlassen die selbe reaktion...
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02.11.2007, 17:14
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Ich habs gelesen und kann wie immer bei diesem Mann nur zustimmen.
Mit einer Einschränkung: Eine gewisse Bedrohung für Israel ist nunmal existent.
Auch wenn ich sie nicht für wahrscheinlich erachte.
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02.11.2007, 17:20
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Praetor
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Registriert seit: 08.10.2007
Ort: Rheingau
Beiträge: 403
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Ich denke nicht, dass der Iran vorhat, Atomwaffen einzusetzen, wenn er überhaupt ihren Besitz anstrebt.
Dass Mahmud Ahmadinedschad seine antiisraelischen Parolen ernst meint, glaube ich nicht und selbst wenn, so muss man bedenken, dass die höchste Macht im Iran beim Obersten Rechtsgelehrten liegt und der denkt wohl rational genug, um zu erkennen, dass ein Krieg gegen Israel, egal ob mit oder ohne Atomwaffen, den Iran ins verderben stürzen würde, ist es doch ein offenes Geheimnis, dass sich auch Israel im Besitz von Atomwaffen befindet. Außerdem wird Israel von den USA unterstützt und auch wenn in islamischen Ländern eine extreme antiamerikanische Haltung vorherrscht, so dürfte auch den Islamisten klar sein, dass ihnen Amerika militärisch definitiv militärisch überlegen ist.
Daher denke ich auch, dass der Iran auch nicht vorhat, die USA oder Europa anzugreifen, da Teheran weiß, dass ein solcher Krieg nur mit einer totalen Niederlage des Iran enden würde.
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Zitat von Helmut Kohl
Ich weiß nicht, was der französische Staatspräsident Mitterrand denkt, aber ich denke dasselbe.
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02.11.2007, 17:26
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The Censor
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Registriert seit: 29.01.2005
Ort: Bremen
Beiträge: 6.343
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Zitat von Novalis
Ich habs gelesen und kann wie immer bei diesem Mann nur zustimmen.
Mit einer Einschränkung: Eine gewisse Bedrohung für Israel ist nunmal existent.
Auch wenn ich sie nicht für wahrscheinlich erachte.
Eine gewisse Bedrohung gegen Israel zu verneinen wäre natürlich falsch aber wie soll man ohne Glaubwürdigkeit vermitteln?
In eine allgemeine Abrüstung würde sich Teheran evt. einbinden lassen aber einseitige Verbote kann man nicht durchsetzen ohne sein Gesicht als Vermittler zu verlieren.
Wenn man sich aber die Kriegspläne um Cheney zu ansieht kann man wohl in absehbarer Zeit damit rechnen dass Israel Bomben schmeißt - natürlich unter der Vorraussetzung Olmert lässt sich dafür benutzen. Wobei es fraglich ist ob Israel es sich leisten kann einen amerikanischen Wunsch abzuschlagen.
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Demokratie heißt die Wahl haben. Diktatur heißt, vor die Wahl gestellt werden.
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02.11.2007, 17:28
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The Censor
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Registriert seit: 29.01.2005
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Beiträge: 6.343
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Zitat von mozart
Als die politische Rechte, u.a. ich genau DAS sagten wurde uns vorgeworfen den Iran zu verharmlosen und mit dessen jüdischen Vernichtungsplänen zu sympathisieren...
Wäre mir neu dass die CDU/CSU sowas gesagt hat. Würde ja auch der Politik ihrer Kanzlerin widersprechen.
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Demokratie heißt die Wahl haben. Diktatur heißt, vor die Wahl gestellt werden.
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02.11.2007, 17:36
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Spender
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Registriert seit: 27.10.2007
Ort: Raum Nürnberg
Beiträge: 728
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Die Frage im SPIEGEL war, ich schreibe es hierhin ab: "Wollen Sie behaupten, dass wir uns in der Frage des iranischen Atomprogramms nicht einmischen sollten?". Die genaue Antwort war: "Genau. Warum sollten wir uns gegenüber Iran, wo wir nicht genau wissen, ob der Staat überhaupt und wie weit er gegen den Vertrag verstoßen hat, engagieren, wenn wir gegenüber den Partnerstaaten, die ihn erwiesenermaßen nicht erfüllen, den Schnabel halten". So weit der Kontext.
Persönlich teile ich die Meinung von Schmidt. Und ich meine, die Diskussion um den Iran lenkt nur ab vom eigentlichen Problem: Dass überhaupt Atomwaffen in Silos gelagert werden und potenziell eingesetzt werden können. Mir ist egal, wo. Sie müssen weg.
