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18.03.2008, 09:46
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Mensch
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Registriert seit: 09.01.2008
Ort: Frankfurt/M.
Beiträge: 316
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Der Schwarze Montag
Gestern ist wieder eine amerikanische Imobilenbank zusammengebrochen. Die Feral Reseve Bank der USA stützte darufhin mit über 30 Milliarden Dollar das amerikanische Bankensystem. Die Aktienkurse überall auf der Welt brachen ein.
Steht der Weltwirtschaft eine Rezession wie am Schwarzen Freitag Ende der 20er Jahre des letzten Jahrhunderts bevor?
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Nichts ist unmöglich
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18.03.2008, 10:29
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Spender
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Registriert seit: 27.10.2007
Ort: Raum Nürnberg
Beiträge: 737
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Ein Nein auf die Frage - die Situation ist nicht vergleichbar.
Ende der 20er Jahre vertrauten die US-Bürger den existierenden Investment-Trusts und ließen sich auf Maklerkredite ein: Anleger mussten das Geld für Aktienkäufe gar nicht besitzen, die Papiere blieben als Pfand für den Kredit beim Makler. Das System war derart rentabel, dass auch viele Unternehmer ihr Geld lieber in das System steckten, weil ihre „normalen“ Geschäfte weniger Gewinn abwarfen.
Statistiker errechneten: Innerhalb von drei Jahren sank das Bruttosozialprodukt der USA von 98,4 Mrd. Dollar um fast die Hälfte. Millionen Menschen - und nicht nur die Häuslebesitzer - hatten ihr Vermögen verloren und standen vor dem Nichts. Unaufhaltsam stieg die Zahl der Arbeitslosen in den USA. Ihre Quote lag 1930 bei 9 %, sie stieg im folgenden Jahr auf 16 % und bis 1932 auf 25 %.
Allein die Autoausfuhren sanken in nur drei Jahren von 541 Mio. auf 76 Mio. Dollar. Die Agrarprodukte blieben nicht ausgespart: Die Getreideexporte summierten sich 1929 noch auf 200 Mio. Dollar, 1932 waren es gerade 5 Mio. Dollar. Im Gefolge sanken die Preise für Weizen, Baumwolle und Tabak drastisch. Viele amerikanische Farmer waren ruiniert.
Angefangen hatte alles mit der Diskussion um neue Zollbestimmungen. Das sogenannte Smoot-Hawley Gesetz der USA wurde zwar erst am 17. Juni 1930 wirksam, doch es hatte schon 1929 einen großen Anteil am wirtschaftlichen Niedergang. Es trieb den Einfuhrzoll für mehr als 20 000 Importgüter auf Rekordhöhen. Manche Sätze vervierfachten sich. Damit wollte die Regierung die Farmer und Industriellen vor ausländischer Konkurrenz abschirmen. Experten war klar: Ein solcher Protektionismus würde Gegenmaßnahmen auslösen und umgekehrt amerikanische Exporte behindern. Noch vor dem Inkrafttreten des Gesetzes konterten Länder wie Frankreich und Italien, Indien und Australien mit Gegenzöllen.
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18.03.2008, 14:22
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Mensch
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Registriert seit: 09.01.2008
Ort: Frankfurt/M.
Beiträge: 316
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Lieber Sokotra,
dann bin ich aber beruhigt.
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Nichts ist unmöglich
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18.03.2008, 17:45
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The Censor
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Registriert seit: 29.01.2005
Ort: Bremen
Beiträge: 6.343
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Gegen eine neue Weltwirtschaftskrise würde - nebem dem was sokotra richtigerweise anführte - auch sprechen, dass es sich bei der jetztigen Krise mehr um ein "Oberschichtenproblem" handelt.
Natürlich gehören die Opfer der US-Immobilienkrise nicht zur Oberschicht aber dabei handelt es sich eigentlich auch nicht um die eigentliche Krise, sondern um den Auslöser derselben.
Die eingetrenene Bereinigung im Bankensektor und die Kurseinbrüche der Aktienmärkte betreffen eben vor allem die vermögenenden Kunden der Banken und Aktienbesitzer.
Ich möchte die Krise keineswegs klein reden aber so lange die Banken keine Drittfirmen in die Pleite treiben und es Entlassungen gibt bleibt es ein Oberschichtenproblem. Mit ist es absolut egal ob Bank xy pleite geht und Großaktionäre ihre Vermögen verpullvern.