Als einzige benutzt haben sie bisher die Amerikaner. Israel hat sie, und das israelische Militär hat seine Aggressivität ohne Rücksicht auf Vernunft bewiesen. Pakistan hat sie, und wer weiß, wohin das Land schlittert. Russland hat sie, mir ist nicht ganz geheuer bei den Gedanken an die Zukunft des Landes. Das gleiche gilt für China. Ägypten will jetzt wie der Iran Atomenergie, die Vereinigten Arabischen Emirate, der Jemen, undsoweiter, und das wird von den USA unterstützt (Fünf AKWs will eine US-Firma allein in den Jemen liefern).
Alle diese Länder kommen mit dem Argument: Was für euch recht ist, muss auch für uns billig sein. Das halte ich für legitim. Hier geht es nicht um das grundsätzliche Für oder Wider von Atomkraft, sondern darum, dass es "double standards" wie von der derzeitigen US-Regierung nicht geben darf. Ägypten soll von Washingtons Gnaden Atomkraft bekommen, Iran als Bösewicht nicht? Nach den Wahlen, die nach meinen Informationen im nächsten Frühjahr im Iran anstehen, ist der jetzige Präsident, der mit wohl allzu viel Sch... im Hirn den Vorwand für die Etikettierung eines ganzen Landes als "böse" gab, weg vom Fenster. Wenig später ist dann übrigens wohl auch Mr. Bush weg. Ich werde in beiden Fällen froh sein.
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02.11.2007, 17:41
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The Censor
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Registriert seit: 29.01.2005
Ort: Bremen
Beiträge: 6.343
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Vor allem der Jemen ist dabei gefährlich. Das Land ist doch jetzt kaum stabiler als z.B. Pakistan.
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Demokratie heißt die Wahl haben. Diktatur heißt, vor die Wahl gestellt werden.
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02.11.2007, 17:44
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Machst du Witze? Die CDU ist doch nicht mehr Rechts. Damit würde sie sich ja ihr eigenes Grab schaufeln.
Nein, ich gehöre der politischen Rechte an, die allerdings in einen Topf mit dem Rechtsextremismus geworfen wird. Damit diffamiert man die gemäßigte Rechte so sehr, dass sie sich kaum noch traut sich dazu zu bekennen.
Und das zeigt woran das System krankt. Eine ordentliche Demokratie besteht aus Links und Rechts. Rechts wird vollkommen bekämpft -> "Kampf gegen Rechts" - warum nicht Kampf gegen Rechtsextremismus?
Und in mehreren Diskussionen hier habe ich genau so argumentiert wie Schmidt nun... aber die Vorwürfe und Anschuldigungen deren bsp.weise ich ausgesetzt war scheinen bei dem Kettenraucher aus zu bleiben...
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02.11.2007, 18:24
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Spender
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Registriert seit: 27.10.2007
Ort: Raum Nürnberg
Beiträge: 728
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Ich bitte, eine Fußnote machen zu dürfen zu Wulfnoth:
Vor allem der Jemen ist dabei gefährlich.
Widerspruch. Jemen ist mein Lieblingsland, ich war schon sechs Mal dort, und hinter meinem Namen steckt die Insel Sokotra, die zu Jemen gehört. Man nennt sie auch das "letzte Paradies" (ist sie auch wieder nicht) oder die Galapagos-Inseln des Indischen Ozeans. Das Problem mit dem Jemen: Aus dem Land hört man nix in den Medien ausser Negativmeldungen wie von Entführungen. Die Betroffenen sind aber selber schuld (könnte ich ausführlich erklären).
Dort AKWs hinzuknallen, halte ich allerdings schon für bescheuert.
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02.11.2007, 19:34
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Praetor
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Registriert seit: 08.10.2007
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Zitat von Wulfnoth
Wenn man sich aber die Kriegspläne um Cheney zu ansieht kann man wohl in absehbarer Zeit damit rechnen dass Israel Bomben schmeißt - natürlich unter der Vorraussetzung Olmert lässt sich dafür benutzen. Wobei es fraglich ist ob Israel es sich leisten kann einen amerikanischen Wunsch abzuschlagen.
Ich glaube nicht, dass Israel den Iran angreifen würde. Auch wenn es die Atombombe besitzt und die USA ihnen den Rücken stärkt, so werden die arabischen Staaten einem israelischen Angriff auf den Iran nicht tatenlos zusehen. Außerdem hätte es Israel dann verstärkt mit islamistischen Anschlägen zu tun, gegen die Atombomben auch nicht helfen.
Zudem bin ich nicht der Meinung, dass die USA ein Interesse an einem Krieg im Nahen und Mittleren Osten hätten, da sie mit ihren Einsätzen in Afghanistan und dem Irak schon genug ausgelastet und könnte daher schlecht die Stabilität dieser Region bei und nach einem Krieg gewährleisten.