Die aktuelle Inflation bereitet mir da viel mehr sorgen, aber die wird ja von den ganzen gigantischen Negativdaten geschluckt.
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Demokratie heißt die Wahl haben. Diktatur heißt, vor die Wahl gestellt werden.
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18.03.2008, 21:23
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Proconsul
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Registriert seit: 04.08.2007
Ort: da, wo Deutschland am Schönsten ist
Beiträge: 1.035
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Ich finde, daß die Medien heutzutage gerne einmal übertreiben. Zum Vergleich: Der "Schwarze Montag" 1987 brachte dem DAX einen Verlust von rund 20%. Der gestrige Tag brachte rund 4% Minus.
Zum anderen stellt sich die Frage, ob die Marktwirtschaft überhaupt noch funktioniert, da man bewußt in den Markt eingreift und so die Selbstreinigungskräfte völlig ausbremst. Mit dem Ergebnis, daß der Knall zwar jetzt nicht kommt, aber dafür später und umso lauter.
Manchmal sollte man halt eine Rezession auch kommen lassen, da sie einfach zum Wirtschaftssystem dazugehört wie die Konjunktur.
Eins kann nämlich ohne das Andere auf Dauer nicht existieren.
PS: Im Übrigen ist Bear Stearns eine Investmentbank.
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18.03.2008, 21:30
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Praetor
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Registriert seit: 03.11.2006
Ort: Belgien
Beiträge: 351
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Zitat von Wulfnoth
Die aktuelle Inflation bereitet mir da viel mehr sorgen, aber die wird ja von den ganzen gigantischen Negativdaten geschluckt.
Ich dachte der Euro nähme an Wert zu, ist das nicht eher Deflation? Oder ist es der Dollar, der abnimmt, und der Euro bleibt? Ich blick irgendwie nicht mehr durch.
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Schon Schiller sagte: "Durch diese kalte Hose wird er kommen!"
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18.03.2008, 21:40
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Proconsul
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Registriert seit: 04.08.2007
Ort: da, wo Deutschland am Schönsten ist
Beiträge: 1.035
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Die Stärke des Euros mildert nur die Inflation ab. Der stärker steigende Preis bei hauptsächlich Öl und Gas wiegen also stärker und schlagen so auf die Endpreise, die der Verbraucher zahlt durch. Allerdings in den USA durch den verfallenden Dollar wesentlich stärker.
In der Praxis gibt es aber noch wesentlich mehr Einflußfaktoren auf die Inflation. Z.B. die politisch gewollte Preissteigerung bei pflanzlichen Ölprodukten durch die teilweise Ersetzung von Mineralöl, die gleichzeitig Lebensmittelpreise mit nach oben zieht. (Margarine usw.) und die gigantischen Dollardevisenreserven, in denen man auch als Staat sich überlegt, noch Dolar zu halten, wenn man zusieht wie die Devisen jeden Tag weniger Wert sind, sodaß das der Supergau wäre, wenn die in Dollar investierten arabischen und asiatischen Staaten ihr Geld auf den Markt werfen. Nicht zu vergessen die Gewerkschaften mit ihren völlig illusorischen Lohnforderungen. Warum die mal nicht auf die Straße gehen und für die Senkung von Lohnnebenkosten bzw. der Einkommenssteuer demonstrieren, wenn sie mehr Netto haben wollen, bleibt wohl deren Geheimnis.
Geändert von Titus_Livius (18.03.2008 um 21:43 Uhr).
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19.03.2008, 01:53
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Spender
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Registriert seit: 27.10.2007
Ort: Raum Nürnberg
Beiträge: 737
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Zitat von Patrice
Ich dachte der Euro nähme an Wert zu, ist das nicht eher Deflation? Oder ist es der Dollar, der abnimmt, und der Euro bleibt? Ich blick irgendwie nicht mehr durch.
Der Wechselkurs zwischen Euro und Dollar hängt ab von der Nachfrage - hier im wesentlichen von Seiten der großen Anleger auf dem Finanzmarkt (Banken, Staaten, Pensionskassen). Diese wollen verdienen. Aber die Zinsen im Dollarraum sind gering. Also tauschen viele ihre Dollar gegen Euro um, weil es da mehr Zinsen gibt. Die Nachfrage nach Euro steigt also, und den Dollar will keiner mehr, also sinkt sein Wert.
Dazu kommen politisch motivierte Überlegungen. Immer mehr Staaten schichten ihre Devisenreserven um, weg von der Abhängigkeit vom (wegen der Zinsen unattraktiv gewordenen) Dollar und hin zum Euro. Das steigert wieder die Nachfrage nach Euro. In der OPEC wird inzwischen auch diskutiert, Öl nicht mehr für Dollar, sondern gegen Euro zu verkaufen. Also müssen ölimportierende Länder vorsorglich auch mehr Euro einkaufen und Dollar verkaufen. Tatsächlich gab es bereits im Dezember 2006 mehr Euro auf der Welt als Dollar.
Es beginnt ein Selbstläufer. Wie bei Aktien verkaufen viele ihre Dollar, weil er an Wert verliert. Sie kaufen Euro, weil sie sich davon mehr Gewinn versprechen (oder sie kaufen Gold, so ist das derzeit).
Die Zeit der Dollar-Dominanz auf der Welt ist nach Meinung vieler Fachleute jedenfalls vorbei. Der Dollar wird vermuitlich weiter an Wert verlieren. Manche der genannten Groß-Anleger bekommen auch kalte Füße. Denn die USA sind pleite. Die sogenannte Immobilienkrise verdeckt dieses eigentliche Übel - es wird nicht zuletzt gefördert durch die Ausgaben, die durch das militärische Abenteuer im Irak noch weiter täglich entstehen.
Das ganze hat zwei Seiten. Auf der einen verbilligen sich jene Importe (an Rohstoffen), die wir in Dollar bezahlen. Auf der anderen Seite werden Exporte aus Fabriken in Europa für die Abnehmer im Dollarraum, die jetzt umgerechnet mehr Geld hinblättern müssen, sehr teuer. Aber das fällt nicht ganz so arg ins Gewicht. Im Zeitalter der Globalisierung haben viele europäische Firmen längst eine Fertigung in den USA selber (die Autokonzerne, Siemens, usw.). Deren Händler müssen also nicht importieren.
Da der Großteil der deutschen Exporte ohnehin in die Länder geht, in denen der Euro gilt, ist das Problem der deutschen Hersteller nicht ganz so dramatisch.
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19.03.2008, 09:55
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Proconsul
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Registriert seit: 04.08.2007
Ort: da, wo Deutschland am Schönsten ist
Beiträge: 1.035
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Denn die USA sind pleite.
Ein Staat kann nicht pleite gehen,da er das Gelddruckmonopol hat.
Ansonsten hatten die USA eine Staatsverschuldung Ende November 2007 von 65% des BIP. Deutschland liegt bei rund 68%, Italien 107%,Griechenland 88% und Japan 132,6%.
Die spannende Frage ist natürlich,wie unser derzeitiges Wirtschaftssystem, welches unseren Lebensstandard und den Konsum aus Schulden finanziert, auf Dauer finanzierbar ist, oder ob das System nicht irgendwann auf eine Art Supergau zusteuert.
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20.03.2008, 15:42
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Mensch
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Registriert seit: 09.01.2008
Ort: Frankfurt/M.
Beiträge: 316
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Zitat von Titus_Livius
Die spannende Frage ist natürlich,wie unser derzeitiges Wirtschaftssystem, welches unseren Lebensstandard und den Konsum aus Schulden finanziert, auf Dauer finanzierbar ist, oder ob das System nicht irgendwann auf eine Art Supergau zusteuert.
Lieber Titus,
was kommt dann?
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Nichts ist unmöglich
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20.03.2008, 15:46
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Administrator
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Registriert seit: 04.03.2005
Ort: München/Hannover
Beiträge: 2.479
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ich bin ja nachwievor ein verfechter der argentinischen methode
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20.03.2008, 17:23
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Hoplit
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Registriert seit: 29.10.2007
Ort: Durmersheim bei Karlsruhe
Beiträge: 713
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Vor allem kann das dazu führen, daß die Exportwirtschaft zum Erlahmen kommt. Das wiederum ist die eigentliche Stütze der Konjunktur - da gibt es ja auch Parallelen in der Geschichte. Die Firmen können dann niemand mehr beschäftigen. Dann ist die Frage, ob soziale Stabilität in der Form wie wir sie in Mitteleuropa kennen, noch zu gewährleisten ist. Ungefähr so sieht der Supergau aus. Danach ist ja alles möglich: Steigerung der Kriminalität, Zustände wie in Frankreich vor 2 Jahren, undsow.