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Zitat von Helmut Kohl
Ich weiß nicht, was der französische Staatspräsident Mitterrand denkt, aber ich denke dasselbe.
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02.11.2007, 19:49
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The Censor
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Beiträge: 6.343
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Der Iran wird die Atombombe frühestens in 10 Jahren haben, das spielt bei der Planung keine Rolle.
Außerdem würde mich mal interessieren wie du belegen willst, dass es Proteste aus der arabischen Welt geben würde? Kürzlich erst hat Israel in Syrien etwas bombardiert vom dem man nicht genau weiß was es ist. Hast du irgendwelche Beschwerden gehört?
Es gibt keine geschlossene arabische Welt. Die Regime in Ägypten und Jordanien können sich nur durch ihre gemäßigte Politik halten, also steht Syrien alleine da und die Machthaber dort sind Realisten. Die syrische Armee ist in einem desolaten Zustand (wurde beim Abzug aus dem Libanon deutlich) und würde gegen Israel untergehen.
Was die Kriegsabsichten der USA angeht würde ich dir raten dich mal ein bisschen zu informieren. Es ist ein offenes Geheimnis, dass rund um Vizepräsident Cheney eine starke Kriegstreiberpartei existiert und diese Regierung ist noch 15 Monate im Amt.
Außerdem wer redet schon von einem Krieg wie im Irak. Hier und da ein paar gezielte Militärschläge würden ja schon reichen aus Sicht der USA.
Die USA hat das hausgemachte Problem, dass der Iran jetzt wo der Irak ausgeschaltet ist zur dominaten Macht in der Region wird und die Antwort der Amerikaner auf so etwas war schon immer Krieg.
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02.11.2007, 20:11
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Zitat von Wulfnoth
Es gibt keine geschlossene arabische Welt.
Was dadurch gestützt wird, dass schon so oft der Heilige Krieg ausgerufen wurde - was ja theoretisch die erhebung der ganzen islamischen Welt bedeuten würde. Das ist aber bis heute ausgeblieben.
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02.11.2007, 21:09
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Schmidt hat vollkommen Recht, ich sags immer wieder alle sind gleich manche sind gleicher, schade dass das auch in der Weltpoltik so deutlich zum vorschein kommt
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02.11.2007, 21:14
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Praetor
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Zitat von Wulfnoth
Außerdem würde mich mal interessieren wie du belegen willst, dass es Proteste aus der arabischen Welt geben würde? Kürzlich erst hat Israel in Syrien etwas bombardiert vom dem man nicht genau weiß was es ist. Hast du irgendwelche Beschwerden gehört?
Es gibt keine geschlossene arabische Welt. Die Regime in Ägypten und Jordanien können sich nur durch ihre gemäßigte Politik halten, also steht Syrien alleine da und die Machthaber dort sind Realisten. Die syrische Armee ist in einem desolaten Zustand (wurde beim Abzug aus dem Libanon deutlich) und würde gegen Israel untergehen.
Natürlich hat Israel auch nach seiner Schlappe im Libanon noch immer die unangefochtene militärische Vormachtstellung im Nahen Osten inne. Die arabischen Staaten würden sich wohl kaum trauen Israel militärisch entgegenzutreten, wenn sie es nicht müssen.
Doch eine andere Bedrohung für Israel sind die islamistischen Terrororganisationen, wie die Hamas oder die Hisbollah, die wahrscheinlich größeren Zulauf erhalten werden, wenn Israel militärisch gegen den Iran vorginge und sei es auch nur durch gezielte Militäranschläge. Und Terroristen sind militärisch nicht zu besiegen.
Außerdem würde Israels Ansehen in der Welt, vor allem in Europa, erheblichen Schaden nehmen. Schon die israelischen Angriffe auf den Libanon letzten Jahres waren auch in Deutschland nicht unumstritten. Wenn Israel nun für die USA militärisch gegen Schurkenstaaten vorgehen würde, könnte das Proteste in Europa hervorrufen. Wobei man allerdings sagen muss, dass dann die USA im Weltsicherheitsrat Sanktionen gegen Israel verhindern würde, zudem denke ich, dass die israelischen Beziehungen zu Europa, zwar erheblich strapaziert wären, aber wohl nicht abbrechen würden, da auch in Europa eine gewisse Angst vor einer iranischen Atombombe umgeht und Israel, nicht zu unrecht, weit mehr Sympathien genießt, als die arabischen Staaten.
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Zitat von Helmut Kohl
Ich weiß nicht, was der französische Staatspräsident Mitterrand denkt, aber ich denke dasselbe.
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