@Wulfnoth:
Banken sind trotz allem der Garant für eine funktionierende Kreditwirtschaft und damit auch eine wesentliche Säule des Konjunkturellen Aufschwungs.
Eine Hemmung der Kreditwirtschaft führt auch zu einem Rückgang der Investitionen und zu einem Vertrauensverlust der Anleger.
__________________
 "So lange nicht alle Menschen werden wie er, müßen wir unsere Schwerter scharf halten"
Ben Hur: "Und unseren Zielen treu bleiben."
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20.03.2008, 17:34
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The Censor
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Registriert seit: 29.01.2005
Ort: Bremen
Beiträge: 6.343
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Zitat von Jason
@Wulfnoth:
Banken sind trotz allem der Garant für eine funktionierende Kreditwirtschaft und damit auch eine wesentliche Säule des Konjunkturellen Aufschwungs.
Eine Hemmung der Kreditwirtschaft führt auch zu einem Rückgang der Investitionen und zu einem Vertrauensverlust der Anleger.
Die aktuellen Berichte geben mir aber recht, das ganze wird für Europa aufgebauscht. Die OECD hat ihre Wachstumsprognosen für Europa nicht gesenkt, lediglich für die USA eine rote Null angedeutet.
Natürlich ist ein Erdbeben im Finanzsektor nicht unbedeutend aber seien wir mal ehrlich, was hat es wirklich geändert? Der Mittelstand und der Privatverbraucher, der in Deutschland auf Kredite angewiesen sein könnte hat hier nie leicht welche bekommen, vorsichtiger können die Banken gar nicht mehr sein.
Es gibt bisher nicht einen Anhaltspunkt dafür, dass die Krise in gefährlichem Ausmaße auf Europa überschwappen könnte, auch wenn die Medien das aus nachvollziehbaren Gründen gerne propagieren. Vor 4 Jahren hätte man über 2% angekündigtes Wachstum noch jubiliert.
Das einzige was im Moment nervös machen könnte ist der schwache Dollar, aber der rührt, wie sokotra richtigerweise anmerkte, nicht allein aus der momentanen Krise her sondern ist ein strukturelles Problem mit dem wir uns auf lange Sicht gesehen eh abfinden müssen.
Ich möchte hier auf keinen Fall den Wirtschaftsfachmann raushängen lassen, denn das bin ich nicht aber nennt mir doch mal bitte eine Auswirkung auf unsere Wirtschaft von einigen Abschreibungen in großen Bankhäusern, die diese locker verkraften, abgesehen.
Ja es hat die öffentlichen Banken teilweise ordentlich ins straucheln gebracht aber das begrüße ich sogar fast, da man die Politik in diesem Bereich anscheinend zu einer Umstrukturierung zwingen muss. Es war mir schon immer unerklärlich wieso der Steuerzahler neben den öffentlichen Banken mit Daseinsberechtigung wie der KfW auch noch die ganzen Landesbanken etc. finanzieren muss. Ich bin kein Liberalisierer aber es gibt Bereiche die in die Privatwirtschaft gehören.
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Demokratie heißt die Wahl haben. Diktatur heißt, vor die Wahl gestellt werden.
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20.03.2008, 17:54
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Hoplit
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Registriert seit: 29.10.2007
Ort: Durmersheim bei Karlsruhe
Beiträge: 713
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Vielleicht ist es nur diese doch seltsame Wandlung auf der Welt, die beunruhigt. Ich meine - vor allem unsere Generation (Jugend der 80er) - ist mit dem Credo der Allmächtigen USA aufgewachsen. Was jetzt abgeht mit dem Dollar und mit der US-Wirtschaft ist immer noch unbegreiflich und beunruhigend. Vielleicht ist es auch wirklich so, daß Europa sich von USA emanzipiert. Und das mit aller Macht.
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 "So lange nicht alle Menschen werden wie er, müßen wir unsere Schwerter scharf halten"
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20.03.2008, 18:03
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The Censor
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Registriert seit: 29.01.2005
Ort: Bremen
Beiträge: 6.343
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Man sollte keine Schreckensszenarien an die Wand malen, die USA werden mittelfristig die stärkste Macht der Welt bleiben aber im Moment scheinen sie in der Tat etwas an Boden zu verlieren. Das kann sich aber ohne weiteres wieder ändern.
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